Was spricht dagegen anderen ihren Glauben , ihre Zeichen , ihre Heilkräfte an die sie glauben zu lassen ??
Da spricht fast gar nichts dagegen - abgesehen davon, dass es sehr schwierig ist, jemanden nicht glauben zu lassen. Alles, was man kann, ist darzulegen, dass man die Ansichten des Gegenüber nicht teilt, und warum man das nicht tut. Warum sollte man also nicht widerprechen?
Und, um noch auf das kleine Wort "fast" einzugehen, was ich benutzt habe: Ein Glaube kann auch gefährlich sein. Nehmen wir als Beispiel die "germanische neue Medizin" nach Hamer; ein unwissenschaftliches und unwirksames Gedankengebäude, was schon einige Leben unnötig gekostet hat. Es gab hier schon einige begeisterte Anhänger davon. Sowas darf nicht unwidersprochen bleiben.
Gut, Scharlatane gibt es in jedem Bereich ,..die Erfahrungen dürfen dennoch die Menschen selbst machen, ( und werden sie auch selbst machen - wie oft sagt man seinem Kind zum Beispiel : " Greif net auf die heiße Herdplatte !" Was tut das Kind- es lernt dennoch aus Erfahrung(en) , weils mal darauf griff , oder ? ) was für sie richtig ist , stimmig ist oder nicht .
Der Vergleich hinkt allerdings ein wenig. Die Herdplatte fordert nicht das Kind auf, sie zu betatschen, wohingegen Scharlatane dazu auffordern, ihren "Behandlungsmethoden" zu folegn - und das möglichst alleingültig (siehe u.a. besagte "germanische neue Medizin"). Die Herdplatte setzt ein Kind auch nicht unter psychischen Druck, wenn es sie wieder loslässt. Z.B. eine Sekte, die ihren Anhängern nicht gut tut, tut das hingegen, so dass es für Menschen sehr gefährlich sein kann, "die Erfahrung" zu machen; sie kommen u.U. nicht mehr los - nur mit großer Mühe.
Wenn Crossfire, Spirit , Ersteslebewesen,..etc.; und auch andere an ihre Kräfte glauben, finde ich daran nix falsches , sofern es ihnen und anderen hilft !!
Sie dürfen glauben und sagen, was sie wollen, solange sie Widerspruch aushalten. Da habe ich ja nichts dagegen. Weder kann noch will ich bei ihnen eine Meinungsänderung erzwingen. Freie Meinungsäußerung heißt aber eben auch freie Widerspruchs-Äußerung; ein Recht, was ich dann in Anspruch nehme.
Z.B. mit crossfire habe ich deswegen relativ wenig Probleme, weil er meine Widersprüche bisher meist höflich aufgenommen hat. Das schätze ich. Das sieht bei anderen schonmal anders aus, wo ich dann auch grantiger werde.
Um zum Schluß zu kommen : ich bin froh, das es den wissentschaftlichen Bereich gibt , mit all ihren Erkenntnissen bisher , doch hin und wieder wenn ich hier so lese , wünschte ich mir meinen damaligen Glauben, ( ein Fünken ist dennoch immer wieder da ) dennoch zurück, betrachte es mit Wehmut , nicht mehr an Zeichen glauben zu können und Anderes ,was für mich doch lange Bestandteil in meinem Leben hatte . Daher auch meine hohe Akzepetanz an derer die eben glauben , weil es keine Unbekannte in meinem Leben ist !!
Das kann ich verstehen. Ich kam vor ein paar Jahren hier ins Forum, weil ich mich für die Möglichkeit eines Weiterlebens nach dem Tod interessiert habe. Das geschah u.a., weil zwei mir nahe Menschen kurz hintereinander gestorben sind. Meine ersten Beiträge hier haben diesen Glauben auch sehr verteidigt - mittlerweile bin ich ja (wieder) zum Unglauben umgeschwenkt. Der Gedanke, dass es ein Jenseits geben könnte, ist tröstlich; sowohl, was die eigene Sterblichkeit angeht, als auch die Hoffnung einem liebe Menschen vielleicht mal wiederzusehen.
Der Grund, warum ich mitterlweile gegen diesen Glauben argumentiere, ist, dass er auch ausufern kann. Ich bin im Dunstkreis einer Freikirche aufgewachsen. Und, was ich da so mitbekommen habe von Menschen, die sich "spirituell" nennen, lässt mich erschaudern. Und vieles in dem Bereich, was ich hier lese, lässt mich teilweise noch mehr erschaudern. Da ist mir eine nüchterne Weltsicht basierend auf gut belegten Evidenzen lieber (wobei ich mir eine leise Hoffnung bewahre, mich in einigen Punkten damit zu irren).
Das mal als kleinen Einschub neben der Diskussion über "alternative Heilverfahren". Es lassen sich leicht Parallelen ziehen zwischen "alternativem Glauben" und "alternativen Heilverfahren".
Scharlatane, NEIN, die nur damit Geld abzocken, aber die Anderen , die eben damit helfen wollen JA !!!
Ich denke, das man da schon ein wenig ( gegenseitige ) Toleranz üben könnte ? !
Ok. Dann ist aber die Frage: Helfen sie wirklich? Bzw. hilft genau das, was behauptet wird, dass es hilft? Wenn jemand helfen will, was spricht dann in dessen Augen dagegen, diese Methode wirklich guten wissenschaftlichen Tests zu unterziehen? Und warum weigern sich so viele eine Methode aufzugeben, wenn es viele wissenschaftliche Argumente gegen die Wirksamkeit gibt; viel mehr als für? Warum beißt sich jemand auf ein Verfahren fest, wenn es wissenschaftlich betrachtet anzuzweifeln ist... oder gar totaler Unsinn?