Wie beurteilt ihr Prostitution? V2.0

Wie beurteilt ihr Prostitution?

  • stellt eine Verletzung der Menschenwürde dar, und ist daher ohne Wenn und Aber zu verbieten.

    Stimmen: 6 14,3%
  • Bestraft werden sollten die Freier und Bordellbetrieber, nicht aber die Prostuierten

    Stimmen: 7 16,7%
  • Ist ein nicht änderbares Übel und sollte unter staatliche Kontrolle

    Stimmen: 7 16,7%
  • Ist im Grunde eine Dienstleistung wie andere auch und sollte staatlich kontrolliert werden

    Stimmen: 22 52,4%

  • Umfrageteilnehmer
    42
@JimmyVoice , falls du dich gerade ansonsten ignoriert fühlst, kann ich das verstehen. Es ist wie immer, eben nicht der einfache Weg, gegen Vorurteile und Stigmatisierung anzugehen. Schon gar nicht gegen die eigenen. Solche Perspektiven werden dann gerne "übersehen".
 
Werbung:
Geht vermutlich tatsächlich nur dir so.

innerhalb einer stunde bereits 2 likes.
von daher gehts wohl nicht nur mir so.
(Edit: korrigiere: 3)

hinzu kommt, daß manche/r schon gar nicht mehr
mitlesen wird, weil es zu abgeschmackt geworden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
@JimmyVoice , falls du dich gerade ansonsten ignoriert fühlst, kann ich das verstehen. Es ist wie immer, eben nicht der einfache Weg, gegen Vorurteile und Stigmatisierung anzugehen. Schon gar nicht gegen die eigenen. Solche Perspektiven werden dann gerne "übersehen".
Ach, die Empörten wollen zumeist doch nur ihre eigene Meinung/Sichtweise gelikt bekommen.
In einer Stunde Zwei Likes - Wie geil ist das denn
 
Von Verbieten reden, aber was es bedeutet Auszusteigen und was alles Dran hängt, interessiert nicht die Bohne.
Ist doch egal wie schwierig manche Dinge sind.
Alles zu verteufeln ist ja auch viel einfacher und sich drüber aufregen bewegt ja so viel.
Hauptsache ich kann was Scheiße finden
 
Ich möchte darauf hinweisen, dass das nicht ein sachlogisches Argument darstellt, sondern primär normativ von dir so postuliert wird.
Und ich möchte Dich darauf hinweisen, dass es nicht umsonst Straftatbestände im Bereich der Sexualität gibt - ob nun für Sex bezahlt wird oder nicht.

Z.B.:
 
innerhalb einer stunde bereits 2 likes.
von daher gehts wohl nicht nur mir so.
(Edit: korrigiere: 3)

hinzu kommt, daß manche/r schon gar nicht mehr
mitlesen wird, weil es zu abgeschmackt geworden ist.

oopsi: 4 :)

uuund: 6
a1161.gif
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat überhaupt einer den Link verfolgt und sich das Mal durchgelesen?

@JimmyVoice , falls du dich gerade ansonsten ignoriert fühlst, kann ich das verstehen. Es ist wie immer, eben nicht der einfache Weg, gegen Vorurteile und Stigmatisierung anzugehen. Schon gar nicht gegen die eigenen. Solche Perspektiven werden dann gerne "übersehen".
Ich hab ihn auch gelesen.
Es ist allerdings ja jetzt nicht gerade so, dass die Artikelschreiberinnen sich gegen ein Prostitutionsverbot aussprechen, eigentlich wirkt es eher gegenteilig. Und bringt einen eher fürs Erste wieder ins Grübeln, ob nicht doch auch einiges FÜR ein Verbot spricht.
 
Werbung:
Das sehe ich anders.
Ich verkaufe meine Anwesenheit, meine Arbeitskraft und meine Arbeitszeit an meinen Arbeitgeber.
Mein Körper ist nur deshalb bei mir, weil ich ihn nicht verlassen kann und ihn für diverse Tätigkeiten benötige.

Mein Chef bohrt zudem nicht gegen meinen Willen an und in mir bzw. meinem Körper herum, verhält sich auch nicht respektlos und wahrt eine angemessene körperliche Distanz, eine, die ich mir wünsche.
Ich fühle mich nicht als Ware und für mich ist das auch keine Ausbeutung, sondern bezahlte Arbeitszeit.


Das ist aber das selbe Gefühl, dem man ausgesetzt ist, wenn sich Dir ein fremder, womöglich auch noch unsympathischer Freier aufdrängt und von Dir befriedigt werden will.




Aber das, was einer Prostitutierten im Normalfall passiert, ist sehr wohl vergleichbar mit Stalking und der Zwang zum Sex.
Es sind allerhöchstens 50% (eher weniger wegen unterschätzter Dunkelziffer), die wirklich selbstbestimmt anschaffen gehen. Die Zahlen schwanken zudem je nach Interessenslage.

Lies selbst:


Was glaubst Du denn, wie viele Prostituierte sich - trotz Zuhälter/Menschenhändler im Hintergrund - trauen, offen zu sprechen?
Wieviele Interviews kennst Du denn mit Prostituierten?

Hier ist mal eines mit einer selbstständigen Sex-Workerin:

Wohlgemerkt, sie arbeitet ohne Zuhälter, weil sie keinen Mann aushalten und sich nicht unterwerfen will!
Schau dir die letzten Antworten an:



Okay, gut zu wissen. Und? Wie ging es Dir damit?
War's Dir gleichgültig?


Weil es im Grunde genommen keinen großen Unterschied gibt zwischen Prostitution und sexueller Gewalt.

Im Normalfall bieten Zuhälter und Menschenhändler die Dienste der von ihnen versklavten Menschen (Frauen/Mädchen/Jungs/Kinder) an, das machen selten die jeweiligen Prostituierten selbst!

Und die, die sich wirklich freiwillig anbieten, sind erwachsen, unabhängig, jobmäßig und finanztechnisch weitestgehend versorgt, weil sie den Preis selbst bestimmen, und leisten sich mit ihren freiwilligen Sex-Diensten eher mal ein Zubrot.
Die lehnen dann aber komische und gefährlich wirkende Freier auch eher ab und haben keinen Zuhälter, der sie zu irgendwas zwingt oder der sie ausnimmt.


Ich denke, das obige Interview erklärt einiges.
Wenn freiwillig, dann machen sie es eigentlich nur des Geldes wegen, sofern sie unabhängig sind. Und ans Aufhören denkt mit Sicherheit trotzdem jede.


Das war nicht mal stichelnd gemeint, eher etwas genervt.
Denn es ist schon offensichtlich, dass Dir da gewisse Kenntnisse fehlen.


Was nun passiert, wenn Freier bestraft werden, sobald sie Sex kaufen wollen, ist kein Ratespiel. Aus skandinavischen Ländern und Nordirland liegen Studien vor, die genau das erforscht haben. Prostitution, zeigen diese, verschwindet nicht. Zwar schrumpft ein kleiner Teil tatsächlich: der sichtbare, der auf der Straße statt findet. Doch der Rest wird in die Illegalität gedrängt.

Dass mehrere Frauen an einem für sie sicheren Ort wie einer Wohnung zusammen arbeiten, ist dann nicht mehr möglich. Wer zu Freiern ins Auto steigt, muss sich beeilen und kann den Kunden nicht in Ruhe prüfen, weil der Angst hat, ertappt zu werden. Was deshalb zunimmt, ist das Risiko, Gewalt zu erfahren oder nicht bezahlt zu werden. Denn eine rechtliche Handhabe, die vereinbarte Bezahlung einzufordern, gibt es dann auch nicht mehr.

Die Frauen verlieren bei einem Verbot.

Bei einem Sexkaufverbot geht es deshalb nicht um den Schutz und die Rechte von Prostituierten – sondern um die Kontrolle von Körpern, um die „richtige“ Sexualität und um Moral. Wer den Kauf von Sex verbieten will, will ein reines Gewissen. Er oder sie handelt aber nicht im Sinn von Frauen, die in der Prostitution arbeiten. Ein Verbot von Prostitution wäre nichts als Symbolpolitik, die sich gegen die Frauen selbst wendet. Aber Moral sollte gegenüber Menschenrechten nicht die Oberhand gewinnen.
 
Zurück
Oben