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Wie funktioniert Astrologie

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Jagran, 30. April 2005.

  1. Jagran

    Jagran Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2004
    Beiträge:
    64
    Ort:
    Wien
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    Hi Astrologen

    Gibt es eigentlich eine nachvollziehbare Erklaerung, warum Menschen bei ihrer Geburt verschiedene Eigenschaften erhalten?

    Inwieweit die Sterne einfluss darauf nehmen obwohl sie Millionen von Lichtjahren entfernt sind ?

    Warum die Planeten unser Leben beeinflussen sollen?

    Oder weiss man das alles nicht so genau und muss einfach daran glauben?


    Ich moechte hier die Astrologie nicht komplett anzweifeln da ich auch schon oftmals beflueffende Wahrheit in den Aussagen der Astrologie erfahren habe, aber dennoch wuede ich auch gerne die Hintergruende "das Warum" verstehen koennen.
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    hallo jagran!

    eine oft gestellte frage - und eine letzten endes nie wirklich erschöpfend beantwortete frage. es gibt auch ganz unterschiedliche zugänge zur astrologie, sowohl was die praktische ausübung betrifft als auch was den erkenntnistheoretischen hintergrund angeht.

    was meinen eigenen zugang betrifft, so habe ich den zugang vor allem über meine skepsis gefunden. ich hatte bekannte, denen ich vertraute, und die sich mit astrologie befassten, und die kamen zu aussagen, die mich schlicht verblüfften (keine wahrsagerei oder ereignisprognostik, sondern einfach einblicke in innerpersönliche zusammenhänge, deren exploration ansonsten stunden von gespräch erfordert hätte). also schaute ich nach, was dahinterstecken könnte, und betrat ein faszinierendes gebiet.

    parallel dazu hatte ich begonnen, mich mit den neuen komplexitätswissenschaften, insbesondere der chaostheorie, zu beschäftigen. und bald sah ich, dass das, was wolfgang döbereiner mit seiner "münchner rhythmenlehre" formuliert hatte, in vielem entsprechungen aufwies mit grundlegenden elementen der chaosforschung - und daraus ergab sich für mich eine sehr schlüssige begründung von astrologie auf dem boden wissenschaftsnaher interpretationen von zusammenhängen.

    in der chaostheorie gibt es den begriff der fraktale - das sind sogenannte maßstabsgebundene symmetrien, die benoit mandelbrot zuerst entdeckt hatte: kleine ausschnitte von ganzheiten, die in ihrer gestalt dem übergeordneten ganzen ähneln - das kleine bildet sich im größeren ab und umgekehrt. wenn du's genauer wissen möchtest: http://de.wikipedia.org/wiki/Fraktal

    mandelbrot wies nach, dass es solche fraktale nicht nur im dreidimensionalen raum gab, sondern auch in der zeit. strukturen von zeit - etwa die verteilung der häufigkeiten des auftretens von störungen bei datenübertragungen - schienen im großen maßstab dem gleichen schema zu gehorchen wie im kleinen. und es zeigte sich sogar, dass solche "gestalt gebenden" schemata von zeitreihen themenübergreifend auftraten - mandelbrot war verblüfft, als ein vortragender einmal bei einem kongress vorher gesprochen und an der wand noch ein diagramm hatte, das sehr ähnlich dem war, das mandelbrot gerade aus der tasche ziehen wollte. beide sprachen über völlig unterschiedliche themen, aber über die gleiche zeitspanne. und so gibt es noch einiges in der chaostheorie, was solche "ordnungen im chaos" beschreibt - wichtig ist mir auch der begriff der "attraktoren": das sind abstrakte gestaltungsprinzipien, entlang derer chaotische prozesse sich manifestieren. in vielem scheinen sie mir sehr den archetypen c.g.jungs sehr ähnlich zu sein.

    für mich sind die astrologischen symbole - manche bezeichnen sie eh auch als archetypen - solche attraktoren, und ich nenne sie auch lieber so, um sie vom psychologischen begriff des archetypus zu unterscheiden.

    wie kommen nun astrologie und chaostheorie zusammen? das universum entwickelt sich in zeit und raum, und der für uns zur zeit größtmögliche zeit-raum ist die spanne vom urknall (oder was immer ein anfang gewesen sein mag) bis heute. damit ist sozusagen eine grundstruktur gegeben. nach den fraktalen ordnungen der chaostheorie sollte sich diese grundstruktur in kleineren zeiteinheiten abbbilden (im übrigen eine für mich eindrucksvolle bestätigung des "wie oben so unten", nur eben nicht als kausalkette, sondern als fraktale analogie).

    nun kann ich auch meine eigene entwicklung in raum und zeit begreifen als eine, die sich vom urknall meiner geburt bis hin zu ... erstreckt. die (unbewiesene) annahme ist nun, dass für diese fraktale verkleinerung des kosmischen gesamtgeschehens die gleichen attraktoren gelten wie für die kosmische evolution (das ist der grund, warum ich einen tierkreis verwenden kann und warum ich den zwölf segmenten bedeutungen zuschreiben kann, die für das makrokosmische ebenso zutreffen wie für den mikrokosmos meiner existenz). zugleich bedeutet der urknall meiner geburt meinen eintritt ins weltgeschehen zu einem ganz bestimmten zeitpunkt der kosmischen entwicklung - und dieser zeitpunkt überlagert wie eine interferenz meine attraktoren und gibt ihnen über das äußerst sensibel reagierenden koordinatenssystem von raum und zeit über den ort meiner geburt meine stelle in der kosmischen entwicklung. ich werde sozusagen in die übergreifende ordnung eingeordnet.

    damit ergibt sich ein klares bild, und es lässt sich in vielen tausenden von beispielen zeigen, dass ein solches bild schlüssige aussagen ermöglicht. allerdings sind damit auch etliche prämissen verbunden, die unbewiesen sind. zum beispiel die annahme, dass zeit eine qualität hat und nicht nur eine messgröße ist. zum beispiel, dass wir das chaos unseres lebens wie eine gestalt beschreiben können, deren bildeprinzipien sich als attraktoren und deren zusammenwirken darstellen lassen. ich neige da zu einem konstruktivistischen ansatz: ich gebe dem, was ich wahrzunehmen meine, eine bedeutung, und damit wird es für mich bedeutsam. im austausch mit anderen erweist sich, ob meine annahmen geteilt werden, ganz oder teilweise, und so kommt es zu konstruktionen und welt-anschauungen im wahrsten sinn des wortes.

    ebenso ist es m.e. mit der deutung von horoskopen ... wir geben einer an sich begriffslosen ganzheit durch das herausziehen von einzelnen gesichtspunkten punktuelle be-deutung, mit allen problemen, die damit verbunden sind. aber diese probleme hat auch ein diagnostizierender arzt oder ein träume deutender tiefenpsychologe, solche unschärfen sind kein privileg der astrologie.

    vor diesem hintergrund ist die astrologie für mich die chance, einblicke in meine individuelle ordnung im kontext übergreifender ordnungen zu erhalten (holons in holarchien, um mit ken wilber zu reden). und die chaosforschung hat meine astrologische arbeit immens bereichert, nicht zuletzt durch berechnungsverfahren, die mit der anwendung fraktaler (und sehr einfacher) berechnungen eine dynamisierung des geburtshoroskops in die zeit hinein erlaubt - die evolution individueller zeitqualität vor dem hintergrund der kosmischen evolution wird abbildbar.

    aber das muss erst mal reichen ... keine ahnung, ob es in irgendeiner weise mit deinen fragen zu tun hat, und vor allem: es ist nur eine möglichkeit von vielen, astrologie zu betrachten.

    alles liebe, jake
     
  3. Jagran

    Jagran Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2004
    Beiträge:
    64
    Ort:
    Wien
    hallo jake

    danke fuer deine ausfuehliche antwort.

    das muss ich jetzt erst mal sacken lassen.

    lg
    jagran
     
  4. Roah

    Roah Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2005
    Beiträge:
    990
    Ort:
    Wien
    Hallo Jagran!

    Nicht bei Ihrer Geburt erhalten die Menschen ihre Eigenschaften sondern alle Eigenschaften eines Lebewesens erhält dieses zum Zeitpunkt der Zeugung. Die haploiden DNA Stränge der Keimzellen vereinigen sich (im Falle des Menschen zu einem Strang mit 48 Chromosomenpaaren) und das ergibt die Eigenschaften des Lebewesens Mensch - das sind die angeborenen Eigenschaften ---
    doch dieses Lebewesen entwickelt sich wie jedes andere natürlich auch - dies wäre dann mit dem Begriff - erworbene Eigenschaften am besten beschrieben wie ich meine --

    Zum Thema Astrologie - Einfluß von Himmelskörpern auf Lebewesen - da in der Natur alles in einem kausalem Zusammenhang steht meine ich dass sehrwohl Himmelskörper einen Einfluß auf Lebewesen haben - Mond - bewirkt Ebbe und Flut - ohne die Gezeiten gäbe es kein Leben so wie wir es kennen auf unserem Planeten - Mondphasen - Zykluslänge der Frau - Schwangerschaft 10 Mondmonate - 280 Tage .

    Habe mir mal ein Horoskop (Geburtshoroskop) vor Jahren machen lassen - es stimmte relativ viel was mir da "gedeutet" wurde - doch wäre die Möglichkeit denkbar dass dies für jeden stimmen könnte - ob es wer glaubt oder nicht sei dem Einzelnen überlassen.. und wenn es wer glaubt wird es für denjenigen die "Wahrheit" sein -- :rolleyes:

    Der Hintergrund: Menschen wollen nun mal wissen - Neugierwesen - daher immer auf der Suche nach Wahrheiten -

    Gruß Roah
     
  5. Jagran

    Jagran Mitglied

    Registriert seit:
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    Wien
    Schoen erklaert, aber ich meine die Eigenschaften die man einer Person mit einem bestimmten Sternzeichen zuordnet. Und da ist ja nicht der Zeitpunkt der Zeugung sondern der Zeitpunkt der Geburt ausschlaggebend.
    Das Baby kommt aus dem Bauch der Mama heraus und zu dem Zeitpunkt entscheidet sich je nach Stand der Sterne welche Eigenschaften der Mensch verkoerpert. Ist das so in etwa richtig? Das ist der Punkt den ich nicht verstehe.


    Du hast recht der Mond hat grossen Einfluss auf uns Menschen und auch auf die Tiere und Pflanzen. Das nun die Planeten auch Einfluss haben kann ich mir auch noch Vorstellen. Aber wie kann man sich diese verschiedenen Energien die sie aussenden erklaeren.
    Die Sterne jedoch sind lichtjahre von uns entfernt, die bewirken keine Ebbe oder Flut auf unserem kleinen Planeten Erde.

    Also doch nur Glaube?

    Diejenigen die Astrologie entdeckt haben muessen doch auch ueber das Hintergrundwissen verfuegt haben, oder?

    lg
    Jagran
     
  6. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Hallo lieber Jake, hallo Jagran,

    Zunächst einmal finde ich es einfach toll, dass hier so ausführlich auf diese Frage geantwortet wurde! :) Die Ausführungen von Rhoan finde ich auch diskussionswürdig, da man sich ja schon im Altertum darüber Gedanken machte, was nun besser wäre: Ein Horoskop von der Geburt, oder ein Horsokop vom Augenblick der Empfängnis. So ein Horoskop mag sicher Auskunft geben, was die pränatale, symbiotische Phase eines ungeborenen Kindes anbelangt. Die Ägypter rechneten die Mondphasen zurück, also so zwischen 270 und 280 Tagen und kamen auf den genauen Zeitpunkt, indem sie den Radix-Mond mit der Stelllung zum Zeitpunkt der Zeugung gleichschalteten. Also, ein Radix-Mond im Löwen würde bedeuten, dass bei der Zeugung dieser Mond auf genau gleicher Stelle, also gradgenau gestanden haben muss.

    Man kann ja selbst hierzu nachsehen. Ähnliche Techniken bietet auch der bekannte Astrologe Peter Orban mit seinen "Personaren", worin sich Horoskope für jeden einzelnen Planeten stellen lassen. Sicher alles sehr interessant, aber das Radix ist letztlich immer das wichtigste Horoskop, da es den Eintritt, den Wechsel von der pränatalen Phase in den Moment der Geburt exakt aufzeigt.

    Ich persönlich habe schon einige wichtige Schlüsse ziehen können, sobald ich ein Geburtshoroskop Stunden und MInuten vor der Geburt mir ansehe, im Minutenfilm sozusagen, was zumindest die letzte pränatale Phase vor der Geburt sehr aufhellen kann. Ein Horoskop ist ja etwas dynamisches, so wie das Leben selbst auch. Das Radix zeigt sozusagen ein Bild von einem langen Film auf, aber dieses eine Bild bei der Geburt ist deswegen so wichtig, weil diese ja den Anfang eines Lebens bildet, welches als Lern- und Erfahrungsprozess zu verstehen ist. Die Analogien habt ihr ja bereits in Bezug gesetzt.

    Mit lieben Grüßen!

    Arnold
     
  7. Jonas

    Jonas Sehr aktives Mitglied

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    Köln
    Hallo Arnold.

    Ich sehe das so: Die Seele ist immer da. Sie ist vor der Empfängnis da und sie ist auch danach noch da. Sie ist schlicht immer da. Das Universum, einfach alles ist Seele. Und wenn nun die Seele mit der Hülle des Körpers geboren wird, der Körper ist hierbei ein Werkzeug. Dann fängt die Aufgabe der Seele an, die sie sich gestellt hat, hier auf der Erde. Deshalb sehe ich die Geburt auch als sehr wichtig an. Aber auch wie die Geburt ablief.

    Viele Grüße

    Jonas
     
  8. SpiritChaser

    SpiritChaser Neues Mitglied

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    hmm, hmm...

    um eine verknüpfung zwischen astrologischen untersuchungs- und aussagemöglichkeiten und dem zeitpunkt der empfängnis herzustellen, müsste lediglich ein klitzkleines problemchen gemeistert werden: der zeitpunkt der empfängnis müsste hinreichend gesichert und nachprüfbar bekannt sein... :)

    in der praxis wohl kaum zu lösen, oder?

    den augenblick des ersten atemzugs als grundlage für die erstellung des horoskops heranzuziehen, liegt folgende überlegung zugrunde: dies ist der beginn der wechselwirkung zwischen unabhängigem individuum - in welchem sich die seele inkarniert hat - und dem ganzen; auch wenn vom ganzen zunächst nur der ausschnitt der direkten umgebung wahrgenommen wird.

    jedenfalls funktioniert astrologie ja in zwei richtungen: sie gibt einblick, wie das individuum seine umwelt wahrnimmt und sich in diese einbringt, aber genauso, wie die umgebung auf das individuum einwirkt und dieses dabei prägt oder zu prägen versucht.

    letztlich ähnlich wie jake aus dem lager der ablehnenden skeptiker zur astrologie gekommen, sehe ich mich heute eher als anwender, dem sie sich als erfahrungswissenschaft - oder wegen mir -disziplin - immer wieder bestätigt. warum sie funktioniert, das entzieht sich letztlich doch immer wieder meinem verständnis. ich glaube an sie - aber nicht im sinne einer art religion, sondern aufgrund meiner eigenen beobachtungen und erfahrungen, die ich in jahren mit ihrer anwendung gemacht habe.

    schliesslich kann man ja auch ganz wunderbar ein automobil nutzen, ohne selbst eines konstruieren können oder auch nur seine konstruktion verstehen zu müssen... ;)

    "beweisen" - auch wenn die grundlagen ihrer funktionsweise sich hartnäckig menschlichem verständnis entziehen - wird sie sich wohl nur dem, der ihr aufmerksame praktische untersuchung widmet. theoretische überlegungen werden wohl tendenziell eher zum ergebnis "blödsinn" kommen...

    namoh
    spirit
     
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