Viele Menschen, die todkrank waren und gesundeten attribuieren selektiv auf eine Sache, ein Hilfsmittel, einen Heiler, einen Prozess ... .
Das kann ein Medikament oder ein "Wundermittel" sein, eine Therapieform oder auch ein guter Arzt oder Heiler, eine "Selbstfindung", eine "Erkenntnis" oder ein "heilsamer Prozess" und ganz viel mehr, auch gern Kombinationen dieser Dinge.
Daß dahinter das Gehirn steht, das auf die vorgegeben Informationen reagiert wird nicht gesehen und somit vernachlässigt.
Leider wird dann oft geschlussfolgert: was mir geholfen hat wird auch anderen helfen.
Und das ist in den allermeisten Fällen nicht so (es kommt ja nicht auf DAS MITTEL oder DEN WEG an, sondern den dahinterstehenden Prozess).
Meine Oma war bis zu ihrem Tod im Alter von 87 Jahren überzeugt, daß Weißdorntee sie unangreifbar gegen jedwede Gefahr mache, bei meiner Tante ist es irgendwas mit Erkenntnis (sie meditiert wie der Teufel, den Rest hab ich nie verstanden) und so findet man bei jedem Menschen seine UREIGENE Attribution.
Klaro, daß das alles subjetiv wirkt - aber so wie meine Oma auf die "Erkenntnis" meiner Tante wetterte (sie wähnte sie schon in einer Sekte, war aber eher die Kirche), wetterte meine Tante auf den blöden, primitiven Weißdorntee meiner Oma ...

und doch hat es wohl beiden geholfen.
Aber WAS genau hat jetzt geholfen?
(und das weiß die Wissenschaft!)