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Die Schweiz und die Flüchtlinge zur Zeit des Nationalsozialismus

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Night-bird, 9. März 2014.

  1. Night-bird

    Night-bird Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2011
    Beiträge:
    4.985
    Ort:
    Jenseits von Eden
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    Die Schweiz und die Flüchtlinge zur Zeit des Nationalsozialismus

    Laut neuester Forschung ist nachgewiesen, dass an der Schweizer Grenze während des Zweiten Weltkrieges 24’400 Flüchtlinge abgewiesen wurden.
    Die Zahl der tatsächlich erfolgten Wegweisungen liegt jedoch weit höher, da bei grossen Fluchtbewegungen nicht alle Abgewiesenen registriert wurden.

    Erst am 12. Juli 1944 hob
    das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement die restriktiven Weisungen von 1942 auf und bestimmte,
    „alle an Leib und Leben gefährdeten Zivilflüchtlinge aufzunehmen“. Im Frühling 1945, beim Vormarsch
    alliierter Truppen in Süddeutschland, flohen Tausende von Zivilisten aus der Grenzgegend in die Schweiz und wurden für kurze Zeit aufgenommen.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die Behörden dank der grossen Zahl der
    Grenzflüchtlinge, die in den letzten Kriegswochen für kurze Zeit aufgenommen wurden,
    die Flüchtlingsstatistik aufzubessern und sich im Europa der Nachkriegsjahre in ein besseres Licht stellen. :banane:

    Ein Autor schreibt: „Der Flüchtlingsbericht wird keine guten Nachrichten bringen, sondern bestätigen, was man weiss:
    Die Schweiz hat Flüchtlinge in den Tod geschickt – und das aus niederen Motiven.“

    „Seit 1941 war es den Juden verboten, den NS-Machtbereich zu verlassen, und täglich wurden viele Kinder, Frauen und Männer systematisch ermordet.
    Für die Verfolgten war bereits die Flucht bis zur Schweizer Grenze mit grossen Gefahren verbunden.
    Wenn sie die Grenze erreichten, war die Schweiz ihre letzte Hoffnung. Indem die Schweizer Behörden zusätzliche Hindernisse schufen, trugen sie – ob
    sie es beabsichtigten oder nicht – dazu bei, dass das NS-Regime seine Ziele erreichen konnte. (...)
    Eine am Gebot
    der Menschlichkeit orientierte Politik hätte viele Tausend Flüchtlinge vor der Ermordung durch die Nationalsozialisten und ihre Gehilfen bewahrt.“


    Im Oktober 1943 stellte die Heerespolizei ein 15jähriges jüdisches Mädchen und drei männliche Jugendliche bei Genf über die Grenze.
    Das Mädchen hatte im Auffanglager sexuelle Kontakte zu
    anderen Flüchtlingen gehabt; zudem war es von angetrunkenen Schweizer Soldaten belästigt worden.
    Die Heerespolizei kam zum Schluss, das Mädchen und die jungen Männer seien des Asyls nicht würdig,
    „weil sie sich in den Flüchtlingslagern auf eine skandalöse Art und Weise benommen und gegen die Sitten verstossen haben“.
    Das Mädchen wurde in Auschwitz ermordet.

    http://www.katriburri.ch/cms/upload/pdf/Microsoft_Word_b_-_Bilder_WWII_Web.pdf

    Ganz entscheidend war, dass die Schweiz nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten an einem engen Flüchtlingsbegriff festhielt.
    Als politischer Flüchtling galt, wer wegen seiner politischen Tätigkeit persönlich gefährdet war.

    Bei der Anerkennung politischer Flüchtlinge übten die Bundesbehörden grösste Zurückhaltung, wobei die EJPD festhielt, dass
    «unerwünschte Elemente, Juden, politische Extremisten, insbesondere Kommunisten und Spionageverdächtige fernzuhalten» seien.

    Die Verfolgung der Juden wurde 1933 explizit nicht als politische Verfolgung definiert!

    Diese enge Auslegung des Flüchtlingsbegriffs führte dazu, dass die Schweiz von 1933 bis 1945 nur 644 politische Flüchtlinge anerkannte.

    Späte Reue: Was uns seinerzeit so stark beschäftigt hat und wirklich Gewissensbisse verursachte, war,
    dass die Juden so lange nicht als politische Flüchtlinge gegolten haben und zurückgestellt worden sind.»

    http://www.akdh.ch/ps/uek.pdf

    LG
     
  2. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2006
    Beiträge:
    16.733
    Ort:
    Witzenhausen/Hessen in BRD
    lieber drude merlin,


    es ist eine, selten dumme behauptung von dir, dass die schweiz im krieg so viele füchtlinge aufnahm. die schweiz hat nicht nur juden kaum geholfen (nur denen die schon vorher viel geld in der schweiz gebunkert haben), schweizer soldaten haben auch auf flüchtlinge geschossen, verweundet oder ermordet... illegale flüchtlinge wurden auch der gestapo übergeben und nich nur juden...



    shimon
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2014
  3. MorningSun

    MorningSun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2006
    Beiträge:
    12.697
    Ort:
    wo die Wirren irren ...


    Liest du eigentlich was da geschrieben wurde ?
     
  4. naglegt

    naglegt Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2012
    Beiträge:
    2.896
    Die Schweiz hat nur sehr reiche Flüchtlinge eingelassen. Das ist schon lange bekannt.
     
  5. Night-bird

    Night-bird Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2011
    Beiträge:
    4.985
    Ort:
    Jenseits von Eden
    Und auch das Schicksal der Flüchtlinge war den Schweizern wohl bekannt! ;)

    Franz-Rudolf von Weiss oder, wie der Lausanner in Pass und Geburtsurkunde hiess, François- Rodolphe de Weiss war ein in jeder Hinsicht ungewöhnlicher Diplomat.
    Er brachte das seltene Kunststück fertig, sein Land 30 Jahre lang am selben Ort zu vertreten.
    Zwischen 1920 und 1949 diente er sich im Schweizer Konsulat in Köln vom Kanzleisekretär zum Konsul und schliesslich zum Titular-Generalkonsul hoch.
    Mit List und Tücke vermied er Versetzungen nach Dresden und Rotterdam.
    Nazizeit, Krieg und Nachkriegswirren liessen es dem Eidgenössischen Politischen Departement dann wohl als sinnvoll erscheinen, von Weiss auf seinem Platz zu lassen.

    Längst hatte von Weiss begonnen, sich mit Köln und den Rheinländern zu identifizieren.
    Der Waadtländer berichtete zwar minuziös und sachlich bis in die letzte Einzelheit nach Bern;
    gelegentlich aber ergriff er deutlich Partei. Seine Beziehungen zu Konrad Adenauer (Oberbürgermeister in Köln) wurden im Laufe der Zeit immer enger.

    Dank der Diplomatischen Beziehungen zur Spitze (Spione) :tuscheln: hatte er Insiderwissen und er wusste, dass die abtransportierten Juden umgebracht wurden.

    Weiss hat auch vielen Flüchtlingen geholfen in dem er Pässe und Visums ausstellte, denke auch, dass besonders die reichen Flüchtlinge bevorzugt wurden. :rolleyes:

    http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/article85b29-1.407025

    http://de.wikipedia.org/wiki/Franz-Rudolf_von_Weiss

    http://www.nzz.ch/aktuell/internati...de-alles-kurz-und-klein-geschlagen-1.18182055

    LG
     
  6. Night-bird

    Night-bird Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    4.985
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    Jenseits von Eden
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    Da wird über die Sitten anderer Länder und Religionen hergezogen :angry2: und zugleich handeln sie selbst, zutiefst unmenschlich und bestialisch! :eek:

    LG
     
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