Siriuskind
Sehr aktives Mitglied
O.k., ich hab die Begabung, Sprachen (die mich interessieren), enorm schnell zu lernen, das mag ein Vorteil sein (immerhin sind Japanisch und Finnisch völlig fremde Sprachfamilien, und bei beiden brauchte ich etwa ein Jahr, um alltagstauglich zu sein. Leider mangels Gebrauch das meiste vergessen; das passiert, wenn man eine Sprache nicht "pflegt".)
Was Flüchtlinge nicht der Pflicht enthebt, schnellstmöglich die Sprache zu lernen, sofern der Aufenthalt nicht absehbar nur wenige Wochen beträgt. Vergiß nicht, die wollten unbedingt nach D und das nicht wegen der guten Luft hier, sondern wegen der Leistungen, die es hier zu holen gibt. In Sicherheit war jeder schon, der D. außerhalb der internationalen See- und Flughäfen betritt.
LG
Grauer Wolf
Ja, das ging mir auch so mit Sprachenlernen und ebenso wieder mit dem Vergessen, das ist leider schade, aber auch normal, wenn man die Sprache lange Zeit nicht spricht. Aber die würde ruckzuck wieder in Erinnerung kommen, wenn Du Dich damit wieder beschäftigen würdest, habe ich neulich bei mir festgestellt.
Und im Grossen und Ganzen sind die Neuankömmlinge auch gewillt, die Sprache zu lernen und hier ein normales Leben zu führen. Dass es, wie überall auch Faulpelze und Schmarotzer gibt, wirst Du bei dieser Menge an Leuten mit Sicherheit finden.
Und dann kommen halt noch die etwas Unbegabteren und die Analphabeten hinzu. Da dauerts dann eben länger. Und je älter jemand ist und wenn derjenige mehr handwerklich tätig war und jahrelang nicht an "Neue-Sachen-Lernen" gewöhnt ist, wird der sich auch schwerer tun, sich nun mit einer neuen Sprache auseinander zu setzen. Das sind dann die Leute, die halt noch nach Jahren radebrechen und das kann man nicht verurteilen, weil das nicht an Willenlosigkeit liegt.