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Tod Einer Unschuldigen

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Felice, 24. Juni 2008.

  1. Felice

    Felice Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2008
    Beiträge:
    7.536
    Ort:
    Wien
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    TOD EINER UNSCHULDIGEN

    Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an
    Deine Worte.
    Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und
    so trank ich keinen Alkohol.
    Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie
    Du es vorhergesagt hattest.
    Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami,
    auch wenn die anderen sich mokierten.
    Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass
    Du immer Recht hast.
    Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle
    fahren weg.
    Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich,
    dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund
    Deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und
    fein.
    Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die
    Strasse ein.
    Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein
    Wagen traf mich mit voller Wucht.
    Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich
    den Polizisten sagen, der andere sei betrunken.
    Und nun bin ich diejenige, die dafür büssen muss.
    Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte,
    komm' doch schnell.
    Wie konnte mir das passieren? Mein Leben
    zerplatzt wie ein Luftballon.
    Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste
    ist von mir.
    Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine
    Hilfe mehr für mich gibt.
    Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es,
    ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die
    anderen, Mami, die haben einfach nicht
    nachgedacht.
    Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie
    ich, Mami.
    Der einzige Unterschied ist nur: Er hat
    getrunken, und ich werde sterben.
    Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das
    ganze Leben ruinieren.
    Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie
    Messerstiche so scharf.
    Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft
    herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt
    nur dumm.
    Sag' meinem Bruder, dass er nicht weinen soll,
    Mami. Und Papi soll tapfer sein. Mami schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.
    Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht
    trinken und dann fahren.
    Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich
    noch leben.
    Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große
    Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du
    warst immer da, wenn ich Dich brauchte.
    Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor
    ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem
    Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die
    sterben muss?
     
  2. Felice

    Felice Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2008
    Beiträge:
    7.536
    Ort:
    Wien
    Als ich das gelesen habe, hatte ich Tränen in den Augen. Wie kann sowas passieren? Man fühlt sich so machtlos, wenn man das liest, weil man weiss, es passiert jeden Tag, immer wieder.
     
  3. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.309
    Tja... diese Frage ist ganz leicht zu beantworten. Ein minimaler Zeitunterschied, irgendwo in der Zeit vor dem Unglück, hätte alles verändert. Da hätte schon ein Glas Bier gereicht denke ich .... :D :escape:
     
  4. Atreya

    Atreya Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2008
    Beiträge:
    563
    Ort:
    Bregenz, Österreich
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    Hallo Felice,
    finde ich auch sehr berührend.

    Ich denke, es geschieht, ob unschuldig oder nicht, allen. Wenn die Stoßgebete, letzten Gedanken, Versuche noch zu bereinigen, ... hörbar wären, von Menschen kurz vor dem Hinübergehen, wäre es immer berührend.

    Ich finde deinen Text sehr schön und einladend, sich mit dem Weggehen von Menschen auseinanderzusetzen.

    lieben Gruß Atreya
     

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