Er kann aber nichts belegen, wenn er nichs am Patienten tun kann. In Wahrheit ist es weder der Mediziner, noch der Geistheiler, der heilt, sondern der Mensch selbst, durch sein Vertrauen, wenn ihm solch ein Vertrauen in sich selbst gegeben wird. Ein Zweifler kann aber einem Mensch nicht so viel Mut und Selbstvertrauen bieten, damit er wirklich Heilung erfährt. Was er selbst nicht hat, kann er keinem anderen geben.
Ich habe 100 Pflanzen und 2 Eimer mit jeweils einem Pulver. Das eine Pulver ist ein Duengemittel, das andere ein gleich aussehendes Pulver ohne Wirkung.
Ich gebe 50 der Pflanzen das eine Pulver und den 50 anderen Pflanzen das andere, ohne zu wissen, welches Pulver welches ist.
Ich beobachte das Wachstum der Pflanzen und stelle fest, dass eine Gruppe schneller und besser waechst, und das diese Gruppe auch untereinander die Gemeinsamkeit hat, das gleiche Pulver bekommen zu haben.
Warum?
Ich habe 100 Patienten, die an sagen wir mal Durchfall leiden. Ich gebe 50 von ihnen ein Mittel, welches als Durchfallmittel bekannt ist, und 50 andren Patienten ein Mittel, welches dem ersten taeuschend aehnlich sieht und schmeckt, aber keinerlei medizinische Wirkung hat. Ich weiss nicht, welcher Patient welches Mittel bekommt.
Bei der Auswertung merke ich, dass sich zwei Gruppen von patienten abzeichnen. Die einen sind ihren Durchfall nach 2 tagen los, die anderen erst nach etwa 7 Tagen. Ich hebe die Verblindung auf und sehe da eine deutliche Korrelation dazwischen, welches Mittel sie bekommen haben und wie lange sie die Symtome zeigten.
Warum? Alle Patienten hatten das gleiche Vertrauen. Sie wussten nicht, ob sie das MIttel bekommen oder ein Scheinmittel. Und selbst ich - bzw. der versuchsleiter - hatte da keine Ahnung. Warum der Unterschied, wenn es doch nach Deiner Aussage nur das Vertrauen waere, was wirklich hilft?