Warum Leid existiert

In der Regel ist es so, dass nur wer leidet, oder am Leid anderer mitfühlt, nach dem Sinn dahinter fragt. Es ist meines Erachtens mehr ein Zeichen geistiger Umnachtung nichts zu hinterfragen.

Entspringt diese Regel nur aus deiner Phantasie oder gibt es dazu wissenschaftliche Erkenntnisse?
Dein Erachten ist mir gleichgültig! Und wer die einfachsten Dinge noch hinterfragen muss, kann geistig nicht reif sein!

An deiner Stelle würde ich den Mangel an Selbsterkenntnis beheben, denn dieser Mangel ist die Hauptursache für das unermessliche Leid auf dieser Welt!

LG
 
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Oh ja, hab ich schon gestern gesehen: Du bist eine fleißige Schreiberin ;)
Wird nicht einfach, so zu antworten, dass es doch noch übersichtlich bleibt - ich wills versuchen.

ich lebe in einem anderen bild - oder besser, ich lebe ein anderes bild ... ich bin unter die hausbauer gegangen ... lange zeit habe ich innere helfer gehabt ... seither reise (baue) ich alleine weiter.
Diese zwei Bilder sind nicht anders, sondern ich sehe deins als deine persönliche Herangehensweise, wie du zu Erkenntnissen kommst, wobei mir diese eher zur individuellen Kategorie zählend vorkommen: deine Erkenntnisreise, die sich jetzt auf dich reduziert hat. Genau gesehen reden wir hier von zwei nicht vergleichbaren Sachen. Vielleicht konnte ich mein Bild nicht rüberbringen.

die menschheit hat von anbeginn an ein dach auf die luft gesetzt - oder zumindest auf einen nicht wirklich tragfähigen unterbau -
den glauben - die vorstellung ... für mich ist der glaube - die vorstellung - das was wir zwischen uns und das wahre erkennen stellen - und das erkennen damit blockieren.
nicht negativ gemeint - jede erfahrung braucht die reife dafür.
Natürlich behindert Glaube, den man ja auch als blind bezeichnet (wie die Verliebtheit übrigens ;))
Ich würde sagen, es gibt Zweierlei: Die Vorstellung, die man selbst kreiert und innere Bilder, die einem werden. Wenn du Helder hattest, dann kennst du sowas ja. Das eine behindert, das andere erweitert.

... es gilt den pfad zu finden. mittendrin anzufangen bringt es nicht ...
Auch hier zwei Möglichkeiten, Beispiel Baum: Den Pfad finden bedeutet, vom Blatt die Ästchen und Äste solang zu verfolgen, bis man den Stamm gefunden hat. Man kann aber auch einem inneren Bild des Baumes folgen, dieses für sich bewahrheiten und so denselben Weg um sehr vieles schneller zurücklegen.
Zu diesem Bild kann ich wiederum auf zwei Arten gelangen:
1. Es wird mir - wodurch auch immer
2. Ich höre/lese/erfahre davon. Dann habe ich meine Wahrnehmung, um es abzugleichen - stimmig? Nicht stimmig? Und ich kann es mal fiktiv annehmen und verifizieren. Ist es wahr, wird es nie Widersprüche geben.

du sprichts das karma an - wiedergeburt usw.
ich werfe die vorstellung nicht generell über bord.
ich habe nur eine andere sicht entwickelt.
Na ja, eigentlich war das nur Bestandteil zum größeren Bild ›Hier Rahmen der Gesetze - dort individuelle Auswirkung‹.
Eigentlich ging es mir nur umd diese grundlegende Zweiteilung, deren Vermischung unsagbar viele Missverständnisse und Sackgassen öffnet.

ja, dachte schon, dass du das resonanzgesetz meinst -
wollte nicht eingehen darauf - und lasse ich jetzt auch mal so stehen.
wird zu lang.
Auch hier nur als untergeordneter Beispielsteil gedacht ...

wobei es natürlich auch sehr stark auf den zeitpunkt ankommt - die innere aufnahmefähigkeit.
ich sehe da das bild des samens.
unzählige samen werden produziert, aber nur dann wenn alle voraussetzungen zusammenstimmen entsteht neues leben daraus -
oder auch neue erkenntnis.
Ja natürlich. Wenn reif, dann fallen die wundersamsten Dinge zusammen.

kennst du das auch?
dieses unwahrscheinlich befreiende gefühl, wenn neues in dir entsteht?
Ja, immer wieder. Dieses Gefühl möchte ich ungewohnterweise als Hauch von Liebe bezeichnen und es kommt in unterschiedlichsten Situationen heraus. Erklärend: Liebe ist für mich die Urkraft, aus der sich dann alles Weitere abspaltet (Dreieck nach unten): Freude, Demut usw. Auch bei den Begriffen gibt es eine Hierarchie. Aber das gehört eigentlich nicht hierher. Liebe deshalb, weil es alles andere beinhaltet.

... du magst ja nur kurze beiträge.
sorry.:D
... schreiben. Wenn es kein Blabla ist, dann hab ich nichts dagegen, längere zu lesen ;)
Ja und dann: :D
 
Das dumme an der Freude ist, sich nicht weiterhin freuen zu können, weil die Freude vorbei geht..

Sicher denkt sie sich: "Nö, nicht mit mir, ich geh dann mal wieder, muss sowieso aufs stille Örtchen"
XD
 
Wenn ich eine schöne Landschaft sehe, dann "lache" ich nicht (= Freude) ...

Du kannst das Wort definieren, wie du willst. Du kannst der Gleichung E=mc² auch in der Form x²=y/z schreiben, solange du den Inhalt dahinter begreifst.

Doch zum Verstehen gehört auch Innenkehr. Nicht nur einfach darauf los schreiben.
 
Eine der dringendsten Fragen menschlicher Existenz ist, warum es Leid gibt. Warum gibt es die Erfahrung von Schmerz, Angst, Verzweiflung, usw.?

Um die Antwort auf diese Frage zu verstehen, sollte man sich vielleicht vorher darüber klar werden, was es überhaupt bedeutet, etwas zu verstehen.
Viele denken, eine Sache verstehen, hat etwas mit Verstand zu tun. Das ist aber mehr als unpräzise. Verstehen hat in der Tat viel mehr mit Gefühl zu tun. Es ist ein Gefühl von Freude, Ruhe und Stimmigkeit. Hervorgerufen durch eine Art von Harmonie im Geist. Wenn ich euch sage, ein Apfel und ein weiterer ergeben zwei, dann versteht ihr das problemlos. Ihr braucht nicht einmal zwei Äpfel vor euch, um die Harmonie dieser Aussage zu empfinden, weil ihr diese Situation als gedankliches Bild projizieren könnt und die Übereinstimmung der Aussage mit dem Bild erkennt. Diese Übereinstimmung ruft ein gutes Gefühl hervor.

Wenn ich euch sage, dass die Zeit für bewegte Beobachter langsamer vergeht, wird es vermutlich schwieriger dieser Harmonie zu empfinden. Dass die Zeit für bewegte Beobachter langsamer vergeht, ist eine Aussage der Relativitätstheorie, und ist wissenschaftlich untermauert. Diese Aussage wirklich zu verstehen, also dieses Gefühl von Harmonie auf hoher Ebene zu erreichen, hat mir einige Jahre gekostet. Auch wenn ich bald dachte, es verstanden zu haben, ergaben sich immer wieder Situationen im Laufe meines Physikstudiums, da ich wieder das Gefühl hatte, es doch nicht zu verstehen.

Verstehen ist ein Prozess, der oft viele Jahre dauert. Wenn ich euch nun die Antwort darauf gebe, warum Leid existiert, erwartet nicht, es augenblicklich zu verstehen. Weil verstehen auch eine Frage der Perspektive und des Wissensstands ist. Ihr habt das Einmaleins auch nicht in einem Moment begriffen, und das Lesen nicht an einem Tag gelernt. Um komplexe Dinge zu verstehen, bedarf es immer viel Zeit. In der Physik kann es schon mal Vorkommen, dass man sich 60 Jahre mit einer einzigen Formel beschäftigt, und am Ende doch feststellen muss, dass man vieles an ihr noch nicht begriffen hat.

So kann man sich auch 60 Jahre mit der Frage, warum es Leid gibt, beschäftigen, und doch vieles nicht erklären. Ich habe mich viel mit dieser Frage beschäftigt. Nicht nur in einem Leben. Die Antwort, die ich euch darauf gebe, kommt von einer Perspektive, die den meisten von euch fremd ist, wie den meisten von euch auch die Perspektive eines theoretischen Physikers fremd sein mag. Daher wird es für euch vielleicht unsinnig klingen, wie für euch auch die Aussage unsinnig klingen mag, dass die Zeit für bewegte Beobachter langsamer vergeht. Aber wenn ihr euch mit beidem lange genug beschäftigt, könnt ihr es verstehen und die Harmonie dahinter fühlen.

Der Sinn von Leid ist Freude. Leid existiert um die Erfahrung von Freude tiefer zu machen.

Um diese Aussage zu verstehen, ist es nützlich sie auf Situationen anzuwenden. Genauso versteht man auch die Formel einer physikalischen Theorie. Man wendet sie auf gewisse Situationen an. Es ist aber unklug, gleich mit den schwierigen Themen zu beginnen. Man versucht auch nicht die Grundgleichungen der Atomphysik zu verstehen, indem man mit ihr versucht, einen Baum zu beschreiben. Man beginnt mit einfachen Beispielen und arbeitet sich zu den schwierigeren vor. Im Fall der Atomphysik wäre das z.B. ein Wasserstoffatom zu beschreiben.

Um zu verstehen, dass Leid die Erfahrung von Freude bringt, ist es auch unklug zunächst das Beispiel einer Vergewaltigung heranzuziehen, oder den Mord an tausenden Menschen. Wer das zu Beginn versucht, wird denken, dass die Aussage völliger Schwachsinn ist, genauso müsste man denken, dass die Schrödingergleichung völliger Schwachsinn ist, wenn man gleich versucht ein komplexes Molekül zu beschreiben. Es bedarf mehr Vorwissen, um schwierige Dinge zu verstehen.

Ich möchte hierfür ein einfacheres Beispiel wählen. Stellt euch vor, ihr liebt einen Menschen wirklich innig. Aus dieser Liebe fasst ihr den Entschluss, dass ihr dem Menschen Freude bereiten wollt. Sagen wir, ihr wisst, dass die Lieblingsfrüchte dieser Person Walderdbeeren sind. Ihr geht los und sammelt einen kleinen Eimer voll von ihnen. Wer schon mal Walderdbeeren gesammelt hat, weiß, dass man für einen Eimer schon mal leicht einen ganzen Tag im Wald herum stampfen muss. Die Freude, der beschenkten Person, ist aber umso größer, gerade weil die Frucht so selten und schwer zu finden ist. 15 Minuten genießen bedeutet einen ganzen Tag Arbeit. Es ist ein Ausdruck von Liebe diese Mühe auf sich zu nehmen. Die Mühe dahinter hat zu Freude geführt, weil sie einen tieferen Ausdruck von Liebe erlaubt, als dies ein Geschenk tut, das ohne Mühe erschaffen wurde. Mühe ist eine Form von Leid, wenngleich noch relativ gering. Dieses Leid drückt Liebe stärker aus. Es ermöglicht eine tiefere Erfahrung von Liebe.

Die Unannehmlichkeiten, die die Natur hervorbringt, wie Nahrungssuche, Bauen von Häuser als Schutz vor Wind und Wetter, dienen uns als Werkzeug Liebe auszudrücken. Liebe wiederum erschafft Freude.

Ein anderes Beispiel: Stellt euch vor, ihr werdet von einem wilden Tier angegriffen. Plötzlich kommt euch ein Freund zu Hilfe und rettet euch, obwohl er sich dabei verletzt. Er riskiert sein eigenes Leben, um euch zu schützen. Er drückt Liebe aus. Ein solches Erlebnis wird euch mehr Dankbarkeit empfinden lassen, als ihr empfinden würdet, wenn er euch einen Eimer Erdbeeren sammelt. Größeres Leid kann die Erfahrung von schönen Gefühle wie Dankbarkeit also größer machen. Noch schöner ist das Gefühl aber für den, der euch gerettet hat. Er empfindet eure Dankbarkeit und fühlt sich wie ein Held.

Ein anderes Beispiel wäre ein krebskranker Mensch. Es gibt unzählige Gründe, warum eine Seele eine solche Erfahrung wählt. Ein Grund kann z.B. sein, dass sie ihrer Familie und ihren Freunden aufzeigen will, dass deren Probleme alle nicht so schlimm sind, wie sie denken. Dieser Mensch ist ihnen ein leuchtendes Beispiel. Gerade die, die ihre Krankheit tapfer ertragen, bewirken im Inneren der Beteiligten oft große Veränderungen. Wenn sich die Beteiligten im Jenseits wieder treffen, werden sie unermessliche Dankbarkeit empfinden, für das große Leid, dass die Person auf sich nahm, nur um deren Engstirnigkeit zu lockern. Daher solltet ihr die Zeiten des Leidens nicht verurteilen. Sie dienen euch Größe zu zeigen.

Das Wissen um ein Leben vor und nach diesem Menschenleben ist übrigens eine Grundvoraussetzung, um den Sinn von Leid auf tieferer Ebene verstehen zu können. Genauso ist ein gewisses mathematisches Wissen eine Grundvoraussetzung um die Relativitätstheorie auf tieferer Ebene zu begreifen. Es gibt noch sehr viel anderes Wissen, von dem ihr nichts wisst, um die Ursache von Leiden zu verstehen.

Das vermeintlich Böse in der Welt dient uns als Kontrast zum Guten und Schönen. Es vertieft die Erfahrung des Schönen.

Um den Ausdruck von Liebe hinter Gewalt zu verstehen, reicht es zumeist nicht aus, ein einziges menschliches Leben zu betrachten. Unsere wahre Natur ist viel umfassender als wir auch nur ansatzweise erahnen. Das Leiden ganzer Völker lässt sich erst verstehen, wenn man den Überlick über viele Leben der betroffenen hat. Das Drama dieses Daseins ist viel, viel größer als ihr momentan erahnt.

Was ihr aber für den Augenblick mitnehmen könnt, ist, dass all eure Probleme und Schwierigkeiten euch dahin führen, Größe, Stärke und Liebe auszudrücken. Das gilt für alle Leidenden dort draußen.

Da hast du dich tief hineinversenkt
und möchtest dir und uns so viel geben
und ersparen
Danke dir für deine Arbeit
 
Leiden existiert weil die Menschen von ihrem sehenden Bewußtsein getrennt sind.


"etwas" zu verstehen oder warum Leid existiert? In dem Wort verstehen ist das Sehen beinhaltet. Ein Bewußtsein das sehen kann seinen Nächsten wie dieser wirklich ist, kann verstehen.

Sache(?) verstehen, hieße Sache(?) fühlen?
Die Sache, Gefühle :rolleyes:?

ja dieses Wissen hat nichts mit Fühlen zu tun auch wenn es am Ergebnis eine Übereinstimmung ergibt. Die Übereinstimmung ergibt sich aus dem Sachvehalt das beide gleiches erlernt haben.

Verstehe dich Selbst und du verstehst alle(s) was folgt.....

glg Seyla


Hi Seyla, schön dich wieder einmal zu lesen. :)
:thumbup: Zustimmung aber das mit dem sehenden Bewusstsein ist gemäß Deines Zitates „Bewußtheit ist SEHEN ohne zu sehen“ widersprüchlich!

Als Sammelbegriff wäre ein „wahrnehmendes Bewusstsein“ trefflicher!? Ein solches Bewusstsein benötigt eine sehr hohe Aufmerksamkeit. (Fokussierung)

der Beobachter der sich der Übereinstimmung bewußt wird, bewegt sich in der Raum-und Zeitlosigkeit. Das bist du Selbst als Bewußtsein.

D.h. die Dualität wird von der Non-Dualität durchdrungen und sie fliesen als Einheitliches-Bewusstsein zusammen?

So gesehen ist es spirituell gesehen, eigentlich unwichtig, ob eine tatsächliche physische Reinkarnation stattfindet oder nicht.
D.h. die Grundsätze und das Schicksal des energetischen- Bewusstseins bleiben dieselben, egal ob es erneut eine physische Existenz annimmt oder auf der energetischen Ebene weiterlebt. :confused:

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst das Wort definieren, wie du willst. Du kannst der Gleichung E=mc² auch in der Form x²=y/z schreiben, solange du den Inhalt dahinter begreifst.

Doch zum Verstehen gehört auch Innenkehr. Nicht nur einfach darauf los schreiben.

ICH definiere gar nichts!

http://de.wikipedia.org/wiki/Freude

Und ich bin sicher auch nicht diejenige, die "einfach darauf los schreibt".
Vielleicht fehlt dir die "Innenkehr" um erkennen zu können, dass du von dir selbst schreibst,
auch da, als es darum ging, ICH würde unter Freude etwas anderes verstehen ... :rolleyes: mein Gott. :D

http://www.duden.de/rechtschreibung/Freude

Desweiteren SCHEINT Freude genau das zu sein, was du NEGIERST, nämlich ein "in Ekstase sein" ... :D

Freude muss nicht heißen "in Ekstase zu sein"

Vielleicht verstehst du unter Freude etwas anderes als ich hier meine.

Noch mal: Vielleicht meinst du etwas anderes, als das, was üblicherweise unter FREUDE verstanden wird?! :eek::stickout2:D;)
 
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