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Der freie Wille und die Liebe sind nur eine Ilusion

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von teppich, 14. März 2004.

  1. bernstein

    bernstein Guest

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    @Ananda,
    ich wollte das die Puppen tanzen und sie haben getanzt. ;-)

    @LaaF,
    ich meine du hast den Kern der Sache verstanden. Es gibt eine weitere Dimension.

    Denken, sich stets auf das Gedächtnis stützend, ist abgelaufene Zeit, ist Vergangenheit.
    In dieser abgelaufenen Zeit kannst du den freien Willen lange suchen. Er ist notwendigerweise nicht aufzufinden. Er wurde abstrahiert, ist somit Gegenstand des Denkens, - an die Kausalität des Denkens von neben und nacheinander gebunden, ist verzeitlicht. Zeit als objektivierte, messbare Grösse ist nicht konkret vorhanden, sie ist "verlebt", abgelaufen. Bewusstsein erlebt Dauer ohne Anfang, ohne Ende. Erfindet sich die Welt, die es erleben will. Eine wahnhafte Welt ist jene, die sich der Tatsache verschliesst, ihr eigener Erfinder zu sein. Sie tauscht Freiheit gegen Gehorsam, Pflicht gegen Liebe. Glaubt notwendigerweise nicht an einen freien Willen und gehorcht gleich einem Tier einem übergeordneten Willen, der ihm sagt was er tun soll. Er trägt keine Verantwortung, nur Konsequenzen. Sein Wille ist ihm blind geblieben. Solch ein blinder Wille findet immer ein Argument um sich seiner zu versichern und sei es, dass er meint das Gras wachse von alleine. Er erkennt als blinder Wille, den Willen der Natur nicht. Ein sehender Mensch, sieht in jeder Regung einen Willen. Selbst im wachsen des Grases. Er weiss, dass das Gras auch ohne ihn wächst, aber das ist ein anderes Thema. Es hat mit Gelassenheit zu tun.

    Grüsse, bernstein
     
  2. Wallhall

    Wallhall Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2004
    Beiträge:
    174
    Ort:
    Zürich
    Hallo zusammen

    ich möchte noch meinen Teil zur Freier Wille / Vorbestimmtheit-Diskussion beitragen.

    Also wenns mal hart auf hart kommt, dann bevorzuge ich die Liebe. Freier Wille ist auf eine Kontrolle angewiesen, sonst kann es gut sein, dass er entartet. Man sieht heute schon erste Anzeichen dafür zum Beispiel in der Gentechnologie. Klonen und Stammzellenforschung sind typische Ausdrücke eines unkontrollierten freien Willens. Der Freie Wille macht einfach immer weiter, wenn er einmal seine Schiene gefunden hat. Dies ist die Gefahr, er ist so frei, dass ihn niemand mehr kontrollieren kann. Aber kontrolliert der Freie Wille sich selber genügend?

    Da kommt die bereits angesprochene Verantwortung wieder ins Spiel. Wer lernt den Menschen mit freiem Willen Verantwortung? Es braucht sofort Gremien, die den freien Willen beurteilen. Es gibt in der Wissenschaft zum Beispiel eine Ethikkommission, welche letztlich beurteilt, ob die Forschung die der freie Wille betreibt, ethisch vertretbar ist. Leider spielen aber oftmals auch wirtschaftliche Interessen in diese Frage hinein. Die Ethikkommission müsste dann ihrerseits wieder Verantwortungsvoll und breit abgestützt sein.

    Aber wie gesagt, ich glaube an etwas wie einen göttlichen Plan, also an etwas, das ich erfüllen muss, um weiter zu kommen und Erleuchtung zu erlangen. Daher stehe ich dem freien Willen sehr kritisch gegenüber.
     
  3. Heraclea

    Heraclea Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. Februar 2004
    Beiträge:
    11
    Ort:
    Wien

    Das versteh ich nun nicht!
    Wie können wir erschaffen, was wir wollen, wenn wir keinen freien willen haben und eigentlich machtlos sind???
    :confused4
     
  4. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.995
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Hi Heraclea,

    also mir fällt spontan dazu ein - weil manche von uns durch ihren freien Willen erschaffen haben - dass es diesen freien Willen nicht geben soll - damit sie weiterhin machtlos sein können dürfen :schaukel:

    Wir sind, was wir denken
    bzw.
    Meine Welt ist, wofür ich sie halte
     
  5. bernstein

    bernstein Guest

    Hallo,

    die Diskussion ent-wickelt sich. Gut.

    @Wallhall
    Freiheit und Kontrolle, dass geht nicht zusammen. Der freie Wille entwickelt sich aus einer Selbstbeobachtung heraus, man schaut sich selber zu. Ein eingreifen, kontrollieren ist zunächst nicht notwendig, sogar hinderlich. Die Veränderung kommt aus der Einsicht in das eigene Handeln. Man lernt kennt sich kennen, darum der Begriff Selbsterkenntnis. Es bedeutet, ich greife nicht mittels meiner durch die Gesellschaft verabreichte Moral ein. Lasse mich zu. Schon das ist eine Kunst. Ein freier Wille, der sich selbst kontrolliert, wie du es sagst, ist ein Gedanke, der für sich in Anspruch nimmt, sich durch einen zweiten Gedanken kontrollieren zu können. Im Grunde müsstest du dann einen weiteren Gedanken einführen, der den zweiten Gedanken kontrolliert usw. ein unendlicher Regress wäre die Folge. Als Resultat wärest du immerzu befangen, bis hin zur Handlungsunfähigkeit. Im üblichen Fall kommt es gar nicht so weit. Der Mensch hält vorher Freiheit für unmöglich. Schickt sich in die bereits bekannten Wege und postuliert die "Unfreiheit" etwas wissenschaftlicher, die Determination.
    Eigene Moral wird aus der Verantwortung gewonnen, die sich aus dem Bewusstsein ergibt, welches um die Freiheit des Willens weiss. Sie ergibt sich bei einem Menschen, der über einen gesunden Geist verfügt auf natürliche Weise. - Der uneinsichtige Mensch wird 'sollen' um sich selbst und andere vor Schaden zu bewahren. Warum sonst sollte es sonst tonnenweise Bücher über Rechtsprechung Gesetze und Vorschriften geben? Das kann nur einen Grund haben. Die meisten Menschen sind unmündig. (Werden teils auch in Unmündigkeit gehalten.) Der freie Mensch wird wollen, eben weil er sich kennt. Er tut dies aus freien Stücken und solches kann ihm nur aus einer Einsicht kommen, aus Selbsterkenntnis. Du siehst worauf ich hinaus will. Ein freigewordener Mensch ist sich selbst verantwortlich und das Beste, er gibt diese Verantwortung an kein Gremium dieser Welt ab. Würde er dies tun, so wäre das der erste Schritt zum Selbstbetrug, zur unverbindlichen Beliebigkeit. In diesem Sinne gesprochen, ist Selbsterkenntnis verbindend. Ebenso verbindend ist die Liebe. Wie kann nun etwas verbindend und doch frei sein, so wie es die Liebe kann? Die Liebe wird aus der Freiheit geboren und der Mensch der Liebe verwirklicht, ist vollkommen angstlos. Er kann sehen. Er hat seine wahre Identität wieder/gewonnen. Er hat Raum. Raum in dem Bewegung stattfindet. Wer bewegt? Was bewegt sich?


    bernstein
     
  6. Wallhall

    Wallhall Mitglied

    Registriert seit:
    27. August 2004
    Beiträge:
    174
    Ort:
    Zürich
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    Hallo Bernstein

    dein längerer Beitrag zu Freiheit und Kontrolle hat mir gut gefallen. Ich habe hier noch den Schluss wiederholt um deine abschliessenden Fragen aufzugreifen. Ich denke, der Mensch, der Liebe verwirklicht hat ist völlig aufgegangen in seiner Umgebung. Er ist nie zu früh oder zu spät, seine Energie setzt er immer im richtigen Mass ein. Die Bewegung, die Du andeutest kommt von innen heraus. Der menschliche Wesenskern meldet sich in dieser Bewegung. Was sich bewegt? Das ist eine schwierige Frage. Ich denke mit der Bewegung aus dem Wesenskern heraus bewegt sich das ganze Schöpfungsgefüge. Alles bewegt sich. Ein einzelner Mensch kann in dieser Bewegung die ganze Schöpfung bewegen, ist das nicht super?
     
  7. bernstein

    bernstein Guest

    Du hast es erfasst. Nun lass es wieder los. ;-)

    frohes Fest und alles Liebe
    bernstein
     
  8. Strongheart

    Strongheart Mitglied

    Registriert seit:
    5. Dezember 2004
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    37
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    Salzburg
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    du meinst also SEX ! :weihnacht
     
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