Das ist ja ein Ding! Wenn ich die Lehrerin dieser syrischen Brüder wäre, hätte ich dies nicht an die grosse Glocke gehängt. Die Jungs können nichts dafür, dass ihnen gesagt wird, dass es verboten sei eine Frau zu berühren und sei es mit der Hand, nur die Ehefrau. Wie unsinnig einem das auch erscheinen mag, so würde ich der Religionsfreiheit, die ja gesetzlich verankert ist, Rechnung tragen. Ich würde es zu einem Klassengespräch machen und den Kindern erklären, dass in anderen Ländern andere Sitten herrschen, und dass die Jungs ihr die Hand nicht geben, weil es eine Sitte in ihrem Land ist, aber nicht etwa, weil sie ihre Lehrerin nicht mögen oder respektieren. Die anderen Kinder würden dies verstehen und alles wäre für alle Teile in Ordnung.
Ich sehe keine Diskriminierung der Frau darin, wenn diese Jungs der Lehrerin nicht die Hand reichen, weil sie ihrer Religion treu sind, im Gegenteil, ich finde das tapfer.
Der Staat sollte lieber die Religionsfreiheit nicht erlauben, wenn er dann doch kneift bei knifflichen Vorfällen.
Dies ist ja ein sehr harmloser Fall. Was aber, wenn ein Gebot oder Verbot einer fremden Religion sich nun mit den christlichen Grundsätzen überhaupt nicht verträgt??? Wenn z.B. die Beschneidung oder Verstümmelung bei Mädchen vorgenommen wird und so ein armes Wesen ist die Freundin deiner Tochter?