Joey
Sehr aktives Mitglied
Natürlich kann man sich immer Gründe suchen oder erfinden, um den Misserfolg zu erklären. Beispiel: Teleempathie. Jemand behauptet, er habe bereits des Öfteren erfolgreich teleempathische Kontakte hergestellt. Will man sein teleempathisches Potenzial jedoch wissenschaftlich überprüfen, kommt es stets zum Scheitern. Die angegebene Erklärung des Probanden lautet: Das "sterile" Klima des wissenschaftlichen Labors blockiert die teleempathische Projektion. Oder: Die mit dem Test verbundenen Stressoren stören die teleempathische Kommunikation. Das MAG so sein, aber es kann eben auch anders, nämlich Betrug, sein. Solange die Teleempathie nicht experimentell bestätigt ist, gibt es für Außenstehende trotz aller Errlärungsversuche keinen objektiven Grund, an Teleempathie zu glauben.
Analogie: Jemand behauptet: "In meinem Kirschbaum wohnen Aliens." Schließlich bitte ich mein Gegenüber mir selbige einmal im Realen zu zeigen. Wir treffen uns also und er führt mich zum Kirschbaume, in dem ich jedoch keine Aliens entdecken kann. Schließlich sagt mein Gegenüber: "Sie mögen wohl keine Fremden und verstecken sich daher so gut!"
Eben. Wie ich schon schrieb absolute 100% Sicherheit gibt es nicht. Bei gegebener lage an Evidenz - ein grossteil von Versuche nschlaegt fehl - gibt es keinen Grund von der Wahrheit der Behauptung auszugehen. Wer es anders sieht und das auch durchsetzen will, muss dann auch ein Versuch entwerfen, der die jeweiligen Kritikpunkte eliminiert und noch wissenschaftlichen Standards genuegt.
Gewiss steht es mir persönlich FREI, ihm trotzdem zu glauben, ABER ich habe KEINE objektiven Gründe/Indizien/Evidenzen dafür!
Ja, die Freiheit hat jeder.
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