denn "Guna" mag ein Wort sein, doch ich versuche Euch einen Bezug zu geben:
Als ich zwölf war, verlies ich meine Mutter und begann mein Leben neu.
Später sagte man mir: "ich sei ein s t a r k e s Kind".
Welch ein bedeutungsloses Wort! Was ist stark, und was schwach?
Ist das Meer stark, weil es das Meer ist, und das Rinnsaal schwach, weil es ein Rinnsal ist?
Woran scheitern Menschen?
Was definiert ihre "Stärke" oder "Schwäche"?
Ich wußte nichts mit diesem Urteil anzufangen und nahm es hin.
Ich sah auf Menschen, die scheiterten und verstand es nicht.
Es verging keine Stunde in Anwesenheit meiner Familie, in der ich nicht Zeuge wurde, der Urteile, die man (gerade) über meine Mutter fällte..
Sie war also schwach?
Ich hatte sie nie so empfunden...
Viel mehr hatte sie sich dem Strom des Wassers entgegengestellt, bis das Wasser sie forttrug.....das versuchte sonst niemand in unserer Familie..sich einem Strom entgegenzustellen...
War sie daher schwach, weil sie etwas versuchte, was andere nie begonnen hatten?
Und waren die stark, die solch eine Sehnsucht nie in sich erweckten und Ihr daher niemals erliegen konnten?
Ich konnte meine eigenen Stärke nicht ermessen, da ich mich noch nie in einem Zustand der (seelischen)Schwäche erfahren hatte, bis eben dies geschah...
Ich war immer noch ich.
Ich hatte mich nicht verändert, doch für meine Umwelt, war ich nicht mehr der Mensch, den sie schätzten oder liebten...
Der Mensch, der selbst ertrinkt, schätzt den Halt, den er im starken Menschen findet.
Dem Menschen, der selbst stark ist, fällt es leicht, dem Ertrinkenden eine Hand zu reichen.
Ich war ein starker Mensch und nun fand ich mich in der Rolle des Ertrinkenden. In diesem Zustand wußte niemand mehr etwas mit mir anzufangen..Wer bist Du? Was soll das sein?
Von daher wiesen sie mich fort..
Ich war immer noch ich
Dieser Seienszustand als EIGENSCHAFT oder ZUSTAND der Seele verging.
Ich hatte viel dazugelernt...
Nun da ich nun wieder "stark" wurde, wurden nun alte Banden/Freundschaften neu geknüpft.
In diesem Zustand war ich wieder "akzeptabel"..so war ich Ihnen dienlich und vertraut, es "passte" wieder.
Was hat es verändert in mir?
nichts..ich kann nicht sagen, das es mich in meiner Empfindung oder in meiner Liebe verändert hätte..nur bereichert, an Erfahrung gewinnen lies.
Ich war immer noch ich.
Ich weiß nun, was Schwäche ist, und kann sie bessser im anderen verstehen.
Ich weiß nun besser um die Bedeutungslosigkeit von Schande oder Ruhm.
Schande oder Ruhm ist ein ECHO des Anderen auf etwas, dass er in sich wahrnehmen oder NICHT wahrnehmen möchte.
Neimand "möchte" Schmerz oder Schwäche IN SICH wahrnehmen, jeder mächte Liebe und Stärke IN SICH wahrnehmen.
Von daher das Echo oder die Antwort oder die Reaktion auf diesen/meinen ZUSTAND. Einmal in Form von Ruhm, einmal in Form von Schande.
Es ist vollkommen bedeutungslos.
Ich bin ich.
In meiner Schande
und
in meinem Ruhm.
Ich bin IMMER ich
doch Menschen, die die EIGENSCHAFTEN in Form von Ursache und Wirkung, Entstehung und Reaktion nicht SEHEN, sehen nicht was ist, sondern urteilen gemäß ihrem Echo, das sie in sich fühlen.
AUCH ICH fühle dieses Echo!!!
AUCH ICH re-agiere auf Schmerz oder Schande oder Liebe oder Ruhm.
So wie ich auf eine Krankheit re-agiere, oder eine Verletzung.
Aber ich weiß ICH bin von diesen Erscheinungen völlig unabhängig.
Von daher durchlaufe ich sie
DENN ICH BIN EIN MENSCH
doch sie haben keinen Einfluss auf meinen Seienszustand(!) oder auf mein Denken, daher urteile ich nicht.
Ich habe den Balken in mir erfahren, wie soll ich da den Splitter im anderen verurteilen. Ich reagiere darauf, doch ich verurteile es nicht.
So wie ich auf eine Krankheit oder eine Verletzung reagieren kann und doch die Erscheinung von Krankheit und Verletzung nicht verurteile..
Menschen(!) re-agiert immer, doch ERKENNEN die meisten nicht, das es NUR eine RE-aktion ist, wie die Pflanze auf Wasser oder Trockenheit, Sonne oder Dunkelheit re-agiert und sich doch kein Urteil bildet.
Über das Denken fügt der Unwissende dem Phänomen eine Bedeutung zu, der Wissende (der der ERFAHRUNG gesammelt hat) nicht mehr
das ist der GANZE Unterschied.
wenn ich an Ruhm denke, fühle ich das gleiche Unbehagen, wie in der Schande.
Es sind BEIDES Reaktionen, die Unwissenheit wiederspiegeln.
Wie könnte ich den Ruhm achten, wenn ich weiß, dass der, der den anderen rühmt und nicht sich selbst und Gott in sich selbst, dazu dieses Selbst erniedrigen muss?
Wie könnte ich die Schande werten, wenn ich weiß, dass das, was er an mir erniedrigt, er in sich selbst erniedrigt/fürchtet?
Was bringt mir das Feld, wenn ich dessen Frucht nicht mehr begehre?
Ob Früchte DA sind oder nicht kann meine Reaktion verändern, aber nicht mein Urteil über das Feld.
Was steht im TE?
(13): Jesus sagte zu seinen Jüngern: "Vergleicht mich, sagt mir, wem ich gleiche." Simon Petrus sagte zu ihm: "Du gleichst einem gerechten Engel." Matthäus sagte zu ihm: " Du gleichst einem Menschen, einem verständigen Philosophen." Thomas sagte zu ihm: "Meister, auf keinen Fall wird es mein Mund ertragen, daß ich sage, wem du gleichst!" Jesus sagte: "Ich bin nicht dein Meister, da du getrunken hast, trunken geworden bist von der sprudelnden Quelle, die ich gemessen habe." Und er nahm ihn, er zog sich zurück sagte ihm drei Worte. Als Thomas aber zu seinen Gefährten kam, fragten sie ihn: "Was hat Jesus dir gesagt?" Es sagte Thomas zu ihnen: "Wenn ich euch eines von den Worten sage, die er mir gesagt hat, werdet ihr Steine aufheben und nach mir werfen; und Feuer wird aus den Steinen kommen und euch verbrennen."
Steine steht hier für Urteil/Werte/Einschränkungen/eine Lehre/eine Perspektive. Thomas war in der Lage sich von der Perspektive zu lösen, von der Wahrnehmung durch Eigenschaften.
Er beendete das Urteilen..und nur WEIL er bereit war, alles was ist ohne URTEIL anzunehmen, konnte Jesus zu Ihm sprechen.
Thomas hatte den Weg des WISSENS und nicht des Glaubens gewählt.
Doch er wußte, das er diese Wahrheit nicht weitergeben konnte, ebensowenig wie Jesus.
Das Urteil oder die Gunas würden die Wahrheit in seinen Worten verbrennen
19): Jesus sagte: "Selig ist der, der war, bevor er wurde. Wenn ihr mir Schüler werdet und meine Worte hört, werden euch diese Steine dienen..
Jesus konnte die Wahrheit nur in Form einer Lehre/Worten wiedergeben
gleich so Buddha, daher sprach er vom Floß, von etwas das dazu DIENEN sollte den Fluß der Erkenntnis zu überqueren.
Gleichsam sagt Buddha..ich kann Euch das Floß nicht bauen, jeder muss es in sich SELBST zusammenfügen..
Die Lehre gleicht einem Floß das von jedem selbst gebaut und am anderen Ufer wieder fallen gelassen wird
(siehe das Gleichnis)..wer würde weiter ein Floß mit sich tragen, wenn er den Fluss überquert hat?
Wer sich von den Gunas befreit, legt die Perspektive oder die Begrenzung ab, nur so ist es möglich zu ERKENNEN, was die Begrenzung ist und wie sie sich auswirkt
Ohne das Heraustreten aus der Beschränkung ist ein solches Erkennen nicht möglich. Das ist das Problem.
Würde Buddha noch leben, würde es keinen Buddhimus geben.
Er hätte nie entstehen können.
Würde Jesus noch leben, es würde kein Christentum geben, es hätte nie entstehen können.
Würde Mohamed noch leben, es würde keinen Islam geben, er hätte nie entstehen können.
Warum?
Der Buddhist würde zu Buddha gehen und er müsste seinen Glauben ablegen.
Der Christ würde zu Jesus gehen und er müsste seinen Glauben ablegen.
Der Muslime würde zu Mohamed gehen und er müsste seinen Glauben ablegen.
Es würde GENAU DAS geschehen, was Thomas im TE sagt:
Im Te
"Wenn ich euch eines von den Worten sage, die er mir gesagt hat, werdet ihr Steine aufheben und nach mir werfen; und Feuer wird aus den Steinen kommen und euch verbrennen."
Der Buddhist kann nur Buddhist werden wenn er am Grab einer Vorstellung steht, nur so kann er seine Steine formen.
Der Christ kann nur Christ werden, wenn er am Grab von Jesus steht, nur so kann er seine Steine formen.
Der Muslime kann nur ein Gläubiger werden, wenn er am Grab von Mohamed steht, nur so kann er seine Steine Formen.
Der LEHER würde sonst kommen und Ihm diese Steine fortnehmen.
26
Wer mir in frommer Liebe dient,
bei mir allein erstrebt sein Heil,
der löst sich von der Gunas Macht
und Brahmawerdung ist sein Teil.
27
Ich bin das ewige Fundament
des Brahms und der Unsterblichkeit
der Hort der ganzen Weltordnung
und unbegrenzter Seligkeit.
Man kann nicht Gott dienen UND einem BILD
man kann nicht dem WORT dienen UND der Schrift
man kann nicht einer Religion folgen und die Wahheit finden.
Wer Gott, die Wahrheit oder die Bedeutung der Eigenschaften, also der Einschränkung oder Gunas oder des Wortes erkennen /erfahren möchte, muss sich aus eben dieser Beschränkung LÖSEN.
Wer dies nicht vermagt, dient sich selbst, seiner Vorstellung, der Schrift, einer Religion, einem Bild.
Einem fremden Herren.
(34): Jesus sagte: "Wenn ein Blinder einen Blinden führt, fallen sie beide hinunter in eine Grube."
Die, die einer Religion dienen, sehen den Balken in Ihrem Auge nicht
(35): Jesus sagte: "Es ist unmöglich, daß jemand in das Haus des Starken hineingeht und es gewaltsam in Besitz nimmt, es sei denn, er binde seine Hände. Dann wird er sein Haus umdrehen."
Die, die einer Religion dienen, sind bestrebt das "Haus" oder den "Ort der Erkenntnis" mit Gewalt in Besitz zu nehmen, dies ist nicht möglich.
daher sagt Jesus:
was immer Ihr hört, oder seht oder erkennt, seid bereit es in Frage zu stellen, wieder loszulassen, NEU zu betrachten
(42): Jesus sagte: "Werdet Vorübergehende!"
43): Seine Schüler sagten zu ihm: "Wer bist du, der du uns dies sagst?" Jesus: "Durch das, was ich euch sage, versteht ihr nicht, wer ich bin. Vielmehr seid ihr aber den Juden gleich geworden, denn sie lieben den Baum, sie hassen seine Frucht, oder sie lieben die Frucht, sie hassen den Baum."
Wenn jemand verehrt wird, wird er gegenüber dem, der diese Verehrung ausübt erhöht.
Der der verhehrt erniedrig somit Aspekte die er AN SICH SELBST wahrnimmt und erkennt, wertet sie ab, gemäß "gut" und "schlecht", "dienlich" und "nicht dienlich" "Ziel" und "Versagen".
So muss er auch das im MENSCHEN Jesus abwerten, was er als MENSCHLICH erkennt oder wahrnimmt.
So muss er auch im MENSCHEN Buddha abwerten, was er als menschlich erkennt oder wahrnimmt.
So muss er auch im MENSCHEN Mohamed abwerten, was er als menschlich erkennt oder wahrnimmt.
Nur ein toter Religionsgründer ist ein guter Religionsgründer.
Nur ein toter Lehrer kann eine Religion bilden.
Ein lebendiger Lehrer müsste Dir die Bausteine wieder fort nehmen.
Darum sagt Jesus im TE
(31):"Kein Prophet ist willkommen angenommen in seinem Dorf. Kein Arzt heilt die, die ihn kennen."
LG