Beckmann/ Ich mach Dich gesund......

Bei Alternativheilern passiert genau das Gegenteil: man wird komplett unkritisch, "schluckt alles", was einem dort mitgeteilt wird, fragt nicht mehr viel nach, läßt fast alles mit sich machen und bezahlt das auch noch komplett aus eigener Tasche.
Stutzig wird man wahrscheinlich erst, wenn das Ersparte aufgebraucht ist, die Beschwerden unerträglich geworden sind (die Beispiele in der Reportage brachten ja einige Hinweise).
Und wie kommt das?

Ich kann mir das nicht wirklich schlüssig erklären.

Erklären kann ich es mir schon, nur nicht wirklich verstehen.....ich versuche es zumindest.

Mangelndes Selbstbewusstsein, Faulheit, Bequemlichkeit......

Schau Dich im Forum um....da werden Pappe-Karten, Sterne,
Mediums, Pendel, Magie-Zauber, befragt.

Hauptsache keine eigene Entscheidung treffen zu müssen, lieber wird bezahlt als selbst mal in die Pötte zu kommen, denken....nein, man denkt nicht, man lässt denken......
 
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Erklären kann ich es mir schon, nur nicht wirklich verstehen.....ich versuche es zumindest.

Mangelndes Selbstbewusstsein, Faulheit, Bequemlichkeit......

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Mediums, Pendel, Magie-Zauber, befragt.

Hauptsache keine eigene Entscheidung treffen zu müssen, lieber wird bezahlt als selbst mal in die Pötte zu kommen, denken....nein, man denkt nicht, man lässt denken......

Ja, ich stimme dir zu.
Das Kartenlegen, Pendeln, Wahrsagen, Channeln u.ä. kann ich auch nicht nachvollziehen.

Aber bei sehr verzweifelten, sehr kranken Menschen kann ich erahnen, dass diese - oft gegen eigentlich besseren Wissens - hoffen, dass doch irgendwas hilft.
Im Steve-Jobs Artikel wurde gut beschrieben, wie er dazu kam.
Es wird ja gesagt, dass es im Angesicht des Todes keine Atheisten mehr gäbe. So ähnlich ist es mir grad noch plausibel.

Es wäre spannend, zu forschen, ob es nicht doch bestimmte signifikante Faktoren, z.B. Persönlichkeitsmerkmale/ lebensgeschichtliche Hintergründe/ Alter, Geschlecht usw., korreliert mit den einzelnen esoterichen Themen, gibt, die anfälliger dafür machen oder die gar schützend wirken oder ob es wirklich jeden jederzeit treffen kann.
Soweit ich weiß, gibt es so etwas (leider) noch nicht.
 
Genau so ist es!

Und welche Alternative ist jetzt besser oder schlechter? Ich meine, dass liegt im Ermessen jedes Einzelnen.

Lg

Eine Alternative ist für mich, die Entscheidung zwischen zwei gleichwertigen Therapien!

Was denkst Du ist besser...Hand auflegen, Energetiker, oder Dialyse in einem Krankenhaus......wie würdest Du entscheiden??
 
Boigenvailla schrieb:
Eine Alternative ist für mich, die Entscheidung zwischen zwei gleichwertigen Therapien!

Gut. Die kann jedoch auch aus zwei sogenannten „alternativen Heilungsmethoden“ bestehen, oder nicht?

Was denkst Du ist besser...Hand auflegen, Energetiker, oder Dialyse in einem Krankenhaus......wie würdest Du entscheiden??


Ich persönlich denke nicht in Krankheiten. Vermutlich bin ich aus diesem Grunde auch immer gesund. Was andere jedoch für sich bei dieser oder jener Krankheit vorziehen, ist ihr Ding. Ich bin nicht deren Amme oder Lehrerin. Wir sind freie Menschen und können – Gott sei Dank – in diesem Lande noch tun und lassen, was wir möchten. Das sollte und muss respektiert werden. Alles andere wäre übergriffig.

Lg
 
Ich persönlich denke nicht in Krankheiten. Vermutlich bin ich aus diesem Grunde auch immer gesund. Was andere jedoch für sich bei dieser oder jener Krankheit vorziehen, ist ihr Ding.

Also würdest du Hand auflegen ......und ..... Dialyse quasi gleich setzen, zur Wahl für die Betroffenen.

Nur mal anmerke, Dialyse ist lebensnotwendig, ist nicht mit Hand auflegen zu ersetzen, nicht mal ansatzweise.
 
Aber bei sehr verzweifelten, sehr kranken Menschen kann ich erahnen, dass diese - oft gegen eigentlich besseren Wissens - hoffen, dass doch irgendwas hilft.

Und das wird eben ausgenutzt, diese Hoffnung verzweifelter todkranker Menschen.

Im Steve-Jobs Artikel wurde gut beschrieben, wie er dazu kam.
Es wird ja gesagt, dass es im Angesicht des Todes keine Atheisten mehr gäbe. So ähnlich ist es mir grad noch plausibel.

Kenne ich nicht...muss ich mich informieren.


Es wäre spannend, zu forschen, ob es nicht doch bestimmte signifikante Faktoren, z.B. Persönlichkeitsmerkmale/ lebensgeschichtliche Hintergründe/ Alter, Geschlecht usw., korreliert mit den einzelnen esoterichen Themen, gibt, die anfälliger dafür machen oder die gar schützend wirken oder ob es wirklich jeden jederzeit treffen kann.
Soweit ich weiß, gibt es so etwas (leider) noch nicht.

Ja, das ist spannend....Persönlichkeitmerkmale sind denke ich entscheidend.
Persönlichkeit wird vor allem geprägt durch das Elternhaus, aber möglich spielen auch Gene eine Rolle?

Und ja, mich macht Esoterik stark, aber das ist mein innerstes Wissen/Gefühl, das ist nicht das was als "Esoterik" verkauft wird.

Diese Verkaufs-Esoterik ist wie Alkohol, sie macht süchtig, sie verspricht was sie nicht halten kann.
Sie wird aber konsumiert wie ein Convenience-Produkt.
 
Gut. Die kann jedoch auch aus zwei sogenannten „alternativen Heilungsmethoden“ bestehen, oder nicht?

Nenne mir Alternativen zu ..Darmverschluß, Herzinfarkt, Nierenversagen, Aids , ...usw.

Gibt nun mal Krankheiten da helfen weder Globoli noch sonstige versprechen.

Klar, zu Erkältung gibt es Alternativen.....


Ich persönlich denke nicht in Krankheiten. Vermutlich bin ich aus diesem Grunde auch immer gesund. Was andere jedoch für sich bei dieser oder jener Krankheit vorziehen, ist ihr Ding. Ich bin nicht deren Amme oder Lehrerin. Wir sind freie Menschen und können – Gott sei Dank – in diesem Lande noch tun und lassen, was wir möchten. Das sollte und muss respektiert werden. Alles andere wäre übergriffig.

Lg

Auch ich denke nie an Krankheiten...hatte schon seit 16 Jahren nicht mal eine Schnupfen...aber eine OP die mir das Leben rettete.

Und ja, jeder darf tun und lassen was er möchte....
Nur wenn ich sehe wie Menschen sich schädigen, soll ich sie tun lassen weil sie es möchten?
Darf ich nicht versuchen zu helfen? Wenn jemand vom Turm springen will weil er es möchte, darf ich nicht versuchen ihn davon abzubringen? Ist das übergriffig?
 
Darf ich nicht versuchen zu helfen? Wenn jemand vom Turm springen will weil er es möchte, darf ich nicht versuchen ihn davon abzubringen? Ist das übergriffig?

Die Frage modelliere ich mal um, darf man Menschen davon abbringen, statt zu ihrer Dialyse zu gehen, zum Hand auflegen zu gehen ?

Ich meine ja, denn der Schutz des Handauflegers zwecks Geldeinnahme ist hier geringer anzusetzen, als den Schutz des Menschen auf körperliche Unversehrtheit, was nämlich auch lebensnotwendige Maßnahmen mit einschließt.
Nachrangig kommt nämlich noch etwas dazu, die Mundpropaganda, auf der Basis,
"du, ich gehe nicht mehr zur Dialyse, sondern zum Hand auflegen und du, der Handaufleger hat gesagt, dass sei viel besser".

So verselbstständigen sich oberdämliche Empfehlungen und auch Eltern könnten dann verleitet sein, auch dann ihre Kinder von der Dialyse fern zu halten. Das ist das Schneeballsystem.

Wenn Handaufleger oder Geistheiler so agieren, ist dieser Umstand gnadenlos zu unterbinden und nicht so auf der Basis zu agieren, "och die Menschen können doch selbst entscheiden, wo sie hingehen"
Das ist Bullshit, zum einen wie vorgenannt, das Schneeballsystem und zum anderen, entscheidendem, kann ein Mensch, der nur ein kranker Patient ist, wirklich über medizinische Dinge entscheiden, wenn ihm irgendjemand mit noch weniger Ahnung Dünnschiss erzählt und das als medizinische Alternative verkauft ?

Eben, geht nicht.

Wenn ein Geistheiler, oder Handaufleger, oder, oder seine alternative Methode real als tatsächliche medizinische Alternative wissenschaftlich belegen und nachweisen kann, dann kann der auch behaupten, ansonsten nicht.

Und hierzu wird es immer wieder hier im Forum interessant, wie sich dann User hinstellen und erbost sind, dass Geistheiler was nachweisen sollen. Ja, müssen sie, wenn sie etwas als Alternative zur Schulmedizin darstellen wollen. Wenn sie das nicht können, sind es hohle Phrasendrescher.

Genauso irgendwie amüsant, wenn es in einem Thread darum geht, die Scharlatanerie der Anbieter aufzudecken, dass so etwas gleich in Abrede gestellt wird und so quasi die kranken Hilfesuchende als die Volldeppen dargestellt werden, die ja dann selbst schuld hätten. Nochmals, nein haben sie nicht, solange es Scharlatane gibt, die irgendeinen Blödsinn als Alternativen zur Schulmedizin hochhalten und damit Kranke von der Schulmedizin abwerben, ohne das sie überhaupt eine Bringschuld für ihre Anpreisungen erbringen müssen, nicht mal die Nachweise als Alternative zur Schulmedizin erbringen wollen.
Solche Anbieter sind dann einfach, passend tituliert auf deutsch, Dummschwätzer.
 
Ireland schrieb:
Während der drei Jahre haben die Auszubildenden gesetzlich festgeschriebene Einsätze auf allen möglichen Stationen, im OP, auf der Intensiv, im Hospiz, Chirugie, Orthopädie, Innere, Gyn., Psychiátrie, ambulante Pflege, Kreißsaal usw. ... . In jedem dieser Bereiche gibt es speziell ausgebildete Paxisanleiter (erfahrenes und gesondert fortgebildetes Pflegepersonal), die sie auf der Station/ in diesem Bereich begleiten, die die Anleitung organisieren und den Überblick über ihren Lernstand behalten (alles bis ins kleinste Detail geregelt, alles muß dokumentiert werden).

Diese Praxiseinsätze dauern jeweils im Schnitt 4-6 Wochen und verteilen sich stets auf unterschiedliche Krankenhäuser und Einrichtungen (die Auszubildenden müssen sehr mobil sein).
Dazwischen gibt es wochenweise ausschließlich Unerrichtsblocks, in denen Dozenten die speziellen Fachbereiche unterrichten (also auch viele Ärzte, jeweils einen für einen speziellen Bereich). Neben diesem fachspezifischen Unterricht ist Pflege das umfangreichste Thema (wie erkennt, versorgt, beobachtet man welche Krankheit optimal, wie begleitet man Patienten und Angehörige usw. usw. usw.), dazu kommt Gesetzeskunde, Hygiene, Ernährungslehre usw. und die ganzen Grundlagen (Anatomie und Physiologie sind schon für jeden Auszubildenen eine Herausforderung).

Gefällt mir, und ich bin sicher, dass man das bei etwas gutem Willen für "Alternative" entsprechend adaptieren kann. Sprich Pflegepraxis rausnehmen und dafür die Verbindung zur jeweiligen alternativen Thematik herstellen; quasi den Alternativen immer mal wieder fachlich an die Hand nehmen, in dessen eigener Praxis. Ein paar Themen wüsste ich schon, die mich selber interessieren. Allerdings bin ich persönlich weniger für's Heilen á la Reparieren, sondern mehr für Prävention bzw. bei Kleinigkeiten. Da zu wissen, wo bei welchen Beschwerden die Grenze ist, wäre sicher schon mal ein Vorteil.
 
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