Man sieht, dass du den Artikel gar nicht gelesen hast. Und wenn, dann sichtlich nicht verstanden..
"Beide Wissenschaftlerinnen stimmen darin überein, dass sich die Sprechgewohnheiten ändern müssen, damit sich die Realität ändern kann"
Nein, das stimmt eben nicht.
Beispiel: Man hat versucht, ... ich weiß jetzt nicht, wie man sie momentan gerade nennen darf, Menschen, deren Haut schwarz bzw. dunkelbraun ist, anders zu nennen, ist deshalb die Diskriminierung weniger geworden?
Ursprünglich wurde ein Mensch
Idiot oder
Krüppel genannt, je nachdem ob er geistig oder körperlich
"behindert" war oder nach Krankheit:
Blinder,
Tauber,
Spastiker,
Mongoloide,
Zwerg,
Liliputaner oder
Riesen ....
Diese Wörter wurden zu Schimpfwörtern, also diskriminierend, manchmal abwertend gemeint, so hat man sie immer wieder zu neutraleren Begriffen geändert, zu
Behinderter,
behinderter Mensch,
Kleinwüchsiger,
Gehörloser,
Hörbeeinträchtigter,
Schwerhöriger,
Mensch mit Handycap,
mit Lernschwierigkeiten,
mit Beeinträchtigungen,
mit besonderen Bedürfnissen,
Invalide,
Pflegebedürftiger,
Pflegefall, ....
immer wieder nutzen sich die Wörter ab, werden zu diskriminierenden und abwertend empfunden, also ersetzt man sie immer wieder durch neue, die sich auch wieder abnutzen....
Was soll das bringen? Außer, dann man nicht mehr weiß, welche Wörter man jetzt gerade noch verwenden darf?
Das Böse liegt doch nicht im Wort selber, sondern im Gedanken oder nicht?