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Politisches: Köhler in Knesset

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Dagmar, 6. Februar 2005.

  1. Dagmar

    Dagmar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2004
    Beiträge:
    1.032
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    Hallo !

    Was denkt ihr darüber, dass Bundespräsident Köhler in Israel seine Rede auf Deutsch halten will ?

    Abgeordnete fordern Köhler müsse Englisch sprechen, sonst würden sie die Veranstaltung verlassen. Ähnliche Erfahrungen machte Köhlers Vorgänger Rau im Jahr 2000.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,337123,00.html

    ......Solange noch Holocaust-Überlebende unter uns leben, sollte die deutsche Sprache nicht im Parlament gesprochen werden", sagte Naveh nach Angaben des Blatts. Auch der stellvertretende israelische Parlamentspräsident Hemi Doron von der Schinui-Partei kündigte an, er werde eine Absage der Veranstaltung beantragen.

    "Mein Fuß hat nie deutschen Boden betreten und ich kaufe keine deutschen Produkte", sagte Doron. Sein Großvater sei von den Nationalsozialisten ermordet worden. "Ich kann es nicht ertragen, diese Sprache im Abgeordnetenhaus des jüdischen Volkes zu hören." Köhler müsse Englisch sprechen.


    Wie groß da die Ablehnung des Enkels ist. Des Enkels gegen Köhler, der gar keine Täter war.

    Köhler wird wie viele vor ihm um Vergebung für das, was Deutsche getan haben, bitten.
    Und das in der Sprache der Täter.
    Denn, ja ! es waren Deutsche.
    Und auch wenn man sich sprachlich, in der gleichen Sprache, neben die Täter stellt, so heißt das doch nicht, dass man ihr Taten gut heißt. Es waren Täter aus unserem Volk. Sie gehörten zu uns. Abspalten brächte keine Heilung.

    Ich kenen grenzenlose Verneinung, Ausgrenzung, Ächtung.
    Aber sie bringt keine Heilung.

    Irgendwann wird man sich auf einander zu bewegen müssen. Es ist eine Frage der Zeit.

    Erstmal soviel.
    Was sind eute Gedanken ?

    Liebe Grüße Dagmar
     
  2. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2004
    Beiträge:
    44.000
    Ort:
    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
    Hat er doch schon, er hat häbräisch begonnen, dann deutsch weitergeredet und er war den Tränen nahe, was den Anwesenden beeindruckt hatte.
     
  3. Dagmar

    Dagmar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2004
    Beiträge:
    1.032
    ja. jimmy.

    was mich beschäftigte war, warum die abgeordneten so gegen das deutsche waren. und ein teil hat auch nicht teilgenommen.

    liebe grüße dagmar
     
  4. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2004
    Beiträge:
    1.488
    Ort:
    Kiel, Schleswig-Holstein (D)
    Darf ich bitte bemerken:


    Auch die meisten Opfer waren

    Deutsche.

    Und sie sprachen

    Deutsch.

    Es ist auch die Sprache der Opfer.

    Christoph
     
    SalixAlba gefällt das.
  5. Albi Genser

    Albi Genser Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2004
    Beiträge:
    987
    Hallo DagoBert,

    Leider leider leider lauf ich Gefahr in die Nazi-Ecke gedrängt zu werden.
    Aber ich halte meine Augen offen .. und was sehe ich ?!?!
    ich möchte (diskussions-provokativ) anmerken, das es bestimmt einen monetären(!) Preis gab, daß Köhler ungehindert deutsch hätte sprechen können.
    .... immer wieder immer wieder immer wieder immer wieder immer wieder immer wieder immer wieder geht es doch wieder und wieder und wieder und weider und wieder und wieder und wieder nur um Ausgleichszahlungen bla bla ...
    Ich höre nicht von "Vergebungs-Bitten", .. nur um monetären Ausgleich ...



    ich wäre an Köhlers stelle nach Hause gefahren.

    Warum ?

    Es geht hier auch irgendwie um Gastfreundschaft.
    Es geht um Respekt vor jahrzehntelanger Entschuldigung.
    Irgendwann reichts ...

    Es wird ein jahrhundertelanges System ...
    der 30jährige Krieg ist längst vergessen ..
    All die Streits bzgl Elsaß-Lothirngen mal French, mal Allemagne ...

    Aber das israelitische Volk "trauert" seit 500 Jahren um die Vertreibung aus Spanien.

    Ich bin erzliberal .. ich bin sozial .. ich bin Tolerant .. ich bin locker und flockig ..

    .. aber irgendwann kann auch ich nicht mehr ..

    ...

    Liebe Grüße.

    Albi :morgen:
     
  6. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2004
    Beiträge:
    1.488
    Ort:
    Kiel, Schleswig-Holstein (D)
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    Lieber Albi,


    ich hätte nicht gedacht, dass wir uns da ausgerechnet treffen. Ich stimme dir zu.

    Was wir in der israelischen Politik sehen udn in der Haltung, die du beschreibst, ist das hohe Ross des Opfers. Und von dem wollen einige partout nicht herunter kommen!

    DAS meinte ich wenn ich von "Täterenergie" sprach, die sich in den Nachfahren der Opfer ausdrückt.

    Gruß
    Christoph
     
  7. Albi Genser

    Albi Genser Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2004
    Beiträge:
    987
    :sekt:
     
  8. SalixAlba

    SalixAlba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Dezember 2004
    Beiträge:
    978
    Ort:
    Österreich - Kreis Voitsberg
    Angehörige des jüdischen Volkes waren nicht die einzigen Opfer. Jeder der nicht den Vorstellungen des Hitler-Regimes entsprach, hatte nichts zu lachen. Ich frage mich gerade, ob die über 6 Millionen Tote nur Juden waren, oder ob es insgesamt die Zahl der Nazi-Opfer ist? Und es sind ja nicht nur die KZ's gewesen. Soldaten auf allen Seiten ohne Ende. Flüchtlinge, die auf der Flucht starben und vieles mehr.

    Meine Eltern waren zu Kriegszeiten kleine Kinder. Meine Mutter kam 1940 auf die Welt und mein Vater 1939. Die Mutter meines Vaters zog viele Jahre ihre Kinder alleine auf, weil mein Opa an der Front war und danach in Gefangenschaft. Als ich in die Schule ging, zeigte man uns Filme über die KZ's, die Kristallnacht und was noch alles vorgefallen war. Es waren heftige Filme. Heutzutage gehen die Schulen mit den Schülern nach Dachau, um die dortigen Anlagen zu besichtigen. Die heutigen Schüler sind 3. oder 4. Generation nach dem Krieg.

    Bei all diesen "Anti-Kriegs"-Aktionen hab ich nur immer das Gefühl: Wieso suggeriert man uns ein schlechtes Gewissen? Ich habe den Krieg nicht erlebt und ich grenze auch nicht Andersgläubige und Andersstaatige aus. Hätte ich zu Kriegszeiten gelebt, hätte ich mich womöglich den Anti-Hitler-Bewegungen angeschlossen.

    Sind es nur die Politiker, die das alles forcieren? Ich kenne und kannte jüdische Familien, die einen weder Verbitterung noch Schuld spüren ließen. Es ging immer um ganz normalen Umgang zwischen Menschen - unabhängig von Nation und Glaube.

    Es ist richtig, daß man den Opfern damals gedenkt, doch es ist nicht richtig, daß Deutschland so ein permanent schlechtes Gewissen haben muß. In anderen Staaten gab es auch Völkermorde - und gibt es immer noch. Nur, das wird nicht publik gemacht oder unter den Teppich gekehrt.

    Ich bin auch der Meinung, daß es Zeit ist, aufeinander zuzugehen.

    Alles Liebe
    SilverWillow
     
  9. erwachender

    erwachender Guest

    die 6 millionen sind "nur" die getöteten juden.

    dazu kommen ca. 20 mio sowjetbürger, wovon einige natürlich juden waren und einige auch durch stalin starben.

    -zig sinti-roma, -zig honmosexuelle, millionen deutsche (nicht-jüdische) kommunisten, sozialdemokraten, christen...

    das ist ja das schlimme. die 6 mio toten juden werden immer herausgestellt als juden, nicht als menschen.

    leute wie michel friedman tun das ja mit vorliebe, notfalls auch gegen andere juden oder jüdisch-stämmige. der typ hat auch täterenergie en masse und das nicht durch den stoff den er nimmt.

    lg dan
     
  10. SalixAlba

    SalixAlba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Dezember 2004
    Beiträge:
    978
    Ort:
    Österreich - Kreis Voitsberg
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    Danke Dan,

    für die Aufklärung. Möglicherweise wurde das damals im Geschichtsunterricht gesagt, aber mir gefiel das ganze Thema gar nicht und ich lernte nur für die Schulaufgaben.

    Alles Liebe
    Silver Willow
     
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