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Aleister Crowley-Magier oder Wahnsinniger

Dieses Thema im Forum "Magie" wurde erstellt von Tiana, 20. Mai 2004.

  1. Tiana

    Tiana Guest

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    Ich hoffe, ich habe den Namen richtig geschrieben, denn seitdem ich einmal ein Buch über ihn gelesen habe, habe ich mich nur noch in Gedanken mit ihm befasst.
    Was denkt Ihr über diesen "besonderen"Magier?
    Ich habe vor seinen Gedanken und Taten viel Respekt aber mir wird mulmig bei dem Gedanken daran, dass er im Wahnsinn geendet ist.
    Er hat gute Theorien aufgestellt, aber sie auf sonderbare Weise angewandt.
    War er nur ein guter Theoretiker oder wirklich Magier?
    Ich freue mich auf Eure Meinung!
    Tiana : :zauberer1
     
  2. Juppi

    Juppi Guest


    Hallo Tiana,

    es gibt im Tarot-Thread einen Beitrag von pigwid18, indem es um den Ruf von Crowley geht.

    Gruß.................Juppi
     
  3. Hexer Maran

    Hexer Maran Mitglied

    Registriert seit:
    3. Dezember 2003
    Beiträge:
    187
    Ort:
    Nordrhein-Westfalen
    Hallo Tiana,

    also ich persönlich schätze einige seiner Werke. Nicht alles, was Crowley geschrieben hat, war schwarzmagisch. Es sindund waren sehr gute magische (Gedanken)Ansätze dabei für vieles. Leider ist der Pfad zwischen Genie und Wahnsinn oft sehr schmal. Viele magisch arbeitende Menschen können sich noch immer für ihn begeistern. Schliesslich scherte nicht darum, was Leute über ihn dachten. Trotzdem denke ich, das er sich selbst als "das Tier 666" bezeichnete, liegt sicher an seiner schrecklichen und ungeliebten Kindheit. Ein knapp Fünfjähriger kann es sicher nicht gut ab, wenn man ihn stets als Abschaum und ekelerregend bezeichnet. Die Härte des Vaters waren da auch nicht zuträglich.

    Gerade zum Ende seines Lebens hat Crowley wirklich keine Orgie und kein Rauschmittel ausgelassen. In diesem Lebensabschnitt wurden seine Werke immer düsterer, auch geprägt von Rauschphantasien - die nicht unbedingt magischen Ursprungs waren.

    Ich halte Crowley noch immer für eine der schillerndsten Magier der Neuzeit. Aber seine Werke sind mit Vorsicht zu geniessen. Seine Rituale sollten sicher nicht unbedingt von Beginnern (also alles, war weniger als 10 Jahre Magie betreibt) versucht werden.

    Liebe Grüsse, Maran :)


     
  4. Serafine

    Serafine Mitglied

    Registriert seit:
    7. Februar 2004
    Beiträge:
    309
    Ort:
    Pforzheim
    Hätte er es nicht so übertrieben,
    dann hätte er bestimmt mehr aus sich machen können.
    In unserer Zeit empfinde ich ihn eher als abstoßend.
    Wohlwissend dass er ein Mal ein Buch über Wicca (für Gardner?) geschrieben hat.

    LG, Serafine
     
  5. Flyinggreg

    Flyinggreg Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2004
    Beiträge:
    215
    AC ist sicher als einer der wichtigsten Magier des 20. Jhd anzusehen. Wenn es ihn nicht gegeben hätte, würden viele die HIER schreiben, gar nichts von Magie wissen bzw. sie betreiben. Er hat in erster Linie die Magie "spersönlich" gemacht. In seinem Buch "Magick" hat er Magie einfach erklärt und für jedemann und jede Frau nachvollziehbar gemacht. Also das, was vormals nur in magischen zirkeln verbreitet wurde, wurde öffentlich gemacht.
    Natürlich ist Crowley ein Magier seiner Zeit - insbesondere ist er stark zermonieller Magie zugetan, was vielleicht nicht jedem heutigen liegt... Romantik ist nicht jedemanns ding und heute ist ohnedies kybermagie und chaosmagie state of the art.

    Das gerede von Schwarzer Magie kann ich persönlich nicht mehr hören. So können nur leute sprechen, die sicher noch nie ein einziges ritual durcchgeführt haben. Das ist nur theoretisches gelaber. Denn wer tatsächlich magie betreibt, ist jenseits der moral und damit einfach magier - herr der elemente - und kein moralapostel....

    Crowleys rituale nachvollziehen ist nicht ganz einfach aber sicher lohnend. Liber estarte zum Beispiel (ein sonnenritual) ist für anfänger sicher toll geeignet und auch das pan-ritual....

    Allerdings dürften Crowleys erklärungen für einen anfänger schwer korrekt nachvolziehbar sein. Hier ist andere literatur oder unterweisung durch einen magier wichtig....

    grüsse

    fly
     
  6. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
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    um crowleys bedeutung jenseits des tarot zu würdigen, fehlt mir die sachkenntnis. was allerdings die verbindungen von lebenswandel und werk betrifft, so verweise ich hier auch noch auf den an syphilis verstorbenen hurenbock mozart, auf den im wahnsinn gestorbenen nietzsche, auf den zeitweise in haft genommenen bioenergetiker wilhelm reich... es war schon immer ein bisserl teurer, einen besonderen geschmack zu haben :)

    alles liebe, jake
     
  7. Tiana

    Tiana Guest

    .....Tja und Genie und Wahnsinn gehen bekanntlich oftmals gern Hand in Hand!
    Ich danke Euch für Eure interessanten Beiträge und werd mich mal langsam in Richtung AC vortasten. Denn ich denke, Er war schon ein sehr bedeutender Magier und seine Theorien sind es allemal wert gelesen zu werden.
    Der richtige Zeitpunkt wird für mich schon kommen!
    Danke nochmal,
    Viel Licht und Liebe , Tiana :danke:
     
  8. Morson

    Morson Mitglied

    Registriert seit:
    21. Februar 2004
    Beiträge:
    143
    Ort:
    Harz
    Hallo!

    Auch noch ein paar Zeilen von mir zum Thema, war ne Weile krank und komme deswegen jetzt erst dazu meinen Beitrag dazu abzugeben.
    Crowley ist schon ein umstritenner Magier gewesen. Es gibt viele die ihn in den schwarzen Bereich zu orden tun. Dies sehe ich aber nicht so.
    Ich finde er hat teilweise sehr gute Theorien und bezeichne ihn auch als einen sehr bedeutenden Magier.
    Für ihn gilt eigentlich das selbe wie für alle Magier, sie sollten uns nur Ansätze geben, denn die Magie entwickelt sich in uns selbst. Also ware Magie kommt aus unseren inneren die wir selbst enwickeln müssen.
    Seine Werke sind nicht einfach zu verstehen aber keineswegen schwarzmagisch wie hier auch behauptet wurde.
    Sicher ist die zermonieller Magie nicht jedermanns Sache. Ich persönlich finde sie aber besser als die modernen Arten wie z.b. die Chaosmagie.
    Sein Werk "Magick" würde ich jedenfalls empfehlen und ist wert zu lesen. Sicherlich nicht unbedingt für blutige Anfänger.
    Ich weiß ja nicht wie tief du in der Magie schon engedrungen bist.

    Übriegens Jake arbeite ich auch mit seine Tarot -Deck.

    Lieben Gruß

    Morson
     
  9. Lugosi

    Lugosi Guest



    ... Du kannst also das ganze Gerede von schwarzer Magie nicht mehr hören? Und jemand der Magie betreibt befindet sich jenseits der Moral?

    Sorry - aber Du hast keine Ahnung was Magie wirklich sein kann. Es reicht nicht aus ein paar Bücher von Crowley oder Tegtmeier zu lesen, um zu verstehen, was Magie wirklich ist.

    Magie funktioniert und es gibt die dunkle und destruktive Seite, die oft schwarz genannt wird. Nur die notwendige ethische Grundausrichtung verhindert ein Abgleiten in diesen Bereich. Jeder muß für sich entscheiden welchen Weg er geht, aber er muß gleichzeitig die Verantwortung für seine eigene Handlung übernehmen. Jemand der sich als Magier, außerhalb der Moral sieht, hat den Schritt in den Abyss hinein bereits getan.

    Du führst Crowley als Beispiel an. Ich gebe Dir recht - er ist wirklich ein gutes Beispiel, um zu zeigen, wie direkt eine Abkehr von den ethischen Grundprinzipien in den Abgrund führen kann. Natürlich hatte Crowley ein großes Potential, das zweifellos auf seine Ausbildung zurückzuführen ist, die er im Golden Dawn genossen hat. Aber seien wir doch ehrlich - von dem Zeitpunkt der "Übertragung" des Buch des Gesetzes von AIWAZZ an, ging es stetig bergab.

    Es gab schon und wird immer Orden geben, die sich dem Licht oder der Dunkelheit verschrieben haben. Ich denke, dass Du dich schon entschieden hast ...

    Lugosi
     
  10. Morson

    Morson Mitglied

    Registriert seit:
    21. Februar 2004
    Beiträge:
    143
    Ort:
    Harz
    Werbung:
    Hallo Logosi,

    ich gebe dir da schon etwas recht, dass es nicht ausreicht nur Bücher von Crowley und er gleichen zu lesen um Magie zu beherschen bzw. zu verstehen. Magie kommt von innen und ist dann eine persönliche Sache. Ja, sie funktioniert. Nun liegt es an jeden selbst wie er sie einsetzt negativ ( destruktive) oder positiv. Dieses Aussage ist richtig von dir und kann ich nur unterstreichen. Allerdings finde ich solche Bücher wie von Crowley, Bardon usw. doch wichtig um die Grunprinzipen und Zusammenhänge, das theoretiesche Wissen eben zu verstehen.
    Doch haben wir den Verstand diess Wissen für uns persönlich umzusetzten. Wenn dann einer schwarze Magie betreibt dann weil er es will und es liegt nicht an den Thesen von Crowley z.b. Ich pernsönlich halt ihn einfach nicht für ein reinen schwarzen Magier, obwohl er dunkle Seiten hat, dass möchte ich nicht bestreiten.
    Gefährlich ist es schon wenn Aussagen gemacht wird das Jemand der sich als Magier, außerhalb der Moral ist. Ein guter Magier muss Moral haben und sich immer Bewusstsein das er Verantwotung trägt. Jeder entscheidet aber seinen Weg selbst den er gehen will.
    So gesehen ist Magie neutral erst wir Menschen (Magier) machen sie weiß oder schwarz. Wer ohne Moral an der Magie geht hat wirlich schon den Schritt in den Abyss gemacht, da gebe ich dir recht.

    Lieben Gruß

    Morson
     
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