Der Schopfung ist langweilig

Wie also kann Alles-Was-Ist sich weiterentwickeln, wenn ES schon alles impliziert, wohin es sich weiterentwickeln könnte ?
Wenn "Es" ja nur alle möglichen Wahrscheinlichkeiten beinhaltet (die sogenannten "Zufälle"), dann "ist" von sich aus ja noch nichts, dann ist nur die Möglichkeit. Auch ein Zufall findet da nicht statt.

Es muß also ein Phänomen geben, das hinzu kommt: der Wahrnehmende. Der Wahrnehmende kann letztlich nur dann erleben, was ihm "zufällt", wenn er das Ereignis des eintretenden Zufalles auch bemerkt. Damit der Wahrnehmende es oder auch den Zufall oder Einfall bemerken kann, ist Zeit vonnöten, in dem ein Anfang und ein Ende ist. Denn ansonsten könnte der Wahrnehmende den einfallenden Zufall nicht von anderen Wahrnehmungen, anderen einfallenden Zufällen abgrenzen.

Der Wahrnehmende muß ausserdem, um die Bedeutung der Einfälle zu entschlüsseln, mehrere Dimensionen zur Verfügung haben, im besten Falle alle möglichen Dimenionen. Er muß die Erinnerungen an die gewesenen Einfälle vergleichen, um erst die Erkenntnis zu entwickeln, daß es "seine" Ein- und Zufälle gibt. Nur so kann er ja erkennen: "oh, das ist etwas neu" und kann eine Entwicklung bemerken.

jo, das fällt mir dazu ein. Es ist ein Lernthema, das Du hast, Du willst wissen, was wann wo warum lernt, nehme ich an.

lg
 
Werbung:
Hallo,

da wir bedingt durch unser Nervensystem und unsere physischen Sinne Zeit als linearen Ablauf wahrnehmen, fällt es uns schwer uns vorzustellen, dass außerhalb des dreidimensionalen Bezugssystems alle Zeit gleichzeitig ist.

Nun ist einerseits die Gleichzeitigkeit der Zeit von vielen Menschen (mich eingeschlossen) erfahren worden; andererseits erklärt die Quantenphysik, dass in kleinen Bereichen Teilchen von der Zukunft in die Vergangenheit `reisen` und auf der untersten Ebene, auf der Planck-Skala ca. 10-35*m kein Teilchen mehr existiert, sondern nur noch ein einheitliches Feld von Myriaden von Wahrscheinlichkeiten.

Ich will hier nicht die Frage über die Gleichzeitigkeit der Zeit aufwerfen, die ist für mich unbezweifelt, sondern eine andere Frage:

Definiert man die Schöpfung als `Alles Was Ist` muss sie auch alle Fragen, die jemals gestellt werden könnten und alle Antworten beinhalten, sie muss alle Handlungen beinhalten zu denen man sich jemals entscheiden könnte. Das heisst der freie Wille des Menschen bestünde nicht darin Neues zu erschaffen und dadurch `Alles Was Ist` etwas hinzuzufügen, denn dies geht ja per defintionem nicht, sondern er bestünde darin, aus den schon latent vorhandenen Myriaden von Wahrscheinlichkeiten auswählen zu können.

Nun ist dies für den Menschen egal, denn er lernt dadurch.
Wie aber kann `Alles Was Ist` sich weiterentwickeln im Sinne eines `Mehr Sich Selbst Werdens`, wenn es schon alle Handlungen und Antworten beinhaltet ?

Ich höre schon die Antwort: `Alles Was Ist` will sich nicht weiterentwickeln `Alles Was Ist` IST.

Meine Vermutung ist, dass `Alles Was Ist` sich spielerisch dazu entscheidet in einigen seiner Erscheinungsformen (z.B. Mensch) sein Wissen zu vergessen, um es dann sukzessive wieder zu erlangen.

Ihr seht, ich mach` mir hier echt Sorgen:):, dass die Schöpfung sich nicht weiterentwickt.

Eure Vermutungen ?

das klingt nach den lehren des don juan.
 
Das Werden ist ein Teil des Seins

somit kann ich sagen "Schöpfung IST"

Schöpfung ist ein permanenter Prozesss innerhalb des Seins

LGInti
 
Wenn "Es" ja nur alle möglichen Wahrscheinlichkeiten beinhaltet (die sogenannten "Zufälle"), dann "ist" von sich aus ja noch nichts, dann ist nur die Möglichkeit. Auch ein Zufall findet da nicht statt.

Es muß also ein Phänomen geben, das hinzu kommt: der Wahrnehmende. Der Wahrnehmende kann letztlich nur dann erleben, was ihm "zufällt", wenn er das Ereignis des eintretenden Zufalles auch bemerkt. Damit der Wahrnehmende es oder auch den Zufall oder Einfall bemerken kann, ist Zeit vonnöten, in dem ein Anfang und ein Ende ist. Denn ansonsten könnte der Wahrnehmende den einfallenden Zufall nicht von anderen Wahrnehmungen, anderen einfallenden Zufällen abgrenzen.

Der Wahrnehmende muß ausserdem, um die Bedeutung der Einfälle zu entschlüsseln, mehrere Dimensionen zur Verfügung haben, im besten Falle alle möglichen Dimenionen. Er muß die Erinnerungen an die gewesenen Einfälle vergleichen, um erst die Erkenntnis zu entwickeln, daß es "seine" Ein- und Zufälle gibt. Nur so kann er ja erkennen: "oh, das ist etwas neu" und kann eine Entwicklung bemerken.

jo, das fällt mir dazu ein. Es ist ein Lernthema, das Du hast, Du willst wissen, was wann wo warum lernt, nehme ich an.

lg

Hallo Trixi Maus

Interessante Aussagen, das mit dem Wahrnehmenden. Wie ja auch in der Quantenphysik entdeckt kollabiert eine der Myriaden Wahrscheinlichkeiten erst durch den Wahrnehmenden (den Beobachter) ins Sein (manifestiert sich).

Das Thema `Zeit` ist natürlich eine der größten Paradoxien für den Verstand und die Gleichzeitigkeit der Zeit für ihn nicht zu erfassen, ist er ja Werkzeug unserer Wesenheit in der Dreidimensionalität und nimmt Zeit als linearen Ablauf war. Jedoch jeder, der Erfahrungen jenseits des Verstandes gemacht hat, weiss, dass alles in einem umfassenden Jetzt stattfindet. Trotzdem kann man ja Gedankenspielchen darüber machen.

Ich wollte nicht wissen, was wann wo warum lernt, sondern habe mir die Frage gestellt, wie die Gesamtheit allen Seins (Alles-Was-Ist/Schöpfung/Das All-Eine) sich weiterentwickeln kann, wenn für `SIE` schon alle Ereignisse, die wir als zukünftig ansehen, bekannt sind.

Du hast natürlich recht, dass erst ein Wahrnehmender kommen muss, um aus den Wahrscheinlichkeiten zu wählen. `Alles-Was-Ist` ist der Schöpfer der Wahrscheinlichkeiten und das Wahrnehmende zugleich.
Daher ist meine momentane Erklärung, dass das `All-Eine` sich nicht weiterentwickelt, indem Neues hinzukommt (das wäre ja wieder linear), sondern, dass (wie schon in einem anderen Beitrag erwähnt) es sich in einigen seiner Erscheinungsformen dazu entschließt sein Wissen zu vergessen, um es nach und nach (Bewußtwerdung) wiederzuerlangen.
Das Spiel des EINEN mit sich selbst.

Und wir sagen dann: `Ey cool, was Neues gelernt, dabei haben wir uns nur an das erinnert, was wir schon wussten.

Grüße
 
Du hast natürlich recht, dass erst ein Wahrnehmender kommen muss, um aus den Wahrscheinlichkeiten zu wählen. `Alles-Was-Ist` ist der Schöpfer der Wahrscheinlichkeiten und das Wahrnehmende zugleich.
Daher ist meine momentane Erklärung, dass das `All-Eine` sich nicht weiterentwickelt, indem Neues hinzukommt (das wäre ja wieder linear), sondern, dass (wie schon in einem anderen Beitrag erwähnt) es sich in einigen seiner Erscheinungsformen dazu entschließt sein Wissen zu vergessen, um es nach und nach (Bewußtwerdung) wiederzuerlangen.
Das Spiel des EINEN mit sich selbst.

Hallo rainbowrising,

obwohl Du oben sagst "das wäre ja wieder Linear" ist das ein Zirkelschluß (sich selbst erfüllende Prophezeihung).

Eine lineare "Weiterentwicklung" ist Schicksal, Determination, vorhersehbare Kreation .... nix Neues.

Neues ist ein Quantensprung, der entsteht in 99% der Fälle nicht-linear.

Die Schwierigkeit besteht für den Verstand, dass Neues, in aller Regel, nicht aus ihm kommt, nicht vorhersehbar ist und nicht den Regeln des Verstandes unterliegt. Da Begreifen und Kommunizieren hier im Internet nahzu vollständig verstandesorientiert ist, ist es extrem mühsam, mit dem Verstand allgemeinverständlich etwas auszudrücken, was sich dem Verstand entzieht ..... wie bitte soll das zuverlässig funktionieren? Der Verstand vesucht die Wahrheit (die unendlich vielen Facetten der Wahrheit) auf einen ihm begreiflichen Teil zu reduzieren und vernachlässigt alle anderen Informationen .... da wird nix Neues rauskommen .... sorry.

Wenn es so wäre wie Du oben ausführst, ich würde sofort vor Langeweile sterben. Sich nur erinnern, was schon da war ... ätzend öde (für mich).

Angemerkt.

Andreas
 
Der Verstand vesucht die Wahrheit ,die unendlich vielen Facetten der Wahrheit auf einen ihm begreiflichen Teil zu reduzieren und vernachlässigt alle anderen Informationen .... da wird nix Neues rauskommen .... sorry.

Ist schon klar, aber dann können wir das Esoterikforum ja dicht machen oder auf die Gesellschafts- und Spielecke reduzieren und nur noch meditierend Erfahrungen jenseits des Verstandes machen. Ich will aber beides und darum schreibe ich hier.

Wenn es so wäre wie Du oben ausführst, ich würde sofort vor Langeweile sterben. Sich nur erinnern, was schon da war ... ätzend öde (für mich).

Stirbst Du denn vor Langeweile ? Offensichtlich lebst Du noch. Für dich scheint es doch neu zu sein, weil es in deinem individualisierten Bewusstsein noch nicht aufgetaucht/erkannt war; trotzdem ist es ja im kosmischen SEIN schon vorhanden, sonst könnte es dir nicht bewusst werden oder glaubst Du, Du erschaffst etwas neu und fügst es dem `All-Einen` hinzu ? Wenn dem so wäre, müsste es ja vorher nicht in dem `All-Einen`enthalten gewesen sein. Da Du aber selbst Teil des `All-Einen`bist ist alles, was dir jemals bewusst werden könnte bereits in `All-Das-Was-Ist`enthalten.
 
Hallo,

da wir bedingt durch unser Nervensystem und unsere physischen Sinne Zeit als linearen Ablauf wahrnehmen, fällt es uns schwer uns vorzustellen, dass außerhalb des dreidimensionalen Bezugssystems alle Zeit gleichzeitig ist.

Nun ist einerseits die Gleichzeitigkeit der Zeit von vielen Menschen (mich eingeschlossen) erfahren worden; andererseits erklärt die Quantenphysik, dass in kleinen Bereichen Teilchen von der Zukunft in die Vergangenheit `reisen` und auf der untersten Ebene, auf der Planck-Skala ca. 10-35*m kein Teilchen mehr existiert, sondern nur noch ein einheitliches Feld von Myriaden von Wahrscheinlichkeiten.

Ich will hier nicht die Frage über die Gleichzeitigkeit der Zeit aufwerfen, die ist für mich unbezweifelt, sondern eine andere Frage:

Definiert man die Schöpfung als `Alles Was Ist` muss sie auch alle Fragen, die jemals gestellt werden könnten und alle Antworten beinhalten, sie muss alle Handlungen beinhalten zu denen man sich jemals entscheiden könnte. Das heisst der freie Wille des Menschen bestünde nicht darin Neues zu erschaffen und dadurch `Alles Was Ist` etwas hinzuzufügen, denn dies geht ja per defintionem nicht, sondern er bestünde darin, aus den schon latent vorhandenen Myriaden von Wahrscheinlichkeiten auswählen zu können.

Nun ist dies für den Menschen egal, denn er lernt dadurch.
Wie aber kann `Alles Was Ist` sich weiterentwickeln im Sinne eines `Mehr Sich Selbst Werdens`, wenn es schon alle Handlungen und Antworten beinhaltet ?

Ich höre schon die Antwort: `Alles Was Ist` will sich nicht weiterentwickeln `Alles Was Ist` IST.

Meine Vermutung ist, dass `Alles Was Ist` sich spielerisch dazu entscheidet in einigen seiner Erscheinungsformen (z.B. Mensch) sein Wissen zu vergessen, um es dann sukzessive wieder zu erlangen.

Ihr seht, ich mach` mir hier echt Sorgen:):, dass die Schöpfung sich nicht weiterentwickt.

Eure Vermutungen ?

Unsere Wahrnehmung der Zeit als linearer Ablauf macht uns lebens- und überlebensfähig. Eine geniale "List" der Schöpfung wenn man so will, denn als Menschheit in unserer Gesamtheit brauchten wir einen Leitfaden auf den wir uns einigen konnten.

Nun leben die allermeisten von uns ihr Leben an diesem Faden entlang und grübeln nicht weiter darüber nach.

Selbst wenn wir davon ausgehen dass alles was ist und jemals sein wird bereits als Wahrscheinlichkeit existiert ist der denkende Mensch als Individuum niemals in Gefahr von der Schöpfung gelangweilt zu werden da Myriaden von Wahrscheinlichkeiten Myriaden von Richtungen völlig offenlassen.
 
Unsere Wahrnehmung der Zeit als linearer Ablauf macht uns lebens- und überlebensfähig. Eine geniale "List" der Schöpfung wenn man so will, denn als Menschheit in unserer Gesamtheit brauchten wir einen Leitfaden auf den wir uns einigen konnten.

Nun leben die allermeisten von uns ihr Leben an diesem Faden entlang und grübeln nicht weiter darüber nach.

Selbst wenn wir davon ausgehen dass alles was ist und jemals sein wird bereits als Wahrscheinlichkeit existiert ist der denkende Mensch als Individuum niemals in Gefahr von der Schöpfung gelangweilt zu werden da Myriaden von Wahrscheinlichkeiten Myriaden von Richtungen völlig offenlassen.

Genau !
Es ging aber nicht darum, ob dem Menschen langweilig ist, sondern der Schöpfung und sie deshalb Spiele mit sich selbst spielt.
 
Dies ist der große Unterschied der geistige und wissenschaftlichen Inspiration.
Beginnen wir die Vielseitigkeiten nicht mehr zu erkennen dann ist der Stillstand die nächste und einzige Situation die wir erreichen werden.
 
Werbung:
Zurück
Oben