Demokratie vs Scientokratie

In einer Scientokratie bedarf es Wissenschaft. Was Du hier beschreibst ist aber keine Wissenschaft. Das wäre keine Scientokratie sondern eine normale Diktatur.
@Gerlind
Das stimmt aber, musst du jetzt zugeben, come on, los! :D

Du könntest sagen, du hast Angst vor einer Diktatur der Wissenschaftler, aber als Staatsform wäre das nur eine Diktatur.
Das andere wäre eine Unterwanderung der Demokratie, die als solche bestehen bleibt, aber sämtliche
"unwissenschaftlichen" Haltungen und Meinung aber mehr oder weniger verfolgt und ausgrenzt.
Was bedeuten würde, jeder, der an Astrologie glaubt oder meint, Pizza und Pommes wären für ihn persönlich aber gesund, das wisse er genau, würden sowas wie öffentlich verhöhnt, ausgegrenzt, bekämen sukzessive Probleme am Arbeitsplatz, Therapien nahegelegt, würden von der Krankenkasse zum Gesundheits-Check gezwungen, weil sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hätten usw. So im Sinne von Verfolgung und Nötigung.
Das wäre eine Aushöhlung der Demokratie hintenrum, die, finde ich, teilweise schon läuft, auch und grade mit diesem Verklären und Alleinstellungsmerkmal der (angeblichen) Wissenschaftlichkeit als Grundlage sämtlicher Meinungen und Haltungen. Das sehe ich so, spätestens seit Corona und den daraus resultierenden Ängsten.
Die geistige Offenheit der 1970-90er Jahren haben wir m.E. nicht mehr.
War je denn nicht sooo lange, historisch betrachtet....:cool:

Aber, wir haben das Grundgesetz und die Verfassung, und die schützen uns, zumindest formal und teilweise auch konkret.
Ich darf sagen, die Sterne haben recht und Pizza ist gesund, und werde nicht von irgendwelchen öffentlichen Organen gezwungen, was anderes zu denken. Es gibt noch keine Umerziehungslager für Esoteriker und ungesunde Esser,
obwohl ich stark vermute, dass es nicht wenige da draußen, aber vll auch hier gibt, die ersteres insgeheim doch SEHR begrüßen würden.🧐😎
Und genau da setzt es an, interessant zu werden....die ganze Sache mit dem, "wo fängt Faschismus an".

In DIESEM Sinne finde ich den Begriff "Scientokratie" auch interessant.
 
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Weil das logisch gesehen stimmt, was @Joey sagt.
Eine Diktatur, die auf Rassenideologie gegründet ist, ist auch kein Rassokratie (oder so) oder eine auf Sozialismus gegründete auch keine Sozialistokratie.
Es sind alles Diktaturen, egal, mit was sie begründet werden.
Ich weiß ja nicht, ob derjenige, der das Wort erfunden hat meint, es wäre eine bestimmte Diktaturform,
als richtige Staatsform und nicht nur als gesellschaftlich wirksame Meinungsmache, die alles andere ausgrenzt.
Dann müsste man das erklären.
Oder du musst näher erklären, dass nur du das Wort so verstehst und so meinst.
Dann ist es deine persönliche Definition davon, die aber keiner kennen kann, denn Konsens ist es bisher nicht.
Trotzdem kannst du das natürlich so festlegen für dich, aber dann ist es deine persönliche Sache.
 
da steht jetzt aber nichts von der Wahrheit.

Die Aussagen, die in dem Report stehen, stehen da, weil die Verfasser überzeugt davon sind, es seien wahre Aussagen. Wenn sie dazu explizit noch schreiben würden, dass sei die Wahrheit, würden sie nur hinzufügen, was eh implizit schon drin steht.

Ob ich nun schreibe: "Steine fallen zu Boden, wenn man sie loslässt",
oder: "Seine fallen zu Boden, wenn man sie loslässt. Das ist die Wahrheit."
Macht keinen großen Unterschied in der Aussage.

scientokratie ist eine autokratie von wissenschaft/wissebschaftlern

Dann war die DDR also eine Dachdeckerokratie, weil Erich Honnecker mal Dachdecker war?
 
Die Aussagen, die in dem Report stehen, stehen da, weil die Verfasser überzeugt davon sind, es seien wahre Aussagen.
Du sagtest, es sei die Wahrheit und ich sagte, dass wird in keinem Forschungsbericht stehen, dass es die Wahrheit sei.

Dann war die DDR also eine Dachdeckerokratie, weil Erich Honnecker mal Dachdecker war?

Unsinn.

Es geht nicht um einen Wissenschaftler.
 
Du sagtest, es sei die Wahrheit und ich sagte, dass wird in keinem Forschungsbericht stehen, dass es die Wahrheit sei.

Wahre Aussagen bzw. die Überzeugung, dass die eigenen Aussagen wahr sind, brauch man nicht noch extra kundzutun, dass man im Forschungsbericht auch explizit dazu schreibt, dass man das Ergebnis für wahr hält, also die Wahrheit berichtet hat.

Unsinn.

Es geht nicht um einen Wissenschaftler.

Um wie viele geht es dann?

Eine oder eine kleine Gruppe von Menschen könnten eine Autokratie bilden. Die können dann auch gerne Wissenschaftler sein.

Es gibt aber durchaus ein paar mehr Wissenschaftler. Und die sind sich untereinander in vielem äußerst uneins - das nennt sich dann auch wissenschaftlicher Diskurs. Die haben auch alle untereinander unterschiedliche Werte, die sie vertreten, unterschiedliche Geschmäcker, unterschiedliche persönliche Vorlieben etc. Je größer die Gruppe, desto schwieriger wird, es damit eine funktionierende Autokratie zu machen.

Wer oder was herscht da bei Fragen, wo nicht bekannt ist, was wahr ist, weil (noch) kein breiter Konsenz besteht und das erst mal weiter genauer untersucht wird? Das einfach durch eine kleine Elitegruppe festlegen zu lassen, wäre keine Wissenschaft.

Wer oder was herrscht, wo es auch gar nicht bekannt sein kann, weil Wissenschaft über diese Fragestellungen keine Aussagen macht? Und die Naturwissenschaft macht nunmal schlicht keine Aussage darüber, was eine "wissenschaftlich richtige Intention" wäre.
 
Wahre Aussagen bzw. die Überzeugung, dass die eigenen Aussagen wahr sind, brauch man nicht noch extra kundzutun, dass man im Forschungsbericht auch explizit dazu schreibt, dass man das Ergebnis für wahr hält, also die Wahrheit berichtet hat.
Du hattest kungetan, es sei Wahrheit, keine Forschungsarbeit.

Um wie viele geht es dann?

Eine oder eine kleine Gruppe von Menschen könnten eine Autokratie bilden. Die können dann auch gerne Wissenschaftler sein.
Ja, wovon ich spreche.
 
Du hattest kungetan, es sei Wahrheit, keine Forschungsarbeit.

Forschungsarbeiten sind sehr sehr häufig in großen Teilen wahr, und die Verfasser verfassen diese Berichte in der Überzeugung, damit die Wahrheit kundzutun.

Ja, wovon ich spreche.

Du sprichst also von einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern, die die Regierung einer Autokratie bilden, die dann entscheiden und behaupten, das im Namen der Wissenschaft zu tun?

Da mögen einige wenige Wissenschaftler eine Autokratie bilden, es ist aber nicht Wissenschaft, was sie dann da machen. Die Wissenschaft herrscht dann da auch nicht.

Und es gibt nicht wenige Wissenschaftler. Wie viele von denen willst Du unter den Hut der Autokratie bringen?
 
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