Wahrnehmung und Stimmigkeit

Ja, solche oder ähnliche Punkte kommen ab und zu als Begründung, warum ein PSI-Test nicht wunschgemäß verlaufen ist.
Schön das Du verstanden hast, was ich mit diesem kurzen "Einwurf" sagen wollte.

Ich hatte mal eine mündliche Prüfung, wo mich der Professor und der Beisitzer die ganze Zeit mit versteinerter miene angeschaut haben, und keine Miene verzogen haben. Ich konnte nicht abschätzen, was sie darüber dachten, was ich gerade erzähle. Das war durchaus verunsichernd... aber ich habe bestanden.
Schön.

Ich kann nachfühlen, dass so eine Situation - sollten die testorganisatoren auch so drauf sein - unangenehm ist. Und Sobeks allgemeiner Einwand diesbezüglich ist nicht ganz unberechtigt (wenn auch meiner Ansicht nach nicht in der Stärke... aber das muss hier nicht ausdiskutiert werden). Ich glaube allerdings nicht, dass das so stark ist und alöle testorganisatoren der Welt so unfreundlich und feindselig sind, dass deswegen der allergrößte Anteil solcher Tests falsch-negativ ausgehen sollte.
Du glaubst es nicht, & doch sind alle Menschen verschieden.
Ich glaube, daß gerade Menschen die hypersensibel sind, oftmals solche Tests nicht bestehen können.
 
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Hast du es gelesen und kannst was dazu sagen?


Gerda Lier habe ich gelesen - aber fasse mal eben 1400 Seiten Inhalt in ein paar Sätzen zusammen .... das schaffe ich nichtmal nach meinem jetzt zu konsumierenden Hektoliter Kaffee. Am besten leihst Du dir die beiden Wälzer in der StaBi oder der UniBib.
 
Oder liegt da nicht der Gedanke sher nahe, dass der Mann nicht kann, was er behauptete?

Aus wissenschaftlicher Sicht spielen derartige Gedanken keine Rolle. Es geht um Fakten, deshalb braucht man darüber nicht zu debattieren.
Er konnte es nicht. Punkt.
Nur aus Sicht der Forschung wird diese Frage nochmals aufkommen. Wieso konnte er es nicht, setzt ja schon voraus, dass er oder ein anderer es vllt. doch können könnte.
 
@sobek
Gerda Lier habe ich gelesen - aber fasse mal eben 1400 Seiten Inhalt in ein paar Sätzen zusammen .... das schaffe ich nichtmal nach meinem jetzt zu konsumierenden Hektoliter Kaffee. Am besten leihst Du dir die beiden Wälzer in der StaBi oder der UniBib.
es ging mir weniger um eine Zusammenfassung, als vielmehr um einen Eindruck, ob es bereichernd war oder eher langweilig etc.

Ich las, dass das Buch in englisch geschrieben ist, gibt es auch deutsche Ausgaben?

LGInti
 
Nun, Randi hat es geschafft Forscher dumm aussehen zu lassen, indem er ihre Arbeit durch Profis der Zauberkunst sabotiert hat.

Er hat die betreffenden Forscher nicht "dumm aussehen lassen", die betreffenden Forscher waren dumm. Sie liessen sich reinlegen, was mit guter wissenschaftlicher Methodik u.U. nicht geklappt haette.

Solches Trick-Vorgehen hat schon an anderer Stelle einen wissenschaftlichen Irrtum aufgedeckt: http://de.wikipedia.org/wiki/N-Strahlen

wikipedia schrieb:
(...) Da Wood nichts erkennen konnte, bat er Blondlot, das Spektrum noch einmal zu vermessen, entfernte aber zuvor heimlich in der Dunkelheit des Labors das Prisma. Trotzdem konnte Blondlot erneut Spektrallinien erkennen. Sein empörter Assistent hatte ihn beobachtet und verlangte, selbst nochmals das Spektrum zu vermessen. Dabei erkannte er, dass sich nichts vermessen ließ. Wood hatte allerdings vorher heimlich das Prisma wieder eingefügt. Damit waren die N-Strahlen als Täuschung enttarnt. Frankreich betrachtete dies als nationale Schmach.

Nur sind normale Probanden (häufig mehr oder weniger normale Leute) bei solchen Tests keine mit allen Wassern gewaschenen Trickser.

Der Uebergang dazwischen ist fliessend. Zum einen klappen einige "Tricks" auch, wenn man sieunbewusst anwendet. Desweiteren: Woher willst Du wissen, ob der "normale Mensch" keine Betrugsabsicht hat? Bei Behauptungen ueber Telekinese sollte das durch "das ist ein normaler Mensch" nicht gleich verworfen werden.

Und zudem dürften die Vorkehrungen verschärft worden sein.

Natuerlich. Die Parapsychologen haben aus diesem Debakel gelernt.

Jedenfalls lässt sich dieser erfolgreiche Manipulationsversuch nicht auf die gesamte Forschung übertragen.

tut auch niemand, solange die meisten Forscher von diesem Vorfall lernen.

Nebenbei würde ich fast wetten, dass man Experimentatoren der Psychologie genauso gut hereinlegen könnte, wenn da ein Experte (guter Schauspieler) bei der Diagnose irgendein Schauspiel abzieht.

Und das kann durchaus relevant sein, wenn man beachtet, dass es auch Gerichtspsychologen gibt, die Angeklagte bewerten, die ebenfalls Manipulationswillen haben.

Ja. Hier vergisst Du aber Folgendes: Ein Psychologe, der einen Verurteilten Straftaeter begutachtet, macht da keine wissenschaftliche Arbeit, sondern versucht bestenfalls wissenschaftliche Ergebnisse anzuwenden. Desweiteen sind siie sich der Betrugsmoeglichkeit und des moeglischen Schauspielerischen Talents des Menschen bewusst, dem sie gegenuebersitzen. Es gibt zu dem Thema ein paar interessante Interviews mit Gerichtspsychologen. Google da z.B. nach der Psychologin Lydia Beneke.

Wie auch immer, man kann nun sagen, dass es wichtig ist, dass darauf geachtet wird, dass alles mit rechten Dingen abläuft. Trotzdem ist das ein Spezialfall, der sich nicht auf normale Experimente übertragen lässt. Zudem ist es ein alter Hut.

Und nichts anderes geschieht sowohl mit guter wissenschaftlicher methodik und der nachfolgenden kritischen Betrachtung, ob noch weitere methodische Maengel festzustellen sind.
 
Aus wissenschaftlicher Sicht spielen derartige Gedanken keine Rolle. Es geht um Fakten, deshalb braucht man darüber nicht zu debattieren.
Er konnte es nicht. Punkt.
Nur aus Sicht der Forschung wird diese Frage nochmals aufkommen. Wieso konnte er es nicht, setzt ja schon voraus, dass er oder ein anderer es vllt. doch können könnte.

Nochmal Forschung und Wissenschaft sind synonym. Fakt ist, er hat den Test nicht bestanden. Und auch die Frage, warum er trotz eventueller wirklicher Faehigkeiten beim Test durchgefallen ist, oder ob irgendwer auf der Welt es doch koennen koennte, ist durchaus auch eine wissenschaftliche Frage.

Da er aber beim Test durchgefallen ist, liegt solange der simplere Schluss nahe, dass er es nicht kann, bis irgendwer zeigen kann, dass es z.B. an den Testbedingungen lag. Und solange niemand auf der Welt gefunden wird, der die Faehigkeiten zweifelsfrei hat, gibt es die Faehigkeit wahrscheinlich nicht.
 
Ich finde es überaus unseriös aufgrund eines Testes gleich solche Schlüsse zu ziehen.

Aber das hat man bei Alfred Popp auch getan, musste dieses vorschnelle Urteil aber revidieren. Damals war ein Problem, dass kein anderer Forscher seinen Versuchsaubau nachstellen konnte, auch weil die Messgeräte verschieden waren (Biophotonen). Als die Messtechnik sich weiterentwickelte, musste sich bei ihm entschuldigt werden und er wurde rehabilitiert.

Das ist etwas, das mit an der Wissenschaft schon früh aufgefalen ist: wenn eine Sichtweise neu ist und Altes überholt wird oder gar fallengelassen werden müsste, wirken Kräfte dagegen, die im Menschen begründet liegen: es kann nicht sein was nicht sein darf.

Es dauert dann unverhältnismäig lange (Jahrzehnte und manchmal Jahrhunderte), bis ein Wissenschaftler sich mit neuen Belegen auch tatsächlich gegen die bis dahin gültige Lehrmeinung durchsetzt.

Und wo es um Spiritualität oder gar Esoterik geht, gehen bei den meisten Wissenschaftlern umgehend die Scheuklappen zu. Das ist Tabu, sich damit zu beschäftigen und Wissenchatfler, die es dennoch tun, laufen Gefahr ausgelacht und aus der Gemeinschaft der Wissenschaftler ausgegrenzt zu werden.

LG
Any
 
@sobek
es ging mir weniger um eine Zusammenfassung, als vielmehr um einen Eindruck, ob es bereichernd war oder eher langweilig etc.

Ich las, dass das Buch in englisch geschrieben ist, gibt es auch deutsche Ausgaben?

LGInti


In englisch? Dr. Lier promovierte auf deutsch, ich habe eine nichtübersetzte deutsche Fassung.

Das Buch ist sehr bereichernd, allerdings ist es etwas mühsam zu lesen, wenn Du wissenschaftliche Dissertationen nicht gewohnt sein solltest. Ahja, es sind ZWEI Bücher.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Ich finde es überaus unseriös aufgrund eines Testes gleich solche Schlüsse zu ziehen. \

Aufgrund EINES Tests werden auch nicht diesee Schluesse gezogen. Und endgueltig fuer alle Zeit sowieso nicht.

Solange aber niemand (z.B. in gedankenexperiment 2) nahelegen kann, wieso der Mann die Faehigkeit doch haben koennte und trotzdem durchgefallen ist, und dann ein Experiment entwirft, welches diesen Kritikpunkt aushebelt und trotzdem noch wissenschaftlichen Standards genuegt, ist die simpelste Erklaerung: Er kann es nicht.

Und solnage die behauptete Faehigkeit nirgendwo auf der Welt zweifelsfrei (oder um mal ganz penibel genau zu sein "sehr zweifelsarm") belegt wurde, liegt der Schluss nahe, dass die Faehigkeit nicht existiert.

Nichts ist in Stein gemeisselt. Wer der Ansicht ist, dass der Mann es doch kann, oder dass irgendwer auf der Welt es kann, soll das zeigen (sofern er will, dass diese Ansicht wissenschaftlich ernst genommen wird.).
 
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