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Licht und Schatten

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Seelenfluegel, 17. August 2004.

  1. Seelenfluegel

    Seelenfluegel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. August 2003
    Beiträge:
    1.716
    Ort:
    Donnersbergkreis
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    Aufgrund von Anfragen setze ich dieses Thema hier ins Forum.
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    Licht und Schatten



    Licht und Schatten ... Polarität ... Gegensätze ... Themen, mit denen wir ständig konfrontiert sind, ob wir wollen oder nicht. Allzu gerne neigen wir dazu, unser Augenmerk derart auf eine Seite zu richten, dass wir die andere Seite nicht mehr wahrnehmen.

    Licht und Schatten beginnt in uns. Das, was wir an uns mögen, stellen wir ins Licht und das, was wir nicht an uns mögen, weisen wir von uns weg, stellen es in den Schatten. Mit diesem Ablehnen ist es aber nicht getan, denn das Abgelehnte bleibt bestehen. Genau diesem Schatten, dem wir an uns nicht gewahr sind, begegnen wir ständig in unserem Erleben in der "Außen"-Welt. Es sind die Aspekte, die wir vehement ablehnen und bekämpfen. Was im Inneren nicht integriert wird, kommt über das Außen zu uns. Hier können wir auch erkennen, welche Emotionen damit einhergehen; vorrangig Wut und Angst.

    Besonders bei jenen Menschen oder Gruppierungen, die ihre Licht & Liebe-Mentalität ständig hochhalten oder sich gegenüber anderen besonders erleuchtet fühlen, lässt sich sehr schön beobachten, wie sie, ohne es zu bemerken, "Schatten" machen, indem sie ihre Augen geradezu verzweifelt und krampfhaft von dem Schatten abwenden und in punkto Licht einen beinahe aggressiven Kurs fahren. Die Schatten werden von vornherein mit grösster Vehemenz verdrängt statt transformiert und wirken daher auf subtiler Ebene weiter.

    Unser Bestreben, uns für "Gutes" zu entscheiden, verleitet uns dazu, automatisch die Augen vor dem "Schlechten" zu verschließen; es auszuschließen. Genau hier liegt ein fataler Fehler, der das Gegenteil von dem bewirkt, was wir herbeiführen wollen. Der Weg zum Licht führt durch die Schatten. Nur indem diese erhellt werden, gesehen und liebevoll integriert werden, kann Erleuchtung stattfinden. Alles andere ist nicht authentisch, ist ein So-tun-als-ob. Nur wer gelernt hat zu fallen, kann fliegen.

    Ob wir unsere Augen vor dem Schatten verschließen und uns von zu vielen Irrlichtern blenden lassen; oder uns gar ganz der Dunkelheit verschreiben und die Augen vor dem Licht verschliessen, hat den gleichen Effekt: nicht mehr sehen können.

    Es geht nicht um das Bekämpfen, sondern um die Akzeptanz, dass beide Seiten existent sind - in jedem von uns. Wir können unser Licht dazu einsetzen, Licht ins Dunkel zu bringen; hierfür müssen wir aber die Dunkelheit kennen, ihr mutig und angstlos begegnen können. Durch das Bekämpfen werden nur noch mehr Schatten geschaffen. Wir sollten uns des Wesens der Harmonie bewusst sein. Harmonisieren bedeutet nicht, positive Energien im Übermaß zu horten und zu sammeln, sondern Kraft und Gegenkraft auszugleichen. Dazu muss aber beides angesehen werden. Kraft an sich ist neutral, aber jedes Extrem ist schädlich. Harmonie bedeutet den Ausgleich zwischen den Gegensätzen, das Lösen aus der festgefahrenen Einseitigkeit in einem der Pole.

    Um zu erkennen, was Licht wirklich bedeutet, müssen wir unserer Schatten in uns gewahr werden. Das ist nicht einfach. Keiner mag gerne zugeben, dass auch andere Seiten in ihm schlummern. Solange man sie allerdings schlummern lässt, sind sie nicht ungefährlich, weil sie ungesehen und unerkannt leichter aus der Kontrolle geraten. Sich seiner Schatten gewahr zu werden, bedeutet, sie aus dem Verborgenen ins Licht zu holen, damit sie erkannt und transformiert werden können.

    Unseren Schatten begegnen wir vor allem in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Wir schwingen gemäß unserer Resonanz mit anderen Menschen mit; in unseren Lichtseiten, als auch in unseren Schattenseiten. Mit den Lichtseiten kommen wir klar, die sind uns angenehm. Weniger angenehm sind die Schatten. Wir können davon ausgehen, wenn wir starke Affinität in Bezug auf jemand haben, der uns mit seiner Aussage tief betroffen macht, oder "negative" Emotionen auslöst, dass es sich hier um einen Aspekt unseres eigenen Schattens handelt, der nach Bearbeitung schreit. Wir begegnen u.a. unseren Schatten über den Umweg über andere Personen. Andere Menschen sind Spiegel. Unser ganzes Erleben ist eine Reflexion unseres Inneren.

    Wir leben und erfahren die Polarität in der materiellen, irdischen Dimension. Um zu veranschaulichen, wie Licht auf uns als Objekt wirkt, stelle man sich vor, dass man wie ein Gegenstand von einem Licht beleuchtet wird, auf der Gegenseite fällt automatisch der Schatten. Wie jeder weiß; über den Schatten kann niemand springen. Gegensätze im Ganzen zu erfassen, ist für uns äußerst schwierig. Immer wieder stoßen wir auf das Paradoxon der Gegensätzlichkeit und Gleichzeitigkeit von Gegensätzen. Aber gerade diese Auseinandersetzung befähigt uns, zu wachsen ... oder aber in der Agonie zwischen den Gegensätzen verstrickt zu bleiben.

    Die Schatten unserer Welt; Krieg, Hunger, Elend, Krankheit, haben genauso Berechtigung wie Frieden, Sattsein, Wohlsein und Gesundheit. Wir sind versucht, alles “Negative” zu bekämpfen; aber schon dieses “Bekämpfen” trägt die Energie des Krieges in sich. Vom materiellen Aspekt her gesehen ist das Bekämpfen eine logische Schlussfolgerung. Alles, was man nicht haben will, muss weggeräumt werden. Vom seelischen Aspekt findet allerdings kein Wegräumen statt; es ist lediglich eine Verschiebung in den Schatten. Umso mehr wir bekämpfen, umso mehr stärken wir den Schatten, statt zu transformieren. Frieden können wir nur schaffen, wenn wir Frieden in uns selbst sind. In Frieden sein bedeutet: annehmen, lassen, lieben; glücklichsein mit dem, was ist. Wo immer wir im Innern in Disharmonie und Kampf sind; es wird sich auf der Erlebnisebene manifestieren und uns versuchen, es im Aussen zu bekämpfen, weil wir es in uns nicht wahrnehmen wollen. Kampf gegen Schatten. Die negativen Seiten haben ihren Sinn und ihre Berechtigung, auch wenn wir nicht immer bei Allem den Sinn verstehen können. Alles hat gleiche Gültigkeit. So haben wir die Wahl, alles zu bekämpfen, oder aber gleich-gültig betrachten...

    Über den Weg durch die Dunkelheit werden wir erst gewahr, was Licht wirklich bedeutet.



    Text: © SEELENFLÜGEL, 2003
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    alles liebe

    Christian
     
  2. Metanoia

    Metanoia Mitglied

    Registriert seit:
    10. Juli 2004
    Beiträge:
    111
    Hallo Christian,

    kannst Du bitte versuchen, die Transformation der Schatten detaillierter zu beschreiben. Wie gehe ich in der Praxis mit meinen "dunklen" Emotionen um?

    Alles Liebe,
    Metanoia
     
  3. Seelenfluegel

    Seelenfluegel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. August 2003
    Beiträge:
    1.716
    Ort:
    Donnersbergkreis
    Hallo Metanoia,

    die "negativen" Emotionen wollen durchlebt werden, gefuehlt werden, so wie andere Emotionen auch. Emotionen zu bekaempfen ist zwecklos. Wohl aber kann mal Emotionen kanalisieren, wie zum Beispiel Wut, indem man die Wut feststellt und ihr einen Weg gibt, sie in Form einer Aktivitaet herauskommen zu lassen, ohen dass sie jemanden schadet. Das kann Holzhacken sein, koerperliche Anstrengung. Man kann auch auf energetischem Weg etwas tun, indem man die Wut energetisch abfliessen laesst.

    Oder Schmerz und Trauer: rauslassen, nicht unterdruecken. Lernen, ohne Groll durch den Schmerz zu gehen. Weinen, loslassen.

    Ich hoffe, ich konnte Deine Frage beantworten.

    lg
    Christian
     
  4. Daniela

    Daniela Guest

    Hi Seelenflügel,

    ich bin auch für die Methode die Emotionen einfach zulassen, durchspüren oder auf Polster einschlagen oder Sport oder was auch immer. Aber wie funktioniert "Wut energetisch abfliessen lassen"? Wohin soll man sie fliessen lassen?

    lg
    Placebo
     
  5. Clinamen

    Clinamen Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juni 2004
    Beiträge:
    118
    Ort:
    Wien
    Danke, Seelenflügel. Das war eine Post die ich schon lange mal hören wollte, bzw. schreiben wollte, aber ich hatte nicht die Worte um das selbst auszudrücken. Hat eine Menge für mich zusammengefasst!! Thx.

    Ich habe vor ein paar Tagen einen Thread eröffnet wo es auch um die Metaphern Licht und Schatten ging. Und was mich daran immer so gestört hat ist dieses Hochpreisen um jeden Preis von Licht. Dieses krampfhafte Hinwenden zum Licht, und irgendwie ist dein Text wie die passende Antwort drauf. Du sagst es völlig korrekt: Diese Leute mit ihrer Licht und Liebe Mentalität ziehen in Wirklichkeit nur hinunter. Es gibt eben Momente wo nicht nur alles Sonnenschein ist. Die Schatten auszugrenzen ist nicht Liebe. Liebe ist integrativ, nicht exklusiv. Aber genau in diese Falle tappen ja viele...dieses Verständins von Liebe als etwas Exklusives, etwas für die Elite. Ich finde man sieht das bei einigen mittelalterlichen Popstars heutzutage ganz deutlich, die ja eh schon alles haben, und jetzt sind sie auf spiritueller Licht-Lehre damit sie Übermenschen werden. Sie richten sich ihre Wohnung schön ein, essen Bio-Nahrung, machen Sport, reisen, haben alles perfekt. Natürlich weiß jeder dass niemand perfekt ist, aber manchmal hat man das Gefühl dass man durch spirituelle Lehre perfekt werden kann. Ewig jung und glücklich rund um die Uhr. Und man muss sich nur dem Licht zuwenden und ganz Gott hingeben.

    Ich weiß nicht ob das funktioniert. Zumindest ich habe den Eindruck, dass es nicht ganz so ist. Wie du gesagt hast: Man muss durch die Schatten. Denn dort stecken die Aufgaben. Ich glaube man muss seinen Teufeln auch Nahrung geben, nicht nur den Engeln.
     
  6. Claudi

    Claudi Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2004
    Beiträge:
    141
    Ort:
    Deutschland/NRW/Niederrhein
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    Lieber Christian!

    Ich bin mir sicher, dass Du mit deinen Worten viele angesprochen hast.
    Genau das was Du geschrieben hast übersehen die meisten. Ich habe es
    am Anfang meiner spirituellen Entwicklung auch übersehen ... doch jetzt
    bin ich auf dem besten Weg, die Schatten zu erkennen und durch sie zum
    Licht zu kommen. Dann beides in einem akzeptieren und miteinander zu
    vereinigen.

    Alles Liebe Clarissa
     
  7. Seelenfluegel

    Seelenfluegel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. August 2003
    Beiträge:
    1.716
    Ort:
    Donnersbergkreis
    @Placebo

    Du kannst Deine Wut der Grossen Mutter übergeben. Du übergibst die Energie der Wut an die Energie der grossen Mutter. Was dabei passiert, ist ungefähr so, wie, Du das schreiende Kind wärst, dass von seiner Mutter beruhigt wird.


    @Clinamen

    Danke für Dein Lob. Ja, die meissten streben nach dem Licht über den Weg der Vermeidung der Schatten. Das ist Flucht und schafft wiederum neue Schatten.


    @Clarissa

    ja, auch die Schatten wollen erloest werden und das ist harte Arbeit.


    Euch alles liebe
    Christian
     
  8. bluem

    bluem Guest

    Schatten ist ganz ganz wenig Licht. Das Licht will gelebt sein, ob es nun viel ist oder nicht, sonst nimmt es ab. So ist es in seiner Summe dennoch ein licht-er Schatz an Gefühlen.
    Kein Licht ist alles-was-nicht-ist (Anti-Materie).

    Alles Liebe,
    Marco
     
  9. Metanoia

    Metanoia Mitglied

    Registriert seit:
    10. Juli 2004
    Beiträge:
    111
    Hallo Seelenflügel,

    Theoretisch ja, praktisch noch nicht ganz.

    Angenommen, ich begegne einem äußerst unangenehmen Menschen. Ich spüre, wie Ungeduld und Zorn in mir aufsteigt. Ich möchte diesen penetranten Typen aber nicht anmotzen, sondern stattdessen Geduld üben und Ruhe bewahren, auch, damit die Situation nicht eskaliert. Ich muß die Emotionen also zwangsläufig unterdrücken. Ich muß ständig meine Gefühle verbergen, wenn ich mich unter Menschen bewege. Oder sagst Du jedem das, was Du gerade (von ihm) denkst?

    Wie soll ich Deiner Meinung nach mit solchen täglichen negativen Gefühlen umgehen, wenn grade kein Sandsack in der Nähe ist :wut2:? Wie soll ich sie Deiner Ansicht nach "kanalisieren" und "transformieren"? Ich versuche manchmal, es klar und sachlich anzusprechen. Oft jedoch schweige ich und versuche, es zu transzendieren. Dann gehe ich nach innen und finde mein Gleichgewicht, und die Sache ist für mich erledigt. Und wenn es mir zu bunt wird, dann gehe ich auch schon mal auf die Palme. Aber so schnell, wie ich mich aufrege, rege ich mich i.d.R. auch wieder ab.

    LG,
    Metanoia
     
  10. bluem

    bluem Guest

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    @Metanoia:
    Stell dir einfach gedanklich vor, wie du ihn umarmst und liebgewinnst, so kann man die bösesten Ungeheuer vertreiben. Bei mir klappt das super, aber bin mal gespannt was Seelenfluegel sagt.

    Alles Liebe,
    Marco :grouphug:
     
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