Der von Menschen gemachte Klimawandel

Es geht hier um den Effekt auf die Gesamtdiskussion. Greta ist überhaupt keine Expertin (schon gar nicht auf dem Level), genauso wie Jeanne d’Arc keine Militärexpertise hatte. Selbst wenn alle Nichtalarmisten (ich bin kein Skeptiker, ich denke lediglich, dass radikale Maßnahmen und Gretas Panik fehl am Platze sind) nur sachlich argumentieren würden, "gewinnt" Greta im öffentlichen Diskurs, allein dadurch, dass man ihren Gegnern vorwirft gegen ein idealistisches junges Mädchen vorzugehen. Die Rollen sind klar verteilt, und genau das wollte man. Wie eben bei Jeanne d’Arc oder im Nazifilm "Jud Süß" das Mädchen usw. Das ist ganz deutlich ein Spiel mit den Emotionen. Und wenn Greta eine "Expertin" ist, ist das ein Zeichen, dass es nicht mehr um Fakten sondern um Emotionen geht, und speziell gehen soll. Und natürlich weiß man auch (und das ist nicht zu ändern), dass sich nicht jeder Skeptiker, und auch nicht jeder Lukewarmer (meine Position) fair verhalten wird, und das wird dazu genutzt die ganze Gegenseite schlecht darzustellen.

Und das ist auch alles kein Zufall. Sie ist und war ein Schulmädchen, ohne jede vorherige Expertise oder gesellschaftliche Position. Dass sie die Gallionsfigur geworden ist, war natürlich genau so gewollt. Natürlich wurde sie entdeckt, weil sie in das gewollte Schema (fast wie ein Kind, weiblich, autistisch) hereingepasst hat, und insofern glaubt sie das durchaus alles selber. Aber deshalb ist sie nicht in aller Munde, sondern weil Leute das so wollten.

Eher nicht.
Ist schon klar was du meinst: Wenn statt des jungen Mädchens Greta irgendein langweiliger Buchhalter mit Nickelbrille angefangen hätte, am Freitag seiner Firma zu schwänzen und gegen den Klimawandel zu protestieren, hätte das höchstens eine lustige kleine Randnotiz im lokalen Wochenbnlatt gegeben und die Sache wär gegessen.
Du machst jedoch den Fehler, daraus zu schliessen, Gretel wäre automatisch von irgendjemand nebulösem hinter den Kulissen (genau das wollte "man", wer soll denn dieser "man" sein?) der davon Nutzen haben könnte "gelenkt", "kontrolliert" oder whatever.
Alle Behauptungen diesbezüglich sind bisher völlig substanzlos und daher ausschliesslich in den Bereich der Hanebüchen-VTs zu verweisen.
Vielmehr sollten wir froh sein, dass es nicht der Buchhalter mit Nickelbrille war den das als ersten so richtig angekotzt hat.

Merke: Nicht hinter allem stehen irgendwelche dunklen, unfassbaren Kräfte, manchmal ergibt es sich einfach so.

Thats Life ;)
 
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Klimawandel kam überraschend……... :ROFLMAO:


Und schläft im Bundestag auch manchmal einer,

weck ihn nicht auf,

das merkt doch keiner.

:blume:
 
Es geht hier um den Effekt auf die Gesamtdiskussion. Greta ist überhaupt keine Expertin (schon gar nicht auf dem Level), genauso wie Jeanne d’Arc keine Militärexpertise hatte. Selbst wenn alle Nichtalarmisten (ich bin kein Skeptiker, ich denke lediglich, dass radikale Maßnahmen und Gretas Panik fehl am Platze sind) nur sachlich argumentieren würden, "gewinnt" Greta im öffentlichen Diskurs, allein dadurch, dass man ihren Gegnern vorwirft gegen ein idealistisches junges Mädchen vorzugehen. Die Rollen sind klar verteilt, und genau das wollte man. Wie eben bei Jeanne d’Arc oder im Nazifilm "Jud Süß" das Mädchen usw. Das ist ganz deutlich ein Spiel mit den Emotionen. Und wenn Greta eine "Expertin" ist, ist das ein Zeichen, dass es nicht mehr um Fakten sondern um Emotionen geht, und speziell gehen soll. Und natürlich weiß man auch (und das ist nicht zu ändern), dass sich nicht jeder Skeptiker, und auch nicht jeder Lukewarmer (meine Position) fair verhalten wird, und das wird dazu genutzt die ganze Gegenseite schlecht darzustellen.

Und das ist auch alles kein Zufall. Sie ist und war ein Schulmädchen, ohne jede vorherige Expertise oder gesellschaftliche Position. Dass sie die Gallionsfigur geworden ist, war natürlich genau so gewollt. Natürlich wurde sie entdeckt, weil sie in das gewollte Schema (fast wie ein Kind, weiblich, autistisch) hereingepasst hat, und insofern glaubt sie das durchaus alles selber. Aber deshalb ist sie nicht in aller Munde, sondern weil Leute das so wollten.

Greta Thunberg behauptet auch nicht, eine Expertin zu sein - sogar explizit behauptet sie das NICHT. Alles, was sie sagt ist sinngemäß: "Da sind wissenschaftliche Ergebnisse, sogar schon seit Jahrzehnten, nehmt die endlich mal angemessen ernst."

Und die drohenden Folgen des Klimawandels für Menschheit und Umwelt definieren die Prioritäten. Das sind auch wissenschaftliche Ergebnisse, wie sie z.B. jetzt im neuesten IPCC-Report zusammengefasst werden (siehe Post #6188 von @Amant) Diese drohenden Folgen sollte man sich mal detailiert anschauen - dann wird man vielleicht auch sehen, dass Gejammere a la "Wir machen doch schon so viel, mehr ist einfach nicht möglich!" nur ein Euphemismus sein kann.

Ich bin dabei in meinen Ansichten - wie ich vorher im Thread schrieb - noch vergleichsweise moderat Ich habe nicht vor, useren Konsum komplett einzustampfen. Ich predige nicht metaphorisch "Wasser!", sondern "Weinschorle, mit dem Weinanteil, mit dem wir die Erwärmung noch gut bremsen können!" Ich sage nicht: "Esst gefälligst nur noch vegan!", sondern: "Überlegt Euch, ob nicht ein paar Mahlzeiten auch ohne Fleisch auskommen." Ich sage NICHT: "Nie wieder fliegen!", sondern: "Es muss vielleicht nicht jedes Jahr Thailand sein, oder? Und, wenn Ihr in Deutschland unterwegs seid, wäre die Bahn besser." Der Punkt dabei ist: Je länger wir noch abwarten, desto kleiner wird dieser Weinanteil sein, der noch Klimaverträglich ist.

Zurück zu Greta: Die Klimaforscher haben nun schon recht lange gewarnt - einige Jahrzehnte. Vielleicht ist da eine Symbolfigur, die die Warnungen besser in die Köpfe der Menschen reinbringt, ganz sinnvoll. Wenn sachlich und fachlich fundierte Warnungen dazu nicht ausreichen... was dann?
 
Eher nicht.
Ist schon klar was du meinst: Wenn statt des jungen Mädchens Greta irgendein langweiliger Buchhalter mit Nickelbrille angefangen hätte, am Freitag seiner Firma zu schwänzen und gegen den Klimawandel zu protestieren, hätte das höchstens eine lustige kleine Randnotiz im lokalen Wochenbnlatt gegeben und die Sache wär gegessen.
Du machst jedoch den Fehler, daraus zu schliessen, Gretel wäre automatisch von irgendjemand nebulösem hinter den Kulissen (genau das wollte "man", wer soll denn dieser "man" sein?) der davon Nutzen haben könnte "gelenkt", "kontrolliert" oder whatever.
Alle Behauptungen diesbezüglich sind bisher völlig substanzlos und daher ausschliesslich in den Bereich der Hanebüchen-VTs zu verweisen.
Vielmehr sollten wir froh sein, dass es nicht der Buchhalter mit Nickelbrille war den das als ersten so richtig angekotzt hat.

Merke: Nicht hinter allem stehen irgendwelche dunklen, unfassbaren Kräfte, manchmal ergibt es sich einfach so.

Thats Life ;)

Nein, das läuft teilweise von selber, teilweise beabsichtigt.

Sobald Greta etwas Öffentlichkeit bekam, wurde sie von Aktivisten bewusst ("das Gesicht was wir brauchten") und manchmal unbewusst ("schön, eine Jugendliche engagiert sich") zur Jeanne d’Arc gemacht. Es gibt da keinen einzigen Mann (oder Frau) im Hintergrund, und trotzdem ist das kein Zufall, dass es kein Buchhalter geworden ist (der wäre nie beachtet worden). Es ist auch kein Zufall, dass kein wirklicher Experte im Vordergrund steht. Klar hätte es auch eine (oder vielleicht ein) andere Jugendliche werden können, aber davon abgesehen ist es definitiv kein Zufall.
 
Greta Thunberg behauptet auch nicht, eine Expertin zu sein - sogar explizit behauptet sie das NICHT. Alles, was sie sagt ist sinngemäß: "Da sind wissenschaftliche Ergebnisse, sogar schon seit Jahrzehnten, nehmt die endlich mal angemessen ernst."

Es spielt keine Rolle, sie steht klar dafür, dass die Geschichte massiv emotionalisiert wurde, und zwar zweifach. Erstens als die engagierte autistische kindliche Jugendliche (sie ist das "Face", wie man im Wrestling sagt, also sind die Kritiker automatisch "Heels"/Schurken), und zweitens durch ihre ausgerufene Panik (Name ihres Buches sogar).

Zurück zu Greta: Die Klimaforscher haben nun schon recht lange gewarnt - einige Jahrzehnte. Vielleicht ist da eine Symbolfigur, die die Warnungen besser in die Köpfe der Menschen reinbringt, ganz sinnvoll. Wenn sachlich und fachlich fundierte Warnungen dazu nicht ausreichen... was dann?

Und genauso wurde es eben auch gemacht, was mir @Crowley als VT auslegt. Natürlich war das Absicht. ;)
Mir geht es da nicht darum, dass Mister X dahinter steht, sowas geht auch dezentral. Es gab genug, die genauso dachten "Vielleicht ist da eine Symbolfigur, die die Warnungen besser in die Köpfe der Menschen reinbringt, ganz sinnvoll."

Zum Thema selbst habe ich hier ja schon die letzten Monate viel geschrieben, vielleicht später wieder.
 
Es spielt keine Rolle, sie steht klar dafür, dass die Geschichte massiv emotionalisiert wurde, und zwar zweifach. Erstens als die engagierte autistische kindliche Jugendliche (sie ist das "Face", wie man im Wrestling sagt, also sind die Kritiker automatisch "Heels"/Schurken), und zweitens durch ihre ausgerufene Panik (Name ihres Buches sogar).



Und genauso wurde es eben auch gemacht, was mir @Crowley als VT auslegt. Natürlich war das Absicht. ;)
Mir geht es da nicht darum, dass Mister X dahinter steht, sowas geht auch dezentral. Es gab genug, die genauso dachten "Vielleicht ist da eine Symbolfigur, die die Warnungen besser in die Köpfe der Menschen reinbringt, ganz sinnvoll."

Und ich finde da eine gewisse Panik durchaus angemessen. Insofern ist es nicht schlecht/falsch, da Emotion mit reinzubringen.

Und was Du beschreibst, wird zur VT - je nachdem welche Intention man den Menschen, die Greta Thunberg unterstützen, unterstellt.
 
Ob Kind oder nicht, es gibt gewisse Grenzen, die keiner überschreiten sollte.
Diese werden aber, Greta Thunberg betreffend, allerdings nicht nur sie, ständig überschritten.
Das scheint ganz normal geworden zu sein.
Sollte es aber nicht.

Gruß

Luca
Das solltest du den Eltern von Greta sagen, die sie verheizen.
 
Und ich finde da eine gewisse Panik durchaus angemessen. Insofern ist es nicht schlecht/falsch, da Emotion mit reinzubringen.

Und was Du beschreibst, wird zur VT - je nachdem welche Intention man den Menschen, die Greta Thunberg unterstützen, unterstellt.

Naja, Panik ist eine gefährliche Motivation.

Kannst du VT nennen oder nicht, manche VTs können ja auch stimmen. Aber ich würde es auch nicht als VT sehen, im Sinne von maximal zentral gesteuert durch dunkle Personen im Hintergrund. Genug Leute fanden und finden es gut, was du mit dem Satz hier: "Vielleicht ist da eine Symbolfigur, die die Warnungen besser in die Köpfe der Menschen reinbringt, ganz sinnvoll." auch gesagt hast, und haben (und tun es noch) Greta entsprechend gepusht. Auf keinen Fall ist sie dort wegen ihrer Kompetenz, oder weil sie sich (auch noch als Autistin) gut in den Vordergrund spielen kann.

P.S: VT oder nicht, eine Bewegung, die solche Spielchen spielt macht mich umgekehrt skeptischer.
 
Ich bin dabei in meinen Ansichten - wie ich vorher im Thread schrieb - noch vergleichsweise moderat


Ja das bist du wirklich,
denn wenn wir ab sofort restlos alles einstellen würden,
was ja nicht möglich ist,
hätten wir dennoch für viele Jahre eine
Steigerung der Misere zu erwarten.

Wir haben es schon viel zu lange viel zu weit getrieben.
Und gesamt betrachtet haben wir eine
unheimliche Steigerung der Katastrophen in Punkto
Häufigkeit und Heftigkeit.

:blume:
 
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Ja das bist du wirklich,
denn wenn wir ab sofort restlos alles einstellen würden,
was ja nicht möglich ist,
hätten wir dennoch für viele Jahre eine
Steigerung der Misere zu erwarten.

Wir haben es schon viel zu lange viel zu weit getrieben.
Und gesamt betrachtet haben wir eine
unheimliche Steigerung der Katastrophen in Punkto
Häufigkeit und Heftigkeit.

:blume:

Man soll dabei meine vergleichsweise moderate Haltung nicht damit verwechseln, dass ich den Ernst der Situation nicht anerkenne. Wieviel Treibhausgase wir noch netto rausblasen können, um die Klimaziele noch zu erreichen, wurde ja schon abgeschätzt. Und das sind wichtige Richtwerte. Der Wasser-Anteil in meiner Weinschorle ist also schon ziemlich hoch.
 
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