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this is mad

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von Dead@now, 24. Februar 2004.

  1. Dead@now

    Dead@now Guest

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    Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.

    All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem „Petshop“, einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen. Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen „oh, sind die süß, ich will eines“, aber dann gehen die Leute wieder fort. Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

    Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft ! Jetzt wird alles gut ! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen. Ich heiße jetzt Lea. Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

    Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen. Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es „genetisch“ und „nichts machen“. Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen. Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten ! Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich... Gottseidank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware. Lea

    fand diese traurige hundestory im net :(
    http://www.shuranaa.de/Ein Hundeleben.htm

    Dead@now
     
  2. Dane

    Dane Guest

    mich hat deine geschichte hier sehr berührt !

    damit tiere nicht nochmehr zur massenware werden, appeliere ich eh immer dafür sich den züchter genau anzuschauen.

    am besten ist, ein tier aus dem tierheim zu holen.

    einige tierärzte kommen auch ins haus. als unser panther mit fast 17 jahren so schwach und krank war, kam eine tierärztin hier her und hat ihn hier im wohnzimmer eingeschläfert.
    wir alle waren um ihn rum(3 kinder,2 erwachsene) und die andern katzen(2 junge kater). es war ein schöner abschied und ein ganz friedlicher übergang.

    lieben gruß
    Dane
     
  3. Alice

    Alice Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    336
    Eine sehr sehr traurige Geschichte.

    Ich weiß, wie es ist, ein liebes Tier zu verlieren.
     
  4. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2003
    Beiträge:
    39.559
    Ort:
    Wien
    Hallo Dead@now - ich kenn den Text und könnt jedesmal wieder heulen.

    Übrigens - meine Hündin Maggie ist zur Zeit in Marokko und sucht durch das Erdbeben vermisste Menschen.

    Haltet die Daumen........................



    Alles Liebe
    Mandy
     
  5. Dead@now

    Dead@now Guest

    Mandy

    supper, da haben wir eine schlauen huendin hier im forum... that's great :jump5: sehe bildlich wie ungeduldig Maggie auf den truemmernhaufen nach verschueteten sucht.
    gib ihr ein dicken kuss von Dead@now wenn sie zurueck ist.

    Dead@now
     
  6. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2003
    Beiträge:
    39.559
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    Danke dir - ich werd sie knuddeln.

    Ich hab seit heute morgen, wo sie angekommen sind nichts mehr gehört - ich hoffe, dass alles ok ist und dass keine schlimmeren Nachbeben mehr kommen.....


    Ich bin aber mächtig stolz auf sie


    :daisy:
    Mandy
     
  7. Dead@now

    Dead@now Guest

    hallo Mandy

    na da hast du ja eine huebsche Magie, ist das ein golden retriever?

    Dead@now
     
  8. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2003
    Beiträge:
    39.559
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    Wien
    Hey Dead@now - ja Maggie ist eine Golden Retriever Hündin -
    3 1/2 Jahre alt.

    Heute abend oder irgendwann in der Nacht kommen sie zurück. Ich bin schon gespannt, was ich alles erzählt bekomm und ob meine Maggie jemanden retten konnte.

    Ich bin schon mächtig stolz und wenn sie nur ein Kind gefunden hat, hat sich das viele Training schon bezahlt gemacht.....


    Liebe Grüße
    Mandy
     
  9. Alice

    Alice Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    336
    Hallo Mandy,
    Meggie ist ein wunderschönes Tier und ich hoffe, sie kommt gesund und erfolgreich heim. War das ihr erster Einsatz? Und dass du stolz auf sie bist, versteh ich. Leben retten zu dürfen, was für eine schöne Aufgabe.
     
  10. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2003
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    39.559
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    Wien
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    Hallo Alice - dankeschön ))) - es war nicht der erste Einsatz, aber der erste Auslandseinsatz in einem wirklichen Erdbebengebiet.

    Kleinere Einsätze wie z.B. Leute im Wald suchen, Kinder die nicht nachhaus kommen etc. haben wir schon gehabt.

    Liebe Grüße
    Mandy
     
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