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Besuche eines toten Kindes?

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von Nessa, 27. November 2004.

  1. Nessa

    Nessa Guest

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    Hallo ihr Lieben... ich hoffe einer von euch kann mir helfen.
    Ich möchte nicht groß drum rum reden, ich brauche einfach nur Hilfe, darum werd ich jetzt direkt raus reden...
    Ich bin heute 22 Jahre alt.
    Heute vor einem Jahr wurde meine Tochter geboren. Und seit dem... passieren bei uns Dinge.
    Eine kleine Vorgeschichte.
    Ich wurde mit 17 Jahren schwanger... ungewollt. Ich musste Das Kind damals abtreiben. Meine kleine Lea (ich nenne sie so, in dem Träumen in denen sie mich besucht ist sie ein kleines Mädchen) musste sterben wegen zuviel Druck und all dem was da vor fiel... ich möchte darüber nicht so reden...
    Sie starb in der 11. Woche durch Abtreibung. es war der 25.06.99
    Es war ein furchtbarer Schmerz und noch heute tut es weh, an sie zu denken...ihr Vater verließ mich noch vor dem Tod seines Kindes.
    Und im Januar drauf begann es. Lea besuchte mich nachts... scheinbar im Traum... sie stand neben meinem Bett, die Hände gefaltet. Und sie sagte zu mir nur "Mama, ich hab dich lieb" ... und sah dann zum Fenster... dann war sie fort.
    Immer wieder träumte ich das... bis heute.

    Seit meine Tochter Larissa auf der Welt ist, kommt Lea nicht nur Nachts.
    Im Traum steht sie oft neben meinem bett... manchmal sagt sie nichts, sondern sieht mich nur an...
    Seit Mai diesen Jahres ist mein Freund (Laris Vater) wieder berufstätig. Er arbeitet oft lang... mittags bin ich immer allein zuhaus. Mittags wenn larissa schläft passieren die Dinge.
    Wenn es still wird in der Wohnung höre ich tapsige schrittchen... oder seufzen aus dem Flur... wo niemand ist.
    Oder jemand ruft mich... aber niemand ist da.
    Und es geschehen dinge wie dieses:

    ich stehe am Wickeltisch, lari sitzt drauf und hat ihre teeflasche dabei.
    sie kaut auf dem sauger und ich sage zu ihr "hey man kaut da nicht druff, her damit" und willse ihr wegnehmen... ich greife die flasche, lari lässt los, die flasche fällt und ich kuck lari an und sage "na toll, wech isse..." ich hab sie aufschlagen hören...
    das zimmer ist nicht groß, kaum 15qm...
    ich bücke mich um die flasche aufzuheben...
    aber sie ist nicht mehr da.
    Ganze 7 Tager bleibt sie unauffindbar.
    und dann ist sie mit einem mal wieder da...
    auf dem Wickeltisch stehend, voll mit schlecht gewordenem Tee.
    ich rufe Robert an, der kurz vorher zur Arbeit is und freue mich "hey du hast ja die flasche wiedergefunden, wo warse denn" und er schwört mir er wars nicht...
    Ich bin es auch nicht gewesen... und sonst war niemand hier.

    Oft ist es so, wenn ich den Haushalt mache und Larissa allein spielt, dass sie auf einmal anfängt mit jemandem zu brabbeln. Sie schaut konzentriert in eine Richtung und redet, so als wär da jemand, aber niemand ist zu sehen. Oder sie bietet "jemandem" Spielzeug an, der nicht da ist...
    Manchmal winkt sie jemandem zu, so als ginge dieser jemand fort... aber da ist niemand...

    bitte, ihr müsst mir helfen... ich hab so große Angst...

    ihr dürft mich zu dem thema auch per mail informieren... einhornbaby@gmx.de

    ich danke euch schonmal im vorraus.-..
    LG Nessa
     
  2. Gold Pelikane

    Gold Pelikane Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Dezember 2003
    Beiträge:
    749
    Ort:
    Wien
    hallo
    nimmt kontakt mit mir , mache dir ein "hausreading" um zu sehen ob sich was da feinstoffliches unfug treibt und entsorge es wenn was vorhanden ist , und hast ruhe mit deine tochter !
    mfg
    gold pelikane
     
  3. H.D.T.

    H.D.T. Guest

    Es fällt mir schwer, nicht emotional zu reagieren, aber vielleicht kommt das noch von anderen hier zur Sprache.

    Ich sehe, daß da eine Seele zu dir kommt und dir die Botschaft "Liebe" bringt. Und du willst nichts anderes, als sie los werden. (niemand soll dein Richter sein, aber es ist das zweitemal, daß du sie "abtreiben" willst)

    Du wirst keine Ruhe finden, dein ganzes Leben nicht, wenn du nicht bereit bist, angebotene Liebe anzunehmen und nur deine Ruhe haben willst.

    Da öffnet sich dir eine Tür in eine andere Welt und du siehst nur Unannehmlichkeiten. "Perlen vor die Säue werfen..." heißt es in der Bibel.

    Diese Seele, die da zu dir kommt, ist nicht nur das abgetriebene Kind, sondern ein mächtiges Wesen, wie jede Seele, mit vielen vorher gemachten Inkarnationen. Diese Seele nimmt für dich die Gestalt des Kindes an. Sie kommt nicht um dich anzuklagen oder um etwas für sich zu tun. Sie kommt, weil sie dir Liebe bringen will. Offenbar ist es dringend nötig.

    Alles Gute
    H.D.T.
     
  4. Nessa

    Nessa Guest

    Hallo ihr beiden,
    ich danke euch für eure Antworten. Leider weiß ich nicht was ein Hausreading ist...

    @HDT:
    danke für die ausführliche Antwort...
    bisher hatte ich mit nichts oder bessergesagt niemandem eine solche begegnung... ich weiß nicht wie ich reagieren soll ich habe einfach nur sehr große Angst.
    Leider verstehe ich nicht ganz wie du es meinst, ich sei nicht bereit angebotene Liebe anzunehmen...
    Ich weiß nicht wie ich reagieren soll.

    Dein Beitrag "Sie kommt, weil sie dir Liebe bringen will. Offenbar ist es dringend nötig." ---- wie meinst Du das?
     
  5. H.D.T.

    H.D.T. Guest

    Hallo Nessa!

    Daß du Angst hast, ist verständlich. Die meisten Menschen hätten in solchen Situationen Angst. (Ich auch.)

    Gold Pelikane mit seinem "hausreading" bietet dir so eine Art "Kammerjäger-Service für Geister" an. Urteile selbst, was du davon zu halten hast.

    Auf dem Bereich Esoterik gibt es tausendmal mehr Spreu als Weizen. Hüte dich vor okulten Praktiken. Nach dem Wissen der ernsthaften Sucher nach Wahrheit hat auch ein abgetriebenes Kind unter Umständen eine Seele. Und das wäre alles andere als ein "böser Geist", den man mit einer Art Teufelsaustreibung bekämpfen müßte.

    Die Umstände, ab wann ein ungeborenes Kind beseelt ist, sind nach den Quellen, an denen ich mich orientiere, unterschiedlich. Es heißt, daß ein Ungebohrenes im Augenblick der Geburt beseelt werden kann, aber auch schon viel, viel früher. Nämlich dann, wenn "eine Absprache" bestand, daß man in einem künftigen Leben die Rolle von Mutter und Kind annehmen will. Dann nämlich ist die Rollenverteilung "geklärt" oder "festgelegt" und die Seele kann "einziehen". Vielleicht war es bei diesem Kind so.

    Sagt dir das etwas? Bewegt das etwas in dir? Oder rührt es dich sogar an? Denn ist es wahr.

    Ich will dich nicht zu sehr damit strapazieren, aber wenn du diesen Gedanken zuläßt, dann kommt der Geist oder die Seele deines abgetriebenen Kindes jetzt zu dir, um dir Liebe zu bringen und dir Schuldgefühle zu nehmen.

    Damit sind deine Fragen zunächst beantwortet. Ich gebe dir aber gern weitere Informationen und andere hier werden dir auch gern helfen. Aber nur, wenn du den Weg "der Liebe" gehen willst. Denn nur der führt zur Wahrheit. Hier und überall tummeln sich unter den Wissenden auch Dämonenbekämpfer und Geisterbeschwörer. Das alles brauchst du nicht, du würdest diese Seele deines abgetriebenen Kindes verraten, nur um weiter in Schuldgefühlen und Angst zu leben. Mach das nicht. Laß dir Zeit zur Besinnung. Breche jetzt nichts übers Knie. Höre, was andere zu sagen haben und vor allen Dingen: "Achte darauf, ob in deinem Herzen etwas mit "JA" antwortet." Das wird dir den Weg weisen, in den vielen Meinungen, die hier zu deinem Thema abgegeben werden können.

    Schuldgefühle mußt du nicht haben. Die Angst vor dem Unbekannten kannst du mit der Zeit ablegen. Hier im Forum sind einige Frauen, die über die Weisheit und Liebe verfügen, und die dir sicher mit Ratschlägen zur Seite stehen können. Du kannst aber auch den Weg der Stille gehen und das ganz allein mit dir und "deinem Kind" ausmachen.

    Hüte dich vor Gefasel von Karma und 2., 3. und 4. Dimensionen und all dem übersinnlichen Unsinn. Es mag sein, daß es noch vieles andere gibt und, daß meine kleine bescheidene Weisheit auch nur ein Weg zu anderen, größeren Wegen ist. Aber eines ist sicher: Alles was nicht mit Liebe zu tun hat, ist der falsche Weg. Das Karma gibt es, aber es ist nicht "Rache und Vergeltung für Schuld".

    Laß dir Zeit.

    H.D.T.
     
  6. akutenshi

    akutenshi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2004
    Beiträge:
    2.209
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    tja mein erster eindruck war.. du hast schuldgefühle..

    und mein zweiter gedanke.. lass den geist oder was auch immer es ist nicht "herein".. es mag vielleicht wirklich deine lea sein, aber wenn du angst davor hast, dann ist sie es vielleicht nicht.. verabschiede dich von ihr.. ich weiß nicht ob du das damals gemacht hast..

    aber.. du hast angst und das hat einen grund.. angst ist ein natürlicher mechanismus, der uns vor etwas schützen soll.. hast du nur angst oder ist da etwas anderes auch noch.. aber handle bitte nicht gegen deine angst.. sie hat immer gründe..

    deine tochter sieht jemanden oder etwas?.. und sie hat keine angst?.. blöde frage vielleicht.. hat sie blaue flecken.. von denen du nicht weißt wieso?.. wenn nein dann mach dir keine sorgen, dann wird ihr nichts passieren!..
     
  7. Paulina

    Paulina Guest

    Guten Tag Nessa,

    ich habe Deinen Beitrag aufmerksam gelesen und ich habe zuerst einmal den Eindruck, dass Deine Schuldgefühle mit eine Rolle spielen.

    Wie soll Deine Tochter Dich verlassen können, wenn Du sie nicht gehen lässt ?
    Die Seele Deiner ungeborenen Tochter kann nicht gehen und keine Ruhe finden wenn Du Dich nicht innerlich von ihr verabschiedest, und Dich von ihr löst.

    Energien, die sich bemerkbar machen wollen Aufmerksamkeit...........und ich denke, in Deinem Fall sollst Du nicht geneckt werden sondern wirst aufgefordert, Dich intensiv damit zu befassen.

    Hier gibt es nichts "zu entsorgen", sondern hier sollst Du Abschied nehmen..........Du wirst Deiner ungeborenen Tochter damit nicht untreu; und das Geschehene verliert auch nicht an Bedeutung, aber es ist sicher an der Zeit für eine Ablösung.

    Zwar hast Du die Schwangerschaft abgebrochen, das kannst Du natürlich auch nicht rückgängig machen.....aber mit Deiner Tochter Larissa hast Du eine Chance in die Zukunft zu gehen.

    Liebe Nessa, es geht immer vorne weiter.

    Wenn Du Deine ungeborene Tochter gehen lässt, Dich von Ihr löst, erweist Du ihr einer sehr großen Liebesdienst.

    Liebe Grüße :kiss3:

    Paulina
     
  8. roli

    roli Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2004
    Beiträge:
    377
    Hallo Nessa
    Habe da keine Angst, das verstorbene kleine Kind hätte halt auch gerne gelebt und hat ja Dich als Mutter ausgesucht. So besucht und ist Dir immer noch mit Dir verbunden und besucht sicher auch manchmal auch Deine kleine Tochter, und Deine Tochter sieht sie genau, weil kleine Kinder fast immer in den anderen Raum sehen können. Diese Fähigkeit verlieren die Kinder dann ab 6 Jahren. Aber das muss auch nicht unbedingt so sein. Wie auch die Situation damals war, war es sicher ein Fehler Dein Entscheid¨! Das dürfte Dir nun nach diesen Erlebnissen ganz klar mitgeteilt worden sein. Deine Frage oder Hilferuf ist nun ist eigenlich auch eine Angelegenheit der Reue. Wie gehe ich nun damit um, was kann ich da tun? Also habe zuerst keine Angst, denn als Du sie zuerst im Traum wahrgenommen hast, sahst Du sie im betenden Zustand. Sie hat sogar für Dich gebetet!!! Also sie signalisiert sicher auch, dass sie Dir verziehen hat. Jedoch die Folgen daraus kann sie und auch die Götter Dir auch nicht so wegwischen oder abnehmen das ist dann wiederum eine andere Seite der Reue, aber das lasse getrost weg. Vorest würde ich raten, das verstorbene und sein Erscheinen als so wie es ist zu aktzeptieren. Sege und sprich mit ihm, je nach Deinen Inneren Eingebungen, Gefühlen.
    Ich hoffe sehr und segne Deine kleine Tochter dass sowohl Du auch sie die Innere Ruhe wieder finden mögen.
    Gruss Roland
     
  9. BellaEvil

    BellaEvil Guest

    Liebe Nessa,

    Dein Beitrag verursachte mir eine Gänsehaut, in positivem Sinne!!

    ich finde es sehr schön, daß die Bindung zwischen Dir und Deiner Lea so stark
    ist. Beneide Dich ein wenig um die Besuche, die Du hast.

    Habe meinen Sohn während der Schwangerschaft Ende 5.ter Monat verloren.
    Leider hatte ich nie Besuche. Aber das ist eine andere Sache.

    Vorweg möchte ich sagen, der Beitrag von H.D.T. spricht mir aus dem Herzen.

    Ich stelle jetzt einfach einmal ein paar Vermutungen an, die Dich inspieren sollen
    die Angelegenheit aus einer anderen Perspektive zu betrachten:
    Wovor genau hast Du Angst? Vor Lea? Nein, das Glaube ich nicht!!
    Vielleicht davor, daß Sie böse auf Dich sein könnte, weil Du Dich gegen Sie entschieden
    hast, oder aus den damaligen Umständen heraus, entscheiden mußtest?

    Hey Nessa, überlege einmal, Sie hat Dich besucht!! Sie hat Dich lieb, sie hat Dir schon verziehen, wenn es überhaupt irgend etwas zu verzeihen gab!!

    Vielleicht möchte Sie Dich ja dazu bewegen, daß Du Dir selbst nun endlich
    verzeihst.
    Liebe! Liebe sagen die schlauen Leute, fängt im Herzen an!
    Ich interpretiere das so: Zuerst einmal muß ich mich selbst "lieb haben" um Liebe geben zu können.
    Zum sich selbst lieb haben und zur Liebe gehört auch sich und anderen zu verzeihen.
    In diesem Falle geht es wohl in erster Linie darum, daß Du Dir selbst verzeihst.

    Lea möchte Dir mit Sicherheit dabei helfen. Sie besucht Dich. Sie bringt nicht unbedingt damit sich selbst in Erinnerung. Sie ruft in Dir die Erinnerung an Deine Entscheidung wieder hervor.
    Sie steht an Deinem Bett, Sie ist Dir in keiner Form negativ entgengengetreten.
    Sie will Dir zeigen, daß Sie Dich lieb hat, daß Sie die Situation kennt in der Du gesteckt hast.
    Sie hat Dir längst verziehen, wenn es überhaupt etwas gab, was man verzeihen müßte.

    Wenn Sie Dich das nächste Mal besucht, dann sprich mit Ihr. Erzähl Ihr von Deinen Gefühlen, nimm Sie in den Arm.

    Ich bin mir ganz sicher, Sie wird sich erst von Dir verabschieden, wenn Sie erreicht hat, daß Du Dir selbst verzeihst, denn Sie liebt Dich bedingungslos.

    Liebe, Licht und Frieden
    Sabine :zauberer1
     
  10. Nessa

    Nessa Guest

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    Ich muss mich bei euch bedanken... ihr habt mir ein großes Stück weitergeholfen...
    noch bin ich nicht wirklich erleichtert... aber ihr habt mich schonmal "in die richtige Richtung geschubst"
    wisst ihr, ich denke ihr habt mir einfach dabei geholfen, rauszufinden, was ich eigentlich dabei für Gefühle hab und wovor ich mich da fürchte.
    Eure Aussagen haben mir dabei geholfen das Ganze nicht als so furchteinflößend zu sehen.
    An dieser Stelle ein herzliches Danke an euch !!!!! :danke:

    Ich möchte aber hier mal die Chance nutzen, ein bissl was loswerden, wie ich nun die Dinge sehe... vielleicht mögt ihr dazu ja was sagen ?!

    ich fange einfach mal an... könnte bissl längeer werden das Posting ;)

    jemand von euch sagte
    "Wovor genau hast Du Angst? Vor Lea? Nein, das Glaube ich nicht!!
    Vielleicht davor, daß Sie böse auf Dich sein könnte, weil Du Dich gegen Sie entschieden
    hast, oder aus den damaligen Umständen heraus, entscheiden mußtest?"

    Seit dem Tag, an dem mein Kind gegangen ist (und, ja ich weiß wie blöde es klingen mag... sie war ein 11 wochen alter Fötus...trotzdem mein Kind) leiden mein Herz und meine Seele... ich habe das alles in mich hinein gefressen... es tief in mir vergraben... es sollte niemals jemand finden, nichtmal ich selbst wollte mich daran erinnern... so ging es lange... bis sich das alles rächte.

    Ich bekam schlimme Probleme... ich fühlte mich oft allein auch wenn ich es nicht war, fühlte mich aber beobachtet wenn ich allein war... in allem sah ich schlechtes, niemand konnte mir nah kommen ohne dass ich ihn verjagte. Der Vater meines ungeborenen Kindes, Lea´s Vater, hatte mich verlassen... er hatte mich mit all den Sorgen allein gelassen. Seit dem fühlte ich mich immer schon im vorraus betrogen, verraten und verkauft.
    Dem Alleinsein folgte eine Phase mit exessiven Partys, Drogen und Alkohol...und die war insgesamt noch schlimmer. Überall musste ich dabei sein, schlief oft nächtelang nicht um mitten im Getümmel zu sein. Ich selbst wusste nichtmal was mich da rein getrieben hatte. Ich bin normalerweise ein ruhiger Typ, ich bin gern mit meinen Gedanken allein... und habe lieber Ruhe und Frieden, als Lärm, Partys und das alles.
    Das zog ich eine ganze Weile durch... bis zu diesem Tag an dem mir klar wurde warum ich so unter Strom stand. Ich konnte es nicht mehr ertragen, allein mit mir zu sein, weil ich Angst hatte, meine Erinnerung würde mich platt walzen und alles würde hochkommen.
    Und es dauerte nicht lang... kurz nach dieser Erkenntnis kam alles hoch und füllte meine Gedankenwelt nur mit einem. Mit Bildern eines Kindes, das in Todesangst weint, weil es sterben muss.
    Ich habe ein gedicht gefunden... das beschreibt wo ich mich seit dem befinde.

    Mein Leben, das is es
    Dies ist mein Leben
    Schattengejagt
    In Masken geflüchtet
    Von Zweifeln geplagt
    Verzweifelt gewartet
    Am Rande des Lichts
    Dort seh ich die Welt
    Sie bedeutet mir nichts
    Vereist meine Seele
    Mein Selbst längst erstarrt
    Dort unter der Maske
    Dort hat es sein Grab
    Aus Falschheit geboren
    Verloren im Sein
    Doch muss ich gestehen
    Ich leb nur zum Schein
    In mir tobt Stille
    Gar furchtbar vertraut
    So hab ich im Schweigen
    Mich selbst mir verbaut
    Glaub nicht mich zu kennen
    Es hat keinen Sinn
    Ich kann Namen dir nennen
    Doch weiß nicht wer ich bin
    Verachtet mich hasst mich
    So wie ich´s verdien
    Vergöttert mich liebt mich
    Dann sei mir verziehn

    Ich versuchte alles um dieses Gefühl los zu werden.. ich ging zu Therapeuten und Psychologen... ließ mich beraten doch nichts half. Bis es irgendwann wie durch zauber von selbst aufhörte. Ich begann eine Ausbildung zur Heilerzieherin. Den behinderten Kindern zu helfen gab mir das Gefühl etas gutes zu leisten... meine Schuld abzuzahlen.
    In meinen Träumen besuchte mich mein totes Kind jedoch. Sie saß oder stand an meinem Bett, die Hände gefaltet. "Mama, ich hab dich lieb" ... danach war sie jedesmal fort.

    Es war eine ganze Zeit lang besser... Die Träume von Lea kamen und gingen... nichts weiter geschah. Dieses Gefühl ein Leben beendet zu haben war da, aber nicht so grausam nah. Erst als ich schwanger wurde und meine Tochter durch die Gestose in der Schwangerschaft (Vergiftung) in Lebensgefahr schwebte, kam alles wieder zurück.

    Ich war vier Wochen lang im Krankenhaus... schwanger und mit meinen Gefühlen sehr allein.
    Ich lag oft nächtelang wach.
    Am 26.11.03 wurde Larissa dann per Not-Kaiserschnitt geboren... hätten sie sie nicht geholt wären wir beide gestorben.
    Als ich im OP lag, von den Schultern abwärts betäubt und gelähmt, war Lea dabei. Jedensfalls glaube ich das heute. Auf der rechten seite saß Larissas Vater bei mir. Links war niemand.
    Aber etwas berührte dort meine Hand. Und hielt sie fest... der Griff war kühl und kaum spürbar... aber da war etwas.
    Als sie mir Larissa auf die Brust legten war es verschwunden.
    Wochenlang passierte nichts.
    Lari und ich waren schon lange daheim und lebten unser leben als Lea in meine Träume zurückkam.
    Sie weinte, stand da am festern sah hinaus und verschwand... zweimal...
    dann kam sie nicht wieder.

    Und in mir begann es. Ich spürte wie schrecklich meine Tat gewesen war... ich hatte ihr das Leben nehmen lassen. Sie hatte nicht leben dürfen.
    Larissa aber durfte es.
    Ich versuchte es zu verdrängen, schluckte alles runter versuchte mich nur noch auf das kleine Baby zu konzentrieren... aber es tat so weh. Der Schmerz und die Reue... es ließ mich nicht los. Bis heute nicht.
    Es tut mir so unendlich leid, dass ich sie nicht hab leben lassen.
    Jedesmal wenn Lari spielt, wenn sie geht, wenns sie lacht... immer tut es weh... weil ich weiß, dass Lea es nicht durfte. Und weil ich weiß, dass es meine Schuld ist.
    Wenn mir nur einer sagen könnte, wo sie ist, ob es ihr gut geht, dort wo sie ist... was sie macht...aber niemand kann das.
    Und wenn ich es ihr nur sagen könnte... wie sehr ich sie vermisse...
    Es tut mir so unendlich leid.

    Ich hoffe so sehr, dass es stimmt was Roli sagte... dass sie mir verziehen hat... und mir nicht böse ist.
    Was ich mir wünsche ist nun noch... Abschied nehmen zu können. Aber ich weiß nicht wie...
    Kann sie mich ...hören? ... könnte ich mit ihr reden... aber was sage ich ihr...
     
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