Zitat: Der Mensch mit seiner Gehirnplastizität vermag sich zwar besser an Umgebungen anzupassen auf langer Sicht (!), aber für welchen Preis? Für diese Anpassung braucht er mindestens 2 Jahre. Nach zwei Jahren sterben die Hirnzellen des Kindes weg, welches es nicht braucht (ich nenne es Optimierungsprozess).
Der Mensch kann sich kurz- und langfristig (letzteres auch, weil er für die Zukunft planen kann) besser an veränderte Umweltbedingungen anpassen, er kann sogar die Umwelt verändern.
Richtig ist, dass eine Eidechse mit der Geburt weiß, was eine Eidechse wissen muss. Sie lernt aber nur sehr wenig dazu und sie kann sich als Individuum nicht an veränderte Umweltbedingungen anpassen. Das kann nur die Spezies "Eidechse" über evolutionäre Prozesse (Mutation, Selektion, Rekombination).
Der Mensch kann sich hingegen durch die Möglichkeit des Lernens auch als Individuum schon auf Veränderungen einstellen, was wesentlich schneller ist, als wenn die Evolution für besser angepasste Eidechsen sorgt.
Natürlich ist es ein Nachteil, wenn die Eltern ihre Energie dazu aufwenden müssen den Nachwuchs großzuziehen. Die Fähigkeit zu Lernen (und auch die größere Überlebenschance für den Nachwuchs) gleicht das aber mehr als aus (zumindest für einige Spezies, wozu der Mensch gehört).
Zitat:Wie dem auch sei:
Wenn wir uns nun vorstellen, dass mehrere Atombombem auf der ganzen Welt explodieren, welche Spezies würde da wohl am ehesten überleben?
Ich wette es sind Bakterien und Viren. Deshalb: Viren und Bakterien sind intelligenter als Menschen!
Die Prämisse ist wohl weitgehend korrekt, die Schlussfolgerung ist falsch.
Die Bakterien (und Viren, welche nicht gerade komplexe Wirte brauchen) überleben definitiv nicht deshalb, weil sie intelligenter sind, sondern deshalb, weil sie weniger komplex und damit widerstandsfähiger sind. Dass ein Computer eher kaputt geht als eine Hauswand, wenn du dagegen trittst erzählt uns auch nicht, dass Hauswände besser rechnen können.
Außerdem sind Bakterien auch viel kleiner, und können sich zwischen Ritzen, unter Steinen usw. "verstecken". Auch brauchen sie weniger Nahrung und Wasser, vertragen Hitze zum Teil besser usw. Dennoch werden sogar viel mehr Bakterien als Menschen während eines Atomkriegs sterben. Letztlich sind deren Überlebenschancen als Spezies (es gibt viele Bakterien-Spezies, falls das jemand falsch versteht) aber viel größer. Was aber nicht an ihrer Intelligenz liegt.
Was Tiere unserer Größe betrifft, haben wir wohl mit Abstand die besten Chancen einen Atomkrieg (und die Zeit danach) zu überleben.
LG PsiSnake