Beckmann/ Ich mach Dich gesund......

Dass Menschen Fehler machen können, falsch und ggfs. illegal handeln können, wird in fast jeder anderen Branche irgendwie toleriert (man weiß ja, wie oft man selbst Fehler im Beruf macht, etwas vergißt, manchmal unausgeschlafen zur Arbeit kommt, manchmal unleidlich ist, manchmal "ein Auge zudrückt" oder "beschönigt" bei Abrechnungen, bei der Steuererklärung ... ) , nur in der Medizin nicht.
Wie kommt das?

Weil es da um Menschenleben geht.

Das ist in anderen Branchen, wo Menschenleben gefährdet sein können, nicht anders: siehe den aktuellen Flugzeugabsturz. ;)

Und ein Auge bei einer Narkose zudrücken oder da unausgeschlafen zu sein ist hat eine ganz andere Hausnummer, als bei einer Steuerhinterziehung ein Fachbuch mehr anzugeben und absetzen zu wollen. Alleine der Vergleich...

Lg
Any
 
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Mir wäre es lieber, die Politik würde endlich mal ihre Ignoranz und Arroganz ablegen und akzeptieren, dass es Alternative, sprich Heiler u.Ä. gibt udn dass diese auch konsultiert werden.

Also ein Freibrief zur Behandlung durch Geistheiler, als Posten in der KV am besten noch ?!
Gleichgestellt mit der medizinischen Ausbildung von Ärzten also ......hhhhmmmm ...... echt genial.

Aber dann am besten noch dazu, unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung und jeglichen Nachweises des Behandlungserfolges.

Ja ne, vollkommen klar.

Weiß du was, in DE gibt es noch die Möglichkeit des HP-Scheines ........ es steht jedem Geistheiler frei, diesen zu machen und einige Kassen tragen HP-Leistungen. Also alles da und vorhanden in DE.
Nur, es gibt da einen Haken, ein HPler darf nicht werben und haftet im Endeffekt für sein Handeln.
 
Also ein Freibrief zur Behandlung durch Geistheiler, als Posten in der KV am besten noch ?!
Gleichgestellt mit der medizinischen Ausbildung von Ärzten also ......hhhhmmmm ...... echt genial.

Aber dann am besten noch dazu, unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung und jeglichen Nachweises des Behandlungserfolges.

Ja ne, vollkommen klar.

Weiß du was, in DE gibt es noch die Möglichkeit des HP-Scheines ........ es steht jedem Geistheiler frei, diesen zu machen und einige Kassen tragen HP-Leistungen. Also alles da und vorhanden in DE.
Nur, es gibt da einen Haken, ein HPler darf nicht werben und haftet im Endeffekt für sein Handeln.
An die ärztliche Ausbildung habe ich jetzt gar nicht gedacht (dauert bis zum wirklich eigenverantwortlichen Arbeiten allermindestens 11 Jahre, eher deutlich länger).

Mir ist keine gesetzliche Kasse bekannt, die ohne spezielle Zusatzversicherung HP-Leistungen trägt, auch viele "rein" private Krankenkassen übernehmen nicht automatisch HP-Kosten; man sollte sich diesbzgl. unbedingt vorher schlau machen, wenn man plant, Heilpraktiker zu konsultieren.
 
Ireland schrieb:
Wie stellst du dir eine "Grundausbildung" vor, die du angesprochen hast?

Gute Frage... ich bin nicht vom Fach. So ad hoc würde ich an eine kurze Ausbildung (keine Ahnung, 1-1,5 J. oder so) denken, die von Lehrern durchgeführt wird, die einerseits medizinisches/diagnostisches Können haben, gleichzeitig aber auch Verständnis für Alternativen. Ein gewisses Grundverständnis in Anatomie bzw. Symptomatik (ich denke, nicht jeder, der zum Heiler geht, hat eine fertige medizinische Diagnose) bzw. auch umgekehrt, wenn medizinische Behandlung bereits stattfindet bzw. stattgefunden hat (austherapiert). Der Lehrer... nicht nur Verständnis für Alternativ, sondern auch das Wissen, was beim vorliegenden Befund bzw. Symptomen machbar ist oder nicht.

Wichtig wäre m.E. auch ein Grundverständnis in rechtlichen Belangen. Schadenersatzforderungen etc. bzw. Verpflichtung zu Berufshaftpflichtversicherung. Und dann auch Ethikunterricht. Es kann doch nicht sein, dass ein Heiler pro Sitzung Tausende von Euros abcasht. Versprechungen in Richtung Heilung/Besserung gehen gar nicht (Ethik). Der Heiler muss seinen Klienten umfassend aufklären über das, was er tut, bzw. was er leisten kann und was nicht (Selbstüberschätzung).

Keine Ahnung, ob dieses Wirrwarr da grad überhaupt verständlich ist, bin heute nicht mehr sehr fit in meinen Gehirnwindungen *g. Das war jetzt nur so ad hoc, ein paar Ideen.

Ireland schrieb:
Mir ist keine gesetzliche Kasse bekannt, die ohne spezielle Zusatzversicherung HP-Leistungen trägt, auch viele "rein" private Krankenkassen übernehmen nicht automatisch HP-Kosten; man sollte sich diesbzgl. unbedingt vorher schlau machen, wenn man plant, Heilpraktiker zu konsultieren.

Nein, an Kassenträger denke ich nicht, und ich denke auch nicht an eine Gleichstellung von Ärzten und Heilern. Absoluter Nonsens, was Fiwa da fabriziert, sorry. Mir gehts einfach darum, dass Heiler eine gewisse Grundausbildung machen MÜSSEN, und dass sie quasi auch unter Kontrolle gestellt werden - z.B. Regelmässige Weiterbildungen, Dokumentationspflicht, was auch immer dazu gehört.
 
Fiwa schrieb:
Also ein Freibrief zur Behandlung durch Geistheiler, als Posten in der KV am besten noch ?!
Gleichgestellt mit der medizinischen Ausbildung von Ärzten also ......hhhhmmmm ...... echt genial.

Unterlass deine Interpretationen und Unterstellungen. Danke.
 
Gute Frage... ich bin nicht vom Fach. So ad hoc würde ich an eine kurze Ausbildung (keine Ahnung, 1-1,5 J. oder so) denken, die von Lehrern durchgeführt wird, die einerseits medizinisches/diagnostisches Können haben, gleichzeitig aber auch Verständnis für Alternativen.

Nochmals, in DE haben wir das noch, den HP-Schein ........ machen und fertig. Nur, wenn man dann Bockmist baut, ist man dran, weil man es wissen sollte, was man darf.

Auch eine Berufshaftpflicht bringt dir nicht einmal als Arzt sehr viel. Baut der Bockmist, zahlt die vielleicht, aber beim zweiten Bockmist wird die schon hellhörig, im Endeffekt kann es auch die Zulassung kosten.


Was etwas bringen würde, wäre ein HP-Schein geistiges Heilen, mit 1 bis 2 Jahre Ausbildung, klar abgegrenzt. Nur, dann wäre der Aufschrei genauso groß und es würden sich genug hinstellen, ich kann das, ich kann das, brauche keine Ausbildung, ich weiß das und dann argwöhnisch auf die Ausgebildeten schauen.
 
Wenn du die Relation sehen willst, dann musst du halt akzeptieren, dass bei der Humanmedizin mehr Menschen im Jahr ums Leben kommen, als im Straßenverkehr.
Das Leben ist nun mal endlich, nicht unendlich!

Absurd und einfallslos ist doch Straßenverkehr mit Medizin zu vergleichen!

Daneben stelle dann die Todesfälle der Alternativheiler.

Wo finde ich die belegten Heilungen um was daneben/gegenüber stellen, vergleichen zu können?

Kann ich nachweislich geheilte Menschen (Krebs, H-Infarkt, Blinddarm, Knochenbrüche, Unfallopfer...usw....) mit Alternativen gegenüberstellen?

Wo sind den die Geheilten der "Alternativen" um einen Vergleich/eine Gegenüberstellung machen zu können?

Bisher kenne ich nur Menschen die von der S.-Medizin geheilt wurden, von angeblich alternativ geheilten gibt es nur Erzählungen von Hinz und Kunz.

Gut, es nehmen wohl ca. 95 % aller Menschen die Humanmedizin in Anspruch - auch mit diesem sehr großen Risikofaktor im Hintergrund.

Welches Risiko meinst Du?
Das Risiko Gesund zu werden?

Na klar, dieses Risiko müssen sie beim Heilversprecher nicht eingehen.

Das ist ihr gutes Recht. Genauso müssen aber auch die Menschen akzeptiert werden, die sich diesem Risiko nicht aussetzen wollen, kein Vertrauen in die Apparatemedizin haben oder generell einer Medizin misstrauen, die nicht den ganzen Menschen im Blickpunkt sehen, sondern nur einen "Brennpunkt", der dann behandelt wird. Gerade bei Krebs weiß man inzwischen, dass die menschliche Psyche bei der Entstehung, aber auch bei der Heilung eine sehr große Rolle spielt. Es ist also nicht damit getan, sich einer Bestrahlung zu unterziehen, ohne nach den wirklichen Ursachen zu suchen.

Jeder Mensch hat das Recht auf seine Entscheidungen, dennoch müssen wir versuchen Menschen aufzuklären, zu warnen, oder helfen die richtige Entscheidung zu finden.

Darf nicht vor ungeschütztem Geschlechtsverkehr gewarnt werden, nur weil es den Menschen besser gefällt, glauben ihnen kann ja nichts passieren?
Darf niemand darauf hinweisen welches Risiko sie eingehen?

Ich akzeptiere die Menschen, die sich alternativen Heilungsmöglichkeiten zuwenden. In vielen Fällen handelt es sich um Menschen, die von den Ärzten bereits austherapiert und als nicht heilbar entlassen wurden. Aber falls nicht: Es ist ihr Körper, über den sie bestimmen! Wenn sie für sich diese Verantwortung übernehmen, dann ist das für mich völlig ok. Wir müssen ja auch akzeptieren, dass Menschen sich in die "Keimschleuder" Spital/Krankenhaus begeben und sich damit einer großen Gefahr aussetzen, denn das "Sceening" eines Patienten in D bei der Aufnahme, ist immer noch nicht einheitlich und von Krankenhaus zu Krankenhaus verschieden. Pech gehabt also, wenn du eine Spital erwischt, in der es mit der Hygiene nicht so genau genommen wird: Operation gelungen - Patient tot.
U.

Du meinst...Operation gelungen - Patient tot.

Genau so kann ich sagen: Hand aufgelegt- Patient tot.

Wir sprechen nicht von austherapierten Menschen die verständlich jede Möglichkeit suchen und wahrnehmen.
Hier geht es darum, dass Hilfe und Heilung versprochen wird von Menschen die sich Heiler nennen, weil sie mal für viele Euronen ein Seminar besuchten, von Anatomie aber keine Ahnung haben.

Unter Alternative verstehe ich gleiche Wirksamkeit, und ich entscheide mich für dies oder das andere.

Bspl....ich entscheide mich wenn möglich für Kräuter, anstatt Chemie...dann ist aber auch bewiesen, das dieses Kraut heilende Wirkung hat.
 
Gute Frage... ich bin nicht vom Fach. So ad hoc würde ich an eine kurze Ausbildung (keine Ahnung, 1-1,5 J. oder so) denken, die von Lehrern durchgeführt wird, die einerseits medizinisches/diagnostisches Können haben, gleichzeitig aber auch Verständnis für Alternativen. Ein gewisses Grundverständnis in Anatomie bzw. Symptomatik (ich denke, nicht jeder, der zum Heiler geht, hat eine fertige medizinische Diagnose) bzw. auch umgekehrt, wenn medizinische Behandlung bereits stattfindet bzw. stattgefunden hat (austherapiert). Der Lehrer... nicht nur Verständnis für Alternativ, sondern auch das Wissen, was beim vorliegenden Befund bzw. Symptomen machbar ist oder nicht.

Wichtig wäre m.E. auch ein Grundverständnis in rechtlichen Belangen. Schadenersatzforderungen etc. bzw. Verpflichtung zu Berufshaftpflichtversicherung. Und dann auch Ethikunterricht. Es kann doch nicht sein, dass ein Heiler pro Sitzung Tausende von Euros abcasht. Versprechungen in Richtung Heilung/Besserung gehen gar nicht (Ethik). Der Heiler muss seinen Klienten umfassend aufklären über das, was er tut, bzw. was er leisten kann und was nicht (Selbstüberschätzung).

Keine Ahnung, ob dieses Wirrwarr da grad überhaupt verständlich ist, bin heute nicht mehr sehr fit in meinen Gehirnwindungen *g. Das war jetzt nur so ad hoc, ein paar Ideen.



Nein, an Kassenträger denke ich nicht, und ich denke auch nicht an eine Gleichstellung von Ärzten und Heilern. Absoluter Nonsens, was Fiwa da fabriziert, sorry. Mir gehts einfach darum, dass Heiler eine gewisse Grundausbildung machen MÜSSEN, und dass sie quasi auch unter Kontrolle gestellt werden - z.B. Regelmässige Weiterbildungen, Dokumentationspflicht, was auch immer dazu gehört.

Das ist wirklich schwierig.

Jede Ausbildung im Gesundheitswesen basiert ja auch auf Praxis, d.h. ganz viele Patienten sehen, gezielt beobachten und begleiten.

Während der drei Jahre haben die Auszubildenden gesetzlich festgeschriebene Einsätze auf allen möglichen Stationen, im OP, auf der Intensiv, im Hospiz, Chirugie, Orthopädie, Innere, Gyn., Psychiátrie, ambulante Pflege, Kreißsaal usw. ... . In jedem dieser Bereiche gibt es speziell ausgebildete Paxisanleiter (erfahrenes und gesondert fortgebildetes Pflegepersonal), die sie auf der Station/ in diesem Bereich begleiten, die die Anleitung organisieren und den Überblick über ihren Lernstand behalten (alles bis ins kleinste Detail geregelt, alles muß dokumentiert werden).

Diese Praxiseinsätze dauern jeweils im Schnitt 4-6 Wochen und verteilen sich stets auf unterschiedliche Krankenhäuser und Einrichtungen (die Auszubildenden müssen sehr mobil sein).
Dazwischen gibt es wochenweise ausschließlich Unerrichtsblocks, in denen Dozenten die speziellen Fachbereiche unterrichten (also auch viele Ärzte, jeweils einen für einen speziellen Bereich). Neben diesem fachspezifischen Unterricht ist Pflege das umfangreichste Thema (wie erkennt, versorgt, beobachtet man welche Krankheit optimal, wie begleitet man Patienten und Angehörige usw. usw. usw.), dazu kommt Gesetzeskunde, Hygiene, Ernährungslehre usw. und die ganzen Grundlagen (Anatomie und Physiologie sind schon für jeden Auszubildenen eine Herausforderung).

Während dieser Ausbildung verdient der Asuzubildende gar nicht mal übel ... , aber ich weiß nicht, wie man das noch verkürzen könnte.

Es gab früher noch Krankenpflegehelfer (ähnlich der Kinderpflegerin in sozialen Bereichen) - eine 1-2 jährige Ausbildung. http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=30191
Allerdings werden diese im Rahmen der Qualitätssicherungen im Gesundheitsbereich immer seltener.
Früher gab es sie häufiger in Krankenhäusern, allerdings durfte diese Berufsgruppe lediglich dem Pflegepersonal zuarbeiten, was im Endeffekt hieß: Betten machen, Essen verteilen, Putzarbeiten ... .
Eine selbständige pflegerische Tätigkeit (allein an einem Patienten, z.B. ihn mobilisieren, aufsetzen, ein Angehörigengespräch, Entlastungsgespräch führen o.ä. ) darf diese verkürzte Berufsgruppe nicht ausüben.
 
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