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Das Gesetz von Thelema

Dieses Thema im Forum "Magie" wurde erstellt von Cassiel93, 16. September 2010.

  1. Cassiel93

    Cassiel93 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    3
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    Leider hat sich allgemein ein sehr naives Verständnis vom Gesetz des neuen Zeitalters durchgesetzt. Ich will hier daher einmal eine Betrachtung unter geheimwissenschaftlichen Gesichtspunkten online stellen.

    Grundlage das Gesetz zu verstehen ist ersteinmal ein Verständnis für die Tradition aus der es kommt. Alle ernstzunehmenden westlichen Einweihungstraditionen berufen sich auf die alten Gnostiker. Diese prägten eine Weltsicht, die sich bis heute, in stellare Systeme, wie die der Fraternitas Saturni oder des OTO retten konnten.

    Ausgegangen wird hier davon, das es zwei Götter gibt, bzw. das Gott zwei verschiedene Antlitze besitzt. Eines davon ist liebend und mitfühlend, welches uns in symbolischer Form als Sonne begegnet. Das andere Antlitz steht für das Gesetz, die Strenge und wird verkörpert durch den Saturn.

    Wobei nur der Gott des Gesetzes, also Saturn die Welt der Formen, in der wir hier leben erschaffen hat, der liebende, mitfühlende Gott wird lediglich in Geistform wahr genommen.

    Kennt man diese Zusammenhänge nicht, kann man das Gesetz von Thelema niemals begreifen. Ganz schlimm finde ich das viele es so verstehen, als würde es lauten "tue was Dir beliebt" und gerade diese Leute rechtfertigen ihr eigenes unethisches Handeln mit diesem Gesetz, welches in seiner Natur eigentlich so wunderbar und in die Freiheit führend ist.

    Das Gesetz von Thelema muss man sich vorstellen, wie auf einer komplett ausgeglichenen Waagschale stehend. Leider kann man in diesem System hier keine Tabellen darstellen, daher muss ich die beiden Teile untereinander schreiben, sie gehören aber genau nebeneinander.

    Links:
    Tue was Du willst, ist das ganze Gesetz
    Es gibt kein Gesetz über "Tue was Du willst"
    Und das Wort des Gesetzes ist THELEMA

    Rechts:
    Liebe ist das Gesetz,
    Liebe unter Willen,
    Mitleidlose Liebe

    Ich gehe das Gesetz nun Zeile für Zeile durch und erleutere die wahre Bedeutung:

    Tue was Du willst, ist das ganze Gesetz:

    Erstmal vorweg, ja dies ist die Fraternitas Saturni Version des Gesetzes, die von Anfang an einen Ist-Zustand beschreibt und nicht eine vage Zukunft, so wie Crowleys Original "...soll sein das ganze Gesetz". Da wir mittlerweile im Wassermannzeitalter leben, kann diese Version nur noch als die einzig richtige gelten, denn das Gesetz von Thelema ist das Gesetz des neuen Zeitalters und dieses ist angebrochen und wird nicht erst irgendwann geschehen.

    Wie schon gesagt, leider gibt es viele Uneingeweihte, die diesen Satz mißinterpretieren und denken er würde bedeuten man könne buchstäblich tun, was man wolle. Wegweisend ist aber ersteinmal der Bezug auf das "ganze Gesetz". Dies verdeutlicht die Bezugnahme auf den Gott des Gesetzes, der Strenge, den Schaffer dieser Welt, Saturn!

    Der Saturn schöpft aus dem Meer der Leerheit und erschafft dadurch Form. Er ist das Gesetz. Tue was Du willst, spricht daher nicht uns selbst in Form unserer niederen Egos an, nein es geht darum zu erkennen, das dort ein höhreres, universelles Ich am Werke ist, welches unsere Realität in jeder Facette erschafft!

    Dies ist ein Gesetz für Eingeweihte, es geht darum sich hinaufzuschwingen, zum universellem Erschaffer der Welt, dem großen Baumeister aller Welten, Saturn, oder eben UNSERER EIGENEN WAHREN NATUR. In diesem Zustand gelten erst dann keine Beschränkungen mehr, erst hier kann man tun was man will, sprich dem göttlichen Willen entspricht, denn man selbst ist der Gott, der alles in seiner eigenen Realität erschafft.

    Es gibt kein Gesetz über "Tue was Du willst":
    Dies ist ein weiterer Hinweis auf die richtige Geisteshaltung. Ist man eins geworden mit dem universellem Bewußtsein, dem Gott des Gesetzes, der Erschaffer der Realität, dann gibt es keine einzige höhere Instanz mehr über einem. Man ist zur Verkörperung des Gesetzes selbst geworden.

    Und das Wort des Gesetzes ist THELEMA:
    Das Wort des Gesetzes hat zwei bedeutungen. Zum einen bedeutet es "Wille". Dies ist ein Hinweis auf die Qualität dieses Zustandes im universellen Bewußtsein. Der Gott des Gesetzes erschafft die Welt nach seiner ihm eigenen Gesetzmäßigkeit, der Antrieb dazu ist der reine göttliche Wille. Dies lässt sich schwer in Worte ausdrüclen, bezeichnet es doch eine geistige Energie, die dazu befähigt Magie auszuüben und Realitäten zu erschaffen. Das schwierige daran ist, das wir es alle beständig tun, nur das wir dies tun und uns dazu diesem Willen bemächtigen ist schwer zu erkennen, wenn man selbst noch nicht diesen Zustand kennt, der über das niedere Ego hinaus geht.

    Zum anderen ist Thelema ein erster Hinweis auf die Liebe, die notwendig ist um den Willen walten zu lassen, denn Thelema (Wille) hat ja bekanntlich den selben Zahlenwert, 93, wie Agape (Liebe)

    Kommen wir zur rechten Seite des Gesetzes:

    Liebe ist das Gesetz:
    Wie bereits erwähnt besteht die uns bekannte Welt nach Geheimwissenschaftlicher Sichtweise aus einer Dualität zwischen zwei Polen, dem Gott des Gesetzes (Saturn, Form) und dem Gott der Liebe und des Mitgefühls (Sonne, Geist)

    Dieser Satz ist Ausschlaggebend für das gesamte Gesetz. Liebe ist das Gesetz bedeutet die Auflösung der Dualität, denn es sagt aus, das die Liebe das Gesetz ist, sprich der Gott der Liebe eigentlich eins ist mit dem Gott des Gesetzes. Geist ist Form und Form ist Geist.

    Aus der Sichtweise des niederen Egos des Menschen, nimmt man die beiden Aspekte Form und Geist, also den Gott des Gesetzes und den Gott der Liebe wie zwei unterschiedliche Materien, zwei vollkommen unterschiedliche Gottheiten war, der eine streng und leidbringend, der andere voller Liebe und Mitgefühl.

    Dies ist aber ein trugschluss, denn in Wahrheit sind beide ein und das selbe. Liebe ist die Grundlage von allem, ohne das Mitgefühl wäre die gesamte Welt niemals entstanden und kein Gesetz hätte sich jemals erschaffen, wenn die Grundlage nicht Mitgefühl gewesen wäre.

    Dies sagt auch der nächste Satz ganz klar aus:

    Liebe unter Willen:

    Dies bedeutet, das die Liebe die Grundlage für den Willen ist. Kein göttlicher Wille kann sich jemals entfalten, wäre nicht zuerst die Liebe da um überhaupt etwas erschaffen zu können. Denn eigentlich existiert nur Leerheit. Das überhaupt ein (vermeintlich strenger) Saturn an den Start kommt und die Form erschafft, passiert nur durch das Mitgefühl Gottes, respektive unserem eigenem universellem Bewußtsein.

    Von daher, wenn man dies verstanden hätte, könnte man niemals behaupten, das irgendjemand, der diesem Pfad wirklich folgt, schelchte Absichten hätte oder gar ein Schwarzmagier sei. Solche Personen kommen erst gar nicht so weit, diesen universellen Zustand auch wirklich zu erfahren.

    Mitleidlose Liebe:
    Es ist wichtig, die Qualität dieser Liebe darzustellen, denn dieser erwachte Zustand, um den es geht, ist ein universeller Zustand, den man nur halten kann, wenn man sich vom eigenem Ego vollkommen losgelöst hat. Daher ist die Liebe von der gesprochen wird von universeller Natur und macht keine Unterschiede zwischen Freunden und Feinden. Ganz gleich so wie die Sonne in absolut jedem Land auf der Erde scheint, sie sagt nicht dieses eine Land mag ich lieber, da scheine ich intensiver, das andere Land mag ich gar nicht, dort scheine ich niemals. Gleichsam ist die Liebe um die es geht universell und umfasst jedes fühlende Wesen, respektive alles was existiert. Liebe ist wie gesagt die Grundenergie, für jede Form von Materialisation!

    Daher ist Mitleidlose Liebe dem Gesetz hinzugefügt worden, denn es ist keine Liebe gemeint, die dazu führt, das man Anhaftung und Leiden entwickelt und so letztendlich wieder in seinem niederem Ego landet. Leider ist das deutsche Wort "mitleidlos" sehr leicht falsch zu verstehen. "universelle Liebe" oder "unterscheidungslose Liebe" hätte vielleicht besser gepasst, aber man wollte halt im letzten Satz wieder eine Verbindung zur anderen Seite schaffen. So wie Thelema schon eine Verbindung zur Liebe gebracht hat, so bringt Mitleidlos wieder eine Verbindung zum Gesetz, da der Saturn ja bekanntlich mitleidlos ist. Dies unterstreicht auch nochmals die Nondualität.

    Dies einmal zum Gesetz von Thelema. Wer dies richtig zu verstehen weiß, dem ist es eine Anleitung, sich hochzupolen und zu erwachen und auf diese Weise sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Eine direktere Anleitung um am "großen Werk" teilhaben zu können, gibt es zumindest hier im Westen nicht.

    Schade ist es das es heutzutage fast jeder falsch versteht, aber naja, das Internet mag noch so viel enthüllen, die okkulten Geheimnisse schützen sich nach wie vor selbst.

    LG

    Cassiel
     
  2. SYS41952

    SYS41952 Guest

    hmmm...Der 2.Text der 1zu1 aus Magic-com.de übernommen wurde...
     
  3. Sys, ... .
    Alias Sherlock Holmes. :)
    [​IMG]
    lg
    Cyrill
     
  4. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.309
    Macht ja nix, wenn er derselbe Cassiel ist. Ist zumindest kein schlechter Text.

    Diese "Zweiheit" von geistiger und dualer Welt und deren Trennung muss m.A.n. klar erkannt sein, um sie aufzulösen und viele setzen einfach alles gleich, was theoretisch ja nicht falsch ist, aber nichts bringt solange der Status Quo nicht wirklich verstanden ist, und das ist nun mal die Erfahrung von Trennung. Das Liber Al ist ja genau deshalb so genial, weil es mehrere Perspektiven sauber trennt und darstellt, die Verbindungen zeigt und deutlich macht, dass die Wirklichkeit Einheit ist.
     
  5. Schlussendlich gibt es aber nur eine Wahrheit und das ist die Eigene.
    Alles was man übernhemen will, muss zuerst genau hinterfragt werden.
    Ich persönlich halte nicht viel von der Theorie, sondern mir geht es mehr um die Erfahrung und das bewusste Leben, denn dazu braucht es keine Theorie.
    Wer sich verbindet mit dem *Geist* od. *Chaos* braucht keine Theorie, sondern erlebt es und dazu braucht es keine Worte. Ebenfalls sollte ein jeder seine eigene Schöpfung schaffen und nicht andere übernehmen.
    lg
    Cyrill
     
  6. SYS41952

    SYS41952 Guest

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    Ich hab nix gegenteiliges gesagt...ich habs nur nicht so mit Zufällen :D
     
  7. Mipa

    Mipa Guest

     
  8. blue

    blue Guest

    1. nicht nur die Chance....
    2. wird es dann keine Eingeweihten mehr geben, die glauben, daß Nichteingeweihte Trottel sind......


    :) blue
     
  9. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.309
    Ja.. ich finde es auch besser, wenn jemand der einiges verstanden hat es auch dadurch zum Ausdruck bringt, dass er nicht mal sich selbst kopiert.

    Aber... zumindest ein guter Einstieg zu einem sehr interessanten Thema. Wobei das Liber Al m.A.n. schon wieder "zu groß" ist um es angemessen in einem Forum zu besprechen.
     
  10. SYS41952

    SYS41952 Guest

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    Wie soll man das auch machen, die Interpretation "wächst" mit dem Studierenden. Es gibt Texte, und dazu gehört das Liber Al , die man
    immer wieder "neu" liest. Man erkennt neue Sachen und Zusammenhänge.
    Und grade beim Liber Al ist es wichtig, das man auch ein paar andere Sachen
    gelesen hat,ohne gewisse Grundlagen klappt das sonst nicht.

    Alles Satanisten,weeste wat ick mein? ;)
     
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