KingOfLions
Sehr aktives Mitglied
Das ist dein Vorurteil, arbeite dran. *g*
Weißt Du auch, wieso Du es so siehst?
Also eigentlich wollte ich keine Psychoanalyse!
Ich habe eine Vermutung, denn wenn Du eh denkst, dass er Mann mehr Rechte haben sollte als die Frau, musst Du Emanzipierte doch als Bedrohung und Schuldzuweiserinnen sehen. Dabei sind diese Forderungen nach Gleichberechtigung nichts anderes, als eben zu sagen: nein, der Mann hat nicht mehr Rechte, nur weil er mit seinem Selbstwertgefühl ohne Sonderlocken nicht klarkommt, nur weil er eben ein männliches Geschlechtsorgan hat.
Also Du solltest Texte wirklich genauer lesen, wenn Du schon analysieren möchtest. Ich habe in keiner Phase geschrieben, dass Männer mehr Rechte haben SOLLEN, sondern dass sie in gewissen bereichen mehr Rechte BRAUCHEN um ihre Männlichkeit leben zu können.
Dieses Denken, dass Männer mehr Rechte haben SOLLEN ist daher dein eigener Dämon.
Dieses mehr Rechte haben SOLLEN ergibt sich dann daraus, dass Männlichkeit einfach Rechte braucht - Rechte die Weiblichkeit nicht braucht. Die aber in Summe genau die sexuelle Basis zwischen Mann und Frau herstellen. Weil sie sexuelle Spannung generieren, und dadurch erst die Basis dafür liefern, dass die Gruppe überhaupt über Nachwuchs erhalten bleibt. "Entmännliche" ich den Mann jetzt, dann werden sich Potenzprobleme, werden sich sexuelle Unlust und Fremdgehen einstellen. Faetten die wir genau in den letzten Jahrzehnten in steigendem Maß beobachten können.
Das ist auch der Grund, warum "partnerschaftliche" Männer eher nur bei den durch unsere Gesellschaft bereits entweiblichten (oder vermännlichten) Frauen ankommen. Weil da der Fokus auf der Gemeinsamkeit, auf dem Lösen von Problemen, auf der gemeinsamen Kinderaufzucht liegt, und nicht auf der sexuellen Spannung und damit erfüllender Sexualität. Dadurch klafft hier auch die Schere ... entweder Sexualität oder Partnerschaft ... vorzugsweise eventuell in Form von 2 unterschiedlichen Personen ....
Aber natürlich ... man muss nicht drüber nachdenken, man kann das auch für sich ablehnen. Dann wird man sich halt über gewisse problematische Facetten von Partnerschaften wundern, oder wird ewig seinen Traumpartner suchen, bzw. irgendwann einmal frustriert die Partnersuche aufgeben (so wie ein hoher Anteil der Generation Single 40+).
Was Du zu dem selbst unglücklich machen schreibst, trifft mindestens ebenso auf Männer zu. Ich meine, wie viele Menschen gibt es, denen es wirklich Freude bereitet Hausarbeit zu machen. Wenige. Die meisten Leute, die ich kenne, würden diese ganzen Aufgaben inkl. den unschönen Seiten der Kindererziehung zu gerne delegieren. Sehr viel mehr Menschen, Frauen wie Männer, bevorzugen ein Leben ohne zu viel Verbindlichkeiten und das über zwei Jahrzehnte.
Natürlich. Niemand macht diese Arbeiten wirklich gerne. Aber auch da muss man wieder 2 Facetten unterscheiden. Wenn sie beide nicht gerne machen oder ihre Zeit lieber sinnvoller verbingen, dann wird es weitaus weniger Problem sein, als wenn Frau von ihrer Mutter-Hausfrau die Regel übernommen hat - am Freitag wirs staubgesaugt, wöchentlich alle Kästen ausgeräumt etc., was es halt an haushaltlicher Selbstbefriedigung so gibt. Und das wird dann mit dem Mann inkompatibel sein, dem das eigentlich völlig egal ist. Eher kompatibel noch mit "Befehlsempfängern", die halt um des lieben Friedens und mangels eigenem Leben das tun, was die Frau gerne hätte. Aber absolut inkompatibel mit Männern die halt ein eigenes Leben haben, und wo die Priorität von Hausarbeit halt nahe 0 liegt.
Aktuell kommen gerade drei Bücher zum Thema Mutterschaft auf den Markt, alle drei beschäftigen sich mit dem Tabuthema, das eine Frau auf gar keinen Fall Unlust und schlechte Laune durch Kinder bekommen darf. Diese Bücher räumen mit gesellschaftlichen Klischees auf, dass die Frau für die Mutterrolle zuständig sein soll. Viele Frauen würden, könnten sie die Zeit zurückdrehen, auf Kinderkriegen verzichten. Aus vielerlei Gründen. Berechtigten Gründen.
Mah, schon wieder anscheinend so eine einseitige Geschichte ... "das eine Frau auf gar keinen Fall Unlust und schlechte Laune durch Kinder bekommen darf"
Das sind Bücher die immer von so Gescheitköpfen geschrieben werden, die eher nicht aus Familien kommen, wo beide 40 Stunden arbeiten, und beide am Abend einfach fertig sind. Oder wo Mann müde von der Arbeit am Bau heimkommt, und dann der Frau noch etwas an Arbeit mit den 5 Kindern abnehmen soll ....
Ja, es gibt viele berechtigte Gründe, auf das Kinderkriegen zu verzichten. Nur richtet das psychisch bei der Frau genauso etwas an, gesellschaftlich sowieso. Ich kann hier nicht nur eine Facette herausgreifen, und dazu geniale Ideen haben ... die halt nur nicht zum Rest passen.
Unsere Gesellschaft geht seit vielen Jahrzehnten in Richtung Unabhängigkeit und inzwischen in Richtung partnerschaftliche Verantwortung für gemeinsame Kinder. Vielen Männern gefällt das nicht, denn sie wissen aus Miterleben mit ihren Müttern und Ehefrauen, wie anstrengend und lästig dieser Job (Haushalt und Kinder) sein kann, für den man nicht einmal bezahlt wird. Als man sich scheiden lassen konnte, sortierten Frauen ihre unbrauchbaren Machos aus, dann lieber alleine mit Kind leben als mit einer zusätzlichen Last in Form eines unkooperativen Partners.
Diese partnerschftliche Verantwortung trifft halt nur dann zu, wenn beide auch die gleichen Belastungen aus dem Job und weiterem Umfeld haben. Also ein ziemlicher Sonderfall. In allen anderen Fällen muss es eben so aufgeteilt werden, wie es für beide Partner passt, sowohl auf Grund ihres Arbeitseinsatzes, als auch auf Grund ihrer persönlichen Dispostionen.
Nur ... alle diese Idealbilder schüren halt Unzufriedenheit. Und mindestens die Hälfte der Scheidungen geht sicherlich darauf zurück, dass durch die Emanzipation ein Idealbild aufgebaut wurde, innerhalb dessen zwischen den Partnern kein Konsens mehr möglich ist - und daher führt es zu Kampf und letztendlich zur Trennung.
Eine Freundin von mir kocht unheimlich gerne, hat auch noch das alte Muster in sich, dass sich bei ihr alle wohlfühlen sollen, dass es ihnen gut gehen soll ... unheimlich weibliche Vorzüge. Ja, es ist ihre Lebensregel, sehr viele Liebe über Essen zu verteilen. Soll man ihr jetzt diese Lebensregel - und damit einen sehr positiven und freudvollen Lebensinhalt - nehmen, nur weil sich irgendjemand einbildet, dass sich Mann und Frau das Kochen teilen müssen?
Diese nicht wenigen Männer klagen über Unterhaltspflichten für ihre eigenen Kinder, wie doof die Frauen sind, weil sie sich nicht mehr verarschen lassen wollen und nur familie und IHM zu Diensten zu sein. Sie gehen zunehmend den Weg des Singles, sind dabei aber auch nicht unbedingt zufrieden und glücklich.
Das Thema Unterhaltspflichten ist ein eigenes. Ja, es haben viele Menschen Grund zur Klage darüber, weil halt von einem geringen Einkommen gerade in einer Famile zu überleben ist, aber halt nicht, wenn zwei getrennte Haushalte davon zu finanzieren sind. Vielen Männern bleibt gerade das Existenzminimum, und da verstehe ich es, wenn jemand aufgibt und gar nicht mehr arbeitet (was übrigens dann mit dem hochgelobten bedingungslosen Grundeinkommen mehr werden wird ... aber ist hier nicht Thema).
Ich denke, der weitere Weg wird in Richtung gemeinsame Veranwortung gehen müssen, Männer können sich jetzt schon immer weniger ihren tatsächlichen Vaterpflichten entziehen (geteiltes, zeitliches Sorgerecht) und das ist auch richtig so. Alleine dadurch, dass die gemeinsamen Kinder dann 50% der Zeit beim Vater sind, muss er sich kümmern, wovon er sich zuvor freikaufen konnte.
Auch bisher hatten die Eltern gemeinsam die Verantwortung. Das ist also keine unbedingt neue Idee. Die Diskussion geht lediglich um die Aufteilung des Arbeitsaufwandes und in Teilbereichen um die Verantwortung.
Übrigens nehmen sehr viele Frauen aus verletztem Ego dem Mann sein RECHT die Kinder zu sehen - zum Schaden der Kinder - (sehr zu empfehlen: die fb Gruppen für alleinerziehende Väter, um realistische Vorstellungen zu bekommen). Sehr viele Väter würden gerne mehr Kontakt mit ihren Kindern haben, der von den Frauen verweigert wird.
Übrigens, was Du wieder versuchst so darzustellen, als wäre Mutterschaft anerzogen usw., das ist eine der großen gesellschaftlichen Lügen. Da muss nichts entwickelt werden, entweder Frau hat Lust sich mit Kindern zu beschäftigen und Freude dran oder nicht. Es sind sehr viel mehr Frauen, die dazu nur wenig Lust haben und Mutterschaft als Pflichtaufgabe betrachten. Das macht sie weder zu unweiblicheren Frauen noch zu unterentwickelten Frauen, das IST einfach so.
Natürlich ist Mutterschaft, nicht mal anerzogen, sondern einfach naturgegeben. Wir sind eine Gattung deren Weibchen die Brutpflege betreibt, während das Männchen die Familie versorgt. Ist schon seit der Steinzeit so.
Das was sich verändert ist unsere Gesellschaft. Es würde (aus schon erwähnten Gründen) in die Gesellschaft der Wert "Unabhängigkeit der Frau" eingepflanzt, um billige Arbeitskräfte in gering qualifizierten Tätigkeiten zu bekommen.
Dass Frau meint, jetzt wie ein Mann sein zu können, liegt primär daran, dass unsere Gesellschaft einfach geworden ist. Dass ich heute keine Kinette mehr mit der Schaufel ausheben muss, ja nicht mal im Büro muss ich dicke und schwere Bücher mit Abrechnungen schleppen, sondern habe alles gemütlich im Computer. Natürlich erweckt das für die Frau den Eindruck "alles zu können". Nur ... man sieht es dann in den Frauenanzahlen in den Berufen wo man sich schmutzig macht oder schwer arbeiten muss, wo dann doch die "Prinzesschen" zu Hause sind.