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Übersäuerung

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von Ottokar, 23. Januar 2007.

  1. Ottokar

    Ottokar Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2006
    Beiträge:
    401
    Ort:
    Berlin
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    Normalerweise werden überschüssige Säuren der Nahrung und Säuren, die im Stoffwechsel entstehen, Über die Lunge oder über die Nieren ausgeschieden. Wenn die Ausscheidungskapazität jedoch durch Krankheit verringert oder Überbeanspruchung Überfordert wird, kommt es zur Chronischen Azidose, umgangssprachlich auch bezeichnet als Übersäurung.

    Die Chronische Respiratorische Azidose (CRA) kann entstehen, wenn die Abatmung von Kohlendioxid über die Lunge behindert wird. Das kann zum Beispiel der Fall sein bei Tbc, mechanisch deformiertem Brustkorb oder bei psychisch bedingt flacher Atmung (Depression).

    Chronische Metabolische Azidose: Aus einigen Aminosäuren des Nahrungseiweisses entstehen im Stoffwechsel Salzsäure und Schwefelsäure. Zusätzlich entstehen andere Säuren wie Phosphorsäure, Harnsäure, Milchsäure etc. Diese Säuren können nicht abgeatmet werden und heissen deshalb fixe Säuren. Die gesunden Nieren haben nur eine bestimmte anlagebedingte Ausscheidungskapazität für fixe Säure, die noch krankhaft verringert sein kann. Wenn diese Ausscheidungskapazität infolge relativ
    hohem Proteinverzehr Überschritten wird, wird die nicht ausscheidbare Säure nicht etwa im Blut angereichert, sondern im Sinne eines Ionenaustauschers an das umgebende Gewebe gebunden. Die Funktionen dieses Gewebes werden deshalb gestört. Darin besteht der eigentliche krankmachende Effekt der Übersäuerung. Die chronische metabolische Übersäuerung bekämpft man in der Klinik mit vorsichtigen Bicarbonatinfusionen, z.B. nach Dialyse. Ernährungsmässig verzichtet man eine gewisse Zeit auf Eiweisse in der Nahrung. DEn Diabetikern hat man früher zur Entlastung der Bauchspeichdrüse täglich bis zu 30g Bicarbonat gegeben. Über Einzelheiten der CMA kann man sich z.B. in Publikationen der Universität Erlangen (Arbeitskreis Prof.Dr.med Stefan Silbernagl) oder im Internet informieren. Via Google findet man reichlich Publikationen, z.B. diese hier:

    (Zitat Anfang)
    Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Jahrgang 29, Nr. 2/2000, S. 71-80
    Chronische metabolische Azidose: Werden die klinischen Konsequenzen
    unterschätzt?
    U. Bahner1, K. Sebekova3 und A. Heidland2 1Kuratorium für Dialyse und
    Nierentransplantation, 2Medizinische Universitätsklinik, Würzburg, 3Institut für
    Präventive und Klinische Medizin, Bratislava

    Metabolische Azidose (MA) infolge eiweißreicher Kost, Bikarbonatverlusten (renal-tubulär oder intestinal) oder Niereninsuffizienz kann selbst bei geringer Ausprägung zu multiplen Störungen führen. Hormonale Alterationen betreffen die Wachstumshormon-insulin-like-growth-factor-Kaskade, die Schilddrüsenfunktion, die Insulinsekretion und -wirkung, das Parathormon und die Plasmakatecholamine. Folgen des gestörten Eiweißstoffwechsels sind Minderwuchs, Katabolismus, Muskelschwund und negative Stickstoffbilanz. Als Ursache wurde eine Stimulation desATP-abhängigen Ubiquitin-Proteasom-Stoffwechselweges sowie eine erhöhte Oxidation verzweigtkettiger Aminosäuren nachgewiesen. Im Knochen führt die chronische MA zu Demineralisation, Stimulation der Osteoklasten- und Hemmung der Osteoblastenaktivität. Bei erhaltener Nierenfunktion kann eine Hyperkalzurie zur negativen Kalziumbilanz und Knochendemineralisation beitragen. Weitere Effekte der MA auf die Niere sind Tubulushypertrophie (infolge gesteigerter Ammoniogenese), Nephrokalzinose und Urolithiasis (infolge Hyperkalzurie und Hypozitraturie) sowie erhöhte Inzidenz von Nierenzysten. Die Frage, ob Azidoseausgleich die Progredienz chronischer Nephropathien verlangsamt, ist bis heute nicht definitiv entschieden. Vor Azidosekorrektur sollte eine Hyperphosphatämie effektiv behandelt sein, um das Risiko der Kalziumphosphatpräzipitation in Weichteilen, Herzklappen und im Nierenparenchym auszuschließen. (Zitat Ende)

    Schönen Gruß
    Otto
    --
     
  2. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Lieber Otto,

    kannst du das bitte in einfache Worte kleiden? Ich brauch einen Medizinduden um das in allen Einzelheiten zu verstehen.
     
  3. Ottokar

    Ottokar Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2006
    Beiträge:
    401
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    Berlin
    Liebes Indigomädchen :)

    'tschuldigung. Hier hast du meine (unvollkommene) Übersetzung:

    Metabolische Azidose (MA, Übersäuerung) kann Folge eiweißreicher Kost oder Bikarbonatverlusten über Nieren oder Darm sein und kann selbst bei geringer Ausprägung zu vielfachen Störungen führen. Bicarbonat (Bullrich's Salz) ist eine Base. Basenverlust bedeutet logischerweise Übersäuerung.

    Hormonelle Störungen betreffen das Wachstumshormon, die Schilddrüsenfunktion, die Insulinsekretion und -wirkung (Diabetes mellitus), das Parathormon aus der Nebenschilddrüse, Adrenalin und Noradrenalin. Minderwuchs, allgemeiner Abbau und Muskelschwund sind die Folge. Das Parathormon ist ein Hormon der Nebenschilddrüsen, das den Knochenstoffwechsel entscheidend mitsteuert.

    Im Knochen führt die chronische MA zu Abbau der Gerüstsubstanz (Calciumphosphat wird aufgelöst) und zur Stimulation der Osteoklasten- und Hemmung der Osteoblastenaktivität. Osteoklasten und Osteoblasten sind die Knochenzellen,, die für Kbochenabbau und -aufbau zuständig sind. Beim Gesunden befinden sich beide im Gleichgewicht. Phosphat ist stark basisch und zieht deshalb bevorzugt die mit dem Blut durchströmende Säure an.

    Weitere Effekte der MA auf die Niere sind unter anderem Nierenzysten. Um die Übersäuerung nach Dialyse zu neutralisieren, geben die Nierenspezialisten Bicarbonat-Infusionen (Bullrich's Salz). Damit muß man jedoch sehr vorsichtig sein, damit es nicht zur Ablagerung von Calciumphosphat in Weichteilen, an Herzklappen oder in den Nieren kommt

    Schönen Gruß
    Otto
    :escape:
    --
    "Die Sprache der Wissenschaften neigt dazu, um so unverständlicher zu werden, je leichter das jeweilige Thema in allgemeinverständlicher Sprache behandelt werden könnte. Dann erst nämlich muß um den wissenschaftlichen Ruf gerungen werden, der sich in Deutschland auf nichts so fest gründet wie auf Unverständlichkeit." - (Rudolf Walter Leonhardt)
     
  4. auf|gefädelt

    auf|gefädelt Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. April 2004
    Beiträge:
    1.294
    Ort:
    Unterwaltersdorf
    Lieber Ottokar,
    du hast ein äußerst profundes Wissen und du willst wirklich nicht mehr praktizieren?

    :liebe1:
     
  5. hm ... gegen Übersäuerung kann man eine Basenkur machen oder diese sogar als Nahrungsergänzung auf lange Sicht gesehen verwenden.

    Weniger Milch trinken und weniger Fleisch essen soll ja auch helfen, zwecks Eiweiß ;-)

    Gruß Elvira
     
  6. Ottokar

    Ottokar Mitglied

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    401
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    Berlin
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    Hallo Elvira-Yvette,

    Richtig. Wer keinen Appetit auf Bicarbonat (Bullrich's Salz) hat, ißt einfach eine gewisse Zeit vorwiegend Gemüse und kaum Fleisch. Berechnung von Milch ist vermutlich eher bei schwerer Niereninsuffiziens (Dialyse) notwendig. Dabei geht es aber auch um das Wasser. Gegen die Übersäuerung aufgrund flacher Atmung (CRA) hilft z.B. Jogging.

    Schönen Gruß
    Otto
    --
    :schaf:
     
  7. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Hallo,

    @ Otto - Danke!

    Es gibt auch Schmackhafteres als Speisesoda (Bullrichsalz, Bicarbonat). ZB Brottrunk. Er schmeckt echt scheußlich pur getrunken, aber wenn ihr ihn statt Essig im Salat oder statt Wein in einem Spiritzer trinkt, ist kaum noch ein Unterschied zu merken und das ist ein Basenspender, der seinesgleichen suchen kann.

    So richtig schön kann man sich die Darmflora und damit den ganzen Organismus ruinieren (übersäuern), indem man hauptsächlich Raffiniertes, Konservierungsmittel und durch Antibiotika und Stress wegen falscher Tierhaltung verseuchtes Fleisch regelmäßig zu sich nimmt.

    Für die Übersäuerung ist nicht nur schlechte Nahrung verantwortlich, sondern auch falsche. Hier möchte ich die Blutgruppendiät erwähnen. Eine Blutgruppe 0 wird auf lange Sicht ernsthaft krank, wenn sie sich nur vegetarisch ernährt, der Blutgruppe A tut vegetarische Ernährung so richtig gut. Nur die Blutgruppen B und AB vertragen Kuhmilchprodukte. Vielleicht erklärt das den Beitrag von Elvira-Yvette näher.

    Im Zweifelsfall sollte man einen Arzt fragen.

    Wünsche euch allen Gesundheit!
     
  8. Soviel mir bekannt ist wird der Organismus ab einem Verzehr von 1/2 Liter Milch pro Tag übersäuert. (Also nicht nur eine Situation für Nierengeschädigte)
    Interessant ist vielleicht auch folgendes darüber zu lesen:

    http://www.diealternativen.de/gesundheitmilch.htm

    :winken5:
     
  9. Ottokar

    Ottokar Mitglied

    Registriert seit:
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    Berlin
    Hallo Elvira-Yvette,

    1/2 Liter Milch erscheint mir aber sehr wenig. Bist du sicher? :) Wie dem auch sei, bei Eiweißüberernährung (Fleisch, Käse, Milch, pflanzliches Eiweiß)übersäuert man. Fleisch und Milch sind deswegen nicht böse - bloß man darf insgesamt nicht zuviel davon einnehmen. Mir ist so, als ob man nicht mehr als 60 g Eiweiß pro Tag braucht. Diese Menge wird mit 1/2 Liter Milch noch nicht erreicht. Man darf demnach als Gesunder unbesorgt diese Menge trinken. Es gibt noch ein paar andere Ursachen für Übersäuerung, z.B.

    1. flacher Atem bei deformiertem Brustkorb. Das war früher bei Schusterjungen oft der Fall, weil sie die Schuhe zum Benageln vor die jugendliche Brust gehalten haben. Heute gibt es das aus diesem Grunde kaum noch. Es gibt aber verschiedene andere Gründe für BK-Deformation.

    2. Verringerte Ausscheidungskapazität der Nieren bis hin zur Niereninsuffizienz

    3. Dialyse mit Verlust an Bicarbonat (Bullrich's Salz) Bicarbonat ist unser physiologischer Entsäuerer. Manche Arzneimittel enthalten auch Citrat oder ähnliches. In der Krebstherapie hat man früher ein Salz der Glucuronsäure zur Entsäuerung verwendet. Das soll von allen am besten gewesen sein. Der östereichische Frauenarzt Bernhard Aschner lobte u.a. Natriumacetat. Dazu habe ich ein schönes Beispiel. Er hat einer Frau, die sich nicht operieren lassen wollte, neben Anwendung von Schierling-Salbe damit ein "doppelmannskopfgroßes" Myom aus der Gebärmutter entfernt.

    4. gewisse Darmkrankheiten

    Schönen Gruß
    Otto
    --
    :schaf:
     
  10. yelena234

    yelena234 Mitglied

    Registriert seit:
    18. Januar 2006
    Beiträge:
    382
    Ort:
    Von Klagenfurt ueber die Grenze
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    Hallo Indigo-Maedchen,

    Ehrlich gesagt, ich mag solche Leute wie du.

    Das sage ich auch oft, wenn die Leute viel schreiben oder reden und am Schluss versteht man fast nichts: kannst du bitte, das uebersetzen?

    Liebe Gruesse,
    Yelena
     
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