Viele Menschen verhalten sich so, als würden sie ihr Selbst ganz genau kennen & sie sprechen ganz selbstverständlich von ihrem "Ich".
Doch sie projizieren ihr "Pseudowissen" nur nach außen.
Die Umkehrung (also Negative) von beliebigen Vorstellungen über sich selbst, erscheinen dann im Außen als der Andere, mit dem kommuniziert wird.
Dieser Prozeß wird dann meistens als "Beziehung" oder Kommunizieren bezeichnet.
Doch diese Beziehung zwischen zwei Menschen, ist in Wirklichkeit nur eine Beziehung zwischen zwei Vorstellungen.
Jeder Mensch lebt in seiner eigenen "Ich-Vorstellung", deren Grenzen durch das Maß an Unwissenheit, durch den Grad an Realitätsverlust definiert sind.
Tatsächlich weiß niemand, wer eigentlich mit wem kommuniziert, so lange der Austausch von Herz zu Herz nicht stattfinden kann.
Durch die Realisation des Selbst, was meiner Ansicht nach Liebe ist, löst sich das vermeintliche Ich von ganz allein in Nichts auf...es offenbart seine wahre Natur.
Dieser Vorgang lief bei mir ähnlich wie eine Geburt ab..."Geburtswehen" entstanden...& Ängste & Zweifel traten verstärt in den Vordergrund, was ja auch logisch ist, da das Ego die "Oberhand" behalten möchte.
Ich nannte es die Erstverschlimmerung.
Doch hat das Ego keine Chance gehabt, weil die Energie der Liebe viel, viel stärker ist.
Meine Meinung ist nicht das Ego zu verdammen, sondern die Liebe wachsen zu lassen & an oberste Stelle zu stellen.
Dadurch kann das Ego nicht mehr über der Liebe stehen & sich im Laufe der Zeit auch selbst verlieren.
Ohne Kampf, ohne Unterdrückung, ohne Flucht vor Gedanken oder was auch immer.
Ich habe nur meine Aufmerksamkeit verlegt.
Ich habe mich nicht mehr geärgert, wenn jemand etwas sagte, was mein Ego evtl. verletzen könnte, denn ich wußte ja immer, daß nicht sein wahres Selbst zu mir sprach, daß er in Wahrheit mit mir verbunden, reine Liebe & Teil meines Selbst ist.
Ich empfinde Mitgefühl für ein ausgeprägtes Ego anderer Menschen, denn ich weiß, daß das alles Folgen einer frühren Verletzung oder auch falsche Schlußfolgerungen (zu Unrecht gelernt) sind & das wahre Selbst, selbst nicht beteidigt ist.
Deshalb wurde ich auch nicht mehr wütend, keine angespannten Emotionen kamen mehr auf & es gab auch nichts zu verteidigen.
So konnte auch mein Umfeld aufhören zu kämpfen, zu verteidigen oder sich zu behaupten, denn es gab nichts mehr zu bekämpfen.
Meine Freunde lieben es in Liebe mit mir zusammen zu sein, schöne Abende zu genießen & nicht mehr immer nur diese Egogespräche zu führen, in der sich jeder nur darstellen mußte, als müßte er eine Bewerbung für sich abgeben.
Natürlich finde ich gewisse Dinge die in der Welt geschehen auch sehr (ich muß es ja nun bewerten) "schrecklich", doch kenne ich die wirklichen Gründe dafür nicht, es könnte auch Karma sein, aber ich habe aufgehört dagegen zu kämpfen, denn kämpfen heißt für mich gegen Gottes Plan zu handeln...es Ist eben nur wie es Ist...weder gut noch schlecht & wenn ich alles mit Liebe "sehe", dann kann ich auch Liebe an diese Orte versenden, denn Liebe hat weder Raum noch Zeit.
Doch jeder soll (muß) seinen eigenen Weg gehen...ich wiederhole es auch gerne zum xten Mal...jeder ist dort wo er gerade Ist, genau richtig.
Man kann die Pferde nur zur Tränke führen...trinken müssen sie dann alleine!

So lebe ich nun schon seit mehr als 20 Jahren, bin vom Leid zur Glückseeligkeit gekommen & da soll mir doch mal jemand erzählen, daß es besser ist, dorthin wieder zurückzukehren.

Alles Liebe - ralrene