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TOTAL LEBEN und gleichzeitig sein eigner Zeuge sein: Ein Widerpruch in sich ??

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von tell_el_amarna, 20. November 2007.

  1. tell_el_amarna

    tell_el_amarna Mitglied

    Registriert seit:
    21. April 2005
    Beiträge:
    119
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    Liebe Freunde:

    Einige Meister lehren als "Yoga" eine Lebensweise, die darauf abzielt "total zu leben", total fühlen, spüren, riechen, lieben, seine Sinne zurückgewinnen, etc.
    Osho meinte, wenn man total lebt und im Moment aufgeht, dann ist das Meditation und so kann man Gott erfahren.

    Ich habe in der letzten Zeit ziemliche Fortschritte darin gemacht, v.a. im Bereich Klangwahrnehmung, Musik, etc. Und ich bin in der Wahrnehmung, und im emotionalen Bereich intensiever geworden. Mich berühren Momente, Ereignisse, die mich vorher kalt liessen.

    Was mir aber auffällt: je mehr ich die schönen Seiten des Lebens wahrnehmen kann, je mehr ich sie geniesse und je bewusster ich sie erlebe: im selben Aussmass, so kommt mir vor, betreffen und verletzen mich die "schlechten" Momente im Leben: Wut, Zorn, Enttäuschung.

    Das ist durchaus logisch fuer mich, denn total Leben heisst ja eben alles intensiver zu leben, somit die guten wie die "schlechten" Momente.

    Mich interessiert nun: Osho empfiehlt auch eine Meditationsuebung, die darauf abzielt "sein eigener Zeuge" zu werden. Dies vor allem Zeuge seiner eigenen Gedanken, diese mit Distanz wahrnehmen und sich nicht damit zu identifizieren.

    Das ist aber meiner Meinung nach ein Widerspruch: Wie kann ich TOTAL leben, und im selben Augenblick mich nicht damit identifizieren - sprich - eine passive Beobachterposition einnehmen ???????

    Mich wuerden eure Kommentare interessieren, denn einerseits gefällt mir mein Fortschritt beim total Leben. Ich will diese Art zu Leben nicht aufgeben, aber anderseits will ich von den negativen seiten mich nicht zu sehr beeinträchtigen lassen.
     
  2. Laila Ananda

    Laila Ananda Mitglied

    Registriert seit:
    6. Februar 2007
    Beiträge:
    244
    Hallo tell_el_amarna,

    du hast es selbst erlebt. Die schönen Seiten des Lebens werden intensiver.
    Und somit natürlich auch die andere Seite der Medaille.
    Die Intensität kann sich in der Dualität, in der wir hier auf der Erde leben, nicht nur auf die eine Seite fokussieren.
    Entweder ist alles lau oder heiß...je nachdem, ob du dich für ein authentisches Leben entscheidest oder nicht.

    Der Beobachter ist in dir, DAS, was IMMER ist und nie vergeht.

    Wenn du ES (den Beobachter) noch nicht wirklich wahrnimmst, sondern nur vom Kopf her verstehst, dann lass das einfach weg.
    Du bist mit der Wahrnehmung deiner wahren Gefühle, ob gut oder schlecht, erst mal in einem "Vollzeitjob" 24 Stunden, angekommen.
    Lass es wachsen...
    Irgendwann wird sich der "Beobachter" ganz von allein in dir melden...

    Osho ist wunderbar. Lies ihn, genieße ihn. Aber analysiere ihn nicht.
    Und noch etwas: Oshos Aussagen über das Leben sind paradox. So paradox wie das Leben selber...

    Laila:clown:
     
  3. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Nein, es ist kein Widerspruch, obwohl es wie einer klingt.

    Probier es einfach aus, den Spagat zwischen den beiden Polen. Dann wirst du wissen, worums geht :)
     
  4. ALnei

    ALnei Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. November 2007
    Beiträge:
    10.182
    Hallo, Tell el Amarna !

    Wenn der Osho das gesagt hat, ist das vielleicht so, weil ER das so sehen konnte.

    Du beobachtest nicht nur deine Gedanken, sondern auch andere Aspekte deines Wesens, deinen Körper, zum Beispiel.

    Deine Gedanken zu Sehen heisst vielleicht, sie mit deinem Bewusstsein zu umfassen, bewusst zu denken.

    Was sind dann eigentlich unsere Gedanken ?
    Die Wörter von jemand anderem, die wir in uns nachmachen ?
    Die Ohrwurm-Lieder, die sich in unserem Gedächtnis aufhalten ?

    Da gibt es viel zu meditieren.

    Gruß, ALnei
     
  5. tell_el_amarna

    tell_el_amarna Mitglied

    Registriert seit:
    21. April 2005
    Beiträge:
    119
    Hmm, ist ja ziemlich kompliziert und philosophisch das ganze.

    Ich stelle mal paar Grundsatz-Fragen auf:

    - Kann der gleichmütige Buddhist ueberhaupt ein totales, intensives Leben fuehren, oder enthält er sich den Höhen und spuert deswegen auch keine Tiefen? Ist das nicht ein farbloses Leben?

    - Ist die Idee diese, dass man die guten Momente auskostet und total in sie hineingeht, und bei den schlechten, traurigen sich sagt: So, ich kann das lenken. Da mach ich nicht mit. Ich lasse mich nicht in die Traurigkeit hineinziehen?

    - Kann man gleichzeitig präsent und irgendwie doch nicht präsent sein?

    - Kann ich mich von meinen Gedanken, von meinen Wahrnehmungen trennen und doch mich damit identifizieren , oder ist das ein Ding der Unmöglickeit?
     
  6. ALnei

    ALnei Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. November 2007
    Beiträge:
    10.182
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    Hoy.

    Ich selber konzetriere mich schon länger auf die Musik, die ich mache, meditative Musik.
    Durch die Zeit bin ich viel sensitiver geworden, ich höre viel besser, ich höre besser zu.

    Aber was ich höre, ist oft schwer zu ertragen.

    Würde ich das alles machen, wenn ich die Folgen schon vorher gewusst hätte ?

    Wahrscheinlich schon.

    Liebe Grüsse, ALnei
     
  7. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Ich werd dir nur die Sachen beantworten, die ich wirklich sicher weiß.

    Du würdest staunen, was für ein farbiges Gefühlsleben sogar buddhistische Mönche haben. Wie die lachen können und lustig sein und Daumen drücken für Fußballmannschaften, und aber auch traurig, wenn sie jemanden Lieben verlieren... "Gleichmut" zu erlangen bedeutet ja nicht gefühllos zu werden, sondern nur, sich nicht in den Gefühlen rettungslos zu verlieren!

    Eigentlich ist es bei beidem gemeint - erlebe das Angenehme und erlebe das Unangenehme und verliere dich in beidem nicht. Im Fall, daß dir etwas Schönes widerfährt, bewahrt diese Einstellung sicher vor Übermut und Überheblichkeit - wenn du im Hinterkopf behältst, ist schön, aber geht irgendwann vorbei - und wenn du etwas Schlimmes erlebst, hilft es ganz entschieden, den Kopf oben zu behalten.
     
  8. Vor v Zakone

    Vor v Zakone Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. November 2007
    Beiträge:
    19
    Hallo!

    Also meine Meinung dazu.

    Das Leben in der Gegenwart, ist in meinen Augen das einzige was richtig ist, alles andere ist in MEINEN augen theorie, und theorie basiert nicht auf das reale Leben, es gibt einen Unterschied zwischen THEORIE und PRAXIS!
    wie das beste beispiel das so viele Leute kennen, ein Gelehrter sitzt unter einem Apfelbaum und studiert den Geschmack von Äpfel. Genauso wiedersprüchlich ist die komplette Philosophie des Lebens :clown:

    früher in den jungen jahren, mit 16 verstand ich es nicht, als ich damals noch Esoterik lass, ich wollte was erreichen, ich prüfte immer alles, habe dies und jenes unternohmen, zig tausende Räucherstäbchen Kuren und Reisen in meine Fantasien. Ja es war alles spannend, und schön. Doch weiter als in eine andere Phantasie und einen neuen quelenden und anhanftenden Gedanken hat es mich nicht gebracht. Ich kämpfte gegen das Ego so wie die Gelehrten in den Schriften es in meinen jungen naiven augen es mir befahlen so gegen 24 :weihna1 doch ich merkte nicht das ich eigentlich gegen mich selbst das was garnicht existiert kämpfte, wie der Don gegen die Windmühlen :) Ich merkte nicht das alles sich eigentlich in den Gedanken dreht. Dann waren Esoteriker da die teuere Seminare gaben oder selbst hingingen, und vorlasen wie man sich vom Ego befreit, obwohl sie selbst schon im kopf eine egoistische rolle anahmen nämlich eines ´´Lehrer´´ das alles ist paradox und nur sehr wenige leute begreifen es meistens es in den späten jahren. Was aber auch nicht sein muss.

    Ich verstand, mann kann keinen lauwarmen weg gehen, entweder man geht diesen oder diesen den mittleren weg da hinten gibt es nicht, das ist der Holzweg der sogennanten ´´neuen´´ Spirituellen, die es garnicht merken das sie wiedermal in der Fantasy sind.

    Darum sage ich dir, bleib auf dem Weg der Gegenwart, es ist ohne Gedanken, es ist so wie es ist, nicht blau und nicht rot es ist einfach das was es ist.... :)
    Ende nicht als Theoretiker der immer noch unterm Apfelbaum sitzt. Trau dich esse einen Apfel.

    Osho ist wunderbar, so wie ich es sehe, lachte er sich jeden tag ins fäustchen, weil seine Philosophie keinen sinn ergab, und das ist das was er zeigen wollte das eure Gedanken das gleiche machen. Naja man braucht einige zeit um es zu verstehen, und vieleicht ist sogar der erste Gang durchs Schlangenloch sehr wichtig um es zu kapieren, und endlich ruhig zu werden und endlich zu bemerken wie einfach alles ist und das die kleinen bunten steinchen am wegesrand die du nie mit deinen ´´philosophischen´´ ´´esoterischen´´ ´´kommunistischen´´ sexistischen´´ coolen´´ AUGEN nie gesehen hast. Und wenn du sie jemals erblickst dann weist du, das es so weit ist :kuss1:

    Ich hoffe ich konnte dir helfen.
    mir hat die Gegenwart auch Eckhart Tolle geholfen zu verstehen, doch hafte dich auch nicht an ihn, vergesse nicht es ist alles nur ein Gedanke.
    Deine Existenz ist ein Gedanke, du bist ein gedanke. Nur das was da ist und das was nicht im Gedanken ist, ist das was Gott genannt wird.

    Lieben gruss.
    Vor v Zakone
     
  9. Jens Friedrich

    Jens Friedrich Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2007
    Beiträge:
    191
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    Zug, Schweiz
    Die Lüge ist, das beides getrennt sei und daher ein scheinbarer Widerspruch. Aber diese Lüge ist im Verstand nicht in der Realität.

    Der Beobachter ist im Zentrum, nicht im Verstand. Du bist der Beobachter breits, du hast es nur vergessen und dein Verstand denkt sich imer wieder neue Ideen aus, damit du dich nicht erinnerst.

    Atme einfach und erlaube dir, in dein Zentrum zu kommen.

    Jens Friedrich
     
  10. tell_el_amarna

    tell_el_amarna Mitglied

    Registriert seit:
    21. April 2005
    Beiträge:
    119
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    klingt sehr plausibel.
    Danke, daran hab ich noch nicht gedacht.

    Wenn man sich damit beschaeftigt, da kanns dann wirklich mal klick machen, und alles ist auf einmal anders, viel schöner.

    Osho meint auch, man sollte versuchen, seine Routine-Handlungen (gehen, geschirrwaschen, etc.) zu entautomatisieren. Hatte da auch schon mal so kleine Erfolge, da machts wirklich klick und man hat eine Sensation und Wahrnehmung von etwas das man vorher nie (so) wahr genommen hatte.
     
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