Es gibt aber keine entscheidenden Gründe von einer positiven Rückkopplung auszugehen aus meiner Sicht.
Doch gibt es. U.a., weil es solche positiven Rückkopplungen in der Klimageschichte der Erde schon gegeben hat. Z.B. wurden Eiszeiten durch solche Rückkopplungen beendet - ein kleiner Anlass machte den Anfang, wodurch CO2 ausgaste, was wiederum den Effekt weiter verstärkte etc.
Hatten wir auch diskutiert... CO2 Absorption nicht linear.
Und das steckt auch nicht-linear in den Modellen drin.
Photosynthese wird weiter zunehmen.
Wieviel weiter? Ausreichend?
Eis-Albedo (Permafrostmethan) ist auch nach der Eiszeit nicht weiter eskaliert (die Eisflächen an den Polen blieben bestehen), und die heutigen Eisflächen liegen auch noch in Regionen, wo die Sonneneinstrahlung deutlich geringer ist, der entsprechende Effekt also auch. CO2 war auch schon deutlich höher in der Erdgeschichte, und selbst da kam es nicht zu einer Katastrophe. Genauso war es schon deutlich wärmer, und auch das ist nicht eskaliert.
Die Klimaforscher erkunden ja auch die Klimageschichte, um Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede früherer schwankungen zum aktuellen Klimawandel aufzudecken. Und auch mit diesen Erkenntnisse stehen ihre Warnungen noch.
Und Du schreibst auch selbst, zu schnell sollte die Erwärmung nicht sein. Was wäre denn "zu schnell"? Das erklärte Ziel der Politiker ist es ja, die Erwärmung auf 1,5° bis zum Ende des jahrhunderts zu beschränken. Wenn wir so weiter machen wie jetzt, steuern wird agr auf 3° oder noch mehr zu.
Ist da nicht eher davon auszugehen, dass die Modelle ausspucken, was man "will" (das Ergebnis steht unbewusst fest)? Menschen wurden schon immer von Weltuntergangsängsten getrieben. Das ist nicht neu. Insgesamt halte ich es für klar wahrscheinlicher, dass die Gefahr übertrieben dargestellt wird, und nicht umgekehrt. Auch weil das bei Themen in dem Komplex, die ich besser beurteilen kann (Eisbären, Frösche, Umwelt ergrünt) genau so der Fall ist. Und gibt auch andere Modelle sowieso. Und "Mehrheit der Experten" ist bei fehlender Falsifikation ein problematisches Kriterium (Echokammer und Gruppendruck).
PS (hab zuerst abgeschickt, bevor ich hier was schrieb): Nein, davon ist nicht auszugehen. Z.B. wenn die Experten auf die Kritikpunkte auch gute Antworten haben. Einige wurden Dir hier im Thread schon genannt. Du könntest ja auch spaßeshalber mal ein paar Bücher der Experten lesen.
Und was wäre denn kein problematisches Kriterium? Bei absolutem Konsenz hast Du genausowenig oder noch weniger Falsifikation. 100% aller Astrophysiker sind z.B. davon überzeugt, dass die Erde keine Scheibe ist. Und jemand, der das behauptet, wird mit Sicherheit keine anstellung an einer Uni zum Thema Astrophysik oder Geologie bekommen. Ist das auch zu kritisieren, weil das ja nur eine Echokammer ist? Sollten Quoten-Flatearth-Artikel in Nature erscheinen, damit es ausreichend Falsifikation gibt, die das Vertrauen in die Astrophysik und die Globus-Erde wieder gestärkt werden kann?
Und siehe auch hier:
https://www.esoterikforum.at/thread...chte-klimawandel.217587/page-497#post-6524750
"Das habe ich verstanden. Das Problem dabei ist, dass man mit falschen Zuschreibungen gearbeitet hat um rückwirkend auf das richtige Ergebnis zu kommen. Wenn alles sonst ok gewesen wäre, wäre das korrekte Ergebnis eine geringere Erwärmung gewesen, ohne den starken Albedo-Effekt eben. Wenn man aber den Jetzt-Zustand erreicht, und den Albedo-Effekt unterschätzt hat man entsprechend was anderes überschätzt."
Die Modelle sind also rückwirkend korrekt, obwohl sie es nicht sein sollten. Klingt für mich nach Overfitting. Es passt plötzlich, obwohl es gar nicht sollte. Ähnlich mit der Vegetation.
Ich habe dazu schon in Beitrag #5001 geantwortet. Du musst auch bedenken, wie stark dieser Effekt in der Vergangenheit gegriffen hat u.ä. Aus dem Detailfehler sofort "Overfitting" zu schließen ist übereilt. Und es wird auch deutlich, dass die Realität dramatischer sein kann als die Modelle.
Nein, aber das ist mir auch klar. Dass es nahezu sicher nicht 1° kälter werden wird, wenn die Temperaturen um 1° angestiegen sind (und wir wissen wieso) im selben Zeitraum zuvor ist keine Kunst vorherzusagen.
Aber es ist schlicht schlecht, wenn ein Modell sagt: "Überschwemmung", und das andere sagt: "massive Dürre". Und ja, ging um die Gesamtmengen, kann da nicht beides gehen.
Das sagten die Modelle jeweils für eine Region. Und nach wie vor: alle Modelle sagen eine globale Erwärmung vorraus - und DAS ist eine Kernaussage.
(...) Ansonsten sagte ich dir ja schon früher, dass ich als politischer Entscheider mich selbstverständlich noch mehr damit beschäftigen müsste (ich wäre nicht qualifiziert da wie Greta zu stehen und als Lukewarmer zu argumentieren, ist sie auch nicht aber klar wie es gemeint ist). Für die Verantwortung die ich tatsächlich habe (Wahlen und Diskussionen im realen Leben und Forum) sehe ich es so, dass Subventionen und Ausbau erneuerbarer Energien ohne "Strom abstellen" (und vergleichbares) und Schutz von Vegetationszonen (wie Regenwald speziell) die korrekten Maßnahmen sind. Zusätzlich löst man damit auch andere Probleme.
Alleine durch die Wahlen bist Du schon Entscheidungsträger und hast schon eine gewisse Mitverantwortung.