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Toffifee
Guest
Ok, Schwester.Sole schrieb:Habe ich nicht, du hast meine Aussagen in eine Schublade gesteckt.

Lass uns bitte Frieden schließen.
Ja, liebe Sole. Damit hast du absolut recht!Sole schrieb:Die Religion war ursprünglich dazu gedacht die Menschen zu Gott zu führen und Ihn nicht von Ihm weg zu führen und Ihm Angst vor Ihm zu machen.
Nur, ich sehe es so, das diese Selbsterkenntnis auch im Rahmen eines richtig gelebten Christentums möglich ist.Sole schrieb:Denn sich Selbsterkennen bedeutet absolute Freiheit, keiner kann dich mehr kontrollieren und die Kirche wie sie heute ist würde nicht einen Tag länger mehr bestehen. Es wären keine Priester mehr notwendig.
Viele Menschen wollen überhaupt nichts mehr von Gott wissen, vielleicht weil Gott ihnen nicht mehr in ihren routinierten und säkularisierten Alltag passt. Das hat zunächst nichts mit der Kirche zu tun. (Diese wird höchstens als Vorwand benutzt, um sich nicht mehr mit dem Thema auseinander zu setzen.) Ich wage sogar die Behauptung aufzustellen, das noch weniger Menschen sich mit diesem Thema auseinander setzen würden, wenn es keine Kirche mehr gäbe.
Nehmen wir einen Politiker oder einen knallharten Top-Manager aus der Wirtschaft. Die würden dich anschauen wie ein Auto, wenn du ihnen etwas von "erwachen" oder anderen esoterischen "Meditationspraktiken" erzählen würdest. Die Kirche bietet auch solchen Menschen einen Platz. Das wunderbare am christlichen Glauben ist die Botschaft: Wie tief du letztlich in diese Botschaft eintauchst, bleibt ganz dir selbst überlassen.
Ich stelle immer wieder erstaunt fest, das du und andere mit Kirche sofort Macht assoziierst. Ich sehe es aus einer ganz anderen Perpektive. Niemand kann deine Gedanken kontrollieren, liebe Sole. Die Institution Kirche nicht und der Staat auch nicht.
Liebe Sole, bei allem nötigen Respekt. Aber warum soll es bitte "falsch" sein an (einen exoterischen) Gott zu glauben? In solch einer Beziehung von falsch zu reden, ist doch auch anmaßend, oder?Sole schrieb:Worum es mir ging war nicht die Christen anzuschwärzen sondern aufzuzeigen das die Kirche die Menschen in die Irre führen wenn sie von einem Gott reden der ausserhalb von Ihnen lebt und der Mensch ein armer Sünder ist.
Kein Mensch wird heute wirklich gezwungen spirituell zu sein oder in die Kirche zu gehen. Aber für viele Menschen bedeutet der Glaube auch einen Halt im Leben zu haben! Ein Zyniker behauptet nun: Religion wäre das Opium fürs Volk. Das Christentum hat aber mehr Substanz als eine Droge. Sieh es doch auch mal aus der Perspektive der Gläubigen, die sich ganz bewusst für ihren Glauben entschieden haben. Viele Christen haben mit ihrem Glauben ganz wunderbare Erfahrungen sammeln dürfen; nur diese kommen nicht zu Wort, weil sie eben nicht im Rampenlicht stehen.
Möchtest du eine Wahrheit von mir hören? Ganz hypothetisch: Wenn sich jemand an meiner kleinen Tochter vergreifen würde, dann wäre ich bereit diesen Kerl ohne Rücksicht auf Verluste in Stücke zu reissen. Aber die einzige Institution die mich daran hindern könnte wäre nicht der Staat mit seinen laschen Gesetzen, sondern die Kirche mit ihren Gottesdiensten.Sole schrieb:Es geht mir darum das der Mensch sich befreit von all den Lügen und der geistigen Gefangenschaft, aber inzwischen ist der Mensch schon soweit von sich entfernt das er sich S/selbst nicht mehr vertraut und das geht meines erachtens auf Kosten der Kirche.
Zu behaupten das ein Mörder oder Päderast nur eine Rolle hier auf dem Planeten spielt, hört sich für mich, bei allem Verständnis, zynisch und wie eine Lüge an.
Also sage mir bitte, liebe Sole... Was ist Wahrheit und was Lüge?
Siehst du, liebe Sole... und das was ich erfahren habe, möchte ich weiter geben.Sole schrieb:Auch geht es mir nicht um persönliche Beweihräucherung sondern um weiterzugeben was ich selbst erfahren habe.
Das sind Gedanken, die schon lange im Christentum bekannt sind: Seelig sind, die da arm sind im Geiste. Die Tempelritter interpretierten den Satz so, das man zwar in der Materie lebt, aber dieser nicht anhangen sollte. Die Tempelritter wurden durch Handel und Geldverleih reich, die Mittelalter Kirche neidisch, der Rest ist Geschichte...Sole schrieb:Ich habe den Eindruck das keiner den Anderen richtig zuhört das vielen garnicht bewusst ist um was es wirklich geht nämlich um die geistige Freiheit der Menschen damit sie sich aus der materiellen Gebundenheit befreien und sie somit in der Lage sind in der Materie zu leben aber nicht abhängig von ihr zu und noch um viel mehr.
Heute werden diese Gedanken in der Kirche und in Orden wieder aufgenommen. Aber hier mit dem Finger auf die reiche Kirche zu zeigen ist zu einfach, denn da muss sich jeder selbst an die eigene Nase fassen.
Sind wir nicht in einem Diskussionsforum? Sagtest du nicht sinngemäß, das die Freiheit unbegrenzt ist?Sole schrieb:Aber mir scheint das viele daraus einen persönlichen Wettbeweb machen und alles was sie nicht verstehen ins lächerliche ziehen anstatt es einfach mal stehen zu lassen.
Liebe Sole, wir werden sicherlich keine konsensuale Lösung herbeiführen können. Aber ist das denn schlimm? Demokratie bedeutet Meinungs- aber auch Glaubensfreiheit!
In diesem Sine... alles Gute dir!
Liebe Grüße

Toffifee

