Bedingungslose Liebe und "böse Menschen"

  • Ersteller Ersteller Azura
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Vom Vater ist hier ja keine Rede. Der Vater ist Adam. Und wenn ich die Sache aus meinem Blick erwähnen darf.

Die Geschichte vom Verlorenen Sohn, die Jesus brachte, ist die gleiche Geschichte nur halt aus Jesu Sicht.

Und hier ist auch der ältere Bruder (Kain) und der jüngere Bruder (Abel), obwohl beide nicht namentlich erwähnt werden.

Dort liebt der Vater BEIDE gleich, während es der ältere Bruder ist, der auf den Jüngeren herab sieht.

Lies dir die Geschichte vom Verlorenen Sohn mal durch.

Ich weiß nämlich nicht, weshalb du dich gerade starrhaft am Vater aufhängst, der damit nichts zu tun hat.

Deine Geschichte beruht eher auf Esau und Jakob, da wurde Esau vom Vater vorgezogen und dennoch wurde Jakob gesegnet.
ok, dann ersetze in meinem Beitrag Vater mit Gott. Denn Gott ist es, der das Opfer des einen vorzieht, obwohl der andere genauso sein Opfer bringt.
Wenn Gott doch so gütig, bedingungslos usw. ist, warum verschmäht er das Opfer von Kain?
Das ist kein gerechter, gütiger Gott, sondern erscheint mir eher ein blutdürstiger zu sein, wenn er tote Tiere als Opfer akzeptiert aber die Früchte des Feldes nicht.
 
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ok, dann ersetze in meinem Beitrag Vater mit Gott. Denn Gott ist es, der das Opfer des einen vorzieht, obwohl der andere genauso sein Opfer bringt.
Wenn Gott doch so gütig, bedingungslos usw. ist, warum verschmäht er das Opfer von Kain?
Das ist kein gerechter, gütiger Gott, sondern erscheint mir eher ein blutdürstiger zu sein, wenn er tote Tiere als Opfer akzeptiert aber die Früchte des Feldes nicht.

Meine Version, die Maria45 nicht gelten lässt, habe ich ja schon dargelegt und da hat Elfman drauf geantwort.

Das Problem mit den Bibelübersetzungen ist, dass bei jeder nachfolgenden Übersetzung immer weitere Stückchen als nicht der Rede Wert, weggelassen werden.

In jungen Jahren hatte ich, als ich noch nicht zum Konfirmandenunterricht musste, eine kleine Bibel in der Hand, in der ich immer wieder gerne gelesen hatte. Irgendwann war sie verschwunden.

Als wir dann zu diesem Konfirmandenunterricht mussten ohne Wunsch des eigenen Willen, war es Pflicht, die Lutherbibel zu nehmen.

Schon waren die Geschichten nicht mehr drin, nur noch grobe Bruchstücke, sämtliche Farbe verschwunden.

Ich habe nie wieder eine solche Bibel entdeckt, die ich damals unter 10 Jahren in der Hand hatte.

Und je weiniger in der Bibel steht ums so seltener möchte ich drin lesen.

Aus meiner Sicht, so wie ich es auch damals verstanden habe, bevor ich zur Kirche gezwungen wurde, war das Opfer von Kain ein Pflichtopfer, während das von Abel ein Herzensopfer war.
 
ok, dann ersetze in meinem Beitrag Vater mit Gott. Denn Gott ist es, der das Opfer des einen vorzieht, obwohl der andere genauso sein Opfer bringt.
Wenn Gott doch so gütig, bedingungslos usw. ist, warum verschmäht er das Opfer von Kain?
Das ist kein gerechter, gütiger Gott, sondern erscheint mir eher ein blutdürstiger zu sein, wenn er tote Tiere als Opfer akzeptiert aber die Früchte des Feldes nicht.

Ich hatte es auch so verstanden, dass Du mit Vater diesen Gott meintest. Die Christen sagen ja auch manchmal: im Namen des Vaters (ihres Gottes), des Sohnes (Jesus) und des Heiligen Geistes(Keine Ahnung, wer/was das ist, und wie die 3 da jetzt genau untereinander verwickelt sind. Konnte mir bisher auch noch keiner so richtig einleuchtend erklären. Und warum überhaupt, alles immer so kompliziert machen (Theologie ist ja immerhin ein Studienfach), wenn‘s auch einfacher ginge.
Ich hatte es auch so verstanden, dass Du mit Vater diesen Gott meintest. Die Christen sagen ja auch manchmal: im Namen des Vaters (ihres Gottes), des Sohnes (Jesus) und des Heiligen Geistes(Keine Ahnung, wer/was das ist, und wie die 3 da jetzt genau untereinander verwickelt sind. Konnte mir bisher auch noch keiner so richtig einleuchtend erklären. Und warum überhaupt, alles immer so kompliziert machen (Theologie ist ja immerhin ein Studienfach), wenn‘s auch einfacher ginge.

Da bleib ich lieber bei meiner Bedingungslosen Liebe: ein bisschen Yoga und fertig. :D
 
Ich hatte es auch so verstanden, dass Du mit Vater diesen Gott meintest. Die Christen sagen ja auch manchmal: im Namen des Vaters (ihres Gottes), des Sohnes (Jesus) und des Heiligen Geistes(Keine Ahnung, wer/was das ist, und wie die 3 da jetzt genau untereinander verwickelt sind. Konnte mir bisher auch noch keiner so richtig einleuchtend erklären. Und warum überhaupt, alles immer so kompliziert machen (Theologie ist ja immerhin ein Studienfach), wenn‘s auch einfacher ginge.
Ich hatte es auch so verstanden, dass Du mit Vater diesen Gott meintest. Die Christen sagen ja auch manchmal: im Namen des Vaters (ihres Gottes), des Sohnes (Jesus) und des Heiligen Geistes(Keine Ahnung, wer/was das ist, und wie die 3 da jetzt genau untereinander verwickelt sind. Konnte mir bisher auch noch keiner so richtig einleuchtend erklären. Und warum überhaupt, alles immer so kompliziert machen (Theologie ist ja immerhin ein Studienfach), wenn‘s auch einfacher ginge.

Da bleib ich lieber bei meiner Bedingungslosen Liebe: ein bisschen Yoga und fertig. :D



Erst Jesus hat *Gott* die Bezeichnung *Vater* verliehen.

*Abba* (Papi) sagte er als Kind, wie es gesagt wird.

Eigentlich aus einem ganz anderen Grunde, war Jesus doch selbst eine Art Verlorener Sohn.

Die Väter ziehen in den Krieg und viele Kehren nicht mehr zurück und Jesus brachte den Menschen durch seine Weise den *Vater* zurück.

Find ich gar nicht mal seltsam, denn viele Kinder wuchsen nur mit Mutter auf.

So, durch Jesus, hatten sie endlich auch wieder einen *Vater*, wenn sie es für sich annehmen konnten. :)
 
Erst Jesus hat *Gott* die Bezeichnung *Vater* verliehen.

*Abba* (Papi) sagte er als Kind, wie es gesagt wird.

Eigentlich aus einem ganz anderen Grunde, war Jesus doch selbst eine Art Verlorener Sohn.

Die Väter ziehen in den Krieg und viele Kehren nicht mehr zurück und Jesus brachte den Menschen durch seine Weise den *Vater* zurück.

Find ich gar nicht mal seltsam, denn viele Kinder wuchsen nur mit Mutter auf.

So, durch Jesus, hatten sie endlich auch wieder einen *Vater*, wenn sie es für sich annehmen konnten. :)
Erst mal sorry, mein letzer Post war leider etwas unübersichtlich.:tomate:

Ich sehe auch nichts Negatives darin, sich spirituelle Vorbilder (Geistige Väter), wie z.B. Jesus zu suchen – und auch die Kraft der „Christus-Energie“ halte ich für etwas real Wirksames, wenn man sich ihr öffnet. Bloß ist da meiner Meinung nach kein Monopol drauf. Andere (Glaubens)Systeme, die mir persönlich näher liegen funktionieren eben auch.
 
Erst mal sorry, mein letzer Post war leider etwas unübersichtlich.:tomate:

Ich sehe auch nichts Negatives darin, sich spirituelle Vorbilder (Geistige Väter), wie z.B. Jesus zu suchen – und auch die Kraft der „Christus-Energie“ halte ich für etwas real Wirksames, wenn man sich ihr öffnet. Bloß ist da meiner Meinung nach kein Monopol drauf. Andere (Glaubens)Systeme, die mir persönlich näher liegen funktionieren eben auch.

Wenn ich mir ein Geistiges Vorbild gesucht hätte, so wie du es beschreibst, so hätte ich nie Jesus gefunden so wie ich ihn beschreibe.

Klingelt da etwas ?
 
Wenn ich mir ein Geistiges Vorbild gesucht hätte, so wie du es beschreibst, so hätte ich nie Jesus gefunden so wie ich ihn beschreibe.

Klingelt da etwas ?

Na gut, man kann auch finden (entdecken) ohne zu suchen - etwas, was Dich anspricht, Dir in Deiner persönlich gegenwertigen Lage zusagt und Dich „weiterbringt“. So wie Künstler ja auch so gut wie immer von anderen Künstlern inspiriert und beeinflusst sind und trotzdem ihren eigenen Stil haben. Muss ja nicht gleich ein Idol sein. :D
 
Ruhepol
ich erlebe es als Zustand und nicht als Prozess - es ist, als ob ich mich in eine Wolke hineinbegebe, die außerhalb von RaumundZeit besteht. Das hineingehen kann man als Prozess bezeichnen, aber nicht das darinnensein.

Ich empfinde es als einen Seins-Zustand

LGInti


Wahnsinn

das kann sich da meines Erachtens nur um


Wolke 7 handeln:zauberer1


liege ich da sicherlich richtig?



LG Ali:kiss4::kiss4::kiss4:
 
Ich seh irgendwie nicht, was an Kains ursprünglichem Opfer ungehorsam gewesen sein soll. Abel ward ein Schäfer, und Kain ward ein Ackermann, so wurde es uns doch vorgelesen, oder. (Oder ist da im Hebräischen schon wieder was GANZ anders.) Der Abel opfert folgerichtig ein Schaf aus den Früchten seiner Arbeit, das wird gnädig angesehen. Der Kain opfert - ebenfalls aus den Früchten seiner Arbeit - ebenso folgerichtig - Früchte des Feldes, das er bebaut hat. Und das wird nicht gnädig angesehen.

Du ich kommert mir von so einem Bigöttchen aber SOWAS von verarscht vor, kann ich dir sagen. Wo war die Sünde??? Daß er ein Ackermann geworden ist? Ist das verboten gewesen von diesem Bigöttchen, das nur Schäfer haben wollte? Oder ist das alles auf Hebräisch nicht so, wie wir es deutsch erzählt bekommen haben?

Verständnislos
Kinny

Das ist wirklich das Traurige, dass da so viel verloren geht in der Übersetzung.
Man kann zwar auch im Deutschen darauf kommen - es ist aber zugegebenerweise wirklich schwierig. Aber deshalb gibt es ja auch Menschen, die sich da besser auskennen und man hat einen Mund, und darf fragen. Oder eben schmollen und sagen dass alles was man nicht selbst einfach so aus sich heraus erkennen kann, sowieso nur Mist sein kann. Dann fehlt eben noch die nötige Demut.

Der eigenwillige Gottesdienst ist wie das Beispiel von einem Sohn, der seinem Vater zum Geburtstag Fussballschuhe in der Größe der Füße des Sohnes schenkt, weil der Sohn so gerne Fußball spielt. Der Sohn weiß überhaupt nicht, was der Vater gerne hat, und so schenkt er ihm etwas, von dem er meint, dass es dem anderen gefallen müsse, weil es ihm auch gefällt.

Zunächst so ganz grundsätzlich: Jede dieser auftretenden Figuren wie Kain oder Abel entspricht einem Bewusstseinszustand IN jedem Menschen. Es geht also prinzipiell nicht darum ob Bauern bessere oder schlechtere Menschen als Schafzüchter sind, das wäre die buchstäbliche Ebene. Alle diese Mitteilungen in der Bibel sind spirituelle Mitteilungen, und ausschließlich für spirituelle Menschen gedacht. Alle anderen Arten der Nutzung dieser Erzählungen mögen ja manchmal ganz niedlich sein, aber letztlich sind sie Götzendienst. Man macht sich Bilder, Vorstellungen buchstäblicher Art, von den erzählten Dingen. Doch es geht eben nicht um den Buchstaben, sondern stets um den Geist.

Nun, es beginnt bei dem Bewusstseinszustand mit dem Namen "Kajin" - er bedeutet "Gewinn". Es ist die Bewusstseinsausrichtung, die auf Gewinnmaximierung aus ist. Sein Zahlenwert ist 160, und ist in Resonanz mit "Silber", "keseph", das auch 160 hat. Also auch der Verrat von Judas, der an sich selbst dachte, und dachte, einen "Gewinn" mit Jesus zu machen, und ein Dieb war, hängt mit diesen "Silberlingen" zusammen.

Dann, was ist ein Opfer? Im Hebräischen bedeutet das Wort Opfer ein "sich nähern", und gemeint ist ein "sich-Gott-nähern". Also das Bewusstsein mehr in Resonanz mit der All-Liebe bringen.

Kajin wird zu einem "obed adamah", einem "Knecht des Erdbodens". Im Griechischen sind es die sogenannten "chtonischen Kulte", die einseitig das Dunkle, den Erdboden, und letztlich die "dunkle Seite der Macht" verehren. Kajin ist also der erste Diener des Bösen und meint, dass Gott ja auch diese Art von Ritual gefallen muss. Tut es aber eben nicht. Er lässt Kajin zwar gewähren, aber er freut sich nicht daran.

Freuen würde er sich daran, wenn Kajin fragen würde, was Gott will. Gott hat im Vorfeld Adam und Eva Bekleidung von Fell gemacht. Diese Felle kommen ja nicht aus der leeren Luft, sondern Gott selbst hat diese Tiere geschlachtet und ihr Fell abgezogen und Adam und Eva und ihren Kindern vorgemacht, wie ein Opferritual funktioniert, nämlich durch die Tötung eines Lebewesens. Adam und Eva hatten sich von Gott entfernt, indem sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen haben, sie waren aus der lebendigen Gemeinschaft mit Gott weggestorben. Und Gott zeigt ihnen, wie eine neue Form der Gemeinschaft wieder entstehen kann, nämlich ebenfalls mit dem Tod, aber mit dem Tod eines unschuldigen Lebewesens. Das ist ein Bild für den Tod von Jesus Christus am Kreuz.

Kain akzeptiert diese Art von Opfer nicht. Er will das alles nicht, sondern sich auf eigene Art Gott annähern. Er hat kein Verständnis dafür, dass er von Gott im Bewusstsein getrennt ist. Kain in mir ist die Haltung, dass ich schon selbst gerecht vor Gott sein kann. Ich arbeite und opfere die Früchte meiner Arbeit. Das muss dann reichen. Dass das prinzipiell eben nicht reicht, hat Gott im Vorfeld gesagt. Die Architektur der Schöpfung ist so, dass ein "Tod" einer "nephesch" (Seele) im Bewusstsein nur durch eine andere Seele wiederhergestellt werden kann. Das ist so grundsätzlich wie die Schwerkraft. Und einfach da ein paar Pflanzen zu opfern geht eben nicht, das ist die falsche Ebene.

Wer ist nun dieses unschuldige Lebewesen, das da stirbt, um mir die erneute bewusste Verbindung mit Gott zu ermöglichen?
Es ist ein Teil der göttlichen Kraft selbst. Jesus in mir ist ebenfalls ein Teil des mir möglichen Bewusstseins. Es ist das, was in anderer Bildersprache als "Shiva" benannt ist. Shiva steigt als Teil der Kundalini von oben herab im Körper bis zur Wurzel, so wie Shakti/Parvati als Teil der Kundalini von unten aufsteigt. Shiva stirbt fast, als er das giftige Wasser des Milchozeans trinkt und wird zum Blauhals (Nilakantha).
 
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Wenn Deine Deutung so stimmt, war dieser damalige Gott eher kein vegetarischer Charakter...

Könnte es dann eventuell auch sein, dass Kain ein Anhänger von älteren Religionen war, die der neue Gott (oder besser: die neue Kirche) nicht duldete und deswegen wurde sein Opfer als schlechter dargestellt? Weil er etwas opferte, was eher für Mutter Erde ein Opfer war - und nicht für Vater Gott?

Man sollte ja nicht vergessen, dass es vor dem Judentum auch schon andere Kulte gab, von denen sich die damaligen Juden unterscheiden wollten.....
 
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