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Symbiotische Bindungsgewalt am Beispiel des Schuld- und Mitgefühls

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von DUCKFACE, 14. Mai 2013.

  1. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

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    Hallo!

    Meine Meinung:

    Sowohl internalisierte als auch reale Elternfiguren vermögen es, im Kinde die Emotionen von Schuld und Mitleid zu evozieren, sobald sich jenes Kind gen Autonomie und Individuation entwickeln möchte. Das biologische Alter des Menschen ist hierbei vollkommen irrelevant, da die emotionalen Bindungsmechanismen auf unbewusster Ebene aktiv sind.

    Das folgende Volks- und Kinderlied stellt diese Komplikation illustrativ dar:

    Hänschen klein
    ging allein
    in die weite Welt hinein.
    Stock und Hut
    steht ihm gut,
    er ist wohlgemut.
    Doch die Mutter weinet sehr,
    hat ja nun kein Hänschen mehr!
    Da besinnt
    sich das Kind,
    kehrt nach Haus’ geschwind.


    Ich persönlich vertrete die Auffassung, dass dieser Thematik in der Gesellschaft sowie in der Politik zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Viele können sich die fatalen Mächte des Unbewussten und die daraus resultierenden Verhaltensmanipulationen und Lebensblockaden offenbar nicht vorstellen. Sie wähnen sich frei und selbstbestimmt, da sie Rationalisierungen folgen.

    Viele Grüße

    DUCKFACE
     
  2. sage

    sage Guest

    ^^Der song ist aber unlogisch aufgebaut...Hänschen verschindet...die Mutter weint zuhause...Hänschen ist nicht da...kann das Weinen nicht hören...er kann es sich höchstens vorstellen, daß die Mutter nun traurig ist...oder...wenn man mal die heutigen Hänschens...35 Jahre alt, immer noch bei Muttern vorstellt...da wäre manche Mama froh, wenn der endlich verschwinden würde...und würde ne Pulle Sekt öffnen...aber Hänschen merkt, daß es da draußen zu rauh zugeht und kommt wieder zurück...und gaukelt sich auf dem Rückweg vor, daß er ja nur zurükckommt, weil seine Mutter sonst in Tränen aufgelöst, den Rest ihres Lebens dahinvegetiert...

    Ansonsten...Kinder brauchen Bezugspersonen...und können da durchaus von sich aus ziemlich "Lästig und anhänglich" werden...ohne daß betreffende Person das forciert...jetzt mal von Eltern abgesehen...die hoffentlich die Anhänglichkeit ihres Kindes nicht als lästig empfinden...es aber schrittweise zur Selbständigkeit führen...sonst...siehe oben...35 Jahre alt und kann immer noch nicht nen Kaffee selber kochen...


    Sage
     
  3. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
    Symbiose ist nicht nur was neurotisches, wie von sage schon gesagt ,sondern ein ganz normaler Teil der Entwicklung.

    Wer zuviel Symbiose erhalten hat kann später auch sehr symbiotisch mit Menschen verschmelzen, oder eben sogar das Gegenteil, je nachdem wie schädlich diese Art der Bindung empfunden wurde.

    Wem als Kind enge Bindung vorenthalten wurde kann auch unter Umständen sein Leben lang danach hungern und von einer unmöglichen Symbiose in die nächste springen, oder vollkommen beziehungsunfähig sein, oder abwechselnd so dann wieder gegenteilig.

    Ich habe zu Hause eine negative Form von Symbiose erfahren, wo mir keinerlei eigene Identität zugestanden wurde, man wird also praktisch verschlungen und hat kein eigenes Lebensrecht.
    Gleichzeitig war es eine sehr kalte Symbiose, wo viel von mir gefordert, aber kaum ausreichend Nestwärme oder Unterstützung da war.

    Im Erwachsenenalter bin ich dann sehr stark hin und hergerissen gewesen zwischen niemanden an mich heranlassen oder Verschmelzungstendenzen.
    Irgendwann werde ich hoffentlich eine gesunde Mitte finden.
     
  4. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.280
    alle zwischenmenschlichen Beziehungen oder sonstige Bedürfnisse sind in Symbiose mit etwas, anders existiert gar kein Leben.
     
  5. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

    Eine pathologische Symbiose mit einem Elternteil kann meines Erachtens verheerende Konsequenzen für die Individuation und die Lebensqualität des Betroffenen haben.
     
  6. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

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    Das wünsche ich Dir.
     
  7. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2012
    Beiträge:
    4.606
    Ort:
    Wien
    Auch wenn deine Beschreibung nur ein Ausschnitt des Gesamtbilds (und in meinen Augen nicht unbedingt ein glücklicher) ist ... grundsätzlich hast Du recht. Die Auswirkungen sehen wir ja tagtäglich, und es ist etwas woran wir uns gewöhnt haben, nachdem wir ja alle unsere kleinen Macken haben.

    Aber andersrum wieder ... es würde keine Politiker in der heutigen Form geben (no ja, kein echter Verlust ;) ), würden alle Menschen ihre Kindheitsthemen auflösen. Es würde kaum Streit, Neid, Hass, ... geben - wäre das nicht eine langweilige Welt? Selbst beim Partner würden wir nicht ein geiles Fahrgestell, einen gestählten Body etc. suchen, würden uns nicht aus gegenseitigem Mangel paaren, sondern aus echter Liebe zueinander ... alle Scheidungsanwälte wären arbeitslos!

    Dass es immer mehr solche Kindheitsthemen gibt, durch vermehrte Scheidungen, durch immer mehr "Schlüsselkinder", Kinder die in irgendwelchen Aufbewahrungsorganisationen abgestellt werden, Kinder die nur durch einen Elternteil aufgezogen werden, sieht man ja in der jungen Generation sehr gut. Kaum jemand der noch Ziele hat, Computersucht nimmt zu, Süchte generell nehmen zu, die Depressionen bei Jugendlichen nehmen erschreckende Ausmaße an.

    Dabei sind meisten diese Themen recht leicht zu lösen ... man muss nur wissen wie.

    Liebe Grüße
     
  8. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.280
    ja, ein "kann" kann immer sein, aber Babys und Kleinkinder sind von Natur aus symbiotisch mit den Eltern verbunden, später mit dem Partner usw.
    Gibt es denn Menschen die nichts und niemanden brauchen?
    Es ist weniger die Symbiose als das was man damit an Macht ausübt was schädlich ist.
     
  9. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. März 2012
    Beiträge:
    4.606
    Ort:
    Wien
    Könnte man diskutieren, ob Kinder eine symbiotische oder parasitäre Lebensform sind :D.

    Was Du zwischen Kindheit und Partnerschaft noch vergessen hast, ist die Pubertät. Auf Grund der langen Erziehungszeit eines Menschenkindes ist genau diese notwendig, um sich aus dem symbiotischen Verhältnis mit den Eltern zu lösen.

    Das Problem ist nur, wenn es bereits vor der Pubertät eine emotionale Abhängigkeit, zu strenge Regeln, falsches Vorleben von Werten oder andere ähnliche Störungen gegeben hat, dann ist das Kind später in der Pubertät entweder nicht mehr in der Lage zu rebellieren, oder es übersteigert die Rebellion. Damit gelangt das Kind bei einer spezifischen Facette seines ich entweder in die Hemmung oder Übersteigerung. Und daraus entstehen, sofern eine Schwelle überschritten wird, dann die Lebensprobleme.

    Kein Mensch wird niemanden brauchen. Das ist eine Grundtraumatisierung des Menschen, dass er die Gruppe braucht (Entwicklungsgeschichtlich leicht erklärbar, wenn man zehn Meter vom Höhleneingang vom Säbelzahntiger oder Bären gefressen wird ...).
    Aber es ist immer eine Frage, was ich letztendlich bereit bin, für die Erfüllung meiner Bedürftigkeit zu zahlen. Wie abhängig bin ich von meinen emotionalen Bedürfnissen? Wo ist meine eigene Grenze? Es sind hier immer nur graduelle Unterschiede.

    Bleiben wir mal beim Thema Partnerschaft: was "kann" ich? Kann ich alleine leben? Suche ich mir Verhältnisse, um "partnerschaftsähnlich" emotional oder sexuell versorgt zu werden? Brauche ich eine Beziehung, um emotional überleben zu können? Akzeptiere ich einen Partner der mich nicht gleichwertig behandelt? Lasse ich mich vielleicht sogar schlagen, nur um eine Beziehung zu haben?
    Alle diese Varianten sind "nur" Varianten emotionaler Selbständigkeit + ein paar andere Themen (Selbstwert, Sicherheit, Selbständigkeit, Grenzen setzen, ...).

    Liebe Grüße
     
  10. chocolade

    chocolade Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2012
    Beiträge:
    3.476
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    Auch wenn die Frage als Witz gemeint ist:
    Diese Fragestellung ist heutzutage leider sehr weit verbreitet und unterbindet die Chance das zu geniessen, was Kinder zu bieten haben.
    Ich behaupte mal, dass Kinder mehr bedingungslose Liebe als Erwachsene zu bieten haben und wenn ich mir überlegen müsste ob ich nun einen besseren Menschen aus meinen Kindern mache oder meine Kinder aus mir, dann wäre die Antwort recht einfach.

    Dann gibt es noch einen Sruch der Kindergegner: "Es gibt so viele Wege in den Wahnsinn, warum soll ich grad den schwersten benutzen ?"
    Das unterschreib ich natürlich nicht.

    Man braucht manchmal Nerven wie Drahtseile, die braucht man in anderen Lebenssituationen aber auch.

    Ob Erwachsene im Durchschnitt nicht parsitärer, weil berechnender sind ?
     
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