Hi, Nici,
habe mich noch gar nicht zu Wort gemeldet. Hatte auch nicht die Zeit, alles zu lesen. Aber vielleicht kann ich Dir doch noch eine Anregung geben, mit Deinem tiefen Schmerz umzugehen...
Als ich 18J. alt war, starb mein Freund, in den ich so richtig verliebt war, einfach so an einem Unfall auf der Straße. Wohin sollte ich mit all dieser Liebe??? Es war für mich klar, dass ich auch sterben musste, denn die Liebe gehörte zu ihm. - Ich machte mir also Gedanken darüber, wie ich sterben wollte. Es gab noch keine Kinder in meinem Leben und ich fühlte mich ohnehin fremd und nun wieder völlig allein... Also hielt mich gar nichts mehr.
Dann konnte ich nicht mehr schlafen in der Nacht und wollte mich - warum auch immer - doch noch nicht sofort umbringen. Ich nahm ein Tagebuch und zuündete eine Kerze an. Dann begann ich seitenlange Briefe zu schreiben, alles, was ich ihm noch sagen wollte, meine Liebe, meinen Schmerz, die Verzweiflung.... Während ich schrieb, stellte ich mir die Frage, wie er antworten würde und schrieb "seine Antworten" auf.
Er hatte "geantwortet", dass er sich wünscht, dass ich glücklich bin und meinen Weg weiter gehe, weil meine Zeit noch nicht gekommen wäre. Die Liebe würde uns immer verbinden. Dann fragte er, ob ich die Liebe nicht weiterschenken wollte, da ich sie ja nun in mir tragen würde, denn ich hatte ihm geschrieben, dass ich nicht mehr wisse, wohin mit all der Liebe auf der Erde!
Es wurde ein wirkliches Zwiegespräch. Glaub mir, seine Antworten schrieb zwar ich auf, aber sie kamen von ihm, aus seinem "Herzen", aus seinem "Wesen".
Am Tag darauf ging ich wieder in die Schule - schließlich standen meine Prüfungen an - Auf dem Schulweg fühlte ich sein "Wesen" neben mir und die Einsamkeit wich für diesen Moment aus mir heraus.
Er begleitete mich auf diese Weise mehrere Wochen und ich lernte, den Kontakt immer mehr zu verinnerlichen, das Schreiben auf dem Papier verwandelte ich in eine Kommunikation von Herz zu Herz.
Das machte mich im Alltag schlafwandelnd. ich hörte nicht, was um mich herum geschah, also musste ich was ändern.
Ich dachte mir eine Übung aus: ich überlegte jeden Abend, was das Schönste am Tag auf der Erde war. Es gab immer was Schönstes! So fand ich langsam zur "Erde zurück" und ich verband mich wieder mit ihr. Dann begann ich über den Tot zu lesen (Elisabeht Kübler-Ross, Richie und R. Steiner) und lernte, ihn "loszulassen".
Hab keine Angst davor! Inzwischen sind 17 Jahre vergangen und mein Leben ist durch diese Erfahrung so unendlich reicher geworden. Wenn der Zeitpunkt zum sog. "Loslassen" kommt, spürst Du das deutlich! Du fühlst dann nicht etwa Schmerz, sondern Freude, weil ihr voneinander wisst, dass jeder das tun wird, was für ihn richtig ist und weil ihr euch liebt, wünscht ihr euch das gegenseitig. Du brauchst Vertrauen, dann wirst du das spüren können!
Du wirst ihn wiedersehen eines Tages und Du wirst daran wachsen und stark werden und diese Stärke gibst Du Deinen Kindern mit auf den Weg! Das ist ein großes Geschenk an sie und an alle Menschen in Deinem Umkreis! Denk auch daran, was Dein Vater dann zu Dir sagen würde; er wäre stolz auf Dich!
Lieben Gruß mit viel Licht,
Jokina
habe mich noch gar nicht zu Wort gemeldet. Hatte auch nicht die Zeit, alles zu lesen. Aber vielleicht kann ich Dir doch noch eine Anregung geben, mit Deinem tiefen Schmerz umzugehen...
Als ich 18J. alt war, starb mein Freund, in den ich so richtig verliebt war, einfach so an einem Unfall auf der Straße. Wohin sollte ich mit all dieser Liebe??? Es war für mich klar, dass ich auch sterben musste, denn die Liebe gehörte zu ihm. - Ich machte mir also Gedanken darüber, wie ich sterben wollte. Es gab noch keine Kinder in meinem Leben und ich fühlte mich ohnehin fremd und nun wieder völlig allein... Also hielt mich gar nichts mehr.
Dann konnte ich nicht mehr schlafen in der Nacht und wollte mich - warum auch immer - doch noch nicht sofort umbringen. Ich nahm ein Tagebuch und zuündete eine Kerze an. Dann begann ich seitenlange Briefe zu schreiben, alles, was ich ihm noch sagen wollte, meine Liebe, meinen Schmerz, die Verzweiflung.... Während ich schrieb, stellte ich mir die Frage, wie er antworten würde und schrieb "seine Antworten" auf.
Er hatte "geantwortet", dass er sich wünscht, dass ich glücklich bin und meinen Weg weiter gehe, weil meine Zeit noch nicht gekommen wäre. Die Liebe würde uns immer verbinden. Dann fragte er, ob ich die Liebe nicht weiterschenken wollte, da ich sie ja nun in mir tragen würde, denn ich hatte ihm geschrieben, dass ich nicht mehr wisse, wohin mit all der Liebe auf der Erde!
Es wurde ein wirkliches Zwiegespräch. Glaub mir, seine Antworten schrieb zwar ich auf, aber sie kamen von ihm, aus seinem "Herzen", aus seinem "Wesen".
Am Tag darauf ging ich wieder in die Schule - schließlich standen meine Prüfungen an - Auf dem Schulweg fühlte ich sein "Wesen" neben mir und die Einsamkeit wich für diesen Moment aus mir heraus.
Er begleitete mich auf diese Weise mehrere Wochen und ich lernte, den Kontakt immer mehr zu verinnerlichen, das Schreiben auf dem Papier verwandelte ich in eine Kommunikation von Herz zu Herz.
Das machte mich im Alltag schlafwandelnd. ich hörte nicht, was um mich herum geschah, also musste ich was ändern.
Ich dachte mir eine Übung aus: ich überlegte jeden Abend, was das Schönste am Tag auf der Erde war. Es gab immer was Schönstes! So fand ich langsam zur "Erde zurück" und ich verband mich wieder mit ihr. Dann begann ich über den Tot zu lesen (Elisabeht Kübler-Ross, Richie und R. Steiner) und lernte, ihn "loszulassen".
Hab keine Angst davor! Inzwischen sind 17 Jahre vergangen und mein Leben ist durch diese Erfahrung so unendlich reicher geworden. Wenn der Zeitpunkt zum sog. "Loslassen" kommt, spürst Du das deutlich! Du fühlst dann nicht etwa Schmerz, sondern Freude, weil ihr voneinander wisst, dass jeder das tun wird, was für ihn richtig ist und weil ihr euch liebt, wünscht ihr euch das gegenseitig. Du brauchst Vertrauen, dann wirst du das spüren können!
Du wirst ihn wiedersehen eines Tages und Du wirst daran wachsen und stark werden und diese Stärke gibst Du Deinen Kindern mit auf den Weg! Das ist ein großes Geschenk an sie und an alle Menschen in Deinem Umkreis! Denk auch daran, was Dein Vater dann zu Dir sagen würde; er wäre stolz auf Dich!
Lieben Gruß mit viel Licht,
Jokina
Kinny