Beckmann/ Ich mach Dich gesund......

Ist es entspannend, als kein "vollwertiges" Mitglied einer Diskussion (Deine Worte) mitzuschreiben?

So langsam komme ich diversen Missverständnissen hier auf die Spur. Meiomei... was für Interpretationen für den Ausdruck "etwas Entspannung suchend".

*kopfschüttelnd*
Any
 
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Und die Menschen die täglich von Evidenzbasierter Medizin geheilt werden?

Das es Behandlungsfehler gibt weiss jeder....
Nur, Mensch sollte es schon in Relation sehen.
Denn was nicht wirkt kann auch nicht schädigen......Aber wenn mit wirkungslosen Versprechen sinnvolle und wirksame Therapien ausgeredet werden, kann es zum Tod führen.

http://blog.tagesanzeiger.ch/hugostamm/index.php/34136/toedliche-heilmethoden/


Bring mal Links von nachweislichen Heilungen der Möchtegern Alternativheilern!
 
So langsam komme ich diversen Missverständnissen hier auf die Spur. Meiomei... was für Interpretationen für den Ausdruck "etwas Entspannung suchend".

*kopfschüttelnd*
Any

So langsam solltest Du Dich mal fragen, wie gut Du hier mitliest. Schau Dir mal LPs Beitrag #255 in diesem Thredad an. "nicht vollwertig" waren ihre Worte und NICHT meine Interpretation.

Zur Verdeutlichung auch noch ein Screenshot von LPs Beitrag.

LPNichtVollwertig.webp
 
So langsam solltest Du Dich mal fragen, wie gut Du hier mitliest.
Ah, ok, schau, geht ja doch mit Belegen... und neee, ich lese nicht alles. Du ja ganz offensichtlich auch nicht.

Geh doch mal auf Analyse und Belege ein aus der Sendung. Findest Du da irgendetwas Verwertbares, also Belege, Fakten usw.?

Ich nicht. Ich finde bei Beckmann nicht mehr als im Aurachirurgiebuch. Eine Menge Behauptungen. Ich meine, für so eine Fernsehreportage mag das vielleicht sogar noch seriös sein. Keine Ahnung. ^^

Aber um Menschen zu "warnen"? Hmmm... mein erster Gedanke bei solchen Sendungen ist: Ah, da versucht mal wieder jemand Einschaltquoten zu bekommen und hat ein paar eh schon vorbelastete Menschen gefunden, die sich auch noch bereit erklären vor die Kamera zu treten. Ich glaube nämlich auch, dass die, wenn die Leute für eine Sendung mal wieder eine Suchanzeige ein die Tagesblätter setzen, sich nicht viele und vor allem Leute melden, die einfach nur scharf darauf sind ins Fernsehen zu kommen.

Und mir tun diese Menschen leid, die in solchen "Reportagen" vorgeführt werden, sie werden nämlich ein weiteres Mal ausgebeutet.

LG
Any
 

Spannende Artikel. Auch einige der vorgeschlagenen Maßnahmen vopm Stern-Artikel fände ich da durchaus sinnvoll

Stern schrieb:
Patientenschützer fordern Fehlerregister

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz wies zurück, dass Stress auf den Stationen verantwortlich für Behandlungsfehler sei. "Gerade Einrichtungen mit hohen Fallzahlen wie bei Gelenk-OPs weisen eine geringere Fehlerquote auf", sagte Vorstand Eugen Brysch. Um einen Überblick über die Fehler zu bekommen, müsse die Bundesregierung per Gesetz ein nationales Fehlerregister auf den Weg bringen.

Das forderte auch Grünen-Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink. "Die Statistik der Schlichtungsstellen bildet nur die Spitze des Eisbergs ab", sagte sie. Der Ansicht ist auch die Expertin der Linkspartei, Kathrin Vogler: "Fachleute dagegen schätzen die Anzahl aller Fälle auf eine Million und mehr."

Laut Sozialverband VdK wenden sich viele mangels Vertrauen weder an die Ärzteschaft noch an die Kassen - und scheuen Gerichtsverfahren wegen der Kosten. Im Ergebnis führe das dazu, dass die Patienten nicht zu ihrem Recht kommen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert mehr Geld für Personal und Infrastruktur, so dass die Sicherheit gewährleistet bleibe.

Ärzte, die viele Fehler fabrizieren, verlieren auch relativ schnell ihren Job. Da würde so ein Fehler-Register u.U. noch weiter helfen.

Zwischen Ärzten, die Fehler machen und Scharlatanen besteht allerdings ein ziemlich wichtiger Unterschied: Während Ärzte die evidenzbasierte Medizin im Hintergrund haben, und dabei dann leider durch Fehler von dieser abweichen und so dem Patienten mehr Schaden zufügen als notwendig - manchmal auch mehr Schaden als Nutzen - basieren behandlungen von Scharlatanen auf Blödsinn, den die Scharlatane allerdings als der "Schulmedizin" überlegen darstellen und so verzweifelte Menschen abzocken (wobei das auch unbewusst geschehen kann... einige Scharlatane glauben vielleicht wirklich, was sie so erzählen).
 
Ärzte, die viele Fehler fabrizieren, verlieren auch relativ schnell ihren Job. Da würde so ein Fehler-Register u.U. noch weiter helfen.

Relativ schnell? Das dauert viele Jahre... denk doch mal daran, wenn ein Patient geschädigt wird, dass es zuweilen ein Jahrzehnt braucht, bis der vor Gericht Recht zugesprochen bekommt.

Und denk mal daran, was Dr. Rath und Dr. Hamer machen konnten und wie lange es dauerte, bis sie juristisch habhaft gemacht wurden. Viele Jahre.

Da ist es viel einfacher einen Nicht-Arzt dran. Heiler Gutschiwutschi aus Oberursel braucht nur ein Heilsversprechen auf seinem Web Content einstellen und schwupp gibt es richtig Ärger vom Staatsanwalt - wenn man den anzeigt. Das ist viel einfacher, einen Alternativen der kein Arzt ist, dranzukriegen.

Und wie ich das mitbekomme ist genau da auch der Haken: Ärzte, die auf alternativ machen, können weitaus mehr Schäden anrichten. Warum? Weil Menschen gemeinhin einem Doktor viel mehr Vertrauen entgegenbringen, denn schließlich hat der ja studiert und muss wissen, was richtig ist und heilt. Und ein arzt darf auch Behandlungen durchführen und Medikamente verschreiben, kommt also an potentiell wirklich schädigende Substanzen ran als ein Nichtmediziner. Zudem ist man es von Ärzten auch gewohnt zu hören, gesund gemacht zu werden, wo man einem Nicht-Arzt eher skeptisch gegenüber werden würde, wenn der sowas sagt.

Im Grunde wundert es mich, dass der Gesetzgeber hier keinen Riegel vorschiebt und Alternatives von Schulmedizinischem strikt trennt. Auch damit ein Patient weiß, dass Herr Doktor da gerade auf Wunderwuzzi macht und nicht als Arzt agiert.

Oder es eben wesentlich erleichtern Ärzte, die ihren Job missbrauchen, zu kicken.

Oder, weitere Alternative: die Ärzte müssen die volle Verantwortung für ihre Behandlungsmethoden übernehmen. Als Privatperson und ohne schützende Versicherung, die ihnen die besten Anwälte finanziert.

So oder so würden alle Maßnahmen zu einer Stärkung von Patientenrechten führen und das fände ich richtig gut.

Falls Du mir nun wieder Ärztebashing unterstellen willst, nein, das ist das genau nicht und dann lies nochmal in Ruhe. ;)

LG
Any
 
Und die Menschen die täglich von Evidenzbasierter Medizin geheilt werden?

Das es Behandlungsfehler gibt weiss jeder....
Nur, Mensch sollte es schon in Relation sehen.
Denn was nicht wirkt kann auch nicht schädigen......Aber wenn mit wirkungslosen Versprechen sinnvolle und wirksame Therapien ausgeredet werden, kann es zum Tod führen.

http://blog.tagesanzeiger.ch/hugostamm/index.php/34136/toedliche-heilmethoden/


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Wenn du die Relation sehen willst, dann musst du halt akzeptieren, dass bei der Humanmedizin mehr Menschen im Jahr ums Leben kommen, als im Straßenverkehr. Daneben stelle dann die Todesfälle der Alternativheiler. Gut, es nehmen wohl ca. 95 % aller Menschen die Humanmedizin in Anspruch - auch mit diesem sehr großen Risikofaktor im Hintergrund. Das ist ihr gutes Recht. Genauso müssen aber auch die Menschen akzeptiert werden, die sich diesem Risiko nicht aussetzen wollen, kein Vertrauen in die Apparatemedizin haben oder generell einer Medizin misstrauen, die nicht den ganzen Menschen im Blickpunkt sehen, sondern nur einen "Brennpunkt", der dann behandelt wird. Gerade bei Krebs weiß man inzwischen, dass die menschliche Psyche bei der Entstehung, aber auch bei der Heilung eine sehr große Rolle spielt. Es ist also nicht damit getan, sich einer Bestrahlung zu unterziehen, ohne nach den wirklichen Ursachen zu suchen.

Ich akzeptiere die Menschen, die sich alternativen Heilungsmöglichkeiten zuwenden. In vielen Fällen handelt es sich um Menschen, die von den Ärzten bereits austherapiert und als nicht heilbar entlassen wurden. Aber falls nicht: Es ist ihr Körper, über den sie bestimmen! Wenn sie für sich diese Verantwortung übernehmen, dann ist das für mich völlig ok. Wir müssen ja auch akzeptieren, dass Menschen sich in die "Keimschleuder" Spital/Krankenhaus begeben und sich damit einer großen Gefahr aussetzen, denn das "Sceening" eines Patienten in D bei der Aufnahme, ist immer noch nicht einheitlich und von Krankenhaus zu Krankenhaus verschieden. Pech gehabt also, wenn du eine Spital erwischt, in der es mit der Hygiene nicht so genau genommen wird: Operation gelungen - Patient tot.

U.
 
Und die Menschen die täglich von Evidenzbasierter Medizin geheilt werden?

Das es Behandlungsfehler gibt weiss jeder....
Nur, Mensch sollte es schon in Relation sehen.
Denn was nicht wirkt kann auch nicht schädigen......Aber wenn mit wirkungslosen Versprechen sinnvolle und wirksame Therapien ausgeredet werden, kann es zum Tod führen.

http://blog.tagesanzeiger.ch/hugostamm/index.php/34136/toedliche-heilmethoden/


Bring mal Links von nachweislichen Heilungen der Möchtegern Alternativheilern!
Genau das ist der Punkt!

Wie vielen durch Medizin das Leben gerettet wird, wie viele deutliche Besserung erhalten bis hin zur Heilung, das bringen die Medien nicht oder nur seltenst.

Die Menschen (in westlichen Kulturen) gehen ganz natürlich davon aus, zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Arzt erreichen zu können, ein ausgeruhtes, kompetentes OP-Team zu haben und stets eine klare, verständliche Diagnose zu erhalten mit schnellstmöglicher und optimaler Therapie. Logisch, dass das alles auf Kasse läuft und geringe Zuzahlungen hochgradig kritisch beäugelt werden.

Dass Menschen Fehler machen können, falsch und ggfs. illegal handeln können, wird in fast jeder anderen Branche irgendwie toleriert (man weiß ja, wie oft man selbst Fehler im Beruf macht, etwas vergißt, manchmal unausgeschlafen zur Arbeit kommt, manchmal unleidlich ist, manchmal "ein Auge zudrückt" oder "beschönigt" bei Abrechnungen, bei der Steuererklärung ... ) , nur in der Medizin nicht.
Wie kommt das?

Bei Alternativheilern passiert genau das Gegenteil: man wird komplett unkritisch, "schluckt alles", was einem dort mitgeteilt wird, fragt nicht mehr viel nach, läßt fast alles mit sich machen und bezahlt das auch noch komplett aus eigener Tasche.
Stutzig wird man wahrscheinlich erst, wenn das Ersparte aufgebraucht ist, die Beschwerden unerträglich geworden sind (die Beispiele in der Reportage brachten ja einige Hinweise).
Und wie kommt das?

Ich kann mir das nicht wirklich schlüssig erklären.
 
Joey schrieb:
Ärzte, die viele Fehler fabrizieren, verlieren auch relativ schnell ihren Job. Da würde so ein Fehler-Register u.U. noch weiter helfen.

Mir wäre es lieber, die Politik würde endlich mal ihre Ignoranz und Arroganz ablegen und akzeptieren, dass es Alternative, sprich Heiler u.Ä. gibt udn dass diese auch konsultiert werden. Trotz Verbot diverser Dinge. Dann hätte man eine Chance, eine Standard-Grundausbildung zu erarbeiten, die zumindest ein Mindestemaß an anatomischem Wissen, Zusammenhängen bzw. Wechselwirkungen etc. und daneben auch noch Rechtskunde, Ethik etc. umfasst.

Dann gäbe es wenigstens die Chance, dass diese Heiler & Co. nicht einfach nur irgendwie dahin wurschteln, sondern ein entsprechendes Grundverständnis, wie mit einem Klienten/Kunden "umzugehen" ist, erwerben. Bewusstsein schaffen bei der "Heiler-Garde"!

Wie man sieht.... Verbote schützen nicht immer vor Fehleinschätzungen und Selbstüberschätzungen. Und eine "schwarze Liste" verhindert keine Fehler. Die ist lediglich Pranger, sonst gar nix.
 
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Mir wäre es lieber, die Politik würde endlich mal ihre Ignoranz und Arroganz ablegen und akzeptieren, dass es Alternative, sprich Heiler u.Ä. gibt udn dass diese auch konsultiert werden. Trotz Verbot diverser Dinge. Dann hätte man eine Chance, eine Standard-Grundausbildung zu erarbeiten, die zumindest ein Mindestemaß an anatomischem Wissen, Zusammenhängen bzw. Wechselwirkungen etc. und daneben auch noch Rechtskunde, Ethik etc. umfasst.

Dann gäbe es wenigstens die Chance, dass diese Heiler & Co. nicht einfach nur irgendwie dahin wurschteln, sondern ein entsprechendes Grundverständnis, wie mit einem Klienten/Kunden "umzugehen" ist, erwerben. Bewusstsein schaffen bei der "Heiler-Garde"!

Wie man sieht.... Verbote schützen nicht immer vor Fehleinschätzungen und Selbstüberschätzungen. Und eine "schwarze Liste" verhindert keine Fehler. Die ist lediglich Pranger, sonst gar nix.
In Deutschland wird immer wieder überlegt, die dreijährige Krankenpflegeausbildung auszubauen, weil sie einfach den Ansprüchen nicht mehr wirklich gerecht wird.

Man strebt ein ähnliches Modell wie in den USA an, in der auch die Pflege auf einem Studium basiert. Oder man überlegt, das Fachabitur als Vorraussetzung für die Ausbildung vorzuschreiben. Am besten beides ... (allerdings wird das noch dauern, da dringend Pflegepersonal gebraucht wird und nicht überall leicht zu bekommen ist).

Nach der dreijährigen Ausbildung gibt es schon lange zahlreiche Zusatzausbildungen für die einzelnen Fachbereiche, die noch einmal zwei Jahre dauern: Fachpfleger/ Fachschwester für OP, für Intensiv, für Psychiatrie usw..

Diese dreijährige Grundausbildung ist wirklich absolutes Minimum, um echte Einblicke in die hochkomplexen Zusammenhänge der Krankheitsbilder, der Verläufe, der Anatomie, Physiologie, Biochemie zu bekommen. Auch nach dieser Ausbildung bedarf es noch einiger Jahre Erfahrung, um wirklich sicher, eigenständig und autonom arbeiten zu können.
Für eine Leitungsfunktion (also wirklich komplett eigenverantwortlich arbeiten zu dürfen) bedarf es dieser Jahre Erfahrung (müssen nachgewiesen werden) und danach einer umfangreichen Zusatzausbildung, erst dann darf man sich z.B. mit einem Pflegedienst selbstständig machen oder allein selbständig arbeiten.

Wie stellst du dir eine "Grundausbildung" vor, die du angesprochen hast?
 
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