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Esoterik - glauben oder verstehen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von offenheit, 25. August 2006.

  1. offenheit

    offenheit Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2006
    Beiträge:
    17
    Ort:
    Hamburg
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    Hallo,
    ich bin neu hier und habe vorerst ziemlich viele Fragen. Ich bin nun fast fertig mit meinem Maschinenbaustudium und würde mich (leider gibt es nicht viele davon im wissenschaftlichen Berufszweig) als ziemlichen offenen Menschen bezeichnen.
    Meine Mutter beschäftigt sich nun seit Jahren mit alternativen Heilmethoden, Esoterik, Reiki, Kinesiologie und seit neuestem auch viel mit Engeln. Ich war diesen Bereichen nie verschlossen und habe auch alle Lösungsmethoden für etwaige gesundheitliche oder seelische Probleme gerne angenommen.

    Ein Beispiel hierfür: Ich konnte in meinem Zimmer im Keller nur sehr schlecht schlafen und habe zudem öfter Kopfschmerzen bekommen wenn ich vor dem Computer saß. Wir haben dann einen Wünschelrutengänger geholt, der mein Zimmer und das Grundstück nach schlechten Energiefeldern und 10m-Feldlinien abgesucht hat. Als Lösungsvorschlag wurden dann an betreffenden Stellen im Haus Siliciumscheiben im Wert von 500€ aufgehängt. Ich fand es total interessant und habe das Wünschelrutengehen sogar selbst ausprobiert. Im Endeffekt hat jedoch nicht eine der Siliciumscheiben auch nur annähernd etwas gebracht.

    Viele weitere Beispiele könnte ich nun noch bringen, aber es geht mir nicht darum irgendetwas schlecht dastehen zu lassen. Im Gegenteil ich würde gerne mehr erfahren und auch etwas verstehen. Leider habe ich bisher sehr stark den Eindruck bekommen, dass die Bandbreite der esoterischen Erscheinungen stets etwas mit einer Art Glauben zu tun hat und ihre heilende Wirkung höchstens im Placeboeffekt findet. Dies ist mir jedoch auch zu sehr pauschalisiert und ich möchte das so nicht akzeptieren. Mit meiner Mutter kann ich nicht wirklich darüber reden, weil sie einerseits den Eindruck hat ich sei einfach dagegen und halte das alles für Humbug und andererseits könne sie mir das nicht gut erklären.

    Ich suche nun also kompetente Leute auf dem Gebiet, die mir helfen können einige schwierige Fragen zu beantworten:
    Die erste Frage deutet mein Betreff ja schon an. Hat die spirituelle "Einstellung" was mit Glauben oder auch wirklich etwas mit Verstehen zu tun?
    Ich habe noch einige weitere Fragen, würde aber gerne erstmal wissen ob ich damit hier richtig bin.

    Ich hoffe auf baldige Antworten

    Gruß
    offenheit
     
  2. Roter Baron

    Roter Baron Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Februar 2006
    Beiträge:
    6.140
    Ort:
    Dort wo jeder willkommen ist
    Hi, :liebe1:

    Bei mir mehr mit fühlen :)
     
  3. Esofrau

    Esofrau Guest

    Hallo offenheit,

    also, um es kurz zu machen: Es hat etwas mit verstehen zu tun. Und zwar ist damit das Verstehen des großen Ganzen gemeint, davon ausgehend, dass alles was ist eins ist. Für den Verstand ist diese Ganzheit nur sehr schwer nachzuvollziehen und zu "verstehen", deshalb kann man dieses große Ganze auch hauptsächlich fühlen. Und Gefühle wiederum lassen sich nicht beschreiben und in Worte packen. Für Kopfmenschen ist es schwer, auf das Gefühl zu hören, brauchen sie doch meist irgendwelche Beweis oder Statistiken. Für Esoteriker reicht aber das Gefühl!

    Wenn eine bestimmte Methode "nichts bringt" kann das einerseits daran liegen, dass die Methode falsch ist - in unserer Welt, die zwar alles eins ist, aber dennoch subtil individuell - oder aber die Wahrnehmung ist nicht "ausgereift" genug, um wirkliche Änderungen wahrnehmen zu können, d.h. man ist nicht bewusst genug, um auch wirklich subtile Dinge bewusst wahrzunehmen und zu erkennen.

    Frage weiter - du bist hier geholfen *gg*

    LG
    Esofrau

    P.S.: Einer meiner Lieblingssprüche ist: Die Nichtbeweisbarkeit der Existenz beweist nicht die Nichtexistenz... ;-))
     
  4. Reisender

    Reisender Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    4.085
    Als Emanuel Kant auf dem Sterbebett lag, soll er gesagt haben:
    Zwei Dinge haben mich mein ganzes Leben beschäftigt:

    Der gestirnte Himmel über mir

    und das moralische Gesetz in mir

    Nicht glauben, verstehen oder fühlen, sondern ein intuitives Wissen um das Ungeheuerliche unserer Existenz.

    Das ist die Sichtweise des Reisenden zur Esoterik.
     
  5. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2005
    Beiträge:
    81.897
    Ort:
    ...wo ich zuhause bin........
    Ja genau Esoterik kann man nicht verstehen, man muss sie erleben und fühlen, und nach einigen Jahren, hast du dein persönliches Bild von ihr.

    LG Tigermaus:)

    Ps: Willkommen hier im Forum:)
     
  6. offenheit

    offenheit Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2006
    Beiträge:
    17
    Ort:
    Hamburg
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    Danke erstmal an Hotei und Esofrau für die schnellen Antworten.

    Das klingt im gewissen Maße sehr interessant, geht leider auch ein bischen zu sehr in eine gefährliche Ecke, besonders das P.S. von Esofrau. Das könnte fast ein Argument für sämtliche Sekten dieser Erde übernommen werden. Der Spruch kann doch nicht so alleine stehen bleiben, denn was ist in dem Falle der Beweisbarkeit der Nichtexistenz. Aber ich wollte jetzt hier nicht zu philosophieren anfangen sondern ich suche nach Antworten.

    Der Spruch berührt jedoch eine meiner weiteren Fragen die ich stellen wollte, die schon sehr weit hergeholt klingen mag: Wie kann sich der Mensch anmaßen das "große Ganze" zu fühlen, zu erkennen und es als existent hinzunehmen? (egal ob Wissenschaftler oder Esoteriker)

    Und wieso gibt es bestimmt Hundert weitere Gruppierungen, die etwas völlig anderes fühlen als die esoterische Gemeinde und dies als Wahrheit annehmen?


    Ist zwar etwas negativ kritisch geschrieben, aber bitte nicht überinterpretieren, es interessiert mich wirklich. Es soll nicht destruktiv klingen.

    Gruß
    offenheit
     
  7. offenheit

    offenheit Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2006
    Beiträge:
    17
    Ort:
    Hamburg
    Das klingt schonmal sehr interessant. Das trifft schonmal einen Kernpunkt meiner inneren Problematik, aber ich habe in noch keiner esoterischen Ausführungsvariante darin einen wirklichen Weg finden können. Wieso muss man Hunderte von Euros (hoffe der Plural ist richtig) bezahlen um zu seiner Existenz zu finden. Und woher kommen da plötzlich noch die ganzen Geister Engel, die Reinkarnation, Auren, Chakren und Tensoren. Das klingt für mich einfach schon fast wie zusammengewürfelte Sozioreligion um schnell eine Erklärung parat zu haben, und nicht auf der ernsthaften Suche nach Antworten auf unser Leben und unsere Existenz. Zumal die meisten dann von Heiltechnik zu Heiltechnik pilgern und jede davon dann wieder als die Wahrheit ausrufen.

    Ich will die Esoterik damit nicht schlecht machen, aber das Eigentliche, die Suche nach dem Inneren Selbst und dem Verständnis der Welt kann bisher keiner wirklich beantworten, obwohl soviele es behaupten zu verstehen oder zu fühlen (ist nicht böse gemeint). Ich möchte ja gerne verstehen, fühlen oder begreifen, aber welche der vielen Anleitungen führt zum Ziel und viel wichtiger: Wie kann diese wissen, dass es das Ziel ist.

    Ich finde jeder der an eine Sache glaubt (vielleicht auch fühlt) sollte über folgende utopische Situation nachdenken: Was passiert, wenn ich nach langem ausüben esoterischer Tätigkeiten sterbe und plötzlich im (imaginären) Jenseits vor einigen Leuten stehe, die mir erzählen: "Es war ja schön was sie sich da zurechtgesponnen haben, aber jetzt schnapp dir ne Schaufel und buddel unseren Schloßgraben weiter aus!"
    Kommt einem dann in Hinblick auf sein gelebtes Leben nicht die Frage auf: "Warum habe ich mich eigentlich nicht selbst hinterfragt?"

    Auch wichtig: Sokrates sagte "ich weiß, dass ich nichts weiß :stickout2

    Schöne Grüße
    offenheit
     
  8. Frater 543

    Frater 543 Guest

    Ich will mich jetzt gar nicht so groß zu dem Thema auslassen. Für mich hat Esoterik schon etwas mit verstehen zu tun, es ist vielleicht kein wissenschaftliches Verstehen. Schwierig zu erklären. Es gibt Momente bei der magischen Arbeit, in denen es einfach "klick" macht. Solche Aha-Erlebnisse gibt es immer wieder.
    Es hat aber auch viel mit fühlen und erfahren zu tun und für mein Dafürhalten nichts mit Glauben. Es sollte zumindest nicht so sein. Natürlich bewegt sich jeder in seinem Glaubenssystem, das ist auch nötig, um nicht verrückt zu werden, aber diese Glaubenssätze müssen immer wieder geprüft und auch verworfen werden.

    Bei Heilmethoden kann natürlich der Glaube i.S.d. Placeboeffektes verstärkend wirken.



    In meinem derzeitigen Weltbild und meine bisherigen Erfahrungen sprechen noch dafür ist der Mensch "das große Ganze" in kleiner Form. Jeder Mensch ist ein Abbild des kompletten Universum.



    LG,

    Frater 543



    P.S. Du kommst überhaupt nicht "destruktiv" rüber. :) Kritik und Fragen sollten gerade in der Esoterik immer erlaubt sein....
     
  9. offenheit

    offenheit Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2006
    Beiträge:
    17
    Ort:
    Hamburg
    Ich würde gerne noch weiter diskutieren, habe aber übers Wochenende kein Internet, also bis nächste Woche. Und vielen Dank für die Antworten bisher, besonders nochmal an Bruder 543...

    Bis dann
    offenheit
     
  10. Frater 543

    Frater 543 Guest

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    Nix zu danken! :)
     
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