Ich denke nicht, dass Sternchen das tut. Worin soll sie denn einen 12jährigen im Bezug zur geschilderten Situation unterschätzen?
Es ist richtig das Kinder Regeln brauchen. Das wissen wir Erwachsene, doch die Kinder sind da meistens anderer Ansicht.

Und fühlen sich auch dementsprechend dort wohl, wo deren weniger sind, zumindest ne Zeit lang. Jede Abwechslung ist in dem Alter lässig.
Ah geh....wirklich?
Mir erscheint, nach ihren Schilderungen, dass der Ex sie erpresst und
er das auf den Rücken der Kinder austrägt. Und da kann ein Partner noch so entgegekommend und erwachsen und zum Wohle der Kinder wollen, wenn der andere nicht mitzieht hat der Erstere den Schlauch. Ist das hier eigentlich irgendjemandem bewußt, der hier so in der Art rumpsychologisiert und kritisiert wie du? Das das keinen besonders guten Einfluß auf die Mutter-Kind-Beziehung hat, ist wohl klar. Die gestörte Beziehung ist aber genau aus diesem Grund gestört, denn würde sich der Ex normal verhalten, gebe es das Problem gar nicht.
Wenn der Ex in Ordnung wäre und seinen Verpflichtungen als Vater gerecht werden würde, hätte Sternchen, denke ich, kaum ein Problem damit, dass der gemeinsame Sohn zum Vater zieht, wenn er das möchte.
Reicht dein Vorstellungsvermögen nicht so weit? Meines schon, denn ich kann mir denken, auf welche Weise ihm das der Vater schmackhaft macht.

Und auch kenne ich die pubertären Vorstellungen eines 12jährigen seine Freiheiten und Interessen betreffend, die aber nicht immer für ihn gut sind.
Ja, keine Frage. Und? Das ist auch bei intakten Partnerschaften so, wenn mal die Harmonie nicht gegeben ist. Is ja da auch nicht immer nur alles Liebe, Freude, Eierkuchen.
Was ich z.B. sehr gut nachvollziehen kann aufgrund ihrer Schilderungen, wie der agiert.
Sicher sogar!
Nö. Die denken sich dabei nix. Das entscheiden die Eltern gemeinsam bei der Scheidung oder kurz danach, wenn diese einvernehmlich erfolgte, da wird dabei auch gleich die Obsorge einvernehmlich geregelt. Den Gerichten ist es am aller rechtensten, wenn sich die Leuts da einig sind. Die schreiten nur dann ein, wenn einer der Partner das alleinige Sorgerecht beantragt und der andere damit nicht einverstanden ist. Dann dauert es ein bischen länger und wird vom Gericht entschieden.
Doch. Zumindest gibt es bestimmte auflagen.
Weil sie den Kinder nicht den Vater vorenthalten wollte und weil sie hoffte, dass er zur Vernunft kommt, irgendwann?
So wie es bis jetzt läuft, auf jeden Fall.
Der Vater hat keine Abholpflicht. Die Mutter hat aber die Pflicht, die Kinder dem KV zum Besuch zu geben. Sie hat aber nicht die Plicht, die Kinder dem KV zuzuführen. Der KV hat die Pflicht sich die Kinder slbst abzuholen, nach Vereinbahrung. Wenn der KV in Ordnung ist und auch für die Kinder Alimente bezahlt, kann man einen Kompromiss schließen. Wenn sich der KV gegen alles querstellt, nix zahlt und dann noch will, dass man ihm die Kinder nachfährt, warum sollte man so doof sein?
Und Sternchen war eh eine Zeitlang so doof und ist ihm auch hier entgegen gekommen, den Kinder zuliebe. Sowie, dass sie viel zu lange Zeit, keine gerichtliche konkrete Besuchsregelung getroffen hat, die der Ex einzuhalten hat und ihr selbst auch Freiraum verschafft hätte.
Was ich persönlich für falsch erachte, denn genau darauf baut ja gerade der Ex (darauf, dass sie sich den Kindern zuliebe viel zu viel aufbürden lässt) und damit kann er sie auch manipulieren und quälen.
Diese Väter sind in der Regel die Mangelware. Geh mal zu Gericht und informiere dich. Da wird dir das jeder bestätigen. Die meisten Väter drücke sich sowohl vor dem Zahlen wie auch vor der Verantwortung und nicht Wenige wollen gar keinen Kontakt zu ihren Kindern oder haben diesen nur sporadisch, wie es ihnen gerade in den Kram passt.
Ich würede ihr eher raten ihre eigenen Grenzen wesentlich straffer und konkreter dem Ex gegenüber zu ziehen sowie alles gerichtlich zu regeln. Das hat zwei Vorteile:
1) Er weiß wos lang geht und weiß, dass er sie nicht mehr erpressen und manipulieren kann
2) Wenn er sich ne Zeit lang normal benimmt, kann dann über Kompromisse neu verhandelt werden.
Rate mal, wer meist damit nicht einverstanden ist zu einer Mediation zu gehen. Zudem ist diese nicht kostenlos und man wird aufgefordert mindestens 10 Stunden vertraglich zu buchen. Ist zwar nicht Plicht, aber es wird einem schon vermittelt, dass es darunter wenig Sinn hat. In Ö kostet so eine Mediationsstunde 60,--.
Und da ist der nächste Konflikt wieder: wer zahlt das?
Doch, das hilft sehr viel, denn da wird auch mit der Mutter gesprochen und irgendwann wird auch der KV mit hineingezogen, wenn er dazu bereit sein sollte. Zumindest wird dahingehend auf den KV auch eingewirkt. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es in 5% der Fälle möglich ist den KV mit einzubeziehen und dann ändert sich auch das Verhältnis aller Beteiligten meist zum Positiven.