Warum Leid existiert

Wenn`s niemand wüsste, würd`s auch niemand kümmern;)

So oft wird die Glückseligkeit außerhalb sich selbst gesucht..

Verloren wechseln Gefühle sich in uns ab, sowie die Existenz der Seele gekannt und dennoch nicht gekannt wird.
 
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Ich glaube, dass das daran liegt, dass wir nicht gewohnt sind, zu Ende zu denken. Mir kam da mal ein Metapherbild: Das Schöpfungswissen wäre ein Dreieck, sagen wir, einen Meter hoch. Oben ist All-Wissen. Wir sitzen irgendwo weiter unten, vielleicht zehn Zentimter, egal. Beim Ergründen gehen wir, verallgemeinernd hinauf, entdecken was und sagen Oh, DAS ist es jetzt. Sind aber vielleicht auf 20cm. Wenn man von dort ein formgleiches Drieeck nach unten zeichnet, dann wird man mit der erlangten Erkenntnis diese Fläche erfassen. Aber nicht all das andere daneben (was im großen Dreieck ist). Wem andern geht es mit seinem Dreieck ähnlich, die Spitze ist aber horizontal wo anders. Wenn DA jeder sagt, ich hab Recht, dann kann das nur schiefgehen. Also: versuchen, zu Ende zu denken, also weiter hinaufzukommen, als gleich beim ersten Erfolg Hurra ich habs zu schreien.
ich lebe in einem anderen bild - oder besser, ich lebe ein anderes bild.
ich bin unter die hausbauer gegangen.
zuerst galt es den keller zu entrümpeln und das alte haus abzureißen.
die steine, die mir erhaltenswert und noch brauchbar erschienen, habe ich fein säuberlich aufgeschichtet um sie in den geplanten neubau miteinzubeziehen.
ein haus, soll es tragfähig sein, braucht ein solides fundament und eine wohl berechnete statik.
erst dann kann ich beginnen wände hochzuziehen.
danach kommt die zwischendecke, und erst dann kann ich daran denken ein dach draufzusetzen.
die menschheit hat von anbeginn an ein dach auf die luft gesetzt - oder zumindest auf einen nicht wirklich tragfähigen unterbau -
den glauben - die vorstellung.
wie auch anders?
für mich ist der glaube - die vorstellung - das was wir zwischen uns und das wahre erkennen stellen - und das erkennen damit blockieren.
nicht negativ gemeint - jede erfahrung braucht die reife dafür.

beim niederschreibend fällt mir auch wieder ein was mir wegbereiter gewesen ist.
ich habe fragen nur noch an mich selbst gestellt und dabei herausgefunden, dass es alleine schon schwierig ist überhaupt die 'richtigen' fragen zu stellen - denn erst auf die 'richtigen' fragen finden sich auch die 'richtigen' antworten -
besser formuliert -
es ist wie beim öffnen von in sich verschachtelten computerdateien.
es gilt den pfad zu finden. mittendrin anzufangen bringt es nicht.

lange zeit habe ich innere helfer gehabt, mit denen ich in dialog gestanden bin. (nein - ich bin nicht schizophren - es wahren innere lehrer, die mir den weg gewiesen haben.)
es waren stationen.
wenn ein lehrer seine aufgabe als erfüllt angesehen hat, hat er mich weitergereicht an den nächsten.
inzwischen gibt es die lehrer nicht mehr, und das frage-antwortspiel hat sich aufgelöst - es wurde zu einem gleichmäßigen fluss der fließt, ohne mein aktives zutun.
meinen letzten lehrer, der mir sehr viele antworten gegeben hat - die fundamente - habe ich zum schluss gefragt -
'und wer oder was hat sich das alles jetzt ausgedacht?
was hat all diese gesetzmäßigkeiten geschaffen?'
die antwort war - 'um das herauszufinden muss ich in eine andere dimension reisen. ob ich zu dir zurückkehren werde kann ich dir nicht sagen.'
seither reise (baue) ich alleine weiter.
Sich in Wahrnehmung zu üben, wann man im Fluss ist und wann nicht. Früher dachte ich mal, es wäre Entwicklung, aber die ist sozusagen ein Abfallprodukt.
ja, dem kann ich zustimmen.
im fluss bin ich, wenn die gedanken klar sind und die antworten einfach -
und wenn hochkommende negative empfindungen transformiert werden können. wenn mich nichts aus der bahn wirft, wenn mich nichts provozieren kann.
wenn nichts äußerliches mein vertrauen in mich und mein denken stört.
die inneren zweifel sind vorboten für neues erkennen.
Transformieren? Du meinst, die Dreiecke puzzlegleich zusammenzusetzen? Deckt natürlich mehr ab, aber Lösung ist es auch keine wirkliche. 20cm. Oder 50. Je mehr gegen 100, desto zwar allgemeiner, aber auch allgemeingültiger.
ich versuche an hand des nächstens absatzes zu erklären was ich unter transformation verstehe - jetzt mal abgesehen davon, dass es auch gilt alle negativen empfindungen zu transformieren.
neid, zum besispiel, in zielstrebigkeit.
Sorry, das war von mir verschwurbelt. Sollte heißen, dass es einen übergeordneten Sinn ebenso gibt, wie auch generelle Gründe, wie wir zu unserem Leid kommen, was die Worte richtig und falsch tatsächlich bedeuten, wie ›Zufälle‹ geschehen, warum wir uns üblicherweise nicht an Vorleben erinnern und vieles mehr. Dem entgegen steht das Individuelle, sozusagen das Fleisch, mit dem wir das überall und immer vorhandene Gesetzgerüst bunt füllen.
du sprichts das karma an - wiedergeburt usw.
ich werfe die vorstellung nicht generell über bord.
ich habe nur eine andere sicht entwickelt.
es beginnt damit, dass ich den begriff leben für mich neu definiere.
für mich lebt alles, das verändert und veränderung unterworfen ist - also alles - selbst der stein.
er zerreibt und wird zu sand zerrieben.
irgendwann setzt sich der sand - in völlig neuer formation wieder zu stein zusammen - das prinzip bleibt das gleiche.
bei der neuzusammensetzung des menschlichen egos kommen natürlich noch viele weitere faktoren dazu -
wie die weitergabe kultureller inhalte und familiär bedingter.
das lässt den anschein erwecken, als müsste die 'seele' in einem neuen leben etwas aufarbeiten.
dieser glaube birgt die gefahr, die daraus resultiert -
zu glauben, in einem früheren leben nicht gut genug gewesen zu sein -
die bewertung -
statt das erkennen, dass alles gut genug ist, so wie es ist.

im übrigen geht nichts, absolut gar nichts verloren - selbst der körper nicht.
er wird nur transformiert.
und alles lebt weiter über die wirkungen und wechselwirkungen seines seins und gewesen seins.
Deiner Aussage stimme ich voll zu, gemeint habe ich es etwas anders. Zum Beispiel ist das Resonanzgesetz ein Schöpfungsgesetz. Gilt für jeden (=allgemein, Gesetz). Wirkt sich aber für jeden völlig anders aus (=individuell > komplex).
ja, dachte schon, dass du das resonanzgesetz meinst -
wollte nicht eingehen darauf - und lasse ich jetzt auch mal so stehen.
wird zu lang.
Ja, unbedingt, Wissen vs. Kopf. Wobei ich finde, dass es egal ist, wann und wie etwas zu uns kommt. Wenn es passt, dann ist es ein Wort, eine Geste, ein Absatz, ein Geruch und wir dürfen ein neues Stückchen Wissen in uns begrüßen.
ja, dem stimme ich zu.
wobei es natürlich auch sehr stark auf den zeitpunkt ankommt - die innere aufnahmefähigkeit.
ich sehe da das bild des samens.
unzählige samen werden produziert, aber nur dann wenn alle voraussetzungen zusammenstimmen entsteht neues leben daraus -
oder auch neue erkenntnis.

kennst du das auch?
dieses unwahrscheinlich befreiende gefühl, wenn neues in dir entsteht?
Deswegen eben lernen, wahrzunehmen. Damit werden u.a. auch solche Konflikte sichtbar und man kann entgegenwirken.
ja, mit den offen-lernenden augen eines kindes zu sehen, gepaart mit den erfahrungen eines lebens.
Einen schönen Abend und später nicht vergessen: :D (Zähneputzen ;) )
das gebe ich jetzt zurück und hoffe nicht zu lang geworden zu sein.
du magst ja nur kurze beiträge.
sorry.:D
 
Niemand wüsste, was Freude ist, wenn er das Gegenteil davon - das Leid - nicht auch erfahren hätte. Freud und Leid gehören zusammen. So wie Regen und Sonnenschein.
... sollte man denken, aber ich sehe das nicht so. Leid ist sozusagen eine menschliche Erfindung, wurde mir mal klar. Denn sonst müsste ja jemand leiden wie Sau, wenn er sich viel gefreut hat. Oder nach langem Leid ganz lange freuen ... nee.
Und in der Natur? Wo gibt es da so eine Menge Leid, wie bei Menschen? Gibt es dort überhaupt Leid in dieser Art?

Das Gegenteil von Freude, und Freude ist für mich - auch wenn es innerliche ist - große Energie, das ist ganz einfach Ruhe. Wie Wasserfallturbulenz und Stauruhe bei einem Fluss.

Ich denke, wenn wir da ein wenig umdenken würden, könnten wir manches ziemlich anders sehen und - verändern.
 
ich glaub schon, auch ohne selbst Leid erlebt zu haben kann man Freude empfinden. Es gibt ja noch den Intellekt und individuell geprägte Gemütsverfassung.
 
Von Karma war hier die Rede.. :trost:

Man sagt, wer's nicht einsieht, muss es wieder erleben.
Das Leben ist ein ständiges lernen von Lebenserfahrung.
Wer sie sich nicht aufbauen kann, muss sie sich immer wiederholen.

(Es gibt schlechte, und gute Erkenntnisse. Sie sind Lebenserfahrung, diese sind Glaubenssätze, sie bestätigen sich im leben durch "nothing else then reality")

Die schlechten werden manchmal erzwungen, die guten fallen leichter.

Sie wiederholen sich, bis sie in die Tiefe gehen, sich weiterentwickeln: bitte auf einen guten weg: durch Vergebung begonnen können sie auch stattfinden und weitergehen.

:liebe1:
 
Jim Knopf schrieb:
Leid ist sozusagen eine menschliche Erfindung, wurde mir mal klar. Denn sonst müsste ja jemand leiden wie Sau, wenn er sich viel gefreut hat.

Ich weiß nicht, ob wir uns missverstanden haben.

Um Freude erkennen zu können, muss man doch die andere Seite erfahren haben - das Leid, die Trauer und ähnlich negative Gefühle. Wie kannst du Freude erkennen, wenn du nur Leid kennst? Und umgekehrt.

Ich glaube kaum, dass es einen Menschen gibt, der ohne Leid/Traurigkeit durchs Leben geht, aber auch niemanden, der noch keine Freude erlebt hat. Diese beiden Gefühle/Emotionen sind doch zutiefst menschlich. Gibt es denn jemanden, der nur lacht und einen anderen, der nur weint? Nein. Beides gehört zum Menschsein und wird im Wechsel erlebt.

Lg
 
Zuletzt bearbeitet:
Um Freude erkennen zu können, muss man doch die andere Seite erfahren haben - das Leid, die Trauer und ähnlich negative Gefühle. Wie kannst du Freude erkennen, wenn du nur Leid kennst? Und umgekehrt.
Warum brauche ich Leid, um Freude zu erkennen? Es genügt doch auch Birne zu kennen, um zu wissen, dass es nicht Apfel ist. Dafür brauche ich aber nicht Hunger kennen.

Der zweite Satz ist mir nicht klar in dem Zusammenhang.

Ich glaube kaum, dass es einen Menschen gibt, der ohne Leid/Traurigkeit durchs Leben geht, aber auch niemanden, der noch keine Freude erlebt hat. Diese beiden Gefühle/Emotionen sind doch zutiefst menschlich. Gibt es denn jemanden, der nur lacht und einen anderen, der nur weint? Nein. Beides gehört zum Menschsein und wird im Wechsel erlebt.
Hm ... das sind Tatsachen, ja. Aber was hat das mit der eigentlichen Frage zu tun?

LG
 
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Jim Knopf schrieb:
Warum brauche ich Leid, um Freude zu erkennen? Es genügt doch auch Birne zu kennen, um zu wissen, dass es nicht Apfel ist. Dafür brauche ich aber nicht Hunger kennen.

Was ist das denn für ein Vergleich?

Es geht hier um verschiedene seelische Prozesse = Leid/Freude und nicht darum, optische Unterschiede erkennen zu können =Apfel/Birne.:rolleyes:


Hm ... das sind Tatsachen, ja. Aber was hat das mit der eigentlichen Frage zu tun?

War einfach nur noch mal eine Erklärung, dass es wohl keinen Menschen gibt, der nicht beide Emotionen kennt. :)

Lg
 
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