An Gott glauben oder Gott lieben?

Warum sollte man versuchen, nicht zu hassen?
Wenn man hasst, hat man auch Gründe dafür und es ist besser, die Gründe dafür zu suchen und die Sache zu bereinigen, anstatt zu versuchen etwas zu fühlen oder nicht zu fühlen... upload_2019-11-23_10-38-15.gif
Etwas zu fühlen, aber es sich nicht erlauben, es zu fühlen, hieße, es zu unterdrücken, was seelische Konflikte hervorzurufen droht, die dann wieder als (scheinbar richtig erkannte) Methode unterdrückt wird ... Wird aber der Grund in der Seele gesucht, hat man die Chance zur Einsicht – und das ist Psychoanalyse, die du angesprochen hast.

Die andere Seite ist, wenn Gefühle einfach so herausgelassen werden, kann das zur unerträglichen Despotie und Gewalt führen, da muss man schon zum Nothahn greifen und solchen, vorerst wenigstens, isolieren.
 
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Es gibt heute so viele Menschen, die nicht an etwas glauben oder lieben wollen, was manche "Gott" nennen. Was hat es aus göttlicher Sicht bzw. aus höherer Warte gesehen nur für einen Sinn, dass der (heutige Mensch jedenfalls) so denken und entscheiden kann?

@LalDed hat einen Vortrag über Verwandlung gehalten, kann es da denn nicht auch bei der Menschheit sein, dass sie über die Zeiten hinweg aus höherer Warte gesehen notwendig Perioden durchmacht, wo es sich einmal so entwickelt und dann andersrum, um zu einer weiteren, ganz anders gearteten kommt?

Ich denke, dass alles einen Sinn hat, sogar die Tatsache, dass ich den Sinn nicht immer erkennen kann oder erst im Nachhinein.
Auch die heutige Zeit ist für die Entwicklung des Menschen und vielleicht auch für andere Lebewesen richtig und wichtig.
Was natürlich nichts daran ändert, dass man eben JETZT lebt und sich JETZT mit den JETZIGEN Zuständen auseinandersetzen muss.
 
Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: das Gefühl des Hasses umzuwandeln.
Ist ein energetischer Ansatz, der gut funktioniert, wie ich finde.
Ja, das ist eben möglich durch Psychoanalyse, die Suche nach der Ursache, welches zur Einsicht führen kann. Sonst droht eine Zwangsverwandlung, was dann Selbstkasteiung wäre!
 
Was natürlich nichts daran ändert, dass man eben JETZT lebt und sich JETZT mit den JETZIGEN Zuständen auseinandersetzen muss.
Natürlich, aber wir sind ja auch Wesen mit einem Gedächtnis und einem Bewusstsein für Zukunft, das dürfen wir ja nicht vergessen. Und wenn ich so täte, ohne dies zu haben, ohne dieses zu sein, nur im Jetzt zu sein, wäre ich kein Mensch und vielmehr ein Tier.
 
Ananda Mayi Ma sagte einmal, dass schon die Sehnsucht nach Gott Gott selber sei.
Was sich in mir nach Gott strebend regt ist Gott selber.
Der soll erst einmal erklären, wer oder was "Gott" ist, sonst ist's leeres Gefasel und er soll bis dahin die Klappe halten!

Das ist Mystik, denke ich....
Nicht zu wissen, woran man bewusst seine mystische Sehnsucht richtet, das lediglich ein leeres Wort ist, das hier "Gott" genannt wird, ist Dummheit!

In der Sehnsucht und Liebe, die ich empfinde, zeigt sich schon Gott selber
So würde ich das nicht nennen, das ist mit dem Wort "Gott" zu diffus, zu übertrieben, zu total ausgedrückt.
 
@LalDed hat einen Vortrag über Verwandlung gehalten, kann es da denn nicht auch bei der Menschheit sein, dass sie über die Zeiten hinweg aus höherer Warte gesehen notwendig Perioden durchmacht, wo es sich einmal so entwickelt und dann andersrum, um zu einer weiteren, ganz anders gearteten kommt?
Ich gehe von einem evolutionären Prozess aus - der noch ganz am Anfang steht.
Aber das ist nur eine Annahme.
 
klar ist es wichtig aufmerksam und präsent im gegenwärtigen moment zu sein

aber rein zeittechnisch...ist mit dem JETZT gleichzeitig ein andere ort gemeint, wir hier sind die ganz zeit in der vergangenheit,, an diesem Ort

dieses Jetzt was da gemeint ist, meint gleichwohl einen anderen bewußtsein zustand

wollte ich die verschiedenen zeiten beschreiben dann ist das jetzt der Kreis
der kreis ist gleichzeitig das paradies und ewiges leben
ohne anfang ohne ende

ist dieser kreis zerrissen, (austritt aus dem paradies) ergibt sich plötzlich ein anfang und ein ende...allerdings ist alles auf dieser linie > vergangenheit...zukunft ergibt sich im grunde erst, wenn der Kreis wieder geschlossen ist.

meint es gibt rein zeittechnisch-logisch gesehen tatsächlich ein ende der zeit, da es verschiedene zeitqualitäten gibt
 
.....
Für mich ist es eher Gnade, wenn ich spüre, dass Gott MICH liebt, ganz ohne von mir eine Gegenleistung zu verlangen.
Was soll daran Gnade sein?
Du kannst viel meinen zu spüren aber ist es wirklich so oder täuscht dich da eher der Wunsch dass es einer tut.
Gott wird ja viel benutzt um den eigenen Mangel auszugleichen.
Wer liebt dem ist es egal ob man selbst geliebt wird.
 
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Wer es so nimmt, erstarrt selber an seiner eigenen Auffassung.
Warum erstarrt man?
Ah ich glaube ich verstehe was du meinst, man erstarrt in Angst etwas falsches zu machen und dann macht man lieber gar nichts, meinst du das mit erstarren?
Dann müsste „Gnade“ von einem gewöhnlich infantil verwendeten Wort zu einem spirituellen Fachbegriff erhoben werden.
Wir wissen erst mit allem etwas anzufangen wenn wir es selbst erleben.
Vorher können wir es als infantil oder Fachbegriff bezeichnen, es spielt keine Rolle.
Wir können tun was immer wir meinen tun zu müssen oder es zu lassen. :)
 
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