Es gibt das Karmagesetz und so entstehen Umstände die dem Shicksalsgesetz entsprechen, freilich ist das Karmagesetz göttlich, und daher ist die Welt gerecht
wir aber voller selbstliebe und wir wollen nicht einmal für unser recht streiten.
Karma bedeutet in der ursprünglichen Bedeutung Ursache und Wirkung. Nichts weiter.
Wußtest du, daß Buddha ein Reformator des Wiedergeburtsglaubens war, den es ja vorher schon gegeben hat?
...Vor diesem Hintergrund hat das zur Zeit des Buddha bereits existierende Konzept der Wiedergeburt, punabbhava, (p.; puna=wieder, bhava=werden)[10] im Buddhismus eine Neudeutung erfahren, denn die traditionelle vedische Reinkarnationslehre basierte auf der Vorstellung einer Seelenwanderung. Wiedergeburt bedeutet im Buddhismus aber nicht individuelle Fortdauer eines dauerhaften Wesenskernes, auch nicht Weiterwandern eines Bewusstseins nach dem Tode. Vielmehr sind es unpersönliche karmische Impulse, die von einer Existenz ausstrahlend eine spätere Existenzform mitprägen....
de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus#Ursache_und_Wirkung:_Karma (und http//: davor natürlich)
Unpersönlich also.
Und wenn man sich dafür interessiert, dann kann man auch wissen warum.
Untergräbt es nicht das Mitgefühl unter den Menschen, wenn man einfach sagt: Der hat eben ein schlechtes Karma gehabt? Er ist halt selber schuld an seinem Schicksal, beispielsweise an seiner Armut?
Mit dem Karma erklären sich viele Leute, denen es noch gut geht, warum es anderen schlecht geht, und warum man nichts dagegen tun muß. Die leben dann lieber in einer allumfassenden Gerechtigkeit, die gar nicht vorsieht, daß es Ungerechtigkeit überhaupt geben kann.
Der herrschenden Kaste kommt es natürlich sehr gelegen, wenn sich niemand wehrt.
Außerdem ist in diesem System alles vorherbestimmt. Wenn ich die Folge von meinen Sünden in vorigen Leben bin, dann ist das logisch. Und das ist eine ziemlich üble Magie, mit der man anderen Schlimmes antun kann.
Denke dich einmal genauer da hinein. Wenn alles einschließlich mir selbst vorherbestimmt ist, na dann brauche ich auch keinen Ausweg suchen und die Hoffnung ist gestorben.
Was machst du dann? Hängst du dich auf?
Nö, brauchst du nicht. Sagst du einfach: Gib ihnen ein wenig Hoffnung, dann sind sie wieder unberenzt leidensfähig. Und sag ihnen, daß alles vorherbestimmt ist, dann macht keiner mehr das Maul auf.
Ich will sagen, daß hier wieder ein Widerspruch existiert. Möglicherweise käme ich zurecht mit der Vorherbestimmung. Aber die Hoffnung ist dann tot. Glaube ich an die Hoffnung, so beißt sich das mit der Vorherbestimmung. An beides zu glauben ist mir unmöglich.
freundliche Grüße