Z
Zaphod Beeblebrox
Guest
Boah, die Kate Bush halte ich stimmlich überhaupt net aus, obwohl sie eine tolle Künstlerin ist...Ich kann ziemich hoch kreischen.
Und Kate Bush imitieren
Dieses Anpassen ist aber nicht immer nur ein Aufgeben seines authentischen Seins.
Es ist kluge Taktik und dann und wann von Nöten, wenn man seine Ziele erreichen will und sich Gehör verschaffen will.
Bei so mancher Besprechung oder Konferenz geht das nicht anders, man muss sich "gleich machen" um das Durchzusetzen was man haben möchte. Dann kann man da raus gehen, lächeln und wieder ganz man selbst sein.
Wenn ich ein Interview mache krieg ich wesentlich mehr Informationen, wenn ich mich auf mein Gegenüber einstelle und mich ihm anpasse - in Sitzhaltung, Bewegung, Sprache und Zustimmung. Auch in der Kleidung, die man dafür wählt.
Der Mensch hätte nicht überlebt hätte er sich dann und wann nicht angepasst. Wie gesagt - es ist eigentlich eine intelligente Strategie und Daumen hoch, der das gut kann. Das ist eine Gabe ...
Zippe
Finde ich nicht. Für mich ist das eine Variante von Spielchen spielen. Und das mag ich nicht. Ich bin ich und aus. Wenn man jemanden durch Imitation/List/Spiel/Strategie dazu bringen muss/will, mehr aus dem Nähkästchen zu plaudern, dann ist das doch wieder nur eine versteckte Art des Dominierens und für mich respektlos und übergriffig.
Und wenn es zum Geld verdienen gehört, eben jene Panzerung sich erstens zulegen zu müssen bzw diese dann aufzubrechen zu lassen, wenn es jemandem in den Kram passt, oder eben die Position des strategischen Gegenüber einzunehmen dann stimmt was am System nicht. Der Panzer hat ja eine Schutzfunktion. Ist man offen, dann braucht man sich nicht zu schützen, weil einen nichts mehr treffen kann, zumindest nicht persönlich. Man braucht den Panzer nicht mehr. Übrigens bei Künstler, wie du dir denken kannst, ein ganz großes Thema.
Ich will da einfach noch einen Schritt weiter zurück gehen. Wieso sind die Menschen denn überhaupt so gepanzert oder voreingenommen, dass man sie mit Körpersprachenspielchen/Wahl der Kleidung/Auftreten quasi überlisten muss, damit sie mir überhaupt zuhören oder mich zur Kenntnis nehmen? Das hat nichts mit Authentizität zu tun, das ist nur Schein, eine Maske, die man sich überzieht. Und die einen von sich selbst entfremdet, wenn man sich zu sehr damit identifiziert.
Mag sein, dass Anpassen, so wie du es verstehst, die bisher gängigste Strategie war, um "weiterzukommen". Ich finde, es ist an der Zeit wirklich weiterzugehen und andere in ihrem Sein zu akzeptieren. Und ich finde, das ist auch das Einzige, was uns bleibt, wenn wir uns als Menschheit nicht in Bälde ins Nirvana strategieren/spielen/dominieren wollen.
