Ziel der Hamas ist die Zerstörung Israels

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Ja, das hab ich ja geschrieben. Die an der Macht profitieren davon, deswegen wollen sie den Krieg.
Die normale Bevölkerung möchte ihr Leben in Frieden leben, bis auf die Fanatiker natürlich, besonders die religiösen.
Das stimmt eben nicht. Es wäre schön, wenn es so wäre, aber es ist nicht so.

Diese Umfrage ist aus dem Sommer 2025, ich hatte sie bereits hier verlinkt: https://archive.ph/mxfJ3

Ich hatte damals geschrieben:
Gemäss einer aktuellen und repräsentativen Umfrage befürworten 82% der jüdischen Israelis eine ethnische Vertreibung der Palästinenser aus dem Gaza. 2003 waren es "nur" 45%. Weiter befürworten 47% der Befragten, dass nach der Eroberung eines Ortes durch das israelische Militär alle noch verbleibenden Bewohner ermordet werden, so wie dies "durch die Israeliten unter Joshua in Jericho geschah". [...] 56% der jüdischen Israelis befürworten die Vertreibung aller Araber aus Israel. [...]
Die Umfrage gilt als repräsentativ, sie spiegelt also den Willen der israelischen Bevölkerung - nicht einfach nur der Regierung - wider.

Ähnliche Resultate ergeben sich in anderen Umfragen:
Aber selbst in einer anderen Umfrage [...] befürwortete weiterhin eine Mehrheit von ungefähr 60% der Israelis die forcierte, also nicht freiwillige ethnische Vertreibung der Palästinenser aus dem Gaza. Und auch diese ist nicht die einzige weitere Umfrage, die solche Resultate zeigt, es gibt weitere.

Wer nun glaubt, das sei unter den Palästinensern bedeutend anders gegenüber den Israelis, der/die irrt ziemlich sicher ebenfalls.
 
So, mal kurz in Bezug auf Aussicht nach Frieden. Israel hat soeben eine Verordnung aufgehoben, die es Siedlern verboten hatte, auf privater Basis Land im Westjordanland zu erwerben. Das heisst, es dürfen jetzt Siedler auch auf privater Basis Land im Westjordanland kaufen.
The decisions approved on Sunday revoke a regulation that had barred private Jewish individuals from acquiring land in the West Bank and remove Palestinian representatives from the process of issuing building permits in a Jewish settlement in Hebron, including projects on a site considered holy by both Muslims and Jews.

Wer sich jetzt auch noch daran erinnert, dass im Westjordanland zwei unterschiedliche Rechtssysteme gelten - das Militärgericht für Palästinenser, das Zivilgericht für Israelis - und sich auch noch daran erinnert, dass Smotrich es durchgesetzt hatte, dass zivile, bewaffnete "Bürgerschutz-Gruppen" geschaffen wurden, der muss nur 1 + 1 zusammenzählen, um zu wissen, was da als nächstes passiert. Das folgende Rezept wird seit mehreren Jahrzehnten angewendet:

1. Zuerst einige "Jungs" losschicken, die Olivenhaine vergiften.
2. Dann die wütenden Palästinenser verprügeln.
3. Dann abwarten, bis irgendwelche Palästinenser ihre eigenen "Jungs" losschicken, um jemanden zu verprügeln.
4. Dann das israelische Militär lossschicken.
5. Dann mit Bulldozern die Häuser der Palästinenser plattmachen und die Palästinenser enteignen.
6. Dann deren Parzellen sperren, für einige Zeit "ruhen lassen" und sie dann, staatlich sanktioniert, enteignen wegen "Terrorismus" oder sonst irgendeinem Grund.
7. Dann die Parzellen an israelische Siedler verkaufen.
8. Dann das Strassennetz sowie die Kontroll-Checkpoints weiter so ausbauen, dass die nächsten Parzellen langsam eingezont werden können.

Und zwar immer gaaaaanz langsam, scheibchenweise, Parzelle um Parzelle.

Und, um zu verstehen, warum das alles mit "will Frieden oder will keinen Frieden" am Ende des Tages eigentlich nichts zu tun hat, der muss eben die demographische Entwicklung Israels anschauen. Israel platzt aus allen Nähten. Die Bevölkerung wächst. Es gibt keinen Ort, wo unbesetztes Land zur Verfügung steht. Also holt man es sich bei den Nachbarn, genauer: Im Westjordanland, im Gaza, im Libanon, in Syrien.

Grade eben hat Trump Milliardenhilfe an Waffen für Israel gesprochen (völlig am us-amerikanischen Parlament vorbei, notabene).

Man muss wirklich nur einfach mal neutral die Gesamtlage in der Ganzheit anschauen um die Zukunft absehen zu können. Da kommt kein Friede. Wäre ich Israeli, ich würde mir ernsthaft Gedanken machen, wegzuziehen. Weil, in was für einem Land sollen denn meine Kinder aufwachsen? (Die Frage ist nur, wohin. Irgendwo in Europa ist vermutlich immer noch die beste Wahl.)

Israel hat gar keine Wahl, als weiterhin das eigene Staatsgebiet schrittweise auszudehenen, und dabei immer zu hoffen, dass möglichst keine Eskalation stattfindet. Bloss, dass diese Eskalation natürlich unweigerlich stattfinden wird, weil da ja schon andere Menschen sind. Und solange Israel von den USA Schutz erhält, und die USA nicht selbst grade völlig Pleite geht, solange wird es weiter Krieg geben mit allen Nachbarn, die eben bereits dort sind, und sich ihr Land nicht wegnehmen lassen wollen.

Die Hamas ist daran noch nicht einmal beteiligt, wir sprechen ja über das Westjordanland.

Solange in Israel - und im Gaza plus Westjordanland - niemand ernsthaft die demographische Entwicklung in eine andere Richtung lenken will, gibt es nun mal keine Lösung. Weder Einstaaten- noch Zweistaatenlösung, noch irgendeine andere Lösung. Es gibt einfach nur eine wachsende Bevölkerung, welche auf eine ebenfalls wachsende palästinensische Bevölkerung trifft.
 
Es ist einfach nur zum Kotzen.
Und Israel hat sehr wohl eine Wahl, zumindest die, nicht so anmaßend und brutal vorzugehen,wie sie es tun.
Ich habe zudem nur gestern einen Schnipsel aus einem Kommentar ( Tagesschau) über die Lage in Gaza gesehen. Katastrophal, " überall Menschen mit leeren Blicken".

Zur Nachwirkung von Traumata und Hunger:
Man hat festgestellt, dass die Hungersnot in Irland Mitte des 19. Jahrhunderts.bis heute! Spuren in der Genetik der Iren zurückgelassen hat und zwar in Form von Neigung zu Depressionen und Schizophrenie. Irgendwas anderes war es noch, fällt mir grade nicht ein.

Man kann davon ausgehen, dass die Palästinenser also auf Generationen hinaus traumatisiert sein werden durch Israels Kriegsverbrechen.
Da insgesamt in Israel nur 150000 - 350000 Holocaustüberlebende ankamen und deren Nachkommen, ca.120000 bis 147000, noch dort leben, macht das einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung aus, bis heute.
Bei 9.5 Millionen Einwohnern...

Sonst hätte ich gesagt, da prügeln Israels Traumatisierte - aber das haut eben nicht hin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zur Nachwirkung von Traumata und Hunger:
Man hat festgestellt, dass die Hungersnot in Irland Mitte des 19. Jahrhunderts.bis heute! Spuren in der Genetik der Iren zurückgelassen hat und zwar in Form von Neigung zu Depressionen und Schizophrenie. Irgendwas anderes war es noch, fällt mir grade nicht ein.

Das ist wissenschaftlich nicht belegt.
Es gibt keinen Nachweis, dass die irische Hungersnot des 19. Jahrhunderts bis heute genetisch vererbte Neigungen zu Depressionen oder Schizophrenie verursacht hat.

Epigenetische Effekte durch Hunger sind zeitlich begrenzt und betreffen überwiegend den Stoffwechsel, nicht dauerhaft vererbte psychische Erkrankungen.
Eine 180 Jahre anhaltende genetische Wirkung auf psychische Störungen ist Spekulation, keine Forschung.
 
Das ist wissenschaftlich nicht belegt.
Es gibt keinen Nachweis, dass die irische Hungersnot des 19. Jahrhunderts bis heute genetisch vererbte Neigungen zu Depressionen oder Schizophrenie verursacht hat.

Epigenetische Effekte durch Hunger sind zeitlich begrenzt und betreffen überwiegend den Stoffwechsel, nicht dauerhaft vererbte psychische Erkrankungen.
Eine 180 Jahre anhaltende genetische Wirkung auf psychische Störungen ist Spekulation, keine Forschung.
Da bist du falsch informiert.


Historical and demographical human cohorts of populations exposed to famine, as well as animal studies, revealed that exposure to food deprivation is associated to lasting health-related effects for the exposed individuals, as well as transgenerational effects in their offspring that affect their diseases’ risk and overall longevity.

Ob das nun 180 Jahre dauert oder nicht, das ist vermutlich tatsächlich eher Spekulation als Wissenschaft. Ebenfalls, welche exakten psychischen Erkrankungen dadurch gehäuft auftreten. Aber die epigenetischen Veränderungen über die betroffene Generation hinaus sind durchaus dokumentiert. Und zwar in verschiedenen Studien, die sowohl Menschen als auch Tiere betreffen.
 

Bitteschön..von mir aus.:rolleyes:
Ist mir bezüglich dessen, was ich damit sagen wollte egal, dann war es in dem speziellen Fall in dem betreffenden Dokumentationsfilm eben eine "Falschaussage", was ich allerdings bezogen auf das Gesamtthema bezweifle.

Hier ist aus dem obigen Artikel eine andere Aussage, wissenschaftlich fundiert:
"Im letzten Winter des Zweiten Weltkrieges kam es in den Niederlanden zu einer Hungersnot. Kinder, die in dieser Zeit geboren wurden, waren häufig untergewichtig und litten Studien zufolge später im Leben deutlich häufiger an Diabetes, Übergewicht und Herz- und Kreislauferkrankungen.

Auch ihre Nachkommen waren bei Geburt oft kleiner als andere Babys – obwohl ihre Mütter während der Schwangerschaft nicht an Nahrungsmangel litten. Die erlebte Hungersnot hatte also generationenübergreifende Auswirkungen. Dasselbe trifft auch auf andere Traumata zu: Vergewaltigungen, Unfälle oder Kriegseinsätze. Sie alle können auch bei späteren Generationen bleibende Spuren hinterlassen."
Spoiler: Hunger ist Stress pur, der auch psychisch extreme Auswirkungen hat, d.h. es gibt auch auf der Ebene dann Prägungen.
Aber woher soll man das auch wissen, gell, oder sich gar selbst denken...! :rolleyes:

Es gibt zudem genügend andere Studien, wie sich Traumata
weitervererben, bis in die DNA.
Darum ging es ja hier. Das zu erfassen erfordert natürlich Einiges! , das ist natürlich klar.:rolleyes::LOL:
Die Bevölkerung von Gaza wird über die nächsten Generationen Traumata weitervererben,
was einen Frieden noch unmöglicher machen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob das nun 180 Jahre dauert oder nicht, das ist vermutlich tatsächlich eher Spekulation als Wissenschaft. Ebenfalls, welche exakten psychischen Erkrankungen dadurch gehäuft auftreten.

Eben. Allerdings musst du mir jetzt nicht mit cherrypicking kommen. (Du wolltest schon einmal eine Studie diskutieren - und wünschtest dabei fundierte Fachkenntnisse, bezüglich des Umgangs damit, um diese "gern zu diskutieren". ) Daran versiegte dein Interesse aber umgehend, als sich jemand mit den von dir gewünschten Kenntnissen meldete - und dich auf deine Fehler beim Lesen besagter Studie, bzw. deine Missinterpretation von Werten hinwies.
 
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Auszug, mit Google übersetzt:
"Seit mehr als einem Jahr ist die Welt dem anhaltenden Konflikt in Gaza und der Zerstörung, medizinischen Verwüstung und der Zahl der Todesopfer dieser Krise ausgesetzt. Was auf dem Bild fehlte, war eine Aufmerksamkeit für die langfristigen Auswirkungen des Traumas, das unter den palästinensischen und der israelischen Zivilisten als Geiseln in Gaza andauert. Dieser Artikel rechnet mit den anhaltenden Generationeneinflüssen von Kriegstraumata auf die psychische Gesundheit der Zivilbevölkerung in Gaza, die sich aus der klinischen und Erfahrungsforschung des Autors aus dem Irak, dem syrischen, afghanischen, afrikanischen und Krieg Ukrainer-exponierten Zivilisten, Flüchtlingen und Überlebenden der Folter stützt. In den meisten verschiedenen Studien führt die Kriegsexposition zu PTBS fast bei 30-50% der erwachsenen Zivilisten und ähnlichen Raten von Depressionen und Angstzuständen. Zivilisten in Gaza, die mit täglichen Schrecken und einem tieferen Gefühl der Hilflosigkeit konfrontiert sind, erleben sogar größere psychische Belastungen. Kinder, die in kritischen Entwicklungsstadien erheblich betroffen sind, sind von langfristigen psychischen und körperlichen Gesundheitsproblemen bedroht. Die psychologischen, kulturellen und epigenetischen Aspekte der generationenübergreifenden Übertragung von Traumata können zu psychologischen Qualengenerationen führen. Die Bewältigung der psychischen Bedürfnisse dieser Bevölkerung ist entscheidend, um die und dauerhafte Auswirkungen des Krieges zu mildern."

Das betrifft natürlich Kinder noch stärker, je jünger desto mehr, weil sie noch keine Filter in ihrem Erleben haben und über das Bewusstsein sowas wie Distanz dazu herstellen können. Was Erwachsene zwar auch nicht immer, aber in jedem Fall als Anlage bereits können.

 
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