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"Gefhlte Wahrheit?" oder was sind eigentlich Gefhle ?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von shamiradin, 1. Oktober 2005.

  1. shamiradin

    shamiradin Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juli 2005
    Beiträge:
    108
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    Hallo ins Rund,

    das Thema `gefühlte Wahrheit´ ist ja in diesem Forum nun doch sehr häufig genannt und erwähnt worden. Das eine eigens erfahrene ´Wahrheit´ immer subjektiv ist, ich glaube, da sind sich bisher alle hier einig gewesen.

    Dennoch möchte ich heute einige Gründe nennen, warum es mitunter doch Sinn machen kann, für sich selbst die sogenannte ´gefühlte Wahrheit´ auch einmal in Frage zu stellen.

    Dazu ein kleiner Ausflug - reduzieren wir mal die Gefühle auf das, was sie sind:

    - chemische Reaktionen im Körper, die aufgrund von Sinnesreizen (aufgenommen durch Augen, Nase, Ohren etc.) unablässig gesammelt und an das Gehirn weitergegeben werden. (kurz an die Wissenschaftler unter Euch, ich wollte jetzt nicht auf Rezeptoren, Liganden, Moleküle, auf Hormone und Botenstoffe, auf Endorphine, Serotonin, Melatonin und auch nicht auf die Areale des Gehirnes, auf neurochemische und elektrophysiologische Prozesse im Detail eingehen, ja ? :) thanks)

    Das Gehirn gleicht ständig ab zwischen neuen Eindrücken und bereits gemachten Erfahrungen, sortiert, ordnet ein und bewertet unmittelbar. An den Kontaktstellen des Neuronetzes laufen eine Vielzahl eben dieser neurochemischen und elektrophysiologischen Prozesse ab. Schließlich folgt am Ende der Reizverarbeitungskette ein Impuls für ein bestimmtes Verhalten und es gibt eine ´Antwort in Form eines Gefühls` - Zorn, Ekel, Freude, Furcht o.a.
    Das heißt also, wenn wir reagieren oder handeln, dann deshalb, weil bestimmte Nervenzellen auf eine bestimmte (erworbene) Art und Weise miteinander verknüpft oder ´verdrahtet´ sind.

    Auch bedeutet es, daß unsere Handlungsweise in gewisser Hinsicht sogar ´vorhersagbar´ ist. Das Gehirn sucht immer nach bekannten Erfahrungen, um danach einen Impuls für dieses oder jenes Verhalten zu geben.

    An diesem Punkt stellt sich mir dann die Frage:

    *Beruhen meine `Erkenntnisse´ und ´Wahrheiten´ letztlich nicht nur auf bereits gemachten, bekannten und akzeptierten Erfahrungen der Vergangenheit ? Wo bleibt der Raum für Neues ?*

    Seit einiger Zeit ist es jedoch bekannt, daß das Gehirn nicht nur plastisch, also veränderbar, ist, sondern zudem auch noch über ein ganzes Lager von neuralen Ersatzzellen in einem Bereich des Hirnes, im Hippocampus, verfügt. Diese Zellen verfügen über die Fähigkeit in bestimmte Hirnareale ´auszuwandern´ und sich je nachdem, zu regionsspezifischen Neuronen zu entwickeln.

    Was heißt, daß die synaptische `Verdrahtung´ nicht endgültig festgelegt ist, was lange Zeit die gängige Lehrmeinung war. (!) Und es bedeutet, daß das Gehirn auch bis ins hohe Alter in der Lage ist, die Struktur der Nervenverbindungen zu verändern, also neue Dendriten und neue Synapsen zu bilden. Dies ist abhängig von der Beanspruchung der beteiligten Zentren.

    Alle diese Prozesse werden durch Lernprozesse gefördert, durch jede Aktivität, in der das Gehirn Neues lernt.

    Aber es tut sich auch etwas, und da fangen die Wissenschaftler gerade erst richtig an zu forschen, bei der Untersuchung von mentalen Praktiken, wie z.B. der Meditation. Es scheint nach einigen Tests an tibetischen Mönchen so, daß das Denkorgan meditierender Buddhisten (die waren es in diesem Fall) anders funktioniert als die graue Masse eines Durchschnittsmenschen - nur wie ?

    Sie untersuchten u.a. die sogenannte ´binokulare Rivalität´ - heißt auf deutsch, unser Gehirn verschmilzt die visuellen Wahrnehmungen beider Augen zu einem Gesamtbild, so daß wir es als ganzes wahrnehmen. Die Aufnahmen rechts und links fügen sich nahtlos ineinander, da beide Augen dieselbe Szenerie betrachten. Aber was passiert, wenn durch eine geeignete Vorrichtung jedes Auge ein anderes Bild erhält ? Da wir nicht beide Alternativen gleichzeitig sehen können, löst das Gehirn es diplomatisch, es entscheidet sich erst für eines und dann nach einigen Sekunden für das andere Bild, um dann wieder umzuschalten, tack, tack, tack usw.

    Um den Beitrag nun nicht ins Unendliche auszudehnen, es war natürlich erwartungsgemäß erstaunlich, was bei unterschiedlichen Meditationstechniken und unterschiedlichen Meßtechniken wie MRT, EEG bei den Mönchen im Gegensatz zu den herangezogenen nicht praktizierenden Probanden zu erkennen war. Die Probanden brachten es im Schnitt auf 2,6 sec. - einige Mönche konnten das Bild über 5 Minuten stabil halten ! Außerdem zeigte sich anhand der Erregungsmuster, daß sie negative Emotionen wesentlich besser überwinden konnten u.a.m.

    Entscheidend war hier auch, welche Med.-Art praktiziert wurde. Das konzentrierte Halten eines Bildes im Frontallappen erwähnte ich bereits an anderer Stelle und war eine Form. Es gab noch andere. Die Hypothese der Wissenschaftler: Meditation vermag die Aktivität des Gehirns dauerhaft zu verändern. Wir werden sehen, was sich da noch entwickelt.

    Mein kurzes Fazit dazu:
    Offen sein für Neues - oder das Unbekannte bekannt machen. Lernen, lernen, lernen und nicht nur intellektuell analysierend, sondern wie vielleicht auch am Beispiel der Mönche zu sehen ist, durch Erfahrungen, die bisher keinen Raum hatten welche zu werden.
    Wie sagte Einstein in etwa: " Das Gros der Bevölkerung nutzt ca. 5 -6 % des Gehirnes, ich nutze etwa 7 %. " :) (Ich weiß, wir sind schon wieder weiter, das gilt nicht mehr so eindeutig ....)

    Und um auf meine Überschrift zu kommen:
    Es könnte Sinn machen, die eigenen Wahrnehmungen und Wahrheiten auch dann und wann einmal in Frage zu stellen. Möglicherweise, um wieder auf dasselbe Ergebnis zu kommen, aber möglicherweise ändert sich auch der Blickwinkel hier und da.

    In diesem Sinne

    herzliche Grüße shamiradin
     
  2. Karuna

    Karuna Guest

    Boah!!!
    Das war aber klug
    nur leider für mich zu klug
    da ich noch nich so klug bin

    aber ich fühle: das wird scho noch :banane:
    wenns so weit iss... dass ich das fühle
    melde ich mich :zauberer1

    Karuna :kiss3: :kiss4: :kiss3:
     
  3. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
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    Nordhessen
    shamiradin -
    ja seh ich auch so - anstatt etwas (Moleküle, Verhaltensweisen etc) von außen zu betrachten könnte man es auch von innen betrachten. So wie sich Meditierende für wissenschaftliche Forschungen interessieren so könnten die Wissenschafler anfangen zu meditieren.
    Liebe Grüße Inti
     
  4. shamiradin

    shamiradin Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juli 2005
    Beiträge:
    108
    Morgen auch Karuna,

    ja siehst Du, man kann´s halt wirklich nicht JEDEM recht machen, aber trotzdem, Du hast recht, ein kleines Beispiel veranschaulicht vielleicht, was ich sagen möchte. Folgt gleich.

    Zu Inti,

    so ist es. In dem Moment, wo ich fähig und in der Lage bin (achte mal darauf, wem das alles so gelingt :) ) mich von meinem bisherigen Standpunkt oder meiner Sichtweise zu lösen, findet in der Regel bereits eine Entwicklung statt. So, und was heißt das in Bezug auf die ´Verdrahtung´ im meinem Gehirn ? Ich gebe meinem Gehirn nun die Möglichkeit ´neue´ Wege, neue ´Verdrahtungen´ zu bilden und mich somit zu erweitern.

    Ein kleines Beispiel zum ´normalen´ Ablauf:

    Nehmen wir an, ich kenne Überraschungseier und habe schonmal welche geöffnet bzw. gegessen. Der Inhalt sagt mir nicht so zu, aber die Schokolade, die hat mir geschmeckt. So, das wird entsprechend im Gehirn vermerkt und in die Schublade ´Schokolade = lecker gepackt. ´

    Jetzt lese ich eine Zeitung, ein Magazin (beim Arzt natürlich nur) und mir fällt ein Rezept über einen Schokoladenkuchen ins Auge. Ich lese weiter, vergesse das und gehe danach einkaufen.

    Auf einmal kommt mir in den Sinn, daß ich doch eigentlich mal einen Schokoladenkuchen backen könnte, oder einen kaufen und tue das dann auch. Tja, worauf ist wohl die ganze Marketingstrategie aufgebaut ?

    So findet das tagtäglich in unserem Innersten statt. Du liest einen Text, zum Beispiel hier im Forum. Das Gehirn gleicht permanent ab, wo ist da was bekanntes und in welche Schublade kann ich das schieben. Es bewertet unmittelbar, was ihm an Sinnesreizen ´in den Sinn´ oder besser ins Hirn kommt und es werden Assoziationen geknüpft, permanent. Das findet im sogenannten Neuronetz statt. Deswegen findet eine Weiterentwicklung häufig nur in recht vorgegebenen Bahnen statt.

    Aber wie ich in meinem Beitrag ja geschrieben habe, ist die `Lage zwar ernst, aber nicht hoffnungslos` :) . Wenn wir es schaffen, uns von unserem Standpunkt zu lösen und wirklich `neue´ Gedanken mal hereinlassen (z.B. durch einen Quantensprung - huhu, da issa wieder :rolleyes: ), dann bildet das Gehirn in der Tat neue Verästelungen und neue synaptische Verbindungen aus.

    Das birgt doch eine ganze Menge Möglichkeiten, denn wieviel der ´grauen Masse´ ist denn tatsächlich aktiv ? Und was ´ruht´ im Rest ?

    Wie am Beispiel der Untersuchung der tibetischen Mönche zu sehen ist, vielleicht werde ich darauf nochmal genauer eingehen (jetzt wartet erstmal der Kaffee :) tut sich da auch in der Meditation als Beispiel im Gehirn eine ganze Menge.
    Erstaunlich finde ich dabei schon, unter welchen Bedingungen der Mönch überhaupt in der Lage war den Fokus zu halten. Wer schonmal in der `Röhre´ im MRT war, der weiß, daß dort ein Höllenlärm vorherrscht und trotz Köpfhörer kommt das Hämmern durch, von der Beeengung mal ganz abgesehen.

    Also, es gibt unwahrscheinlich viel zu ergründen, nicht nur im Außen, sondern auch tief drinnen...... .

    Herzliche Grüße shamiradin
     
  5. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

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    Ja. Ich lebe seit achtzehn Jahren in bikultureller Ehe. Das bedeutet ständige Übung, den eigenen Blickwinkel in Frage zu stellen und die selbstverständlichen Dinge nicht selbstverständlich zu nehmen. Oder umgekehrt, den Sinn und die Wahrheit von "uns" unverständlichen Denk- und Fühlweisen zu erkennen... Bin dankbar für diese zwar oft unbequeme, aber sehr erweiternde spirituelle Übung. :liebe1:
    Kalihan
     
  6. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

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    Ganz wichtig in dem Zusammenhang erscheint mir zu sein, von welchem Standpunkt aus ich das Sein betrachte - und da gibt es halt zwei völlig entgegengesetzte Richtungen - nämlich einmal die Annahme, da passiert was im Hirn und das löst dies oder das z.B. in Seele und Geist aus - also die Physis steuert Geist und Seele - und dann gibt es den entgegengestzten Gesichtspunkt der Aktion im Ich die in der Physis etwas auslöst, denn die neuen Verbindungen im Gehirn des Mönches ergeben sich ja nicht weil die Physis das will, sondern weil ein Ich das will, also Geist und Seele lösen etwas in der Physis aus.

    @Kalihan find ich interessant - passiert da Anpassung an die jeweils andere Kultur oder ist es eher ein tolerieren? Gibt es unüberbrückbare Ansichten?

    Liebe Grüße Inti
     
  7. Luquonda

    Luquonda Aktives Mitglied

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    Hallo
    hm....

    Wenn ich an das Gefühlesenden zwischen zwei Menschen denke..in telepathischer Form, der Empfänger weiß nicht, welches Gefühl ihm gerade gesendet wird, der Sender sendet das gefühlte Gefühl in verschiedenster Form.....

    Die Empfänger fühlen es.. in körperlichen Symptomen z.b. es wird schwer, oder leicht, kribbelt.oder fühlt sich schwebend an usw...
    Manchmal sehen sie Bilder dazu..innere bilder, die das Gefühl verdeutlichen.seien es eigen " konstruierte" oder sogar die, die gesendet wurden..die sie dann von sich nicht kennen.

    Erst dann wird eingeordnet.Wie fühlt sihc das an, hab cih das schonmal selbst gefühlt und woran erinnert es mich , um dann vielleicht zu erkennen, um welches Gefühl genau es sich handelt.

    Dabei macht man oft die Erfahrung, wie unterschiedlich Gefühle wahrgenommen werden und benannt werden.
    Das Gefühl " schwebt" als Energie im Raum...oftmals keine rein eindeutigen Gefühle.Die meisten sind ein gemisch aus verschiedenstem.....die Energie wird wahrgenommen und dann setzt die Phase des Deutens ein.

    Was die schwierigste Phase beim Telepathieren ist, gerade weil sehr viel mit eigenen Erfahrungen verknüpft wird und vielen es schwerfällt einfach nur wahrzunehmen, es irgendwie zu formulieren...ohne gleich Erkennungspunkte in sich selbst zu suchen und dann vielleicht zu früh in eine Schublade zu stecken, in die es gar nciht passt.

    Also sollte man entweder völlig leeres Gefäss sein und nur sammeln..oder schon sehr gut Gefühle in sich selbst filtern und einordnen können um mehr wahrzunehmen. je mehr schon in sich erkannt, umso eher leeres Gefäss? Oder ist die scheinbare Leere eigentlich eine Fülle?

    Lange Rede kurzer Sinn..ich habe auf jeden Fall die Erfahrung gemacht, daß wir auf Erinnerungen und Erfahrungen aufbauen, was wir wie wahrnehmen..was gerade bei den Übungen des Gefühle sendens immer wieder überaus deutlich wird.

    Die Seele baut meiner Meinung nach nicht auf Gefühlen auf...diese werden vom menschlcihen irdischen produziert...und ein scheinbar gleiches Gefühl hat mannigfaltigste Auswirkungen und Bedeutungen für die Einzelnen....

    Lieben Gruss

    Luquonda
     
  8. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

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    Nähe Stuttgart
    Indem wir uns die Mühe machen zu betrachten, was ist, suchen wir uns wenn's geht jeweils die für uns akzeptabelste Möglichkeit aus. Das heißt, wir pflegen nur "geprüfte" Teile unsrer Kulturen. Nicht immer lassen sich Vereinbarungen treffen. Dann hilft Toleranz. Jeder pflegt auch einen eigenen Freundeskreis und Interessenkreis, wobei es aber Austausch über die Inhalte immer wieder gibt. Jeder bleibt bei sich und es gibt eine "Schnittmenge" dessen, was wir beide konkret miteinander leben. Auf diese Weise findet Erweiterung, nicht Einschränkung statt. Aber es gibt auch schwierige Phasen, wo es anstrengend ist, nicht einfach unhinterfragt der eigenen Überzeugung zu leben.
     
  9. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Nordhessen
    hi Luquonda - ganz wunderbar beschrieben - wenn ich das lese hab ich das sichere Gefühl du weißt wovon du sprichst.
    Das seh ich auch als eine der großen Fehlermöglichkeit, sich zu früh festzulegen - ich mache es auch so, daß ich nach mehr oder weniger wahrscheinlich bewerte. Und am Anfang halte ich es für sehr wichtig möglichst leer zu sein wie du es auch schreibst, wobei ich damit meine, seine eigenen Knackpunkte, Glaubenssätze, Verletzungen etc. bearbeitet und möglichst verarbeitet zu haben, da ich sonst an bestimmten seelischen Zuständen, die noch nicht bearbeitet sind, hängenbleibe, mich identifiziere und dadurch nicht mehr distanziert betrachten kann, sondern eigenes in die Definition einbringe.

    @Kalihan - ja das hört sich nach "Arbeit" an - sicher sehr Bewusstseinserweiternd. Dadurch könnt ihr ja sicher auch beide in der eigenen Kultur die jeweils andere besser erklären und somit Bindeglied und Vermittler sein.

    Liebe Grüße Inti
     
  10. shamiradin

    shamiradin Neues Mitglied

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    Hallo,

    da bin ich wieder, bin heute in wider Erwarten in Schreiblaune, also auch mir gelingt es doch immer mal wieder, mich selbst zu überraschen, na sowas :)

    Zuerst, ich freue mich sehr über Eure Beiträge, da kommt ja wirklich ein echter Austausch in Gang.

    Nun werde ich aber erst noch die ´Tibetischen Mönche´ weiter erläutern:

    Gestern war ich bei der ´binokularen Rivalität´, welche untersucht wurde, aber die Forscher nahmen sich auch das Phänomen der ´bewegungsinduzierten Blindheit´ vor. Was heißt das auf deutsch ?

    Bei der Untersuchung wird dem Probanden eine Schar von Punkten präsentiert, die über einen Bildschirm flirren. In der Mitte ruhen einige meist anders gefärbte Punkte. Wenn der Proband aufgefordert wird, sich auf die beweglichen Punkte zu konzentrieren, verschwinden die unbeweglichen zuerst einmal, so als wenn sie vom Gehirn weggeknipst werden. Aber auch dies nicht auf Dauer, denn immer wieder schleichen sie sich für einen Moment in die Wahrnehmung des Probanden und die Versuchsperson ist außerstande, dies zu verhindern - dachte man, so ist es zumindest beim `Durchschnittsmenschen`.

    Einer der Mönche jedoch hatte damit überhaupt keine Probleme. Ein Eremit, der seit Jahrzehnten in völliger Abkehr oder besser in innerer Einkehr lebte, konnte die normalerweise immer wieder auftretenden Fixpunkte einfach abschalten. Mehr als 12 Minuten vergingen, bis er mitteilte, daß einer der Punkte wieder aufgetaucht sei ! Huch ......
    Die Schlußfolgerung des Forscherteams lautete, daß verschiedene Arten der Meditation und Trainungsdauer offenbar zu Veränderungen auf neuronaler Ebene führen.

    Bei einer anderen Form, die als ´vorbehaltsloses Mitgefühl´ bezeichnet wird, stellte man fest, daß die sogenannte Gamma-Aktivität während der inneren Einkehr stark angestiegen ist. (Anm. Gammawellen begleiten kognitive Höchstleistungen, die rhythmischen Hirnströme erreichen eine Frequenz bis zu 40 Hertz und tauchen in der Regel nur sehr kurz im Gehirn auf und sind nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich begrenzt - normalerweise). Bei den Mönchen strömten diese Gamma-Wellen jedoch über das gesamte Denkorgan.
    Zum Vergleich: Im Tiefschlaf beträgt die Deltawellen-Aktivität zwischen 0,5 - 4 Hz, in der Entspannung oder dem Thetabereich zwischen 4 - 8 Hz, im Wachzustand/Alphabereich zwischen 8 - 12 Hz und im Beta-Bereich oder der erhöhten Wachheit zwischen 12 - 23 Hz.

    Eine solche extrem koordinierte Gamma-Aktivität würde unter normalen Umständen nie auftreten. "Wenn alle Neuronen synchron schwingen, wird alles eins, man differenziert weder Objekt noch Subjekt. Und genau das ist die zentrale Aussage der spirituellen Erfahrung."

    Herzliche Grüße shamiradin
     
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