5. Der Talmud, ein Jüdisches Werk, nimmt in Sanhedrin 43a auf den Tod Jesu Bezug. Es wird angenommen, dass dieser Teil des Talmud aus der frühen Periode der Zusammenstellung dieses Buches stammt (d.h. 70-200 AD)
Am Vorabend des Passa, wurde Yeshu (Jesus) gehängt. Vierzig Tage vor der Hinrichtung ging ein Herold hinaus und verkündete: Er wird gesteinigt werden, weil er Zauberei getrieben und Israel zum Abfall vom Glauben verführt hat. Wer etwas zu seiner Verteidigung sagen kann, soll hervortreten und für ihn sprechen Da aber nichts für ihn vorgebracht wurde, wurde er am Vorabend des Passa gehängt.
Gehängt kann ein idiomatischer Ausdruck für Kreuzigung sein so wird der Ausdruck auch im Neuen Testament benutzt (Gal 3,13; Lk 23,39). Dieser Abschnitt beschreibt, dass die Juden Jesus steinigen wollten (vermutlich in Übereinstimmung mit dem Mosaischen Gesetz?), erwähnt aber, dass er dann gehängt wurde. Die Erklärung dafür wird in der Beschreibung im Neuen Testament gegeben, wie die Juden römisches Gesetz nutzen mussten, um den Tod Jesu zu erreichen und das geschah durch Hängen (Kreuzigung).
Sanhedrin 43a beschreibt auch, wie fünf Jünger Jesu zum Tode verurteilt wurden, was ebenfalls anzeigt, dass die Juden traditionell an die Existenz des historischen Jesus glaubten. Sanhedrin 106b sagt gar, dass Jesus 33 Jahre alt war als er starb, genau wie es sich auch aus dem Neuen Testament ergibt. Maier zitiert in First Easter, S.117,118, aus dem jüdischen Dokument Toledoth Jesu aus dem fünften Jahrhundert, in dem behauptet wird, die Jünger hätten versucht, den Leichnam Jesu nach seinem Tod zu stehlen, dass aber ein Gärtner namens Juda von ihren Plänen erfuhr und den Leichnam Jesu an einen anderen Ort brachte und später dann den Juden übergab. Justin Martyr schrieb um 150 AD und berichtete, dass die Juden besondere Boten aussandten, die behaupteten, der Leichnam Jesu sei gestohlen worden (Dialog mit Trypho, 108); Tertullian hat einen ähnlichen Bericht in seinem Werk (On Spectacles, 30) aus dem Jahre 200 AD.
Diese verschiedenen Fäden von Beweisen zeigen auf, daß die Juden in den frühen Jahrhunderten AD an die Existenz und den gewaltsamen Tod des historischen Jesus glaubten.