1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Wissenschaft <--> Ideologie

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft und Spiritualität" wurde erstellt von VanTast, 31. August 2007.

  1. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2007
    Beiträge:
    1.290
    Ort:
    Am Zürichsee
    Werbung:
    Wissenschaft <--> Ideologie


    Die Sache mit dem Pluto und der Namengebung von natürlichen Erscheinungen erinnerte mich an den Mann, der auf einen Berg ging und von einem Hügel herunter kam.

    Das erinnerte mich daran, dass es einen grundlegenden Unterschied gibt zwischen der Art wie Wissenschaftler an die Welt heran gehen und jene Art, in welcher Religionsstifter an die Welt gehen:

    Wissenschaftler gehen hin, um zu untersuchen was überhaupt da ist, wozu man es brauchen kann und wie es funktioniert, sich verhält oder alles was so eben zum Zustand des Daseins gehört.

    Dem gegenüber gehen Religionsstifter mit der Frage an die Welt: Wie muss der Mensch sein, damit er in der Welt den best möglichen Stand erreichen kann? (ungeachtet der Frage was denn der bestmögliche Stand sein würde, z.B. satt sicher und selig).

    Insofern ist es für ein chemisches Element bedeutend, ob es zu den Edelgasen gehört oder zu den Alkalimetallen, als man gruppenspezifische Eigenschaften formuliert und definiert hat, welche die Elemente in Zeilen und Kolonnen einteilen lassen.

    Für Menschen ist es aber vorläufig nicht von Bedeutung, ob Pluto ein Asteroid ist oder ein Planet, da uns hier beides nicht zu Diensten sein kann, weil man noch nicht gelernt hat, beispielsweise die reflektorischen Eigenschaften von Planeten für den Funkverkehr oder astronomische Zwecke wirklich zu verwenden.

    Interessant ist aber, den grundlegenden Unterschied zwischen Wissenschaft und Religion/Ideologie zu klären und auseinander zu halten, weil man sich damit unnötige Eifereien und Rechthabereien ersparen kann.

    Es ist sinnlos, mit Menschen, die anderen sagen wollen, wie diese sein sollten und sich verhalten sollten, darüber zu diskutieren, wie Menschen seien, denn es interessiert die Missionare nicht, was ist. Es interessiert sie nur, was nicht so ist wie es sein sollte, ihrer allein selig machenden Meinung nach.

    Ein Problem ist nun, dass oftmals jemand meint zu erkennen, wie etwas wäre, worauf er bemüht ist, anderen weiszumachen dass es so sei, welche Haltung eine ideologisch - religiöse ist und keine wissenschaftliche.

    Im Sinne meines friedenshetzerischen Wesens möchte ich mich dafür einsetzen, dass man diese beiden Wege auseinander hält und seine Statements, Posts, Untersuchungsansätze und Forschungen so gestaltet, dass klar ist, ob es sich um Wissenschaft oder um Volksmanipulation handelt.
    Bei der gegenwärtigen Klimadiskussion ist hier effektiv fast unmöglich, wes Geistes Kind welche Informationen strategisch eingesetzt werden und welche Erkenntnisse tatsächlich erkannt, welche vorgetäuscht werden, um überzeugend eine "richtige" Verhaltensweise zu missionieren.

    Ich setze voraus, dass diese Wirrnis auch die Energiedebatte betrifft nd andere Umweltbezogene Meinungsmärkte und hoffe, dass man mit mehr Klarheit profitgierige Manager entlarven und ausser gefecht setzen kann.


    Diese wahrscheinlich nicht neue Untersuchungsebene hat so weit mir bekannt ist noch keinen Namen, aber mir ist nur wenig bekannt auf der Managementebene des menschlichen Daseins, ich freue mich über jede weiter führende Meinung zu diesem Thema.

    Mit bestem Dank für Deine Aufmerksamkeit!
     
  2. Sternenspiel

    Sternenspiel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2007
    Beiträge:
    1.283
    Ort:
    Die Wissenschaft ist auch eine Ideologie.
    Und zwar verführt sie uns dazu, in einem bestimmten Bewusstseinszustand dahinzuvegetieren und alles, was nicht rational erklärbar ist, auszublenden.
    Und wahrscheinlich ist das, was nicht rational erklärbar ist, und dennoch existiert, viel mehr als das, was die Wissenschaft erklären kann.
    Andererseits wird die Lage mit der Zeit immer besser, weil die Wissenschaft auch dazulernt, und in ein paar hundert Jahren gibt es vielleicht überhaupt keine Probleme mehr, weil man erstens viel mehr erklären kann, und zweitens auch allgemein akzeptiert hat, was nicht erklärbar ist, aber trotzdem von vielen wahrgenommen wird.

    Und: schlecht ist eine Ideologie nicht, weil sie eine Ideologie ist, sondern weil sie, falls sie, schlecht ist. In einem bestimmten Entwicklungszustand ist es für viele Menschen möglicherweise sogar am besten, wenn sie die Wahrheit über eine Ideologie lernen, als über rationales Ergründen. (Ich denke etwa an Kinder, und auch an uns, denn es gibt Wahrheiten, vor denen auch wir stehen wie Kinder.)
     
  3. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Schalom Schalom

    Gerade das Gegenteil ist der Fall: wenn man der Wissenschaft etwas ankreiden kann, dann ist es ihre Mangel an Idealen, ihr fölliges bar sein höherer Prinzipien. Aber genau das ist Notwendig, damit die Wissenschaft zur Wissenschaft (und damit zum Kontrapunkt zur Ideologie) wird: die nakte Methode ohne Ideologisches Konstrukt dahinter, das untersuchen des reinen nackten Dinges an sich, dass ist das, was die Wissenschaft ausmacht - und das ist völlig wertfrei, ohne Methaphyischen Kontext oder Weltbild. 1 und 1 gilt für einen Kommunisten genau so wie für einen Monarchisten

    Punkt 1. auch hier ist das Gegenteil der Fall: die Wissenschaft schafft Wissen, und aufgrund dieses Wissens kann man Erkenntniss Erlangen (Erkenntniss kann auch ausserhalb der Wissenschaft liegen, und kann deswegen auch Ideologisch und Weltanschaulich gefärbt sein). Dadurch dass die Wissenschaft eben Wissen schaft und vorher unbekanntes oder nur vage geahntes dem Menschen nackt und konkret vor Augen führt, erweitert sich auch das Bewusstsein des Menschen, insofern man Bewusstsein als: Bewusstsein von Etwas begreift.
    zu Punkt 2: auch hier ist gerade das Gegenteil der Fall: die Wissenschaft lebt davon, noch unbewiesenes und noch nicht erklährbares in Angriff zu nehmen, zu untersuchen, zu erforschen, zu verifizieren usw. - Dass nämlich nennt man Forschen.

    Jeder Wissenschaftler wird dir da absolut zustimmen und deiner Meinung sein. Aber die Wissenschaftliche Methode unterscheidet sich in einem radikal z.b. von der Esoterik. Zwar sagt sowohl die Esoterik (besser und allgemeiner: eine metaphyische Philosophie) wie auch die Wissenschaft, dass es da mehr gibt, als das was schon erkannt ist - aber wo die metaphysische Philosophie sehr schnell dabei ist, ungenaue Phänomene in ein Dogmatisches Raster einzubinden, da sagt sich die Wissenschaftliche Methode: da ist ein Phänomen, dass wir nicht, bzw noch nicht weiter bestimmen können, zu dem aber viele Ansichten herrschen - und bleibt damit gegenüber des Hochmutigen Dogmatismus einer Metaphyik Demütig in dem sie erkennt: wir wissen das nicht.

    eine Ideologie ist per defintion schon falsch, weil sie nie selbstkorrigierend ist, und das Problem hat, dass sie auf einem Unwankbaren Fundament aufzubauen hat -wackelt man am Fundament, dann stürzt die Ideologie: Pech nun, dass eine Ideologie immer Dogmatisch ist, und daher nicht zulassen kann und darf, dass am Fundament gewankt wird - daher ist die Ideologie immer der grösste Feind der Wissenschaft - und die Wissenschaft der Grösste Feind der Ideologie

    lG

    FIST
     
  4. Sternenspiel

    Sternenspiel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2007
    Beiträge:
    1.283
    Ort:
    FIST,
    Die Physik geht davon aus, dass alle Naturerscheinungen in mathematischen Gesetzen ausgedrückt werden können. Wenn das keine Ideologie ist...

    Oder kannst du mir einen wissenschaftlichen Grund sagen, warum das stimmen soll? (Außer das man sagt, man hat schon soviel mathematisch ausdrücken können, also wird es mit dem Rest ja wohl doch auch noch möglich sein.)

    1+1=2 gilt zwar für Monarchisten und Kommunisten, aber mir ist 1+1=1 wesentlich lieber. (Und kann man auch logisch begründen, wenn man zwei Systeme hat, und sie gemeinsam betrachtet, dann hat man eigentlich nur ein System.) (Und kann man auch sagen, der Beobachter und das Beobachtete sind auch 1+1=1, wie in der Quantenphysik.) (...dies nur zur Relativität sogenannter absoluter Aussagen...)

    Dass Wissenschaft Wissen schafft, und praktische nützliche Dinge erfindet, da muss ich dir zustimmen. Als Ingenieurskunst will ich sie ja auch gar nicht kritisieren, und ihre Formeln funktionieren offensichtlich in einem gewissen Rahmen sehr gut. Aber was ich verblendet finde, ist, dass man mit der derzeit herrschenden Methode die tieferen Geheimnisse des Universums wird lüften können. (Und heißt nicht, dass sich diese Methode nicht ändern könnte, vielleicht machen die Wissenschaftler eines Tages Astralreisen, und unterhalten sich dann über das Erlebte, und gelangen auf diese Art auch zu einem Konsensus.) (Konsens ist übrigens das Schlüsselwort, wenn die Diskussion um das Wesen der Wissenschaft geht.)

    (Ist übrigens auch das Schlüsselwort bei Ideologien und esoterischem Wischiwaschi, weil ohne Konsens wären die Leute alle nur verstreute Halbnarren. Aber so bestätigen sie sich gegenseitig und bekommen dadurch ein Gefühl der Rechthaberei. Bloß durch welche Mittel hier ein Konsens erreicht wird, das ist wohl kritikwürdig.)

    Die Metaphysik ist deiner Meinung nach hochmütig, weil du nicht weißt, wo sie ihre Ergebnisse herhaben, oder weil es viele metaphysische Systeme gibt, die offensichtlich schwach sind. Aber es besteht auch die Möglichkeit, nichtalltägliche Erfahrungen zu haben, aus denen man dann gewisse metaphysische Wahrheiten schließen kann, die aber absolut nicht schwach sind.

    Dass eine Ideologie nicht selbstkorrigierend ist, hat eher mit der Gewohnheit unserer lieben Ideologen zu tun, und mit ihrer Selbstgefälligkeit, als mit dem Wesen der Ideologie. Wenn die Ideologie aus einer wie von mir angedeuteten Metaphysik herkommt, wird sie alle von dir befürchteten Probleme vermeiden, mit der Wissenschaft Freundschaft schließen, und überhaupt nicht dogmatisch sein, sondern ständig dazulernen, und unter Umständen ihr gesamtes Fundament neuordnen, gemäß den Erfahrungen neuer Zeiten, ohne jedoch die Erfahrungen alter Zeiten preiszugeben.

    (Aber wahrscheinlich haben wir beide verschiedene Bedeutungsfelder um das Wort "Ideologie", vielleicht würde das die Lage etwas entspannen.)
     
  5. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Salam

    nein, die Physik geht davon aus dass alle PHYSIKALISCHEN Naturerscheinungen in der Sprache der Mathematik ausgerdrückt werden können - und darin hat die Physik auch recht.

    nun ist aber 1+1=1 schlichtweg falsch

    um dir das zu beweisen: ich schulde dir 1000 Euro und nochmals 1000 Euro, also geb ich dir 1000 Euro und ich hab keine Schulden mehr bei dir :)

    ist es nicht vermessen zu glauben, dass man die Geheminisse überhaupt lüften kann? dazu ist weder die Wissenschaft, noch die Esoterik, geschweige denn diePhilosphie und auch nicht die Kunst in der Lage (wobei die Kunst am ehesten in der lage währe)

    Gegenüber der Wissenschaft, die ihre Antworten immer nur bis aufweiters (falsifizierbar) gibt, ist die Metaphysik, die von sich behauptet absolute Aussagen zu machen sehr Hochmütig, ja.

    schwerfälligkeit IST das Wesen einer Ideologie

    vorallem

    ,

    dann nämlich wir die Ideologie zu einem Religiösen Fundamentalismus, gegen den überhaupt keine Argumente mehr helfen (siehe Islamismus)

    Eine Ideologie, die nicht Dogmatisch ist, dazulernt und ihr Fundament aufgibt und dazu noch ein Errinnerungsvermögen hat, ist per Devintion keine Ideologie, weil nur ein kritischer Skeptizismus diese Eigenschaften aufweisst - und diese Eigenschaften, die dir Vorschweben ist übrigens die Wissenschaftliche Methodik ;)

    LG

    FIST
     
  6. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2007
    Beiträge:
    1.290
    Ort:
    Am Zürichsee
    Werbung:
    Genau!
    Ideologien haben als obersten Diktator ihr Leitprinzip, vertreten vom Dingsbums, dem Begründer des Dingsbumsismus.
    UND: Wer einem Ideologen androht, sein Leitprinzip mal auf Schmerz und Schwielen zu überprüfen (unter Einsatz des Überprüfers Empfindlichkeit, nicht etwa als Gewaltandrohung gegen den Ideengründer) ist ein Feind, aus dessen Sicht!

    Und genau das ist der Grund, warum sich die beiden eben weder verstehen können, noch verstehen dürfen, dass nämlich einem jeden seine Methode heilig ist: UNANTASTBAR!


    Womit wir mal wieder im ewigen Karussell uns gefangen lassen nehmen können: Huhn oder Ei: Wer war erster?

    Ideologen haben einfach einen anderen Ausgangspunkt als Wissenschaftler.
    Wissenschaftler sind am Untersuchen der Welt, Ideologen sind am Gestalten und das sind nicht nur zwei verschiedene Arten das Leben zu leben, sondern auch zwei verschiedene Arten das Seiende selbst anzusehen und zu verstehen.

    ABER die beiden kommen nicht ohne einander aus!

    Es ist gar nicht möglich, wissenschaftlich zu arbeiten, ohne Grundhypothesen anzunehmen, auf denen alles weitere aufbaut.
    Wie soll einer das EEG eines Traums verstehen, wenn er davon ausgeht dass er selbst gar nicht existiert sondern eines Gottes Gedanke wäre?

    Trotzdem geht es und wird seit Mensch denkt gemacht, nämlich untersucht, ob die Vorahnungen dessen, was die Welt und wir darin sein könnten auch wirklich richtig wären und sich an der Hardware des Maja verifizieren ließen.

    Logisch, das geht schon daraus hervor, dass jede Antwort "hundert und eine" neue Fragen gebiert.

    Dein Wort in Gottes Ohr.
    Leider sind die Wissenschaftler die einzigen welche dazu lernen, denn die Esoteriker üben sich ja darin, zu wissen, und nicht darin, zu untersuchen.

    Religionen fragen nicht, sie antworten, und wenn sie antworten dass der Mensch direkt aus Erde geknetet wurde, dann ist das so weil ein unerreichbares Gott das so gesagt hat. PUNKTUM Das ist weder esoterisch noch wissenschaftlich sondern religionshierarchisch notwendig und strategisch unerläßlich.
    Wer was anderes sagt wird als Ketzer oder Ungläubiger eines tödlich Besseren gelehrt, verbrannt oder viergeteilt oder zum Verhungern an ein Kreuz genagelt, damit er in physischen Leiden seinen seelischen Freuden näher komme.


    Bei diesem Satz ist irgendwas ein Konstruktionsfehler, kannst Du das mal anders sagen?

    Ich habe übrigens nicht behauptet, dass Ideologie aus sich heraus schlecht wäre ungeachtet dessen was sie vertritt.

    Schlecht und gut sind sowieso erst dann möglich, wenn es mindestens ein Beurteilungskriterium gibt.

    Ideologien sind eine Art das Leben zu verstehen, welche eben von anderen Voraussetzungen und mit anderen Methoden an das selbe Thema heran geht wie die Wissenschaften.
    Das führt immer wieder zu Problemen, so bereits bei Plato, aber auch in der Inquisition und heute wieder mit den Kreationisten oder dem Intelligent Design.

    Die Faszination, welche eine mögliche Gesamtkonzeption des Universums in sich trägt ist direkt unheimlich, denn sie verleitet immer mal wieder Völker, einander im großen Stil niederzumetzeln.
    Dass die Wirtschaft daran verdient und die Religionen damit um ihre Ausbreitung kämpfen, kommt einfach so weil das in einem Zug eben auch noch geht: Jeder will mitmischen und was absahnen.


    Wahrheiten die Ideologien lehren, sind nur leider praktisch nicht von Bedeutung, sondern rein kulturell und innerhalb des entsprechenden Gebiets gültig, in dem Menschen leben, welche diese Wahrheiten glauben.

    Wahrheiten welche Wissenschaften anbieten haben ein Fundament aus Untersuchungen und immer eine unbekannte Konstante, welche fein säuberlich bei jeder Gleichung dazu geschrieben wird: "+C"
    Wahrheiten die Ideologien anbieten haben eine Struktur von oben herab organisiert: Weil Gott (bzw sein Vertreter) das gesagt hat.
    Dies wird abgebildet im Patriarchat in jeder Verwaltung, von der Familie bis zur UNO.
    Irgend eine "Einheit" entscheidet was wahr ist, mag die selbst nun demokratisch entscheiden oder diktatorisch, diese "Einheit" ist als Rat eine eigene Instanz und somit eine Schaltstelle im gesamten System. Sie kann aus einem oder mehreren einer Aussage fähigen Elementen bestehen (auch Komputer können heute Aussagen machen)

    Das ist wohl so, dass Kind mal ab und zu den Storch braucht, damit es Ruhe gibt, wenngleich eigentlich eine Geburt nichts ist, was man nicht auch als kleinkind sehen und verstehen könnte:
    Es kommt ein Kleines aus einem Großen und wie es da gewachsen ist darf man nicht öffentlich zeigen! Das ist unanständig und könnte zur Nachahmung verleiten!
    Also erzählt man Kind das mit dem Storch und wenn Kind blöd genug ist, glaubt es das auch noch wenn es selbst schon Kinder hat, aber ob man mit dieser Einsicht selbständig leben kann ist eine andere Frage.

    So sehe ich das auch mit der Schöpfungsgeschichte: Sie wurde erfunden und erzählt um ein menschliches geistiges Verlangen nach Klarheit zu befriedigen, welches mit den damaligen Methoden und dem damalige Wissen aber nicht anders zu erklären war.
    Und ganz nebenbei konnte man so auch den hierarchischen Platz der Geistlichkeit ein wenig untermauern.

    Ja, heute sind wir durchaus teilweise weiter, teilweise zu spezialisiert um das Ganze im Auge zu behalten, wenn wir den Spin eines Elektrons beobachten oder die chemische Fabrik analysieren, welche jede einzelne Zelle darstellt.

    Und immer noch kämpfen Ideologen und Analytiker um die Vormacht und die Weiblichkeit und die Männlichkeit haben ihre Milliarden Jahre alte Tradition des Grenz- und Macht-kampfs um die Kompetenzen auch nicht verlernt.

    Ich muss mal aufhören, sonst drehe ich noch durch gggg :confused:
     
  7. Sternenspiel

    Sternenspiel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2007
    Beiträge:
    1.283
    Ort:
    Ich will ein paar Definitionen von "Ideologie" voranstellen, um zu zeigen, wie vielfältig man diesen Begriff auslegen kann. (Und damit man bemerkt, dass ich mit meiner Interpretationen eher auf die positiven bzw. neutralen Konnotationen abziele.) (Kopien aus Google-Suche: definition ideologie)

    Der Begriff Ideologie (griechisch &#953;&#948;&#949;&#959;&#955;&#959;&#947;&#943;&#945; - die Ideenlehre) wurde im Verlauf seiner Begriffsgeschichte auf vielfältige Weise bestimmt, so dass eine allgemein gültige Definition schwer angegeben werden kann. Zumeist wird mit dem Wort Ideologie ein System von Meinungen und Wertvorstellungen bzw. Denkweisen über den Menschen und die Gesellschaft beschrieben.

    [griech.]: "Lehre von den Ideen". 1. wertneutral: an eine soziale Gruppe, eine Kultur o. ä. gebundenes System von Weltanschauungen, Grundeinstellungen und Wertungen. 2. negativ: weltanschauliche Konzeption, die der Verschleierung bzw. Durchsetzung politischer oder wirtschaftlicher Ziele dient. Der Aufdeckung solcher Verschleierungen dient die Ideologiekritik, wie sie etwa von Marx und Horkheimer geübt wird.

    Der Begriff wurde 1796 von dem französischen Philosophen Destutt de Tracy geprägt. Die Schule der Ideologen verstand sich als Gegenströmung zu dem Rationalismus von René Descartes. Die Ideologen versuchten den Ursprung von Ideen als biologischen Prozess zu erklären, der nicht ohne sinnliche Erfahrungen auskommt. Die französischen Ideologen standen in der Tradition der Aufklärung und waren demokratisch orientiert. Unter Napoleon verloren die Ideologen an Einfluss in der französischen Geisteswelt.
    Mitte des 19. Jahrhunderts griffen Marx und Engels den von der Propaganda Napoleons stigmatisierten Begriff wieder auf und suchten, die bürgerliche Wirtschaftswissenschaft und Philosophie als Ideologie zu bewerten und den Kommunismus als Wissenschaft dagegen zu setzen. In ihrer praktischen Konsequenz entwickelte sich die marxistische Methode selbst zur - in dem ursprünglichen Sinn kritisierten - Ideologie für bestimmte Parteien und Staaten. Unabhängig davon haben Friedrich Nietzsche und der Soziologe Vilfredo Pareto (dieser als "Derivation") den Themenkomplex behandelt.

    Gut, aber dann ist die Physik per definitionem nur ein kleines Gebiet des menschlichen Wissens. Eine andere Möglichkeit wäre, zu sagen, alles ist physikalisch, und nur ein Teil davon kann mathematisch erfasst werden.
    1+1=1 ist im Kontext der Systemtheorie richtig, weil wenn man zwei Systeme gemeinsam betrachtet, hat man eigentlich nur ein einziges System. Man kann auch sagen 1+1=3, das ist etwas anders ausgedrückt, da bedeutet 3 die 2 Systeme plus das Gesamtsystem.
    Und wenn ich dir 1000 Euro erlasse, stimmt es auch wieder.
    Lüften kann man viele Geheimnisse, das Problem liegt darin, wie man darüber kommunizieren soll.
    Die Metaphysik kann auch bescheiden sein, indem sie ihre Ergebnisse für sich behält und niemand aufdrängt, aber dann würden die wenigsten davon wissen.
    Dein letzter Absatz über Ideologie wird durch die eingangs erwähnten Definitionen übrigens widerlegt.
    Außerdem ist ein bedingungsloser Relativismus auch nicht optimal. Siehe Republik - Demokratie. (Republik bedeutet das Herrschen eines überzeitlichen Gesetzes, welches unter keinen Umständen abgeändert werden kann, wobei dieses Gesetz die Grundrechte des Menschen schützen soll. Demokratie bedeutet die Diktatur der Mehrheit. Die Nazis sind durch Demokratie an die Macht gekommen, aber es war keine Republik.)
     
  8. Sternenspiel

    Sternenspiel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2007
    Beiträge:
    1.283
    Ort:
    Logischerweise das Ei, und zwar dasjenige der Fische. Solltest du aber nach dem Hühnerei fragen, so war das Hühnerei vor dem Huhn da, und es wurde gelegt vom Prähuhn.
    Schlecht ist sie nicht, weil sie Ideologie ist, sondern weil sie schlecht ist (falls sie schlecht ist).
    Weil das halt schlechte Ideologien sind. Eine gute wäre: Der Mensch ist das intelligenteste Wesen im Universum, und soll dem ganzen Universum helfen, ebenso intelligent zu werden. (Heißt nicht, dass andere Wesen nicht auch intelligent sind, oder dass man nichts von ihnen lernen könnte.)
    Die Wahrheiten der Wissenschaft sind auch nicht viel gültiger. Oder was ist mit der (mittlerweile überholten) Idee des Äthers? War anno 1890 ziemlich modern, und viele haben geglaubt, das ist eine objektive Tatsache. Gibt es irgendwas, was mit den heutigen Theorien anders ist, wodurch sie nicht auch einmal durch den Rost fallen können?
    Manchmal weiß der Gott oder sein Vertreter sogar mehr als die Wissenschaftler. Aber meistens sind es leider verblendete Schwachköpfe. Drum mein ich ja auch, Wissenschaft und Metaphysik gehören zusammen. Ich lass ja mein eigenes Denken auch auf beide aufbauen, und versuch eher, die Wissenschaft mit ihren eigenen Mitteln zu kritisieren, oder auf die Neue Wissenschaft zu setzen, als dass ich mich jetzt dagegen stemme. Aber wenn ich Erfahrungen habe, die weder mit Physik noch mit Psychologie zu erklären sind, dann verzichte ich lieber auf Physik und Psychologie als auf diese Erfahrungen.
    :zauberer1
     
  9. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2007
    Beiträge:
    1.290
    Ort:
    Am Zürichsee
    Dass Mensch intelligentest im Universum sei, möchte ich sehr bezweifeln.
    Im uns bekannten vielleicht und so ganz generell Mensch kann man auch nicht recht sagen, einige Exemplare werden doch von anderen Arten annähernd erreicht.
    Künstliche Intelligenz soll übrigens auch bald so weit sein, selber zu denken, Intuition und Gefühle zu entwickeln.

    Ein wenig gründet der Konflikt zwischen Wissenschaft und Ideologie darin, dass alle den Anspruch darauf erheben, dass Wahrheit etwas wäre, welches nur eine Variante entwickeln könne.
    Ich erlebe die Welt und das Leben in verschiedener Hinsicht als mehrdeutig.
    Es gibt meistens zwei bis drei Wahrheiten zu jeder Lebenssituation.

    Aber ich sehe eben noch einen Unterschied zwischen Wissenschaften und Ideologien, nämlich sind Ideologien gemacht und ausgedacht, damit Menschen sich danach richten.
    Wissenschaften fragen erst: Wie ist dies
    dann erst vielleicht: Was nützt uns das.

    Allerdings braucht man schon auch Wissenschaft, z.B. wenn ein klares Bedürfnis besteht, um dieses zu befriedigen, also wenn ich etwas brauche, das mich möglichst umweltschonend von A nach X bringt, werde ich vermutlich nicht biblischen Rat anfordern oder den Talmud studieren.

    Das tu ich eher, wenn ich beantworten soll, ob ich überhaupt nach X wolle, von A aus, und nicht lieber Nach U oder daheim bleiben.
    Nach B will ich nicht, da war ich schon.
     
  10. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Werbung:
    das 1 und 1 gleich 1 ist, ist auch im Ramen der Systemtheorie föllg falsch. Zwar heisst eines der Sprichwörter der Systemtheorie "das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile", dies bezieht sich aber nicht auf die analysierbare Menge (also ihr physikalisch/mathematisch erfassbarer Teil), sondern auf das Organisationsprinzip, will heissen: Laut Systemtheorie ist 1 + 1 = 2 Plus die Funktionen der Operation (also +)

    lG

    FIST
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen