Beckmann/ Ich mach Dich gesund......

Wenn ich mich richtig erinnere, war das Sabrina Fox, die ist eigentlich Engelmedium. Aber gut möglich, dass sie auch energetische Heilarbeit macht. Scharlatane kann man ganz leicht schon zu Beginn erkennen, wenn man seine Sinne wach hält. Sobald ein Heiler seine eigene Methode über den grünen Klee lobt und im Gegenzug dazu medizinische Behandlung kritisiert, zum Abbruch rät, womöglich auch noch OPs für gefährlich erklärt etc., ist Feuer am Dach. Nix wie weg. Ebenso wenn der Heiler horrende Summen als Honorar nennt.
Einem seriösen Heiler liegt das Wohl des Kunden/Klienten am Herzen, und der hält schulmedizinische Behandlung für sinnvoll und richtig - und verweist den Betreffenden dorthin.
Hat alles mit Verantwortungsbewusstsein für den Hilfesuchenden zu tun, und vor allem auch mit der eigenen Bodenhaftung. Heiler, die Euroscheinchen in den Augen haben und sich als über der Schulmedizin wähnen, sitzen m.E. in einem Heliumluftballon.

Das waren soweit ich mich erinnere auch in etwa die Kriterien, die sie selbst aufgestellt hat, ja.

Ich träume immer noch von einem "sowohl - als auch", von einem Miteinander. Es gibt durchaus Mediziner, die mit Heilern/Alternativen zusammenarbeiten, und ich finde das gut so, um nicht zu sagen ideal. Der Mediziner als Fachmann in Sachen medizinscher Diagnostik und Behandlung, und der Heiler als Unterstützung, der das Geistige, Seelische (damit sind keine Krankheitsbilder gemeint) abdeckt.

Wenn der Patient es wünscht, und die medizinische Behandlung nicht behindert/gefärdet wird, würde ich - wenn ich Arzt wäre - dem nicht im Wege stehen. Vielleicht sehe ich das etwas naiv, aber, was der Patient noch so nebenbei macht, ist seine Sache, nicht die des Arztes.

Aber eine Zusammenarbeit, wie sie in einem anderen Thread schon gefordert wurde, dass der Arzt Patienten auch gezielt zum Alternativheiler, Energetiker, "Psychologen" (umd die angeblich "wahre Ursache" der Erkrankung abzuklären) oder wen auch immer verweisen sollte, wird es aus gutem Grund hoffentlich nicht geben - zumindest nicht so lange, wie keine Evidenz für derartige Behauptungen vorhanden sind.
 
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Joey schrieb:
Es kann ihnen auch herzlich egal sein. Das schlimmste, was solchen menschen von mir droht, ist, dass ich sie nicht mehr ernst nehme - und das passiert noch nicht einmal allen Menschen, die sich für die "alternativen Heilmethoden" entscheiden. Und selbst, wenn es jemandem passiert, so ist das ein recht gut erträgliches Schicksal. Sich mit dem Hammer auf den Daumen zu hauen tut mehr weh.

Kommt ziemlich respektlos rüber. Ob das dem anderen weh tut oder nicht, kannst du gar nicht beurteilen. Oder willst du vorgeben, wie sich jemand zu fühlen hat, den du "nicht mehr ernst nimmst"?

Joey schrieb:
Aber eine Zusammenarbeit, wie sie in einem anderen Thread schon gefordert wurde, dass der Arzt Patienten auch gezielt zum Alternativheiler, Energetiker, "Psychologen" (umd die angeblich "wahre Ursache" der Erkrankung abzuklären) oder wen auch immer verweisen sollte, wird es aus gutem Grund hoffentlich nicht geben - zumindest nicht so lange, wie keine Evidenz für derartige Behauptungen vorhanden sind.

Da bin ich bei dir, diese Aussage sehe ich als sehr problematisch an. Ich glaube, die wenigsten Alternativen sind in der Lage, die "wahre" Ursache einer Krankheit bzw. Befindlichkeit feststellen zu können. Es gibt wohl Bücher zu diesem Thema, ich habe auch eines, aber mir persönlich ist das zu wenig. Ich denke, dass man das nicht einfach festmachen kann, diese und jene Störung/Befindlichkeit hat diese und jene Ursache - und das müsste dann bei allen Menschen gleich sein..... nö.
 
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Eine Art "psychosoziale Begleitung", ggfs. mit eigener Niederlassung, ohne besonderen "Überbau" (ich persönlich sehe religiöse Inhalte genauso wenig unbedenklich wie esoterische Inhalte, ... aber es gibt ja auch religiöse, die das außen vor lassen können oder klar trennen können ... hm) müßte man konzeptuell erarbeiten (das ist gewiss nicht einfach).

Gibt es doch schon. Z.B. die "Psycho-Onkologie". Psychologen und Psychotherapeuten helfen den Krebs-Patienten mit der sehr anstrengenden und belastenden Behandlung sowie dem ständig drohenden Damokles-Schwert, dass es nicht greift, fertig zu werden.

Das ist natürlich NICHT zu verwechseln mit der andernorts schon geforderten Zusammenarbeit mit "Psychologen", die dann noch die "wahre Ursache" des Krebs mit erarbeiten sollen...(oder ähnliches).
 
Kommt ziemlich respektlos rüber. Ob das dem anderen weh tut oder nicht, kannst du gar nicht beurteilen. Oder willst du vorgeben, wie sich jemand zu fühlen hat, den du "nicht mehr ernst nimmst"?

Es gibt in der tat nur sehr wenige Menschen, die ich gänzlich nicht mehr ernst nehme. Und diese Menschen kriegen davon nichts oder zumindest nicht viel mit. Es ist wie gesagt das "schlimmste Schicksal", was jemandem von mir drohen könnte, wenn es nur um unterschiedliche Ansichten geht.
 
In der Beckmann-Sendung kam ja ganz kurz eine seriöse Heilerin (so nannte er sie) zu Wort, die beschrieb, woran man Scharlatane erkennen könne.
Da hätte ich gern mehr zu erfahren.
Was macht diese Frau ganz genau, was anders ist als bei den Scharlatanen, wie arbeitet sie?

Wenn ich recht erinnere war das Thema hier schon immer unerwünscht diskutiert zu sehen. Vor etwa zwei Jahren erwähnte ich hier schon die Idee eines Sticky-Threads mit einer Checkliste, die in einigen Punkten von mir hier im Forum eingestellt wurde, über die sich dann köstlich amüsiert wurde.

Warum?

LG
Any
 
Gibt es doch schon. Z.B. die "Psycho-Onkologie". Psychologen und Psychotherapeuten helfen den Krebs-Patienten mit der sehr anstrengenden und belastenden Behandlung sowie dem ständig drohenden Damokles-Schwert, dass es nicht greift, fertig zu werden.

Das ist natürlich NICHT zu verwechseln mit der andernorts schon geforderten Zusammenarbeit mit "Psychologen", die dann noch die "wahre Ursache" des Krebs mit erarbeiten sollen...(oder ähnliches).
Was meinst du mit Psychologe in Anführungszeichen?
Die Berufsbezeichnung Psychologe ist gesetzlich geschützt, genauso wie des Arztes und die des Psychotherapeuten sowie der Krankenschwester und des Krankenpflegers (heute Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger).
Es darf sich nur der Psychologe nennen, wer mit seinem Diplom (heute Master) als Abschluss des Psychologiestudiums die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung erhalten hat (ist ein gesondertes Dokument).

Ja, es gibt leider Psychologen, genauso wie Ärzte, die esoterisch sehr abgedriftet sind und haarsträubende Ansichten verkünden. Meinst du diese?
 
Was meinst du mit Psychologe in Anführungszeichen?
Die Berufsbezeichnung Psychologe ist gesetzlich geschützt, genauso wie des Arztes und die des Psychotherapeuten sowie der Krankenschwester und des Krankenpflegers (heute Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger).

Eben darum habe ich das Wort in Tüddelchen gesetzt. Möchtegern-Psychologen, die da psychische Ursachen zu Erkrankungen suchen, und die hier im Forum schon geäußerte Forderung, Ärzte mögen mit solchen "Psychologen" zusammenarbeiten und die Patienten dahin verweisen, gehören (hoffentlich) nicht zu den echten - gesetzlich geschützen - Psychologen/Psychotherapeuten. Ich will damit auch eine klare Grenze ziehen zwischen seriöser psychologischer Patientenbetreuung - wei sie eben auch beispielsweise in der Psycho-Onkologie stattfindet - und definitiv unseriöser "psychologischer Ursachenforschung".

Ja, es gibt leider Psychologen, genauso wie Ärzte, die esoterisch sehr abgedriftet sind und haarsträubende Ansichten verkünden. Meinst du diese?

Ja, genau. Ebenso einige ... ich nenne sie mal "Möchtegern-Psychologen".
 
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Eben darum habe ich das Wort in Tüddelchen gesetzt. Möchtegern-Psychologen, die da psychische Ursachen zu Erkrankungen suchen, und die hier im Forum schon geäußerte Forderung, Ärzte mögen mit solchen "Psychologen" zusammenarbeiten und die Patienten dahin verweisen, gehören (hoffentlich) nicht zu den echten - gesetzlich geschützen - Psychologen/Psychotherapeuten. Ich will damit auch eine klare Grenze ziehen zwischen seriöser psychologischer Patientenbetreuung - wei sie eben auch beispielsweise in der Psycho-Onkologie stattfindet - und definitiv unseriöser "psychologischer Ursachenforschung".



Ja, genau. Ebenso einige ... ich nenne sie mal "Möchtegern-Psychologen".

Verstehe.
Es ist in der Tat nicht einfach zu differenzieren, welche Rolle "die Psyche" (und auch das ist ja für viele jeweils etwas anderes) bei somatischen Erkrankungen spielt.

Ich habe hier im Forum unterschiedlichste Erklärungen für Psychosomatik gefunden: von "alles ist psychsich" über ""Psychosomatik ist eingebildete Krankheit", also Hypochondrie, bis hin zu allen Abstufungen von "Psyche spielt bei Krankheiten eine Rolle" (letzteres triftt es noch am ehesten, aber Vorsicht - auch daruner stellen sich viele etwas komplett anderes vor).

Das Thema scheint zunächst so einfach, aber bei genauem Hinsehen ist es doch extrem komplex.
Es passiert so leicht, dass man in diesem Bezugsrahmen auf seine eigenen, nicht wissenschatlich basierten, Annahmen, Vorerfahrungen/ Wirklichkeiten abdriftet, ohne direkt ein abstruses (esoterisches, religiöses, selbstgebasteltes ... ) Paradigma zu postulieren.
Manchmal wird so etwas gar rein nonverbal kommuniziert.

Deshalb ist die Grundhaltung so wichtig: keine Wertungen, keine Ursachenattributionen, keine Vorbehalte, unbedingte Neugier und Interesse, quasi "nichts im Hinterkopf" ;)
 
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