Ireland schrieb:
In der Beckmann-Sendung kam ja ganz kurz eine seriöse Heilerin (so nannte er sie) zu Wort, die beschrieb, woran man Scharlatane erkennen könne.
Da hätte ich gern mehr zu erfahren.
Was macht diese Frau ganz genau, was anders ist als bei den Scharlatanen, wie arbeitet sie?
Wenn ich mich richtig erinnere, war das Sabrina Fox, die ist eigentlich Engelmedium. Aber gut möglich, dass sie auch energetische Heilarbeit macht. Scharlatane kann man ganz leicht schon zu Beginn erkennen, wenn man seine Sinne wach hält. Sobald ein Heiler seine eigene Methode über den grünen Klee lobt und im Gegenzug dazu medizinische Behandlung kritisiert, zum Abbruch rät, womöglich auch noch OPs für gefährlich erklärt etc., ist Feuer am Dach. Nix wie weg. Ebenso wenn der Heiler horrende Summen als Honorar nennt.
Einem seriösen Heiler liegt das Wohl des Kunden/Klienten am Herzen, und der hält schulmedizinische Behandlung für sinnvoll und richtig - und verweist den Betreffenden dorthin.
Hat alles mit Verantwortungsbewusstsein für den Hilfesuchenden zu tun, und vor allem auch mit der eigenen Bodenhaftung. Heiler, die Euroscheinchen in den Augen haben und sich als über der Schulmedizin wähnen, sitzen m.E. in einem Heliumluftballon.
Ireland schrieb:
Lange Zeit gab es in Krankenhäusern mit kirchlicher Trägerschaft noch Nonnen, die sich nicht-pflegerisch um die Patienten kümmerten. Allerdings wurde das wegen dem religiösen Hintergrund abgeschafft (es gab wirklich gute dabei, die die Religion außen vor gelassen haben, aber das waren eher die Ausnahmen; leider "traktierten" etliche die Kranken mit Gebeten, empfahlen Reue, machten ihnen ein schlechtes Gewissen usw.).
Es gibt immer noch die "grünen Damen", die sinnvolle Arbeit leisten, aber leider komplett ehrenamtlich (ich lehne ehrenamtliche Arbeit generell ab).
Ich kenne noch die Zeiten, wo in kirchlichen Krankenhäusern Nonnen als Krankenschwestern gearbeitet haben. Dieses nicht-pflegerische Kümmern kenne ich eigentlich nicht, dazu kam immer 1x pro Woche der zuständige Pfarrer oder Priester auf Krankenbesuch.
Ireland schrieb:
Eine Art "psychosoziale Begleitung", ggfs. mit eigener Niederlassung, ohne besonderen "Überbau" (ich persönlich sehe religiöse Inhalte genauso wenig unbedenklich wie esoterische Inhalte, ... aber es gibt ja auch religiöse, die das außen vor lassen können oder klar trennen können ... hm) müßte man konzeptuell erarbeiten (das ist gewiss nicht einfach).
Da stimme ich dir zu, das sollte wirklich erstmal aussen vor gelassen werden. Wenn man dann im Zuge von Gesprächen draufkommt, welche Einstellung der Betreffende hat, kann man immer noch darüber reden, sofern dieser das Bedürfnis danach hat.
Urajup schrieb:
Und ein "dazwischen" wird es kaum geben.
Ich träume immer noch von einem "sowohl - als auch", von einem Miteinander. Es gibt durchaus Mediziner, die mit Heilern/Alternativen zusammenarbeiten, und ich finde das gut so, um nicht zu sagen ideal. Der Mediziner als Fachmann in Sachen medizinscher Diagnostik und Behandlung, und der Heiler als Unterstützung, der das Geistige, Seelische (damit sind keine Krankheitsbilder gemeint) abdeckt.