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Wozu sind wir auf der Welt?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Mellnik, 19. Februar 2020.

  1. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2017
    Beiträge:
    9.307
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    Wozu sind wir auf der Welt?

    Eben habe ich mich an diese Frage erinnert.
    Sie stand in meinem kleinen katholischen Kinder-Katechismus.
    Da war eine Rubrik mit Fragen und Antworten

    Und die Antwort auf die Frage: "Wozu sind wir auf der Welt?" war so:
    "Um Gott zu danken und ihn zu loben und zu preisen!"

    Gegen diese Antwort habe ich schon als Kind rebelliert!

    Und ich dachte: "Was für ein Gott soll das denn sein? Hat er Minderwertigkeits-Komplexe? Hat er uns Menschen nur darum erschaffen, damit er jemand hat, der ihn lobt? Und dafür dann das ganze Elend auf der Welt?"

    Was meint ihr dazu?
     
  2. Babyy

    Babyy Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Dezember 2012
    Beiträge:
    3.247
    Ich hab mal in irgendeinem meiner unzähligen Bücher über die Mythologien der Welt gelesen, dass die Götter die Menschen erschaffen haben, weil sie sich von den Gebeten und den Opfergaben der Menschen ernährten. Als die Menschen das Beten aber vernachlässigten, wurden die Götter immer schwächer. Deswegen hätten sie den Menschen Plagen und Leid geschickt um ihnen zu zeigen, dass beten müssten, da die Götter sonst eine neue Menschenrasse schaffen würden. Oder so ähnlich :)

    Ist schon Jahre her und ich kann dir auch nicht mehr sagen, aus welchem Buch das war und von welchem Volk/Mythos da gesprochen wurde. Mir ist nur das so hängen geblieben :)
     
  3. FelsenAmazone

    FelsenAmazone Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Mai 2008
    Beiträge:
    4.841
    Auf die Frage "Wozu sind wir in der Welt" antwortet der Katechismus (das "Gotteslob") aus der Perspektive des Gotteslobs - um Gott zu loben.
    Als ich Kind und im Unterricht zur ersten heiligen Kommunion war, rebellierte ich auch dagegen.
    Ich fragte die Eltern, wozu ich auf der Welt war und die Antwort war, dass ich eine gute Tochter sein soll.
    Ich fragte die Schwester - sie meinte, weil ich ein Fluch für sie wäre, denn seit dem ich da war, war sie keine alleinherrschende Einzeltochter mehr.

    Ich fragte im Laufe des Lebens viele Leute um deren Meinung und siehe da, jeder antwortete mir auf meine Frage so, wie ich in derem Leben jeweils die sinnvollste "Funktion" erfüllte. Geriet ich an einen Narzissten, dann war die Antwort natürlich ganz extrem so ... fragt man also jemand anderen oder ein Buch, ist die Antwort begrenzt auf die Buchdeckel oder die Weite des Geistes des Befragten.

    "Was ist der Sinn des Lebens?" - probiert mal aus, diese Frage auf dem Smartphone an Google zu stellen oder an Siri. Die Programmierer haben sich Antworten dazu einfallen lassen. Interessant. Auch dort ist die Antwort eine Funktion für die jeweiligen Dienste.

    Man bekommt, wenn man andere fragt oder Bücher, also nur die Antwort, wer man für diese anderen Menschen ist.

    Fragt man das eine Religion so ist die Ausübung der jeweiligen Religion die Antwort.

    Daher ist die Frage, an einen selbst gerichtet, mit den ergiebigsten Antworten gesegnet. Jeder Minute des eigenen Daseins gibt Antwort auf diese Frage, das denke ich.

    In einer Mußestunde kann man sich mal das Gedankenspiel einfallen lassen, das da heißt: Wenn ich nicht mein Leben gelebt hätte bisher, wenn alles, was ich tat, ungetan geblieben wäre oder von einem anderen erledigt worden wäre, wie sähe das Leben anderer Menschen aus? Wenn ich nie jemandem begegnet wäre, wie sähe deren Leben aus? Es gibt Zeitreise-Sci-Fi-Filme, die so etwas veranschaulichen, eine Welt ohne eine bestimmte Person. Die Welt ist eine andere.

    Da ist meiner Meinung nach die Antwort: Jeder Mensch hat seine Geschichte in der Welt und die Geschichte der ganzen Welt wäre eine andere, wenn die eigene Geschichte fehlt.

    Das Drehbuch dazu schreiben wir jeden Tag selbst.

    Das ist die Freiheit, die uns Gott gab, denn in jedem von uns steckt ein Splitterchen von Gott, der durch unsere Augen seine Schöpfung betrachtet und sich mit uns freut und leidet, wie es die Menschen tun - das glaube ich heute.
    Woran aber jeder Einzelne glaubt - das steht jedem auch frei.

    Als Kind konnte ich nicht so abstrakt denken mit dem Splitter Gottes in jedem Menschen und der Willensfreiheit - da hab ich auch gedacht, Gott ist ein Vollidiot und erlaubt dem Pastor zu lügen, Kinder anzufassen, drei Autos zu fahren und Enthaltsamkeit und Armut zu predigen.

    Heute weiß ich aber, dass das des Pastors Entscheidung war und nicht Gottes Macht.



    Alles Liebe

    Eva
     
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  4. *Eva*

    *Eva* Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2018
    Beiträge:
    27.338
    Ort:
    Niederösterreich
    Ich denke, zu jeder Zeit fällt die Antwort anders aus.
    Frag eine Mutter mit Baby, frag sie 20 Jahre später.
    Frag einen Jugendlichen, frag ihn 20 Jahre später usw.
     
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  5. Desperado

    Desperado Guest

    „Es wäre ein schwerer Irrtum, wenn man glauben wollte, daß die Frage nach dem Sinn des Lebens und des Daseins einfach so aufgeworfen werden könne, daß man sagt: Welches ist der Sinn des Lebens und des Daseins? und daß irgend jemand dann eine einfache Antwort geben könnte in ein paar Worten, indem er vielleicht sagt: Dies ist der Sinn des Lebens und des Daseins oder jenes. Auf diese Art würde niemals eine wirkliche Empfindung entstehen können, niemals eine Vorstellung zustande kommen von dem Großartigen, Majestätischen und Gewaltigen, das sich verbirgt hinter dieser Frage nach dem Sinn des Lebens.“
    Rudolf Steiner, Christus und die menschliche Seele, Kopenhagen, 24, Mai 1912, S.42
     
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  6. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2017
    Beiträge:
    9.307
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    Jener Katechismus hat's gemeint!
    Und das war ein Irrtum! :)
     
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  7. Mellnik

    Mellnik Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2017
    Beiträge:
    9.307
    Dann ging es dir also genau wie mir! :)
     
  8. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2003
    Beiträge:
    55.655
    Ort:
    Wien
    Ich finde, diese Frage stellt sich nicht. Klar, wir alle fragen uns das, vor allem in jungen Jahren will man das ganz genau wissen.
    Aber wir sind ja nicht so wie wir heute sind, mit einem Auftrag auf die Erde gestellt worden. Wir haben uns ja über Jahrtausende lang entwickelt. Es steht ja nichts still.

    Freilich, die Kirche wollte den Menschen immer schon was anderes einreden. Lobet und preiset Gott und fürchtet euch vor ihm. Und damit er euch wohlgesonnen ist und nichts tut, spendet uns euer Geld und eure Arbeitkraft.

    Wird man älter und hat sich das Hirn lange genug zermattert, dann stellt man sich eher die Frage: Jetzt wo ich schon mal da bin, wie kann ich die Zeit am besten nützen und was fang ich an mit meiner Lebenszeit?
     
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  9. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    26.015
    wenn ich ehrlich bin habe ich mich diese Frage , *warum ich auf der welt bin* nie wirklich gestellt,
    die Sinnfrage stellt sich je nach Einstellung Entwicklung , mehrmals wird da eine andere Antwort rauskommen,
    jedenfalls war es bei mir so.

    wozu ich auf dieser Welt bin interessiert mich nicht wirklich, bin nie auch früher schon der Kirche im Glauben verhaftet gewesen,

    mir stellt sich eher die Frage, wie kann ich die zeit meines Lebens nutzen , bzw was will ich in dieser Zeit machen und was will ich leben.
    Ich stelle mich also öfters die Frage der Visionen..............
    den Sinn des Lebens gebe ich mir allein................
     
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  10. Wanadis

    Wanadis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2019
    Beiträge:
    2.850
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    So wie die Kirche das sieht, wären wir alle Sklaven, das wäre sehr schlimm.

    Ich denke, dass jeder Mensch dem Leben einen anderen Sinn geben kann, so hat ja jeder unterschiedliche Talente, und so gibt weiter es eine riesige Vielfalt an unterschiedlichen Motivationen.
     
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